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  • „Dies ist der Tag aller Tage“
    Der Wachtturm 1988 | 15. Oktober
    • 3 Das Bibelbuch, aus dem wir das meiste über den Tag des Herrn erfahren, ist die Offenbarung. Fast alle Prophezeiungen dieses Buches erfüllen sich am Tag des Herrn. Doch die Offenbarung bildet nur den Höhepunkt einer Reihe von prophetischen Büchern, in denen von jenem Tag die Rede ist. Auch in den Büchern Jesaja, Jeremia, Hesekiel und Daniel wird zum Beispiel darauf Bezug genommen. Der Inhalt dieser Bücher ist für uns oftmals eine Hilfe, die in der Offenbarung enthaltenen Prophezeiungen besser zu verstehen. Wollen wir einmal sehen, inwiefern das Buch Hesekiel in besonderer Weise Licht darauf wirft, wie sich die Offenbarung am Tag des Herrn erfüllt.

      Die vier Reiter

      4. Was geschah gemäß Offenbarung, Kapitel 6 am Anfang des Tages des Herrn?

      4 Im sechsten Kapitel der Offenbarung beschreibt der Apostel Johannes eine dramatische Vision: „Ich sah, und siehe, ein weißes Pferd; und der darauf saß, hatte einen Bogen; und es wurde ihm eine Krone gegeben, und er zog aus, siegend und um seinen Sieg zu vollenden“ (Offenbarung 6:2). Wer ist dieser siegreiche Reiter? Niemand anders als Jesus Christus, der als König des Königreiches Gottes eingesetzt worden ist und auszieht, seine Feinde zu besiegen (Psalm 45:3-6; 110:2). Jesu siegreicher Ritt begann im Jahre 1914 — am Anfang des Tages des Herrn (Psalm 2:6). Sein allererster Sieg bestand darin, daß er Satan und seine Dämonen auf die Erde warf. Welche Folgen hatte das für die Menschen? „Wehe der Erde und dem Meer“, heißt es in der Offenbarung (Offenbarung 12:7-12).

      5. Welche grausigen Gestalten folgen dem Reiter auf dem weißen Pferd, und über welche Gewalt verfügt jede Gestalt?

      5 In der Vision folgen ihm drei grausige Gestalten: ein feuerfarbenes Pferd als Sinnbild des Krieges, ein schwarzes Pferd als Sinnbild des Hungers und ein fahles Pferd, dessen Reiter „Tod“ genannt wurde. Von diesem vierten Pferd wird gesagt: „Ich sah, und siehe, ein fahles Pferd; und der darauf saß, hatte den Namen Tod. Und der Hades folgte dicht hinter ihm. Und es wurde ihnen Gewalt über den vierten Teil der Erde gegeben, um mit einem langen Schwert und mit Lebensmittelknappheit und mit tödlichen Plagen und durch die wilden Tiere der Erde zu töten“ (Offenbarung 6:3-8; Matthäus 24:3, 7, 8; Lukas 21:10, 11).

      6. Wie hat sich der Ritt dieser drei schrecklichen Reiter auf der Erde ausgewirkt?

      6 Der Prophezeiung getreu, haben Kriege, Hungersnöte und Krankheiten seit 1914 schreckliches Leid über die Menschheit gebracht. Aber der vierte Reiter tötet auch durch „die wilden Tiere der Erde“. Ist dieses Merkmal seit 1914 aufgetreten? Eine ähnliche Voraussage Hesekiels hilft uns, diesen Aspekt der Prophezeiung richtig zu sehen.

      7. (a) Welche Prophezeiung äußerte Hesekiel über Jerusalem? (b) Wie erfüllte sich diese Prophezeiung?

      7 Hesekiel, der seine Voraussage wahrscheinlich fünf Jahre vor der Zerstörung Jerusalems (607 v. u. Z.) aufzeichnete, prophezeite den Juden eine schreckliche Bestrafung für ihre Untreue. Unter Inspiration schrieb er: „So wird es auch sein, wenn es meine vier Schaden verursachenden Taten des Gerichts geben wird — Schwert und Hungersnot und Schaden verursachende wilde Tiere und Pest —, die ich tatsächlich über Jerusalem senden werde, um Erdenmensch und Haustier daraus wegzutilgen“ (Hesekiel 14:21; 5:17). Erfüllte sich das damals buchstäblich? Ohne Zweifel hatte Jerusalem unter Hunger und Krieg zu leiden, als das Ende der Stadt nahte. Und eine Hungersnot hat gewöhnlich Krankheiten zur Folge (2. Chronika 36:1-3, 6, 13, 17-21; Jeremia 52:4-7; Klagelieder 4:9, 10). Verursachten zu jener Zeit auch wilde Tiere eine Plage? Wahrscheinlich kam es vor, daß Menschen von Tieren fortgeschleift oder sogar getötet wurden, denn Jeremia hatte das ebenfalls vorausgesagt (3. Mose 26:22-33; Jeremia 15:2, 3).

      8. Welche Rolle haben wilde Tiere bis jetzt am Tag des Herrn gespielt?

      8 Wie verhält es sich heute? In den höherentwickelten Ländern stellen wilde Tiere keine so große Gefahr mehr dar wie früher. In anderen Ländern hingegen fallen ihnen immer noch Menschen zum Opfer — besonders wenn wir auch Schlangen und Krokodile zu den „wilden Tieren der Erde“ rechnen. Zwar wird in der internationalen Presse über solche Todesfälle selten berichtet, doch sollte man sie nicht übersehen. In dem Buch Planet Earth—Flood ist von vielen Menschen in Indien und Pakistan die Rede, die auf der Flucht vor Überflutungen „nach dem Biß einer Giftschlange eines qualvollen Todes starben“. Wie die Zeitschrift India Today berichtete, verloren in einem Dorf in Westbengalen schätzungsweise 60 Frauen ihre Männer durch Tigerangriffe. Zu solchen Tragödien mag es künftig noch häufiger kommen, wenn die menschliche Gesellschaft zusammenbricht und Hungersnöte zunehmen.

      9. Welche andere Art von „Tieren“ hat in unserem Jahrhundert unter den Menschen Verheerungen und Leid verursacht?

      9 Aber Hesekiel spielte auf eine andere Art von „Tieren“ an, als er sagte: „Da ist eine Verschwörung ihrer Propheten in ihrer Mitte gleich dem brüllenden Löwen, der Raub zerreißt. Eine Seele verzehren sie tatsächlich. ... Ihre Fürsten in ihrer Mitte sind wie Wölfe, die Raub zerreißen“ (Hesekiel 22:25, 27). Somit können auch Menschen wie Tiere handeln. Und wie haben doch die Menschen in unserem Jahrhundert unter raubgierigen Personen zu leiden gehabt! Viele sind durch animalische Verbrecher und Terroristen ums Leben gekommen. Ja, der Tod hat auf mehr als eine Weise durch „die wilden Tiere der Erde“ reiche Ernte gehalten.

      10. Was ist daran zu erkennen, daß Johannes Krieg, Hunger, Krankheiten und wilde Tiere als Todesursachen aufzählt?

      10 Daß in der Vision des Johannes von Krieg, Hunger, Krankheiten und wilden Tieren die Rede ist, hilft uns erkennen, daß viele Ereignisse unserer Tage eine Parallele zu den qualvollen Verhältnissen bilden, die 607 v. u. Z. in Jerusalem herrschten. Für die Welt hat der Tag des Herrn also bereits viel Leid mit sich gebracht, und zwar hauptsächlich deshalb, weil die Führer der Menschheit es abgelehnt haben, sich dem ersten Reiter, Jesus Christus, dem inthronisierten König, zu unterwerfen (Psalm 2:1-3). Wie verhält es sich aber mit Gottes Dienern? Was bedeutet der Tag des Herrn für sie?

      Den Tempel messen

      11. Was wurde Johannes gemäß Offenbarung 11:1 zu tun geboten, und um welchen Tempel handelte es sich dabei?

      11 Gemäß Offenbarung 11:1 schrieb der Apostel Johannes: „Es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Stab gleich, als er sprach: ‚Steh auf, und miß das Tempelheiligtum Gottes und den Altar und die darin Anbetenden.‘“ Dieses in der Vision erwähnte Messen ist für Gottes Volk sehr bedeutsam. Welches Tempelheiligtum maß Johannes? Nicht den buchstäblichen jüdischen Tempel, in dem er Gott angebetet hatte, bevor er ein Christ wurde. Diesen Tempel hatte Jehova verworfen, und im Jahre 70 u. Z. war er zerstört worden (Matthäus 23:37 bis 24:2). Johannes maß vielmehr die große geistige Tempeleinrichtung Jehovas. Im irdischen Vorhof dieses sinnbildlichen Tempels dienen gesalbte Christen als Unterpriester (Hebräer 9:11, 12, 24; 10:19-22; Offenbarung 5:10).

      12. Wann kam dieser Tempel ins Dasein, und welche Entwicklungen fanden diesbezüglich im ersten Jahrhundert statt?

      12 Der geistige Tempel kam im Jahre 29 u. Z. ins Dasein, als Jesus zum Hohenpriester gesalbt wurde (Hebräer 3:1; 10:5). Es sollte darin 144 000 Unterpriester geben. Viele von ihnen wurden im ersten Jahrhundert erwählt und versiegelt und starben damals in Treue (Offenbarung 7:4; 14:1). Doch als jene Christen starben, schliefen sie im Grab und wurden nicht sogleich zu himmlischem Leben auferweckt (1. Thessalonicher 4:15). Zudem setzte nach dem ersten Jahrhundert ein großer Abfall ein, und die zu Unterpriestern gesalbten Christen waren von aufsprießendem „Unkraut“, das heißt von Abtrünnigen, umgeben (Matthäus 13:24-30). Im Laufe der Jahrhunderte hat man sich zweifellos gefragt: „Werden je alle 144 000 Unterpriester versiegelt werden?“ „Werden diejenigen, die in Treue gestorben sind, je auferweckt werden, damit sie im himmlischen Heiligtum dienen können?“ Das in der Vision erwähnte Messen des Tempels zeigte, daß jede dieser Fragen mit Ja zu beantworten ist. Wieso?

      13. Wofür war das Messen des Tempelheiligtums durch Johannes eine Garantie, und was geschah früh am Tag des Herrn?

      13 In biblischen Prophezeiungen wird durch das Messen einer Sache gewöhnlich angezeigt, daß der diesbezügliche Vorsatz Jehovas mit Sicherheit völlig verwirklicht wird (2. Könige 21:13; Jeremia 31:39; Klagelieder 2:8). So war das in der Vision erwähnte Messen des Tempels eine Garantie dafür, daß am Tag des Herrn alle Vorsätze Jehovas bezüglich des Tempels verwirklicht werden. In Übereinstimmung damit und gemäß allen Anzeichen wurden, beginnend mit dem Jahr 1918, die bereits in Treue verstorbenen Gesalbten auferweckt, und sie nahmen den ihnen verheißenen Platz im himmlischen Heiligtum ein (1. Thessalonicher 4:16; Offenbarung 6:9-11). Was ist aber über die restlichen Glieder der 144 000 zu sagen?

      14. Was ist in bezug auf die gesalbten Christen vor und während des Ersten Weltkriegs zu sagen?

      14 Schon vor dem Beginn des Tages des Herrn begannen gesalbte Christen, die die abtrünnige Christenheit verlassen hatten, sich in einer getrennten Organisation zu sammeln. Sie hatten auf vortreffliche Weise ihre Treue bewiesen, indem sie das bedeutsame Jahr 1914 bekanntgemacht hatten. Doch als in jenem Jahr der Erste Weltkrieg ausbrach, fing man an, sie zu bedrücken, ja ‘niederzutreten’. Das erreichte seinen Höhepunkt im Jahre 1918, als die Direktoren der Watch Tower Society ins Gefängnis kamen und das organisierte Predigtwerk fast eingestellt wurde. Damals wurden jene Christen gewissermaßen ‘getötet’ (Offenbarung 11:2-7). Was hatte das Messen des Tempelheiligtums für sie zu bedeuten?

      15. Was bedeutete das Messen eines in einer Vision gezeigten Tempels für Gottes Volk in den Tagen Hesekiels?

      15 Im Jahre 593 v. u. Z., 14 Jahre nach der Zerstörung des Tempels Jehovas in Jerusalem, sah Hesekiel in einer Vision ein Haus Jehovas. Hesekiel wurde durch diesen Tempel geführt und beobachtete, wie alles im Tempel sorgfältig gemessen wurde (Hesekiel, Kapitel 40 bis 42). Was bedeutete das? Jehova selbst erklärte es: Das Messen des Tempels deutete auf eine Prüfung für Hesekiels Volk hin. Wenn sich die Israeliten demütigten, ihre Fehler bereuten und den Gesetzen Jehovas entsprächen, würden sie die Maße des Tempels erfahren. Das sollte sie offensichtlich in der Hoffnung bestärken, daß Jehovas Volk eines Tages aus Babylon befreit und Jehova wieder in seinem buchstäblichen Tempel anbeten würde (Hesekiel 43:10, 11).

      16. (a) Was wurde Gottes Dienern dadurch, daß Johannes das Tempelheiligtum maß, im Jahre 1918 zugesichert? (b) Wie erfüllte sich das?

      16 Ähnlich verhielt es sich mit jenen entmutigten Christen im Jahre 1918. Wenn sie sich demütigen und alle Fehler bereuen würden, die sie begangen hatten, sollten sie befreit und von Jehova gesegnet werden und einen vollen Anteil an seiner Tempelvorkehrung haben. Und das geschah auch. Wie in Offenbarung 11:11 gesagt wird, ‘stellten sie sich auf ihre Füße’, das heißt, sie wurden sinnbildlich auferweckt. Eine ähnliche, im Buch Hesekiel berichtete Vision über eine Auferstehung schattete eine Wiederherstellung der Juden in ihrem Heimatland vor (Hesekiel 37:1-14). Die neuzeitliche „Auferstehung“ erwies sich als eine Wiederherstellung des Volkes Gottes aus einem Zustand der Entmutigung und der fast völligen Untätigkeit zu einem Zustand sprühenden Lebens, so daß es einen vollen Anteil am Dienst Jehovas haben konnte. Diese „Auferstehung“ erfolgte 1919.

      Die kleine Buchrolle

      17. (a) Beschreibe die in Offenbarung 10:1 aufgezeichnete Vision des Johannes. (b) Wer war der Engel, den Johannes sah, und an welchem Tag sollte sich die Vision erfüllen?

      17 Gemäß Offenbarung 10:1 sah Johannes einen „starken Engel vom Himmel herabkommen, umhüllt mit einer Wolke, und ein Regenbogen war über seinem Haupt, und sein Angesicht war wie die Sonne, und seine Füße waren wie Feuersäulen“. Diese Vision glich in etwa gewissen Visionen von Jehova, die Hesekiel und auch Johannes schon vorher gehabt hatten (Hesekiel 8:2; Offenbarung 4:3). Aber in dieser Vision sah Johannes nicht Jehova, sondern einen Engel. Es muß sich daher um Jehovas großen Engelsohn, Jesus Christus, gehandelt haben, der „das Bild des unsichtbaren Gottes“ ist (Kolosser 1:15). Außerdem wird Jesus in Offenbarung 10:2 in einer Stellung großer Gewalt dargestellt, denn es heißt, daß er „seinen rechten Fuß auf das Meer, seinen linken aber auf die Erde“ setzte. Der Engel versinnbildlicht somit Jesus am Tag des Herrn. (Siehe Psalm 8:4-8; Hebräer 2:5-9.)

      18. (a) Was zu essen wurde Johannes geboten? (b) Was zu essen wurde Hesekiel in einer ähnlichen Vision geboten, und wie wirkte es sich aus?

      18 Jesus in seiner herrlichen visionären Gestalt hält eine kleine Buchrolle in der Hand, und Johannes wird angewiesen, die Rolle zu nehmen und zu essen (Offenbarung 10:8, 9). So macht Johannes eine ähnliche Erfahrung wie Hesekiel, der ebenfalls in einer Vision aufgefordert wurde, eine Buchrolle zu essen. Hesekiel wurde die Rolle von Jehova selbst übergeben, und der Prophet sah, daß „Totenklagelieder und Jammer und Wehklage darin geschrieben“ waren (Hesekiel 2:8-10). Er berichtet: „Ich begann sie zu essen, und sie wurde in meinem Mund wie Honig so süß“ (Hesekiel 3:3). Was hatte das Essen der Buchrolle für Hesekiel zu bedeuten?

      19. (a) Was wurde dadurch dargestellt, daß Hesekiel die Buchrolle aß? (b) Wer sollten die Empfänger der bitteren Botschaft sein, die Hesekiel verkünden sollte?

      19 Die Buchrolle enthielt zweifellos inspirierten prophetischen Aufschluß. Als Hesekiel die Buchrolle aß, nahm er den Auftrag an, den Aufschluß in einem solchen Ausmaß zu verkünden, daß dieser gewissermaßen ein Teil von ihm wurde. (Vergleiche Jeremia 15:16.) Für andere war jedoch der Inhalt der Buchrolle nicht süß. Die Buchrolle enthielt lauter „Totenklagelieder und Jammer und Wehklage“. Für wen war diese bittere Botschaft bestimmt? Zunächst wurde Hesekiel angewiesen: „Menschensohn, geh, begib dich mitten unter das Haus Israel, und du sollst mit meinen Worten zu ihnen reden“ (Hesekiel 3:4). Später bezog Hesekiels Botschaft auch die heidnischen Nationen ringsum mit ein (Hesekiel, Kapitel 25 bis 32).

      20. Was geschah, als Johannes die kleine Buchrolle aß, und was folgte darauf?

      20 Bei Johannes hatte das Essen der Buchrolle ähnliche Folgen. Er berichtet: „Ich nahm die kleine Buchrolle aus der Hand des Engels und aß sie auf, und in meinem Mund war sie süß wie Honig; aber als ich sie aufgegessen hatte, wurde mein Bauch bitter gemacht“ (Offenbarung 10:10). Auch für Johannes war das Essen der Buchrolle etwas Süßes. Es war begeisternd, daß er sich das Wort Jehovas sozusagen einverleibte. Doch die Botschaft hatte einen bitteren Klang. Für wen? Johannes wurde gesagt: „Du mußt wieder prophezeien über Völker und Nationen und Zungen und viele Könige“ (Offenbarung 10:11).

      21. (a) Was taten gesalbte Christen 1919, das dem Essen der kleinen Buchrolle durch Johannes entsprach, und wie wirkte es auf sie? (b) Welche Folgen hatte es für die Christenheit und die Welt im allgemeinen?

      21 Wie hat sich all das am Tag des Herrn erfüllt? Gemäß den historischen Tatsachen begrüßten treue Christen im Jahre 1919 das Vorrecht, Jehova zu dienen, uneingeschränkt, so daß sie es sich sozusagen einverleibten, und es war tatsächlich etwas Süßes. Doch das Vorrecht und die Segnungen, die ihnen zuteil wurden, erwiesen sich für andere als bitter — besonders für die Geistlichkeit der Christenheit. Warum? Weil jene treuen gesalbten Christen die ganze für die Menschheit bestimmte Botschaft Jehovas verkündeten. Sie predigten nicht nur die „gute Botschaft vom Königreich“, sondern wiesen auch darauf hin, daß die Christenheit, ja die Welt im allgemeinen geistig tot ist (Matthäus 24:14; Offenbarung 8:1 bis 9:21; 16:1-21).

      22. (a) Auf welch großartige Weise sind die Gesalbten von Jehova am Tag des Herrn bis jetzt gebraucht worden? (b) Was hat der Tag des Herrn für Satans Welt und für Gottes Volk bedeutet?

      22 Diese treue Gruppe von Christen wurde von Jehova dazu gebraucht, die letzten der 144 000 einzusammeln, damit sie versiegelt werden konnten, und sie ging auch bahnbrechend in der Einsammlung der großen Volksmenge voran, die eine irdische Hoffnung hat (Offenbarung 7:1-4, 9, 10). Die große Volksmenge spielt eine wichtige Rolle in Jehovas Vorsätzen in Verbindung mit der Erde, und ihr Erscheinen löste sowohl im Himmel als auch auf der Erde große Freude aus (Offenbarung 7:11-17; Hesekiel 9:1-7). Dieser „Tag aller Tage“ hat somit für Satans Welt bereits Leiden bedeutet, für Jehovas Volk hingegen reiche Segnungen. Wollen wir nun sehen, inwiefern dies auch auf den weiteren Verlauf des Tages des Herrn zutrifft.

  • Was wird der Tag des Herrn für dich bedeuten?
    Der Wachtturm 1988 | 15. Oktober
    • Was wird der Tag des Herrn für dich bedeuten?

      „Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde“ (PSALM 110:2).

      1—3. (a) Warum war der Beginn des Tages des Herrn eine Zeit des Kampfes, und welche Erfolge hat Jesus errungen? (b) Wie wird Jesus ‘seinen Sieg vollenden’?

      IM Jahre 1914 wurde Jesus als König des Königreiches Gottes eingesetzt, und der Tag des Herrn begann. Sogleich stieß der neue König auf den heftigen Widerstand Satans, des Teufels, und seiner Helfershelfer auf der Erde (Psalm 2:1-6). Diese frühen Jahre des Tages des Herrn waren eine Zeit des Kampfes, in der Jesus ‘zur Unterwerfung inmitten seiner Feinde’ schritt (Psalm 110:2).

      2 Der neue König errang beeindruckende Siege. Nach 1914 versuchte Satan, das neugeborene Königreich zu ‘verschlingen’, wurde jedoch zu seiner Schande aus dem Himmel geworfen (Offenbarung 12:1-12). Dann ‘führte er Krieg’ mit den Übriggebliebenen der Gesalbten, aber er konnte nicht verhindern, daß sie sich 1919 ‘auf ihre Füße stellten’ und daß sie die „kleine Buchrolle“ aus der Hand Jesu Christi entgegennahmen (Offenbarung 10:8-11; 11:11, 12; 12:17). Genausowenig konnte er verhindern, daß die letzten der 144 000 eingesammelt wurden und daß sich die große Volksmenge (aus allen Nationen) versammelt hat, die Jehova ‘Tag und Nacht in seinem Tempel heiligen Dienst darbringt’ (Offenbarung 7:1-3, 9-15).

      3 Tatsächlich befindet sich Jesus seit 1914 auf seinem Siegesritt. Dennoch bleibt noch vieles zu tun. Jesus hat „seinen Sieg [noch] zu vollenden“. Er muß noch in dem Sinne tätig werden, daß er jede Spur von Satans weltweitem System der Dinge beseitigt (Offenbarung 6:1, 2; 19:11-21). Was wird dieses entscheidende Vorgehen für uns als einzelne bedeuten?

      Babylon die Große öffentlich bloßgestellt

      4. Wie wird die falsche Religion in der Offenbarung beschrieben?

      4 Die Vernichtung der Welt Satans beginnt mit der Vernichtung der falschen Religion. In der Offenbarung wird das ganze Weltreich der falschen Religion — die Christenheit eingeschlossen — als eine Prostituierte beschrieben, Babylon die Große genannt, die mit den Königen der Erde Beziehungen hat und die Menschheit durch ihre Hurerei trunken macht. Sie selbst ist ebenfalls trunken — wie widerlich! —, weil sie das Blut von Dienern Gottes getrunken hat (Offenbarung 17:1-6). Auch das Ende dieser abscheulichen alten Hure wird in der Offenbarung beschrieben. Was dies bedeuten wird, können wir besser verstehen, wenn wir berücksichtigen, was mit einer anderen religiösen Hure geschah, die im siebten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung existierte.

      5, 6. Warum wurde das untreue Jerusalem eine Prostituierte genannt, und welches Urteil von seiten Jehovas zog dies nach sich?

      5 Bei dieser Hure handelte es sich um die Stadt Jerusalem. Sie sollte das irdische Zentrum der Anbetung Jehovas sein, aber Gott sagte zu ihr: „Durch dein Blut, das du vergossen hast, hast du dich verschuldet“ (Hesekiel 22:4). Sie sollte geistig rein sein, doch sie gab sich als Prostituierte preis, indem sie mit den Nationen paktierte. „O wie ich mit Grimm gegen dich erfüllt bin“, sagte Jehova zu ihr, „da du all diese Dinge tust, das Werk einer Frau, einer herrischen Prostituierten!“ (Hesekiel 16:30; 23:1-21; Jakobus 4:4).

      6 Beachten wir, welches Urteil Jehova über diese Hure fällte: „Ich [bringe] alle [die Nationen], die dich leidenschaftlich liebten, denen du angenehm warst, zusammen und alle, die du liebtest, ... und sie sollen dir deine Kleider abstreifen und deine schönen Gegenstände nehmen und dich nackt und bloß zurücklassen. Und sie sollen deine Häuser mit Feuer verbrennen“ (Hesekiel 16:37, 39, 41; 23:25-30). Die Geschichte berichtet uns, was geschah. Im Jahre 607 v. u. Z. kamen die Babylonier und plünderten Jerusalem. Seine Bewohner und seinen Reichtum brachte man nach Babylon. Die Stadt wurde zerstört, der Tempel niedergebrannt, und das Land wurde verödet zurückgelassen (2. Chronika 36:17-21).

      7. Wie wird Babylon die Große enden?

      7 Ähnliches wird mit Babylon der Großen geschehen. Die Offenbarung sagt warnend: „Diese [die neuzeitlichen „Könige“ oder Herrscher, mit denen Babylon die Große geistige Hurerei begangen hat] werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen“ (Offenbarung 17:2, 16). Das Beispiel des alten Jerusalem zeigt uns, was das bedeuten wird. Die falsche Religion wird von den Regierungen vernichtet werden, die sie früher ‘liebten’. Ihr Reichtum wird ihr entrissen werden, und man wird sie verbrennen, das heißt vollständig vernichten. Ein passendes Ende für eine abscheuliche Organisation!

      Die Himmel verdunkelt

      8. Was für eine Zeit wird die große Drangsal für die Menschheit sein?

      8 Mit der Vernichtung Groß-Babylons wird die von Jesus prophezeite „große Drangsal“ beginnen (Matthäus 24:21; Offenbarung 7:14). In bezug auf diese Zeit heißt es in der Offenbarung: „Es ereignete sich ein großes Erdbeben; und die Sonne wurde schwarz wie härenes Sacktuch, und der ganze Mond wurde wie Blut, und die Sterne des Himmels fielen zur Erde“ (Offenbarung 6:12, 13). Bei diesem großen Erdbeben handelt es sich um das von Hesekiel prophezeite „große Beben auf dem Boden Israels“ (Hesekiel 38:18, 19; Joel 3:14-16). Darunter ist die endgültige Vernichtung des gegenwärtigen verderbten Systems der Dinge zu verstehen. Wird zu dieser Zeit mit den buchstäblichen Himmelskörpern, der Sonne, dem Mond und den Sternen, irgend etwas geschehen?

      9, 10. Was prophezeite Hesekiel im Falle Ägyptens, und wie erfüllte es sich?

      9 Hesekiel wies warnend auf den bevorstehenden Sturz Ägyptens, des großen südlichen Nachbarn Israels, hin und sagte: „‚Und wenn du [Pharao] ausgelöscht wirst, will ich die Himmel bedecken und ihre Sterne verdunkeln. Was die Sonne betrifft, mit Wolken werde ich sie bedecken, und der Mond selbst wird sein Licht nicht leuchten lassen. Alle leuchtenden Lichter in den Himmeln — ich werde sie verdunkeln um deinetwillen, und ich will Finsternis über dein Land bringen‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova“ (Hesekiel 32:7, 8).

      10 Als Pharao und seine Heere fielen, verdunkelte sich zwar nicht der buchstäbliche Himmel, doch die Zukunft Ägyptens lag in tiefer Finsternis. Der Bibelgelehrte C. F. Keil bemerkt diesbezüglich: „Die dadurch [durch den Sturz Pharaos] entstehende Finsternis [ist ein] Bild für ganz hoffnungslose Zustände.“ Ein für allemal war es mit der unabhängigen Weltmacht Ägypten vorbei; nun wurde Ägypten selbst von einer Weltmacht nach der anderen beherrscht. Heute untersteht das Gebiet der einstigen pharaonischen Weltmacht größtenteils der Herrschaft eines arabischen Staates.

      11. (a) Was wird durch das, was Ägypten widerfuhr, dargestellt? (b) Inwiefern wird in der großen Drangsal die Zukunft für Satans Welt absolut finster sein?

      11 Für Keil hatte die Prophezeiung Hesekiels noch eine weitere Bedeutung. Er schreibt: „Der Sturz jeder Weltmacht [wie Ägypten] aber ist ein Vorzeichen und Vorspiel des Sturzes aller widergöttlichen Weltmacht am Tage des Weltgerichts.“ Das trifft im wesentlichen zu. Wie die Offenbarung zeigt, werden die Zukunftsaussichten der gottlosen Menschheit in der großen Drangsal ebenso finster sein, wie es diejenigen Ägyptens waren. Es wird so sein, als gäbe bei Tage die Sonne kein Licht mehr, so, als wäre der Nachthimmel ohne das milde Licht des Mondes und ohne die funkelnden Sterne. Wer es ablehnt, den König Jehovas zu ehren, wird umkommen und nicht einmal ehrenvoll begraben werden, wenn der Reiter auf dem weißen Pferd seinen Sieg vollendet (Offenbarung 19:11, 17-21; Hesekiel 39:4, 17-19). Kein Wunder, daß gottlose Menschen „zu den Bergen und zu den Felsen [sagen werden]: ‚Fallt über uns, und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes, denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen, und wer vermag zu bestehen?‘“ (Offenbarung 6:16, 17; Matthäus 24:30).

      Krieg ist im Gange!

      12. Wie hat Satan am Tag des Herrn seinen Haß gegenüber Jesus Christus zum Ausdruck gebracht?

      12 Was ist aber von Christen in der heutigen Zeit zu sagen? Nun, sie sind von den Auswirkungen des unaufhörlichen Krieges zwischen Satan und dem Reiter auf dem weißen Pferd nicht verschont geblieben. Da Satan Jesus nicht persönlich beikommen kann, entlädt sich sein ganzer Zorn auf die Übriggebliebenen der Gesalbten und — in neuerer Zeit — auf die große Volksmenge anderer Schafe, die sich um die Gesalbten geschart hat. Wie Jesus warnend sagte, sind diese ‘um seines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen’ (Matthäus 24:9). Satan hat im Kampf gegen sie auf jede ihm zur Verfügung stehende Waffe wie Pöbelangriffe, Haftstrafen, Folterung und Mord zurückgegriffen (2. Timotheus 3:12).

      13. Inwiefern ist Satan in seinem Krieg gegen Gottes Volk mit Arglist vorgegangen?

      13 Auch mit Arglist ist Satan vorgegangen (Epheser 6:11). Durch die „trügerische Macht des Reichtums“ hat er einige so weit gebracht, daß sie in ihrem heiligen Dienst nachgelassen oder diesen sogar ganz aufgegeben haben (Matthäus 13:22; 1. Timotheus 6:9, 10). Andere hat er zur Unreinheit oder Unmoral verleitet (1. Korinther 5:1, 2). Viele stehen aufgrund der „Sorgen des Lebens“ unter großem Druck. Diesen Umstand nutzt Satan und versucht, sie zu ‘beschweren’ (Lukas 21:34). Bei anderen macht er sich Persönlichkeitskonflikte oder eine Neigung zu Rebellion zunutze, um sie von den „wichtigeren Dingen“ abzulenken (Philipper 1:10; 1. Korinther 1:11, 12; Jakobus 4:1-3).

      14, 15. Wie können wir in unserem Kampf gegen Satan siegen?

      14 Folglich müssen Christen am Tag des Herrn darauf bedacht sein auszuharren. Einige haben darin versagt, so daß Satan immer wieder einen kleineren Sieg für sich verbuchen konnte (1. Petrus 5:8). Aber die meisten haben Jesu Verheißung beachtet: „Wer ... bis ans Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden“ (Matthäus 24:13). Mit der Hilfe Jehovas haben sie gesiegt und so sein Herz erfreut (Sprüche 27:11; 1. Johannes 2:13, 14).

      15 Gewiß möchte niemand von uns Satan die Genugtuung verschaffen, zu sehen, daß wir aufgeben. Befolgen wir daher den Rat des Paulus, und wappnen wir uns mit Wahrheit, Gerechtigkeit und Glauben, während wir eifrig die gute Botschaft predigen und studieren, damit unser Glaube stark bleibt. Wir sollten auch unablässig beten und wach bleiben. Auf diese Weise werden wir ‘frei von Anklage sein am Tag unseres Herrn Jesus Christus’ (1. Korinther 1:8; Epheser 6:10-18; 1. Thessalonicher 5:17; 1. Petrus 4:7). Dann wird der Tag des Herrn für uns zu einem Quell reicher Segnungen.

      Wunderbare Dienstvorrechte

      16. Warum wurde Johannes angewiesen, das, was die sieben Donner sagten, nicht aufzuschreiben, und was hatte das für die gesalbten Christen im Jahre 1919 zu bedeuten?

      16 Gemäß Offenbarung 10:3, 4 sagt Johannes, daß er die Stimme der „sieben Donner“ hörte. Er wollte das Gehörte niederschreiben, doch hörte er, wie er berichtet, „eine Stimme aus dem Himmel sagen: ‚Versiegle die Dinge, die die sieben Donner redeten, und schreib sie nicht auf.‘“ Offensichtlich war noch nicht die Zeit gekommen, diesen Aufschluß zu enthüllen. Johannes wurde statt dessen angewiesen, die kleine Buchrolle zu nehmen und zu essen. Die sieben Donner stellen anscheinend eine vollständige Äußerung der Vorsätze Jehovas dar (Psalm 29:3; Johannes 12:28, 29; Offenbarung 4:5). Als die gesalbten Christen im Jahre 1919, bildlich gesprochen, die kleine Buchrolle aßen, war für sie nicht die Zeit gekommen, Jehovas Vorsätze vollständig zu verstehen. (Vergleiche Daniel 12:8, 9.) Doch sie drängten mit dem Verständnis, über das sie verfügten, furchtlos voran und erwiesen sich weiterer Erleuchtung als würdig.

      17. Welche Einsichten hat Jehova seinem Volk seit 1919 gewährt?

      17 Im Laufe der Jahre wurde ihnen ein immer deutlicheres Verständnis des Willens Jehovas gewährt. Sie verstanden zum Beispiel, daß die in einem Gleichnis Jesu erwähnten Schafe bereits vor Harmagedon von den Böcken getrennt werden (Matthäus 25:31-46). Sie erkannten, daß die Geburt des Königreiches im Jahre 1914 eine Erfüllung von Offenbarung, Kapitel 12 war. Sie erlangten ein besseres Verständnis der Bedeutung des Namens Jehovas und erfuhren, um wen es sich bei der in Offenbarung, Kapitel 7 erwähnten großen Volksmenge tatsächlich handelt. Welch eine Zuversicht dem Volk Gottes durch diese fortschreitenden Offenbarungen doch eingeflößt wurde! (Sprüche 4:18; 2. Petrus 1:19).

      18. An welchen außergewöhnlichen Dienstvorrechten hatte Jehovas Volk am Tag des Herrn teil, und welcher Tatsache werden wir uns dadurch bewußt?

      18 Gleichzeitig übertrug Jehova seinen irdischen Dienern außergewöhnliche Dienstvorrechte. In einer erhabenen Vision sah Johannes Engel, die eine ewige gute Botschaft für die Menschheit verkündigten, den Sturz Groß-Babylons bekanntmachten und davor warnten, das Kennzeichen des Tieres anzunehmen (Offenbarung 14:6-10). Zweifellos werden diese göttlichen Dienstvorrechte unter der Aufsicht von Engeln wahrgenommen, doch eigentlich sind es Menschen auf der Erde, das heißt Jehovas Zeugen, die der Menschheit diese Botschaften ausrichten. Johannes sah auch, daß Jesus die „Ernte der Erde“ einbrachte (Offenbarung 14:14-16). Dieses Ernten erfolgt jedoch durch das von Jesu irdischen Untertanen durchgeführte Werk der Verkündigung des Königreiches und des Jüngermachens (Matthäus 24:14; 28:19, 20). Welch ein Zeichen der Gunst, mit den Engeln und mit Jesus Christus an Dienstvorrechten von so enormer Bedeutung teilzuhaben! Dadurch fühlen wir uns wirklich in Harmonie mit Jehovas großer unsichtbarer, himmlischer Organisation treuer Geistgeschöpfe.

      Göttlicher Schutz

      19. (a) Was wird den Höhepunkt der Feindseligkeiten Satans gegenüber dem Volk Gottes bilden? (b) Wer wird in dem entscheidenden Schlußkrieg siegen?

      19 Satan wird, während das Ende seiner Welt herannaht, auf Christen immer stärkeren Druck ausüben. Der Höhepunkt seiner Feindseligkeiten wird in Hesekiel, Kapitel 38 und 39 beschrieben, wo er prophetisch als Gog von Magog bezeichnet wird. Gemäß dieser inspirierten Prophezeiung wird Satan einen Großangriff starten in dem Versuch, Gottes Volk ein für allemal zu vernichten. Wird ihm das gelingen? Die Offenbarung antwortet: „Die zehn Hörner [neuzeitliche „Könige“ oder Herrscher] ... werden mit dem Lamm kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen, weil es Herr der Herren und König der Könige ist. Auch die mit ihm Berufenen und Auserwählten und Treuen werden das tun“ (Offenbarung 17:12, 14). Treue Christen werden mit Sicherheit siegen, wenn sie ihrem großen, siegenden König treu bleiben. Gogs Streitkräfte werden völlig vernichtet werden (Hesekiel 39:3, 4, 17-19; Offenbarung 19:17-21).

      20. Welche Segnungen wird der Tag des Herrn für treue Christen während der großen Drangsal mit sich bringen?

      20 Für Gottes Volk bedeutet der Tag des Herrn folglich Rettung. Den Gesalbten, die in der großen Drangsal noch am Leben sind, ist ihre himmlische Stellung sicher, und sie werden unerschütterlich an ihrem Entschluß festhalten, ihren irdischen Lauf in Treue zu beenden (Offenbarung 7:1-3; 2. Timotheus 4:6-8). Auch die große Volksmenge wird überleben, und Jesus wird sie „zu Wasserquellen des Lebens leiten ... Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen“ (Offenbarung 7:14, 17). Welch ein vorzüglicher Lohn für treues Ausharren!

      21. Was wird nach der großen Drangsal am Tag des Herrn auf der Erde geschehen?

      21 Nun beginnt eine wunderbare Phase des Tages des Herrn: die Tausendjahrherrschaft Christi Jesu (Offenbarung 20:6, 11-15). Der Strom von Wasser des Lebens wird, wie in der Offenbarung und auch im Buch Hesekiel prophezeit, vom Thron Jehovas aus zur Menschheit hinabfließen, und wer davon trinkt, wird allmählich zu menschlicher Vollkommenheit emporgehoben werden (Hesekiel 47:1-12; Offenbarung 22:1, 2). Der Hades wird geleert werden, und Milliarden Verstorbene werden ebenfalls die Gelegenheit erhalten, von diesem Strom zu trinken (Johannes 5:28, 29).

      22. Welche bedeutsamen Ereignisse stehen der Menschheit am Ende der Tausendjahrherrschaft Christi bevor?

      22 Am Ende der tausend Jahre wird die Menschheit zur Vollkommenheit emporgehoben worden sein. Welch eine passende Zeit für Satan, zum letzten Mal auf den irdischen Schauplatz zu treten! Noch einmal wird er versuchen, die Menschen zu täuschen, und einige werden ihm selbst dann noch folgen. Diese werden bezeichnenderweise „Gog und Magog“ genannt, da sie denselben schlechten Geist offenbaren werden wie die in Hesekiels Prophezeiung erwähnte „Menge Gogs“. Doch ihr rebellischer Geist wird für alle Ewigkeit ausgerottet, wenn sie zusammen mit Satan und seinen Dämonen in den symbolischen Feuersee geschleudert werden (Offenbarung 20:7-10; Hesekiel 39:11). Alle, die in der Schlußprüfung treu bleiben, können in eine wahrhaft gesegnete Zukunft blicken, und dann wird die vollkommen gemachte Menschheit mit Jehovas gerechter Universalorganisation vereint werden. Jehova Gott selbst wird „allen alles“ sein (1. Korinther 15:24, 28; Offenbarung 20:5).

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