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„Dein Ende ist jetzt da“Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederhergestellt!
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6. (a) Welche Doppelrolle übernahm Hesekiel? (b) Was lässt sich daraus ableiten, dass Hesekiel seine Haare wiegen und aufteilen sollte?
6 Die Vernichtung Jerusalems und seiner Einwohner. In dieser Szene sollte Hesekiel eine Doppelrolle spielen. Zum einen stellte Hesekiel dar, was Jehova tun würde. Jehova wies ihn an: „Nimm dir ein scharfes Schwert und benutze es wie das Schermesser eines Barbiers.“ (Lies Hesekiel 5:1, 2.) Hesekiels Hand stand hier für Jehovas Hand. Mit gezücktem Schwert würde er durch das babylonische Heer sein Urteil vollstrecken. Zum anderen stellte Hesekiel dar, wie es den Juden ergehen sollte. Jehova sagte ihm: „Schere deinen Kopf und deinen Bart.“ Das war eine Vorschau darauf, wie die Juden angegriffen und besiegt werden würden. Weiter wurde Hesekiel angewiesen: „Nimm dann eine Waage, um die Haare zu wiegen und in Teile aufzuteilen.“ Das deutet darauf hin, dass Jehova sein Urteil nicht willkürlich vollstrecken würde, sondern gezielt und gründlich.
7. Warum sollte Hesekiel seine abrasierten Haare in drei Teile aufteilen und mit jedem Drittel etwas anderes tun?
7 Hesekiel sollte seine abrasierten Haare in drei Teile aufteilen und mit jedem Drittel etwas anderes tun. Was bedeutete das? (Lies Hesekiel 5:7-12.) Einen Teil verbrannte Hesekiel „in der Stadt“, um zu zeigen, dass einige Einwohner Jerusalems innerhalb der Stadt sterben würden. Den zweiten Teil zerhieb er mit dem Schwert „rings um die Stadt“, weil andere außerhalb der Stadt getötet würden. Das letzte Drittel streute er „in den Wind“. Einige sollten unter die anderen Völker zerstreut werden, aber Jehova würde ihnen „mit einem gezückten Schwert hinterherjagen“. Wohin es sie auch verschlagen sollte, sie würden keinen Frieden finden.
8. (a) Welchen Funken Hoffnung vermittelte Hesekiels gespielte Szene? (b) Wie erfüllte sich die Voraussage über die „Strähnen“?
8 Doch die gespielte Szene Hesekiels vermittelte auch einen Funken Hoffnung. Jehova gab seinem Propheten nämlich die Anweisung: „Nimm ein paar Strähnen und wickle sie in deine Gewandfalten“ (Hes. 5:3). Damit wurde angedeutet, dass ein paar der versprengten Juden verschont würden. Einige dieser „Strähnen“ würden zu den Freigelassenen gehören, die nach der 70-jährigen Gefangenschaft nach Jerusalem zurückkehren sollten (Hes. 6:8, 9; 11:17). Erfüllte sich das? Und ob! Einige Jahre nach Ende der Gefangenschaft in Babylon berichtete der Prophet Haggai von Juden, die nach Jerusalem zurückgekehrt waren: „die alten Männer, die das frühere Haus gesehen hatten“ – den Tempel Salomos (Esra 3:12; Hag. 2:1-3). Wie versprochen sorgte Jehova dafür, dass die reine Anbetung nicht ausgelöscht wurde. Auf diese Wiederherstellung geht Kapitel 9 ausführlicher ein (Hes. 11:17-20).
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„Schere deinen Kopf und deinen Bart“Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederhergestellt!
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KASTEN 6A
„Schere deinen Kopf und deinen Bart“
Hesekiel stellte Ereignisse dar, die kurz darauf in Jerusalem geschehen sollten
„Scheren“
Die Juden würden angegriffen und besiegt werden
„Wiegen“ und „aufteilen“
Die Urteilsvollstreckung wäre gezielt und gründlich
„Verbrennen“
Einige würden in der Stadt sterben
„Zerhauen“
Andere würden außerhalb der Stadt getötet werden
„Zerstreuen“
Manche sollten überleben, aber keinen Frieden finden
„Einwickeln“
Einige Verschleppte sollten nach Jerusalem zurückkehren; die reine Anbetung würde nicht ausgelöscht werden
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