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  • Interessiert sich Gott für uns?
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 1

      Interessiert sich Gott für uns?

      DIE Welt von heute steckt voller Probleme. Millionen leiden unter Kriegen, Naturkatastrophen, Krankheiten, Armut, Korruption und vielem mehr. Du hast vielleicht auch Sorgen, die dir Tag für Tag zu schaffen machen. Wer kann uns bei unseren Problemen helfen? Interessiert sich überhaupt jemand für uns?

      Eine Mutter hält ihr Baby im Arm

      Gottes Liebe zu uns ist stärker als die Liebe einer Mutter zu ihrem Baby

      Gott ist immer für uns da. Er sagt: „Kann eine Frau ihren Säugling vergessen, sodass sie sich nicht des Sohnes ihres Leibes erbarmte? Selbst diese Frauen können vergessen, doch ich, ich werde dich nicht vergessen.“a

      Tun diese Worte nicht gut? Die Liebe einer Mutter zu ihrem Baby ist eines der stärksten Gefühle, die ein Mensch haben kann. Doch Gottes Liebe ist noch viel stärker. Er würde uns nie im Stich lassen. Und er hat schon viel für uns getan. Wieso? Weil er uns verrät, was wirklich glücklich macht: echter Glaube.

      Wie glücklich so ein Glaube macht, kannst auch du erfahren. Echter Glaube bewahrt uns vor vielen Problemen und hilft uns, mit Schwierigkeiten, die sich nicht vermeiden lassen, besser fertigzuwerden. Er bringt uns Gott näher und schenkt uns inneren Frieden. Auch gibt er den Blick in eine wundervolle Zukunft frei: ewiges Leben im Paradies!

      Aber was ist echter Glaube? Und wie bekommt man ihn?

  • Was ist echter Glaube?
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 2

      Was ist echter Glaube?

      Ein Mann sieht sich einen Geldschein an

      Glaube ist – wie Geld – nur dann wertvoll, wenn er echt ist

      ECHTER Glaube bedeutet mehr, als nur zu glauben, dass Gott existiert. Millionen glauben an Gott und sind trotzdem zu den schlimmsten Taten fähig. Ihr „Glaube“ ist wie Falschgeld. Er scheint echt zu sein, ist aber im Grunde genommen wertlos. Woran erkennt man echten Glauben?

      Echter Glaube bedeutet, die heiligen Schriften gut zu kennen. Sie verraten uns, wer Gott überhaupt ist, und wir können ihn dadurch näher kennenlernen. Wir erfahren, was er von uns erwartet und was er mit der Menschheit vorhat. Auch vermitteln sie uns wichtige Lehren:

      • Es gibt nur einen Gott. Keiner ist ihm gleich.

      • Jesus ist nicht der allmächtige Gott. Er ist ein Prophet Gottes.

      • Gott verurteilt jede Art von Götzendienst.

      • Der Menschheit steht ein Gerichtstag bevor.

      • Unzählige Verstorbene werden auferstehen und im Paradies leben.

      Echter Glaube motiviert zu guten Taten. Solche Taten ehren Gott. Sie tun anderen gut und man wird dadurch ein besserer Mensch. Gute Taten sind zum Beispiel:

      • Gott anbeten und ihm dienen.

      • Eigenschaften entwickeln, die Gott gefallen, vor allem Liebe.

      • Gegen schlechte Gedanken und Wünsche ankämpfen.

      • Den Glauben trotz Problemen und Schwierigkeiten nicht verlieren.

      • Mit anderen über Gott sprechen.

      Eine Familie bringt einer älteren Frau etwas zu essen

      Echter Glaube motiviert zu guten Taten

      Wie bekommt man echten Glauben?

      Ein Mann trainiert seine Muskeln

      Glaube wird stärker, wenn man ihn „trainiert“

      Bitte Gott um Hilfe. Der Prophet Moses betete: „Lass mich bitte deine Wege wissen, dass ich dich erkenne, damit ich Gunst finde in deinen Augen.“a Gott erhörte dieses Gebet und schenkte Moses einen außergewöhnlich starken Glauben. Auch dir kann Gott helfen, so einen Glauben zu entwickeln.

      Erforsche die heiligen Schriften. Zu den Schriften, die von Gott kommen, gehören die Thora, die Psalmen und die Evangelien (Tawrat, Zabur und Indjil). Man findet sie in dem heiligen Buch der Bibel. Kein Buch ist so oft übersetzt worden und steht so vielen zur Verfügung wie sie. Hast du selbst auch eine Bibel?

      Lebe jeden Tag nach den heiligen Schriften. Trainiert man einen Muskel, wird er stärker. Ähnlich ist es mit dem Glauben. Je mehr man ihn praktiziert, desto stärker wird er und man erlebt, wie gut sich Gottes Ratschläge auswirken. Die praktische Anleitung aus den heiligen Schriften hat schon die Lebensqualität vieler Menschen verbessert. Auf den nächsten Seiten lernst du einige von ihnen kennen.

      a 2. Mose 33:13.

      Was würdest du sagen?

      • Was bedeutet echter Glaube?

      • Zu welchen Taten motiviert so ein Glaube?

      • Wie bekommt man echten Glauben?

      Gott wacht über sein Wort

      Wir können uns fest darauf verlassen, dass Gott die heiligen Schriften für uns in ihrer ursprünglichen Form bewahrt hat. Als der allmächtige Gott kann er mit Sicherheit verhindern, dass sein eigenes Buch verfälscht wird. Darin heißt es: „Das grüne Gras ist verdorrt, die Blüte ist verwelkt; was aber das Wort unseres Gottes betrifft, es wird auf unabsehbare Zeit bestehen“ (Jesaja 40:8).

  • Praktische Anleitung für ein besseres Leben
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 3

      Praktische Anleitung für ein besseres Leben

      WENN ein neuer Arzt in deine Gegend zieht, bist du vielleicht erst mal etwas skeptisch. Was aber, wenn sich einige deiner Freunde von ihm behandeln lassen und es ihnen hinterher viel besser geht? Würdest du dann nicht auch bei ihm Rat suchen?

      Mit den heiligen Schriften ist es ganz ähnlich. Manche begegnen ihnen zunächst skeptisch. Aber wenn sie dann die guten Ratschläge darin kennenlernen und befolgen, merken sie auf einmal, dass sich ihre Lebensqualität enorm verbessert. Hier werden einige Menschen vorgestellt, die genau das erlebt haben.

      Sie konnten ihre Eheprobleme lösen

      „Als wir jung verheiratet waren, fühlte ich mich von Dumas vernachlässigt und war verzweifelt“, erzählt Sumiatun. „Ich hab ihn beschimpft, Gegenstände nach ihm geworfen oder ihn sogar geschlagen. Manchmal wurde ich vor Wut direkt ohnmächtig.

      Als sich Dumas mit den heiligen Schriften beschäftigte, machte ich mich über ihn lustig. Doch dann hörte ich vom Nebenzimmer aus heimlich mit, was er dabei lernte. Einmal schnappte ich die Verse auf: ‚Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn.‘ Und dass ‚die Frau tiefen Respekt vor ihrem Mann haben‘ sollte [Epheser 5:22, 33]. Diese Worte sind mir sehr zu Herzen gegangen. Ich bat Gott um Verzeihung, dass ich Dumas so schlecht behandelt hatte, und betete darum, eine bessere Ehefrau zu werden. Dumas und ich haben von da an zusammen in den heiligen Schriften gelesen.“

      Dumas und Sumiatun trinken zusammen Tee

      Dumas und Sumiatun

      In Gottes Wort heißt es auch: „Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber“ (Epheser 5:28). Sumiatun sagt: „Alles, was wir lernten, wirkte sich gut auf uns aus. Jedes Mal wenn Dumas von der Arbeit nach Hause kam, machte ich uns erst mal eine Tasse Tee. Ich gab mir alle Mühe, freundlicher zu ihm zu sein. Dumas war auch viel lieber zu mir und half mir bei der Hausarbeit. Wir versuchten uns beide an Epheser 4:32 zu halten, wo steht, dass wir gütig zueinander sein sollten, ‚voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend‘. Wir haben gelernt, uns zu lieben und zu respektieren. Mittlerweile sind wir schon über 40 Jahre glücklich verheiratet. Die guten Ratschläge aus dem Wort Gottes haben unsere Ehe gerettet.“

      Er bekam seine Wut in den Griff

      „Ich war sehr gewalttätig“, sagt Tayib. „Oft machte ich bei Schlägereien mit und bedrohte andere mit einer Waffe. Zu meiner Frau Kustriyah war ich auch ziemlich brutal und hab sie manchmal vor lauter Wut sogar zusammengeschlagen. Viele hatten Angst vor mir.

      Kustriyah und Tayib beten zusammen

      Kustriyah und Tayib beten jeden Abend zusammen

      Eines Tages las ich Jesu Worte: ‚Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe‘ [Johannes 13:34]. Das gab mir einen Ruck und ich wollte mich ändern. In kritischen Situationen bat ich Gott jetzt immer um Kraft, ruhig zu bleiben. Nach und nach bekam ich meine Aggressionen in den Griff. Meine Frau und ich halten uns an den Rat aus Epheser 4:26, 27: ‚Lasst die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, auch gebt dem Teufel nicht Raum.‘ Jeden Abend lesen wir in Gottes Wort und beten zusammen. Das löst die Spannungen des Tages und schweißt uns enger zusammen.

      Jetzt bin ich als friedlicher Mensch bekannt. Meine Frau und meine Kinder lieben und respektieren mich. Ich habe viele Freunde und fühle mich Gott sehr nahe. Ich bin richtig glücklich.“

      Er kam von seinen Süchten los

      Goin

      Goin

      „Ich gehörte zu einer Jugendbande, war ein starker Raucher und lag oft die ganze Nacht betrunken auf der Straße“, berichtet Goin. „Auch war ich drogenabhängig und dealte mit Haschisch und Ecstasy. Die Drogen versteckte ich unter meiner kugelsicheren Weste. Ich war zwar ein harter Typ und sah auch so aus, lebte aber in ständiger Angst.

      Irgendwann hat mir jemand den Vers gezeigt: ‚Mein Sohn, mein Gesetz vergiss nicht, ... denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden werden dir hinzugefügt werden‘ [Sprüche 3:1, 2]. Ein langes friedliches Leben hatte ich mir schon immer gewünscht. Ich las auch den Text: ‚Da wir also diese Verheißungen haben, Geliebte, so lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und Geistes, indem wir die Heiligkeit in der Furcht Gottes vervollkommnen‘ [2. Korinther 7:1]. Von da an wollte ich nichts mehr mit Drogen oder der Gang zu tun haben, sondern Gott dienen.

      Seit über 17 Jahren bin ich clean. Ich bin gesund, habe eine glückliche Familie, gute Freunde und ein reines Gewissen. Und statt betrunken auf der Straße zu liegen, schlafe ich jede Nacht friedlich in meinem Bett.“

      Er besiegte Vorurteile

      „Als Jugendlicher war ich ein Verbrecher“, erzählt Bambang. „Auf eine ethnische Minderheit hatte ich es besonders abgesehen.

      Doch dann fing ich an, nach Gott zu suchen. Dabei stieß ich auf eine Gruppe, die sich zum Studium der heiligen Schriften traf. Es waren auch Leute aus der Bevölkerungsgruppe darunter, die ich hasste. Ich war überrascht, wie herzlich sie mich begrüßten und dass dort Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft offen und freundlich miteinander umgingen. Da wurde mir klar, ‚dass Gott nicht parteiisch ist, sondern dass für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist‘ [Apostelgeschichte 10:34, 35].

      Heute ist mein Herz nicht mehr von Vorurteilen vergiftet. Einige meiner besten Freunde gehören zu der Bevölkerungsgruppe, die ich früher hasste. Durch die heiligen Schriften habe ich gelernt, andere zu lieben.“

      Bambang ist gern mit Menschen anderer Herkunft zusammen

      Bambang ist heute gern mit Menschen anderer Herkunft zusammen

      Er ist nicht mehr kriminell

      „Als Teenager war ich drei Mal im Gefängnis, zwei Mal wegen Diebstahl und ein Mal, weil ich jemanden kaltblütig niedergestochen hatte“, erinnert sich Garoga. „Später schloss ich mich einer Rebellengruppe an. Bei den Kämpfen tötete ich viele Menschen. Als der Konflikt zu Ende war, wurde ich Boss einer Erpresserbande. Bodyguards waren meine ständigen Begleiter. Ich war brutal und gefürchtet.

      Garoga lehrt einen Mann Gottes Wort

      Garoga ist nicht mehr gewalttätig, sondern wird geachtet, weil er andere Gottes Wort lehrt

      Eines Tages las ich den Text: ‚Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, lässt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an‘ [1. Korinther 13:4, 5]. Das hat mich tief berührt. Ich zog in eine andere Gegend, beschäftigte mich intensiv mit den heiligen Schriften und fing ein ganz neues Leben an.

      Heute bin ich nicht mehr gewalttätig, sondern werde geachtet, weil ich andere Gottes Wort lehre. Mein Leben hat einen echten Sinn bekommen.“

      Gottes Wort übt Macht aus

      „Das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“ – wie man an diesen und unzähligen weiteren Beispielen sieht (Hebräer 4:12). Es enthält einfache und praktische Ratschläge, die sich positiv auswirken.

      Können sich die heiligen Schriften auch auf dich gut auswirken? Auf jeden Fall. Sie können dir bei jedem Problem helfen, mit dem du zu kämpfen hast. „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ (2. Timotheus 3:16, 17).

      Schauen wir uns nun einige Grundlehren der heiligen Schriften an.

      Was denkst du?

      • Welcher Bericht hat dich am meisten beeindruckt? Warum?

      • Wie können die heiligen Schriften dein Leben beeinflussen?

  • Wer ist Gott?
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 4

      Wer ist Gott?

      WELTWEIT werden viele Götter angebetet. In den heiligen Schriften steht jedoch, dass es nur einen wahren Gott gibt. Er ist einzigartig, unendlich groß und ewig. Alles im Himmel und auf der Erde wurde von ihm erschaffen. Und er hat uns das Leben geschenkt. Deshalb verdient nur er es, angebetet zu werden.

      Moses mit den Steintafeln, auf denen die Zehn Gebote stehen

      Der Prophet Moses erhielt das Gesetz als „das durch Engel geredete Wort“

      Gott hat viele Titel, aber nur einen persönlichen Namen: JEHOVA. Er erklärte Moses: „Dies sollst du zu den Söhnen Israels sagen: ‚Jehova, der Gott eurer Vorväter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.‘ Dies ist mein Name auf unabsehbare Zeit, und dies ist mein Gedenkname für Generation um Generation“ (2. Mose 3:15). Der Name Jehova kommt ungefähr 7 000 Mal in den heiligen Schriften vor. In Psalm 83:18 heißt es zum Beispiel, dass nur Gott allein, „dessen Name Jehova ist“, der Höchste ist „über die ganze Erde“.

      Ausschnitt aus einer Schriftrolle vom Toten Meer mit dem Namen Gottes

      Ausschnitt aus einer Schriftrolle vom Toten Meer mit dem Namen Gottes

      Kein Mensch hat Gott jemals gesehen. Zu Moses sagte Jehova einmal: „Du vermagst mein Angesicht nicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und dennoch leben“ (2. Mose 33:20). Gott wohnt im Himmel und ist für unsere Augen unsichtbar. Er möchte nicht, dass man Symbole, Statuen oder Bilder von ihm anfertigt oder sie anbetet. Jehova gab durch den Propheten Moses das Gebot: „Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch eine Gestalt wie irgendetwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert“ (2. Mose 20:2-5). Später ließ Gott durch den Propheten Jesaja sagen: „Ich bin Jehova. Das ist mein Name; und keinem sonst werde ich meine eigene Herrlichkeit geben noch meinen Lobpreis gehauenen Bildern“ (Jesaja 42:8).

      Für viele gläubige Menschen ist Gott unergründlich und unnahbar, jemand, den sie eher fürchten als lieben. Wie ist es bei dir? Kannst du dir vorstellen, dass Gott sich für dich interessiert? Ist es möglich, ihn kennenzulernen und ihm sogar nahe zu sein? Im nächsten Teil werden wir sehen, was die heiligen Schriften über Gottes Persönlichkeit verraten.

      Was würdest du sagen?

      • Warum verdient es Gott, angebetet zu werden?

      • Wie lautet Gottes Name?

      • Warum ist es falsch, bei der Anbetung Bilder oder Statuen zu verwenden?

      • Wie setzt Gott seinen heiligen Geist und die Engel ein?

      Gottes heiliger Geist und seine Engel

      Wie veranlasst der Allmächtige, dass sein Wille geschieht? Indem er zum Beispiel seinen heiligen Geist aussendet. Der heilige Geist ist kein Engel oder irgendein anderes Wesen, sondern Gottes unsichtbare und unerschöpfliche aktive Kraft, mit der er alles erreicht, was er möchte. Gott gebrauchte diese Kraft, als er Himmel und Erde erschuf. „Durch das Wort Jehovas sind die Himmel selbst gemacht worden und durch den Geist seines Mundes all ihr Heer“ (Psalm 33:6). In 1. Mose 1:2 heißt es über die Zeit, als die Erde noch von Wasser bedeckt war und Gott anfing, sie für den Menschen bewohnbar zu machen: „Gottes wirksame Kraft bewegte sich hin und her über der Oberfläche der Wasser.“ Danach erschuf Gott durch seinen heiligen Geist alles Leben auf der Erde.

      Auch die Engel gebraucht Gott, um seinen Willen auszuführen. Er hat sie für ein Leben im Himmel erschaffen. Engel sind sehr mächtig. Sie übermitteln Gottes Botschaften und erfüllen noch andere wichtige Aufgaben. In den heiligen Schriften wird das Gesetz, das der Prophet Moses erhielt, beispielsweise als „das durch Engel geredete Wort“ bezeichnet. Außerdem stehen die Engel den Dienern Gottes auf der Erde zur Seite. Die heiligen Schriften nennen sie sogar „Geister für den öffentlichen Dienst, ausgesandt, um denen zu dienen, die die Rettung erben werden“ (Hebräer 1:14; 2:2).

  • Gottes unvergleichliche Eigenschaften
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 5

      Gottes unvergleichliche Eigenschaften

      WIE kann man Gott besser kennenlernen? Die heiligen Schriften erzählen viel über seine wunderbaren Eigenschaften. Zum Beispiel erfahren wir darin von seinen vier Haupteigenschaften Macht, Gerechtigkeit, Weisheit und Liebe.

      Gottes grenzenlose Macht

      Ein Mann sieht sich den Sternenhimmel an

      Gott hat große Macht

      Jehova sagte zu Abraham: „Ich bin Gott, der Allmächtige“ (1. Mose 17:1). Gottes Macht ist unvergleichbar, grenzenlos und unerschöpflich. Durch diese Macht erschuf er das ganze Universum.

      Es würde Gott nie in den Sinn kommen, seine Macht zu missbrauchen. Er setzt sie immer kontrolliert und zu einem bestimmten Zweck ein. Auch gebraucht er seine Macht nie ohne Gerechtigkeit, Weisheit und Liebe, sondern so, dass sich alle diese Eigenschaften vollkommen die Waage halten.

      Gott nutzt seine Macht, um seinen treuen Dienern zur Seite zu stehen. „Seine Augen durchschweifen die ganze Erde, damit er sich stark erweist zugunsten derer, deren Herz ihm gegenüber ungeteilt ist“ (2. Chronika 16:9). Fühlt man sich zu diesem mächtigen und dennoch liebevollen Gott nicht hingezogen?

      Ein gerechter Gott

      „Jehova liebt das Recht“ (Psalm 37:28). Er hat einen vollkommenen Maßstab für Gerechtigkeit und Fairness und hält sich auch selbst immer daran.

      Menschen unterschiedlicher Hautfarben und Altersgruppen

      Gott ist unparteiisch

      Jehova hasst Ungerechtigkeit. Er ist ein Gott, „der niemand parteiisch behandelt noch eine Bestechung annimmt“ (5. Mose 10:17). Unterdrückung lehnt er grundsätzlich ab und tritt dafür ein, dass man Benachteiligte, beispielsweise „eine Witwe oder einen vaterlosen Knaben“, nicht übersieht (2. Mose 22:22). Gott kennt keine Vorurteile. Von ihm heißt es, dass er „nicht parteiisch ist, sondern dass für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35).

      Gott handelt weder zu nachsichtig noch zu streng. Seine Gerechtigkeit ist vollkommen ausgeglichen. Zwar zieht er Menschen, die ihre Sünden nicht bereuen, zur Rechenschaft, doch jedem, der sich ändern will, reicht er in seiner Barmherzigkeit die Hand. „Jehova ist barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte. Er wird nicht für alle Zeit fortfahren zu rügen, noch wird er auf unabsehbare Zeit grollen. Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan; noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen“ (Psalm 103:8-10). Auch vergisst er nicht, was seine Diener für ihn getan haben, und belohnt ihre Treue. Verdient ein so gerechter Gott nicht unser volles Vertrauen?

      Ein weiser Gott

      Ein Mann hält die heiligen Schriften in der Hand

      Die heiligen Schriften enthalten Gottes Weisheit

      Jehova ist der Quell aller Weisheit. „O Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes!“ (Römer 11:33). Die Weisheit Gottes ist unübertrefflich und kennt keine Grenzen.

      Überall in der Schöpfung begegnet uns Gottes Weisheit. „Wie viele sind deiner Werke, o Jehova!“, schwärmte der Psalmenschreiber. „Sie alle hast du in Weisheit gemacht“ (Psalm 104:24).

      Auch in den heiligen Schriften stößt man immer wieder auf Gottes Weisheit. König David schrieb: „Die Mahnung Jehovas ist zuverlässig, macht den Unerfahrenen weise“ (Psalm 19:7). Die Schatztruhe der Weisheit Jehovas ist übervoll. Möchtest du da nicht zugreifen?

      „Gott ist Liebe“

      Jehovas Liebe sticht aus allen seinen Eigenschaften heraus. „Gott ist Liebe“, heißt es in den heiligen Schriften (1. Johannes 4:16). Bei allem, was Jehova tut, lässt er sich von Liebe leiten.

      Wir können unzählige Beweise für Gottes Liebe beobachten. Jehova gibt uns viel Gutes, wie den „Regen vom Himmel und fruchtbare Zeiten“. Auch erfüllt er unser „Herz mit Speise und Fröhlichkeit“ (Apostelgeschichte 14:17). „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk stammt von oben, denn es kommt vom Vater der himmlischen Lichter“ (Jakobus 1:17). Allein die heiligen Schriften sind ein unbezahlbares Geschenk von Gott. Sie lehren uns die Wahrheit über ihn und enthalten viele Lebensregeln, aus denen seine Liebe spricht. „Dein Wort ist Wahrheit“, sagte Jesus in einem Gebet (Johannes 17:17).

      Berge

      Die Weisheit unseres Schöpfers lässt uns staunen

      Gott hilft uns bei unseren Schwierigkeiten und Problemen. „Wirf deine Bürde auf Jehova, und er selbst wird dich stützen. Niemals wird er zulassen, dass der Gerechte wankt“ (Psalm 55:22). Er vergibt uns unsere Sünden. „Du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit; und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen“ (Psalm 86:5). Darüber hinaus eröffnet er uns sogar die Möglichkeit, ewig zu leben. „Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4). Was löst Gottes Liebe bei dir aus? Möchtest du ihm auch deine Liebe schenken?

      Wie du Gott näherkommen kannst

      Eine Frau betet

      Wenn du betest und über Gottes Eigenschaften nachdenkst, kommst du ihm näher

      Gott möchte gerne, dass du ihn gut kennenlernst. In seinem Wort lesen wir: „Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen“ (Jakobus 4:8). Den treuen Propheten Abraham nannte Jehova seinen Freund (Jesaja 41:8). Er wünscht sich auch, dass du sein Freund wirst.

      Je mehr du über Gott erfährst, desto enger wird deine Freundschaft mit ihm und desto glücklicher wirst du. Glücklich ist, wer „seine Lust hat an dem Gesetz Jehovas und mit gedämpfter Stimme in seinem Gesetz liest Tag und Nacht“ (Psalm 1:1, 2). Lerne die heiligen Schriften daher immer besser kennen. Denke intensiv über Gottes Eigenschaften und Taten nach. Zeige Gott deine Liebe, indem du alles in die Praxis umsetzt, was du lernst. „Darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5:3). Du kannst wie der Psalmendichter in einem Gebet zu Gott sagen: „Deine eigenen Wege, o Jehova, lass mich erkennen; deine eigenen Pfade lehre mich. Lass mich in deiner Wahrheit wandeln“ (Psalm 25:4, 5). Dann wirst du feststellen, dass Gott „einem jeden von uns nicht fern ist“ (Apostelgeschichte 17:27).

      Was denkst du?

      • Welche Eigenschaft Gottes gefällt dir am besten? Warum?

      • Wie kannst du Gott näherkommen?

  • Was hat Gott mit der Erde vor?
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 6

      Was hat Gott mit der Erde vor?

      JEHOVA erschuf die Erde als ideales Zuhause für die Menschen. In Gottes Wort heißt es: „Jehova gehören die Himmel, aber die Erde hat er den Menschensöhnen gegeben“ (Psalm 115:16).

      Bevor Gott den ersten Menschen Adam erschuf, wählte er ein Fleckchen Erde aus, wo er einen wunderschönen Park anlegte, den Garten Eden. Wie wir in den heiligen Schriften lesen können, entsprangen dort der Euphrat und der Tigris (Hiddekel).a Vermutlich lag der Garten Eden im Osten der heutigen Türkei. Er befand sich also auf der Erde.

      Gott überließ Adam den Garten Eden, „damit er ihn bebaue und ihn pflege“ (1. Mose 2:15). Später erschuf er für Adam eine Frau, Eva. Gott sagte zu den beiden: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie euch“ (1. Mose 1:28). Gott erschuf die Erde eindeutig „nicht einfach umsonst“, sondern „damit sie auch bewohnt werde“ (Jesaja 45:18).

      Adam und Eva übertraten jedoch ganz bewusst ein Gebot Gottes. Das kam einer Rebellion gleich, und sie wurden aus dem Garten Eden verstoßen. So ging das Paradies verloren. Das war allerdings nicht der einzige Schaden, der durch die Sünde Adams angerichtet wurde. Aus den heiligen Schriften erfahren wir, dass „durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten“ (Römer 5:12).

      Gab Jehova seine ursprüngliche Absicht auf, die Erde zu einem Paradies zu machen? Nein. Gott erklärt: „So wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewiss das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe“ (Jesaja 55:11). Die ganze Erde wird zu einem Paradies werden, in dem nur glückliche Menschen leben!

      Was für ein Bild zeichnen die heiligen Schriften vom Paradies? Das siehst du auf den nächsten zwei Seiten.

      a In 1. Mose 2:10-14 wird gesagt: „Nun war da ein Strom, der von Eden ausging, um den Garten zu bewässern, und von dort aus begann er sich zu teilen, und er wurde gleichsam zu vier Hauptflüssen. Der Name des ersten ist Pischon; ... der Name des zweiten Stromes ist Gihon; ... der Name des dritten Stromes ist Hiddekel [oder Tigris]; es ist der, der östlich von Assyrien fließt. Und der vierte Strom ist der Euphrat.“ Wo die ersten beiden Flüsse genau verliefen, ist nicht bekannt.

      Was würdest du sagen?

      • Was hatte Gott ursprünglich mit der Erde und den Menschen vor?

      • Wieso können wir sicher sein, dass Gott genau das wahr machen wird?

      Menschen im Paradies

      Die Zukunft im Paradies

      Tote werden auferweckt: „Alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, [werden] seine Stimme hören und herauskommen“ (Johannes 5:28, 29).

      Alter, Krankheit und Tod gibt es nicht mehr: „Kein Bewohner wird sagen: ‚Ich bin krank‘“ (Jesaja 33:24). Gott „wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

      Genug zu essen für alle: „Die Erde selbst wird bestimmt ihren Ertrag geben; Gott, unser Gott, wird uns segnen“ (Psalm 67:6).

      Gute Wohnbedingungen und sinnvolle Arbeit: „Und sie werden gewiss Häuser bauen und sie bewohnen; ... das Werk ihrer eigenen Hände werden meine Auserwählten verbrauchen“ (Jesaja 65:21, 22).

      Nie mehr Krieg, Kriminalität und Gewalt: „Kriege lässt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde“ (Psalm 46:9). „Was die Bösen betrifft, von der Erde werden sie weggetilgt“ (Sprüche 2:22).

  • Was versprach Gott durch seine Propheten?
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 7

      Was versprach Gott durch seine Propheten?

      DIE Propheten hatten einen starken Glauben. Sie vertrauten auf Gottes Prophezeiungen und machten sie zum Mittelpunkt ihres Lebens. Was zum Beispiel hatte Gott vorausgesagt?

      Gleich nach der Rebellion Adams und Evas im Garten Eden kündigte er an, dass „der große Drache – die Urschlange –, der Teufel und Satan genannt wird“, für immer vernichtet würde. Jemand sollte kommen und den Kopf der „Schlange“ zertreten (1. Mose 3:14, 15; Offenbarung 12:9, 12). Wer würde dieser Kommende sein?

      Ungefähr 2 000 Jahre nachdem Jehova diese erste Prophezeiung ausgesprochen hatte, wurde dem Propheten Abraham zugesichert, dass der Kommende von ihm abstammen würde. Gott sagte zu Abraham: „Durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde zufolge der Tatsache segnen, dass du auf meine Stimme gehört hast“ (1. Mose 22:18).

      Im Jahr 1473 v. u. Z. erhielt der Prophet Moses von Gott eine weitere Information zu diesem „Samen“ oder Nachkommen. Diese Information gab er an die Kinder Israels weiter, die ja von Abraham abstammten: „Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken – auf ihn solltet ihr hören“ (5. Mose 18:15). Es wurde also ein Prophet gleich Moses angekündigt, der aus der Familie Abrahams kommen müsste.

      Er sollte außerdem ein Nachkomme von König David sein und selbst ein großer König werden. Gott gab König David das Versprechen: „Dann werde ich bestimmt deinen Samen nach dir erwecken ... und ich werde den Thron seines Königreiches gewiss bis auf unabsehbare Zeit festigen“ (2. Samuel 7:12, 13). Er verriet auch, dass dieser Nachkomme Davids „Fürst des Friedens“ genannt würde, und sagte weiter: „Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, um es fest aufzurichten und es zu stützen durch Recht und durch Gerechtigkeit von nun an und bis auf unabsehbare Zeit“ (Jesaja 9:6, 7). Unter dieser Regierung wird es auf der ganzen Erde Frieden und Gerechtigkeit geben. Aber wann sollte der versprochene König kommen?

      Abraham, Moses, David, Jesus und der versprochene Nachkomme, der der Schlange den Kopf zermalmt

      Der versprochene „Same“ würde ... von Abraham abstammen, ein Prophet gleich Moses sein, aus der königlichen Linie Davids kommen, im Jahr 29 u. Z. erscheinen, die Schlange, Satan, vernichten

      Jahre später teilte der Engel Gabriel dem Propheten Daniel mit: „Du solltest wissen und die Einsicht haben, dass es vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis zu dem Messias, dem Führer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen sein werden“ (Daniel 9:25). Hier ist also von 69 Wochen die Rede. Jede dieser Wochen dauerte 7 Jahre. Insgesamt waren das 483 Jahre. Sie begannen 455 v. u. Z. und endeten 29 u. Z.a

      Kam der Messias, der Prophet gleich Moses und lang ersehnte „Same“, tatsächlich im Jahr 29 u. Z.?

      a Siehe Endnote 2 auf Seite 255 in dem Buch Glücklich – für immer (herausgegeben von Jehovas Zeugen).

      Was würdest du sagen?

      • Was wird der angekündigte „Same“ Abrahams mit Satan machen?

      • Was versprach Gott durch Moses?

      • Was erfuhr David über den „Samen“?

      • Was sagte der Engel Gabriel zu Daniel?

  • Der Messias erscheint
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 8

      Der Messias erscheint

      ÜBER 500 Jahre nach der Prophezeiung Daniels erschien der Engel Gabriel einer Jungfrau mit Namen Maria, die von der Familie König Davids abstammte. „Guten Tag, du Hochbegünstigte, Jehova ist mit dir“, sagte Gabriel zu ihr (Lukas 1:28). Doch diese Begrüßung jagte Maria Angst ein. Was meinte Gabriel nur?

      Der Engel Gabriel besucht Maria

      Der Engel Gabriel kündigte Maria an, dass sie den Messias zur Welt bringen würde

      „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gunst bei Gott gefunden; und siehe, du wirst in deinem Schoß empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben“, beruhigte Gabriel sie. „Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben, ... und sein Königreich wird kein Ende haben“ (Lukas 1:30-33). Was für eine Nachricht! Maria sollte den Messias, den lang ersehnten „Samen“, zur Welt bringen!

      Im Jahr darauf wurde Jesus in Bethlehem geboren. In der Nacht seiner Geburt teilte ein Engel einer Gruppe Hirten in der Gegend mit: „Siehe, ich verkünde euch eine gute Botschaft großer Freude, ... denn euch ist heute in Davids Stadt ein Retter geboren worden, welcher Christus, der Herr, ist“ (Lukas 2:10, 11). Jesus wuchs dann allerdings in Nazareth auf, weil seine Familie dorthin gezogen war.

      29 u. Z., genau in dem Jahr, als der Messias erscheinen sollte, trat Jesus als Prophet Gottes auf. Er war damals „ungefähr dreißig Jahre alt“ (Lukas 3:23). Viele Menschen erkannten ganz deutlich, dass Gott ihn geschickt hatte. Sie sagten: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden“ (Lukas 7:16, 17). Welche Botschaft brachte Jesus?

      Jesus forderte dazu auf, Gott zu lieben und anzubeten. Er erklärte: „Jehova, unser Gott, ist e i n Jehova, und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft“ (Markus 12:29, 30). Auch sagte er: „Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen“ (Lukas 4:8).

      Jesus rief dazu auf, andere zu lieben. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, betonte er (Markus 12:31). Außerdem sagte er: „Alles daher, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das Gesetz und die Propheten bedeuten“ (Matthäus 7:12).

      Jesus sprach immer und überall von Gottes Königreich. „Ich [muss] die gute Botschaft vom Königreich Gottes verkündigen, denn dazu bin ich ausgesandt worden“, erklärte er (Lukas 4:43). Warum ist Gottes Königreich so wichtig?

      Die heiligen Schriften verraten uns, dass Gottes Königreich eine Regierung ist, die vom Himmel aus über die Erde herrschen wird. Jesus, der Messias, ist der von Gott eingesetzte König. Der Prophet Daniel sah in einer Vision, dass Gott dem Messias im Himmel „Herrschaft und Würde und Königtum“ gab (Daniel 7:14). Unter Gottes Königreich wird die ganze Erde zu einem Paradies, und Gottes Diener werden dort ewig leben. Was kann man sich Schöneres vorstellen!

      Was würdest du sagen?

      • Was sagte der Engel Gabriel zu Maria?

      • Welche Prophezeiung erfüllte sich 29 u. Z.?

      • Welche Botschaft brachte Jesus?

      • Was ist Gottes Königreich, und was wird es bewirken?

      Jesus lehrt eine Menschenmenge

      Wer ist der Messias?

      Sowohl „Messias“ als auch „Christus“ bedeutet „Gesalbter“, also jemand, dem Gott ein bestimmtes Amt übertragen hat. Der Messias, Jesus, bekam sein Leben direkt von Gott. Durch ein großes Wunder bewirkte Jehova, dass Jesus von Maria geboren wurde, ohne dass ein menschlicher Vater daran beteiligt war.

      Warum glaubten so viele Menschen an Jesus?

      • Alles, was er lehrte, stützte sich auf die heiligen Schriften.

      • Seine Lehren und seine Lebensweise wirkten auf Menschen anziehend, die Gerechtigkeit und Wahrheit liebten.

      • Er erhielt von Gott die Macht, Wunder zu wirken.

      • An ihm erfüllten sich viele Prophezeiungen aus den heiligen Schriften.

  • Was wir vom Messias lernen können
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 9

      Was wir vom Messias lernen können

      GOTT sagte voraus, dass er den Messias als König für die ganze Menschheit einsetzen würde. Jehova weiß, was für eine Art Führung wir brauchen, und hat genau den Richtigen dafür ausgesucht. Was für eine Funktion hatte der Messias auf der Erde? War er ein mächtiger General? Ein engagierter Politiker? Oder ein kluger Philosoph? In den heiligen Schriften wird der Messias, Jesus Christus, als ein ganz besonderer Prophet beschrieben (Matthäus 23:10).

      Gott stellte sicher, dass Jesus von Geburt an vollkommen und heilig war. Und Jesus selbst ließ sich von Satan nie zu etwas Schlechtem verleiten. Genau wie Gott gebrauchte Jesus seine Macht immer zum Guten. Auch spiegelte er in Wort und Tat Gottes Gerechtigkeit, Weisheit und Liebe perfekt wider. Was können wir vom Beispiel Jesu lernen?

      Jesus ist für andere da

      Jesus war immer für andere da

      Er setzte seine von Gott erhaltene Macht für andere ein. Jesus hatte ehrliches Interesse an anderen und nutzte seine Macht, um ihre Bedürfnisse zu stillen. „Ich habe Mitleid mit der Volksmenge, denn ... sie haben nichts zu essen“, sagte er einmal (Markus 8:2). Dann gab er den vielen Menschen, die extra gekommen waren, um von ihm zu lernen, durch ein Wunder etwas zu essen.

      Jesus reiste auch durch das ganze Land und „heilte jede Art von Leiden und jede Art von Gebrechen unter dem Volk“ (Matthäus 4:23). Kein Wunder, dass ihm ganze Menschenmassen folgten. „Alles Volk suchte ihn anzurühren, weil Kraft von ihm ausging und sie alle gesund machte“ (Lukas 6:19). Jesus sagte selbst, dass er „nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben“ (Matthäus 20:28).a Welcher Mensch in einer Führungsposition würde so ein Opfer bringen?

      Jesus lädt kleine Kinder ein, zu ihm zu kommen

      Jesus liebte Kinder

      Er spiegelte Gottes Gerechtigkeit wider. Jesus hielt sich exakt an die Gesetze Gottes, verstand aber auch den Sinn dahinter. Wie in den heiligen Schriften vorhergesagt, war Jesu Grundhaltung: „Deinen Willen zu tun, o mein Gott, ist meine Lust gewesen, und dein Gesetz ist in meinem Innern“ (Psalm 40:8). Wie Gott behandelte Jesus alle Menschen unparteiisch. Ob reich oder arm, Mann oder Frau, Kind oder Erwachsener – er begegnete jedem mit Würde und Respekt. Als Eltern einmal ihre Kinder zu Jesus brachten, wollten seine Jünger sie davon abhalten. Doch Jesus sagte: „Lasst die kleinen Kinder zu mir kommen; versucht nicht, sie daran zu hindern, denn das Königreich Gottes gehört solchen, die wie sie sind“ (Markus 10:14).

      An ihm konnte man Gottes Weisheit beobachten. Jesus hatte eine außergewöhnliche Menschenkenntnis. „Er selbst erkannte, was im Menschen war“ (Johannes 2:25). Sogar die Männer, die von Jesu Feinden beauftragt worden waren, ihn zu verhaften, mussten zugeben: „Nie hat ein anderer Mensch auf diese Weise geredet.“ Woher hatte Jesus seine Weisheit? Er erklärte: „Was ich lehre, ist nicht mein, sondern gehört dem, der mich gesandt hat“ (Johannes 7:16, 46).

      Jesus heilt einen Kranken

      Einfühlsam heilte Jesus Kranke

      Er spiegelte Gottes Liebe wider. Jesus hatte auch tiefes Mitgefühl mit den Menschen. Ein Leprakranker, der „voll von Aussatz“ war, bat ihn einmal: „Herr, wenn du nur willst, so kannst du mich rein machen.“ Einfühlsam streckte Jesus seine Hand aus, „rührte ihn an und sagte: ‚Ich will es. Werde rein!‘ Und sogleich verschwand der Aussatz von ihm“ (Lukas 5:12, 13; Markus 1:41, 42). Es war Jesu inniger Wunsch, die Not dieses Mannes zu lindern.

      Kümmert es Jesus auch, wie es dir geht? Dazu sagte er selbst: „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele“ (Matthäus 11:28, 29).

      Jesus ist der beste König, den man sich nur vorstellen kann, und er fordert uns auf: „Lernt von mir.“ Berührt diese Aufforderung dein Herz? Dann steht dir die Tür zu einem glücklichen Leben offen.

      a Lektion 27 des Buches Glücklich – für immer geht näher auf das Lösegeld ein.

      Was würdest du sagen?

      • Welche Stellung erhielt Jesus von Gott?

      • Welche Eigenschaften konnte man bei Jesus beobachten? Welche davon sprechen dich am meisten an?

      • Wozu fordert Jesus uns auf?

  • Ein Feind des Glaubens
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 10

      Ein Feind des Glaubens

      LANGE bevor Jehova die Erde bildete, erschuf er Engel im Himmel. Einer dieser Engel entwickelte den Wunsch, angebetet zu werden, obwohl das nur Gott zusteht. Dadurch dass er diesem Wunsch nachgab, wurde er zum Satan, das heißt zu einem „Widerstandleistenden“ oder Gegner Gottes. Wie leistete er Gott Widerstand?

      Eva betrachtet die Frucht, die ihr die Schlange anpreist

      Satan benutzte eine Schlange als Lockmittel, um Eva zu täuschen

      Satan brachte Eva mit einem raffinierten Trick dazu, Gott nicht mehr zu gehorchen. Er stellte es so hin, als würde Gott den Menschen etwas Gutes vorenthalten, weil sie von einem bestimmten Baum nicht essen durften. Dreist nannte er Gott einen Lügner und wollte Eva damit zur Rebellion anstacheln. Er sagte: „Gott weiß, dass an demselben Tag, an dem ihr davon esst, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse“ (1. Mose 3:5). Eva fiel auf Satans Lügen herein. Sie übertrat Gottes Gebot und überredete auch Adam, von der Frucht zu essen. Damit machte sich Satan zum Feind aller Menschen, die echten Glauben haben. Wie hat er die Menschen über die Jahrhunderte immer wieder in die Irre geführt?

      Der Glaube wird verfälscht

      Menschen singen und tanzen dabei um ein goldenes Kalb

      Satan hat die Menschen durch Bilderverehrung und andere Traditionen in die Irre geführt

      Satan versuchte, durch Bilderverehrung und andere Traditionen den Glauben der Kinder Israels zu verfälschen. Zu ihren religiösen Führern sagte Jesus, ihre Anbetung sei wertlos, weil sie „als Lehren Menschengebote“ verbreiteten (Matthäus 15:9). Dadurch dass die Kinder Israels den Messias ablehnten, verloren sie Gottes Anerkennung. Jesus kündigte ihnen an: „Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt“ (Matthäus 21:43). Deshalb bildeten Jesu Nachfolger von nun an Gottes anerkanntes Volk.

      Damit wurden Jesu Jünger das Hauptangriffsziel Satans. Hatte Satan Erfolg? Das beantwortete Jesus in einem prophetischen Gleichnis: Ein Mann sät Weizen auf ein Feld. Später sät ein Feind Unkraut unter den Weizen. Beides lässt man bis zur Ernte wachsen. Dann wird das Unkraut vom Weizen getrennt und vernichtet. Der Weizen kommt in den Getreidespeicher des Landbesitzers.

      Anschließend erklärte Jesus seinen Jüngern, was dieses Gleichnis bedeutete: Den Weizen habe er selbst gesät. „Was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, und der Feind, der es säte, ist der Teufel. Die Ernte ist ein Abschluss eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel“ (Matthäus 13:38, 39). Jesus verglich seine wahren Jünger mit Weizen. Mitten unter sie mischte Satan falsche Jünger – das Unkraut. Wie Jesus vorhergesagt hatte, tauchten in den Jahrhunderten nach seinem Tod Abtrünnige auf. Sie förderten falsche Vorstellungen wie die Dreieinigkeitslehre, die besagt, dass drei Personen in einem einzigen Gott vereint sein sollen. Auch führten sie die Bilderverehrung ein und mischten in der Politik mit. Im Endeffekt gab es nur wenige Menschen, die sich treu an Jesu Lehren hielten.

      Der wahre Glaube geht nicht verloren

      Doch wie Jesus weiter erklärte, sollte eine Wende eintreten. Gottes Engel würden alle, die keinen echten Glauben haben, zur Vernichtung heraussuchen. Die echten Jünger Jesu seien dadurch leichter zu identifizieren. Zum Schluss würde auch Satan, der Erzfeind des Glaubens, vernichtet werden. Dann hat der echte Glaube für immer gesiegt!

      Woran erkennt man denn heute Menschen, die echten Glauben haben?

      Menschen verschiedener Hautfarben und Altersgruppen

      Gottes Engel suchen nach Menschen, die echten Glauben haben möchten

      Was würdest du sagen?

      • Wer ist Satan?

      • Wie hat Satan versucht, den Glauben zu verfälschen?

      • Erkläre Jesu Gleichnis vom Weizen und Unkraut.

  • Echter Glaube heute
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 11

      Echter Glaube heute

      HEUTE bezeichnen sich viele als gläubige Menschen. Jesus sagte aber voraus, dass es nur wenige geben wird, die echten Glauben haben. „Breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14).

      Woran erkennt man, ob jemand echten Glauben hat? „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“, erklärte Jesus. „Jeder gute Baum [bringt] vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor“ (Matthäus 7:16, 17). Echter Glaube zeigt sich also an guten „Früchten“, das heißt, er motiviert Menschen, an Eigenschaften zu arbeiten, die Gott gefallen. Wie machen sich diese Eigenschaften im täglichen Leben bemerkbar?

      Seine Macht richtig gebrauchen

      Wer echten Glauben hat, gebraucht seine Macht oder Autorität, um Gott zu ehren und um anderen Gutes zu tun. Jesus lehrte: „Wer immer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein“ (Markus 10:43). Ein verheirateter Mann, der Gott gefallen möchte, wird sich also weder im privaten noch im öffentlichen Leben als Despot aufspielen. Er liebt und schätzt seine Frau, behandelt sie würdevoll und geht auf ihre Bedürfnisse ein. In den heiligen Schriften steht: „Ihr Männer, liebt eure Frauen weiterhin, und lasst euch nicht gegen sie erbittern“ (Kolosser 3:19). „Ehemänner, wohnt gleicherweise weiterhin bei ihnen gemäß Erkenntnis, indem ihr ihnen als einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, Ehre zuteilwerden lasst, da auch ihr mit ihnen Erben der unverdienten Gunst des Lebens seid, damit eure Gebete nicht behindert werden“ (1. Petrus 3:7).

      Eine gläubige Frau wird „tiefen Respekt vor ihrem Mann haben“ (Epheser 5:33). Frauen sollten „ihre Männer lieben“ und „ihre Kinder lieben“ (Titus 2:4). Väter und Mütter mit echtem Glauben widmen ihren Kindern viel Zeit und erklären ihnen Gottes Gebote und Prinzipien. Zu Hause, am Arbeitsplatz und auch sonst behandeln sie andere mit Würde und Respekt. Sie befolgen Gottes Rat: „In Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor“ (Römer 12:10).

      Gottes Diener beherzigen das Gebot: „Du sollst keine Bestechung annehmen“ (2. Mose 23:8). Nie würden sie ihre Stellung missbrauchen, um sich persönlich zu bereichern. Im Gegenteil, sie suchen nach Gelegenheiten, anderen zu helfen. Sie halten sich an den Rat: „Vergesst nicht, Gutes zu tun und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig“ (Hebräer 13:16). Dadurch erleben sie, wie wahr Jesu Worte sind: „Beglückender ist Geben als Empfangen“ (Apostelgeschichte 20:35).

      Für Gottes Gerechtigkeit eintreten

      Menschen, die echten Glauben haben, halten sich gern an Gottes Gebote und stehen hinter der Aussage: „Seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5:3). Für sie ist klar: „Das Gesetz Jehovas ist vollkommen ... Die Befehle Jehovas sind recht, erfreuen das Herz; das Gebot Jehovas ist rein, erleuchtet die Augen“ (Psalm 19:7, 8).

      Echter Glaube motiviert auch dazu, sämtliche Vorurteile abzulegen, also keine Nationalität, kein Land und keine Gesellschaftsschicht für überlegen zu halten. So ahmt man Gott nach, von dem es heißt, dass er „nicht parteiisch ist, sondern dass für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35).

      Echter Glaube veranlasst einen dazu, sich „in allen Dingen ehrlich zu benehmen“ (Hebräer 13:18). Wer seinen Glauben ernst nimmt, lästert auch nicht über andere und ruiniert nicht ihren Ruf. Über einen Menschen, der Gott gefällt, sagte der Psalmenschreiber David: „Er hat nicht verleumdet mit seiner Zunge. Seinem Gefährten hat er nichts Böses getan“ (Psalm 15:3).

      Göttliche Weisheit widerspiegeln

      Menschen mit echtem Glauben stützen ihre religiösen Auffassungen einzig und allein auf die heiligen Schriften. Ihre Überzeugung ist: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2. Timotheus 3:16). Im Umgang mit anderen spiegeln sie „die Weisheit von oben“ wider, die „keusch, dann friedsam, vernünftig, zum Gehorchen bereit, voller Barmherzigkeit und guter Früchte“ ist (Jakobus 3:17). Spiritismus und Traditionen, die Gott missfallen, lehnen sie entschieden ab. Auch halten sie sich strikt an das Gebot: „Hütet euch vor Götzen“ (1. Johannes 5:21).

      Von Herzen kommende Liebe zeigen

      Der Prophet Moses sagte: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft“ (5. Mose 6:5). Diese innige Liebe zu Gott zeichnet gläubige Menschen aus. Sie haben große Achtung vor dem Namen Gottes, Jehova, und nehmen sich die Aufforderung zu Herzen: „Dankt Jehova, ruft seinen Namen an“ (Psalm 105:1). Gottes Diener befolgen auch das Gebot: „Du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst“ (3. Mose 19:18). Gewalt kommt für sie nicht infrage, sondern sie bemühen sich, „mit allen Menschen Frieden“ zu halten (Römer 12:18). Da „sie den Krieg nicht mehr lernen“, schmieden sie sozusagen „ihre Schwerter zu Pflugscharen“ und „ihre Speere zu Winzermessern“ (Jesaja 2:4). Das Ergebnis ist eine weltweite Bruderschaft, so wie Jesus sagte: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt“ (Johannes 13:35). Kennst du solche Menschen?

      Was würdest du sagen?

      • Woran erkennt man Menschen mit echtem Glauben?

      • Wie spiegeln gläubige Menschen die folgenden Eigenschaften Gottes wider: Macht? Gerechtigkeit? Weisheit? Liebe?

  • Beweise echten Glauben!
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 12

      Beweise echten Glauben!

      WIR müssen damit rechnen, dass unser Glaube auf die Probe gestellt wird. Gott warnt uns: „Seid wachsam. Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht jemand zu verschlingen“ (1. Petrus 5:8). Wie könnte Satan versuchen, deinen Glauben zu zerstören?

      Ein Mann liest in den heiligen Schriften; ein anderer will nichts damit zu tun haben

      Hast du so etwas auch schon erlebt?

      Vielleicht wirst du von Freunden oder sogar von deiner Familie unter Druck gesetzt, dich nicht mehr mit den heiligen Schriften zu beschäftigen. Hinter diesem Druck steckt oft Satan. Jesus sagte voraus: „Eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein“ (Matthäus 10:36). Wahrscheinlich meinen es deine Freunde und Verwandten nur gut. Sie wissen einfach nicht, was für Schätze im Wort Gottes verborgen sind. Oder sie haben Angst, was die Leute denken. In Gottes Wort steht jedoch: „Vor Menschen zu zittern ist das, was eine Schlinge legt, wer aber auf Jehova vertraut, wird beschützt werden“ (Sprüche 29:25). Was wäre, wenn du aufhörst, dich mit den heiligen Schriften auseinanderzusetzen, nur um es anderen recht zu machen? Das würde Gott bestimmt nicht gefallen. Beweist du dagegen echten Glauben, kannst du auf seine Hilfe zählen. „Wir nun sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen, sondern von denen, die Glauben haben zum Lebendigerhalten der Seele“ (Hebräer 10:39).

      Erinnerst du dich noch an Dumas? Am Anfang spottete seine Frau über seinen Glauben. Doch dann wollte sie mit ihm zusammen Gottes Wort kennenlernen. Warum soll das nicht auch in deinem Fall so sein? Dadurch dass du auf dem richtigen Weg bleibst, kannst du deine Verwandten und Freunde motivieren, sich dir anzuschließen. Viele, die anfangs skeptisch waren, konnten „ohne ein Wort gewonnen werden“, weil sie beobachtet haben, dass echter Glaube „keuschen Wandel“ und „tiefen Respekt“ bewirkt (1. Petrus 3:1, 2).

      Satan möchte den Menschen außerdem das Gefühl vermitteln, sie hätten gar keine Zeit, sich mit Gottes Wort zu beschäftigen. Er nutzt die täglichen Belastungen – privaten Stress oder Geldsorgen –, um „das Wort“ in dir zu „ersticken“, damit dein Glaube „unfruchtbar“ wird (Markus 4:19). Das zuzulassen wäre allerdings ziemlich kurzsichtig. In den heiligen Schriften heißt es: „Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3). Wenn du ewig im Paradies leben möchtest, darfst du auf keinen Fall aufhören, mehr über Gott und Jesus, den Messias, zu lernen.

      Ein Mann betet

      Bitte Gott um Hilfe

      Ein gutes Beispiel ist Moses, der zum ägyptischen Königshof gehörte. Er hätte sich ganz darauf konzentrieren können, reich, berühmt und mächtig zu werden. Doch es war ihm lieber, „mit dem Volk Gottes schlecht behandelt zu werden, als den zeitweiligen Genuss der Sünde zu haben“. „Er blieb standhaft, als sähe er den Unsichtbaren“ (Hebräer 11:24, 25, 27). Moses hatte einen starken Glauben. Den Willen Gottes zu tun war ihm wichtiger, als sich selbst zu verwirklichen, und er wurde dafür sehr gesegnet. Wenn du die gleiche Einstellung zeigst, wird Gott auch dich segnen.

      Satan stellt viele Fallen auf, doch du brauchst nicht hineinzutappen. In Gottes Wort werden wir aufgefordert: „Widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen“ (Jakobus 4:7). Wie kannst du ihm denn die Stirn bieten?

      Hör nicht auf, dich mit den heiligen Schriften zu beschäftigen. Lies jeden Tag in Gottes Wort. Verinnerliche die Lehren, die darin stehen. Dadurch legst du „die vollständige Waffenrüstung Gottes“ an, mit der du Satans Angriffe abwehren kannst (Epheser 6:13).

      Suche den Kontakt zu Menschen mit echtem Glauben. Halte dich an Menschen, die Gottes Wort lesen, studieren und danach leben – Menschen, die füreinander da sind, um sich gegenseitig „zur Liebe und zu vortrefflichen Werken“ zu motivieren und einander Mut zu machen. Sie werden dir helfen, deinen Glauben zu vertiefen (Hebräer 10:24, 25).

      Freunde unterschiedlichen Alters verbringen Zeit miteinander

      Suche den Kontakt zu Menschen mit echtem Glauben

      Bau eine Bindung zu Jehova auf. Bitte Gott um Hilfe und vertraue auf ihn. Denk immer daran, dass Jehova dir helfen möchte. Du kannst ruhig alle Sorgen auf ihn werfen, denn er sorgt für uns (1. Petrus 5:6, 7). „Gott aber ist treu, und er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung wird er auch den Ausweg schaffen, damit ihr sie ertragen könnt“ (1. Korinther 10:13).

      Satan hat die unverschämte Behauptung aufgestellt, niemand würde zu Gott halten, wenn er deswegen schwere Probleme bekäme. Doch du kannst den Teufel zum Lügner stempeln! „Sei weise“, sagt Gott, „und erfreue mein Herz, damit ich dem, der mich höhnt, eine Antwort geben kann“ (Sprüche 27:11). Ja, beweise echten Glauben!

      Was würdest du sagen?

      • Wie könnte Satan versuchen, deinen Glauben zu schwächen?

      • Wie bewies Moses echten Glauben?

      • Was hilft dir, unter Druck treu zu bleiben?

  • Echter Glaube führt zu ewigem Glück
    Echter Glaube macht glücklich
    • TEIL 13

      Echter Glaube führt zu ewigem Glück

      IN DEN heiligen Schriften heißt es: „Der Gerechte aber – durch Glauben wird er leben“ (Römer 1:17). In diesen Worten steckt ein großartiges Versprechen – auch für dich. Wieso?

      Nachdem Jesus, der Messias, seine Mission auf der Erde erfüllt hatte, kehrte er in den Himmel zurück, um bei Gott zu sein. Während seine Jünger zuschauten, wurde er „emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen hinweg“ (Apostelgeschichte 1:9). Gott hatte ihn dazu bestimmt, im Himmel als mächtiger König zu regieren. Wenn Jesus, der „Menschensohn“, in naher Zukunft „in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt“ (Matthäus 25:31, 32). Wann wird das sein?

      In den heiligen Schriften wird eine Zeit großer weltweiter Unruhen und Katastrophen vorhergesagt. Diese Ereignisse sollten das Zeichen dafür sein, dass der Messias die Nationen bald richtet. Konkret sagte Jesus über dieses Zeichen: „Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich; und es wird große Erdbeben geben und an einem Ort nach dem anderen Seuchen und Lebensmittelknappheit; auch wird es furchteinflößende Anblicke ... geben“ (Lukas 21:7, 10, 11).

      Zu den Problemen heute gehören Verbrechen, Krankheiten, Kriege und Nahrungsknappheit

      An den heutigen Problemen erkennt man, dass der Messias die Nationen bald richtet

      Jesu Worte erfüllen sich heute direkt vor unseren Augen. Es dauert nicht mehr lange, bis Jesus kommt und die Bösen vernichtet. Letzten Endes droht auch Satan die Vernichtung. Die ganze Erde wird dann zu einem Paradies, in dem die Menschen miteinander und auch mit den Tieren in Frieden leben. „Der Wolf wird tatsächlich eine Zeit lang bei dem männlichen Lamm weilen, und der Leopard wird bei dem Böckchen lagern, und das Kalb und der mähnige junge Löwe und das wohlgenährte Tier, alle beieinander; und ein noch kleiner Knabe wird sie führen. Sie werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten“ (Jesaja 11:6, 9). „Kein Bewohner wird sagen: ‚Ich bin krank.‘ ... Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan“ (Jesaja 33:24; 35:5). Sogar die Toten werden auferstehen. „Jehova wird gewiss die Tränen von allen Gesichtern abwischen“ und „der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein“ (Jesaja 25:8; Offenbarung 21:4). Dann wird auf der Erde alles so kommen, wie Gott es von Anfang an vorhatte. Ist das nicht absolut begeisternd?

      Vertiefe deinen Glauben

      Wen wird Gott mit Leben im Paradies belohnen? Nur Menschen, die Glauben haben – echten Glauben!

      Echter Glaube basiert, wie schon gesagt, darauf, dass man Gottes Wort gut kennt. Und über Gott und Jesus gibt es so unendlich viel zu lernen!

      Menschen unterschiedlicher Herkunft genießen das Leben im Paradies

      Menschen mit echtem Glauben werden für immer im Paradies leben!

      Echter Glaube lebt auch von guten Taten. Gottes Wort sagt dazu, dass „Glaube ohne Werke tot“ ist (Jakobus 2:26). Durch gute Taten kannst du Gottes Macht, Gerechtigkeit, Weisheit und Liebe widerspiegeln. Hör nie auf, an diesen wertvollen Eigenschaften zu arbeiten!

      Ja, echter Glaube ist ein echter Gewinn. Er ist dein Schlüssel zu einem glücklichen Leben – jetzt und für immer!

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