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  • Gottes Weg zum Eheglück
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Ein Brautpaar bei seiner Hochzeit

      TEIL 1

      Gottes Weg zum Eheglück

      „Der Schöpfer [hat] die Menschen von Anfang an als Mann und Frau gemacht“ (Matthäus 19:4)

      Jehovaa Gott hat die erste Ehe geschlossen. Wie die Bibel zeigt, erschuf er die Frau und brachte sie zu Adam. Adam war sehr glücklich, weil es nun jemand gab wie ihn. Deshalb sagte er: „Das ist endlich … Fleisch von meinem Fleisch!“ (1. Mose 2:22, 23). Damals wie heute wünscht sich Jehova: Verheiratete sollen glücklich sein!

      Wer heiratet, denkt vielleicht, alles wird perfekt. Aber die Realität sieht anders aus. Selbst wenn man sich wirklich liebt, wird es auch Probleme geben (1. Korinther 7:28). Diese Broschüre enthält biblische Grundsätze. Sich danach auszurichten trägt zu einer glücklichen Ehe und Familie bei (Psalm 19:8-11).

      1 SEINE ROLLE AUSFÜLLEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: Der Mann ist das Haupt der Familie (Epheser 5:23).

      Jehova wünscht sich von einem Mann, dass er seine Frau von Herzen liebt, sich um sie sorgt und sie mit Würde behandelt (1. Petrus 3:7). Schließlich hat Jehova sie als Gegenstück des Mannes erschaffen (1. Mose 2:18). Wer seine Frau liebt, stellt ihre Interessen vor seine eigenen (Epheser 5:25-29).

      Von einer Frau wünscht sich Jehova, dass sie ihren Mann von Herzen respektiert und ihn dabei unterstützt, seine Rolle als Ehemann auszufüllen (1. Korinther 11:3; Epheser 5:33). Sie steht hinter seinen Entscheidungen und arbeitet gern mit ihm zusammen (Kolosser 3:18). Für ihren Mann und für Jehova wird sie dadurch noch schöner (1. Petrus 3:1-6).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Den Partner fragen, wo man sich verbessern kann. Dann gut zuhören und sein Bestes geben

      • Geduld haben. Es braucht Zeit, herauszufinden, was dem anderen guttut

      2 DIE GEFÜHLE DES ANDEREN ERNST NEHMEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: Es ist wichtig, das Wohl des Ehepartners im Sinn zu behalten (Philipper 2:3, 4). Ein Diener Gottes ist „zu allen sanft“, also auch zu seinem kostbaren Ehepartner (2. Timotheus 2:24). Gedankenlose Worte können wie Schwertstiche sein, „aber die Zunge der Weisen ist Heilung“. Deshalb muss man sich gut überlegen, was man sagt (Sprüche 12:18). Jehovas heiliger Geist kann dabei helfen, freundlich und lieb miteinander zu reden (Galater 5:22, 23; Kolosser 4:6).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Bevor man ein schwieriges Thema anspricht, darum beten, ruhig, offen und unvoreingenommen bleiben zu können

      • Gut nachdenken, was man wie sagt

      3 ALS TEAM DENKEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: Durch die Heirat werden beide „eins“ (Matthäus 19:5). Allerdings bleiben sie eigenständige Persönlichkeiten, die unterschiedlicher Meinung sein können. Im Denken und Fühlen zusammenzuwachsen ist deshalb mit Arbeit verbunden (Philipper 2:2). Bei Entscheidungen kommt es darauf an, an einem Strang zu ziehen. Die Bibel sagt: „Pläne gelingen, wo man sich berät“ (Sprüche 20:18). Deshalb ist es gut, wichtige Entscheidungen gemeinsam zu treffen und sich dabei von biblischen Grundsätzen leiten zu lassen (Sprüche 8:32, 33).

      Ein Ehepaar arbeitet beim Wäschewaschen und Geschirrspülen als Team zusammen

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Über seine Gefühle sprechen, und nicht nur Informationen oder Ansichten austauschen

      • Sich vor Vereinbarungen absprechen

  • Einander treu sein
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Ein Ehemann hält einen Regenschirm und öffnet seiner Frau die Autotür, damit sie beim Einsteigen nicht nass wird

      TEIL 2

      Einander treu sein

      „Was Gott … verbunden hat, das soll kein Mensch auseinander­bringen“ (Markus 10:9)

      Jehova wünscht sich von uns, dass wir „Loyalität von Herzen … lieben“ (Micha 6:8). Das ist für eine Ehe unerlässlich. Ohne Loyalität oder Treue gibt es kein Vertrauen. Und Vertrauen ist die Grundlage, auf der die Liebe wächst und gedeiht.

      Seinem Partner die Treue zu halten ist heute alles andere als leicht. Um seine Ehe zu schützen, sind deshalb zwei Faktoren ausschlaggebend.

      1 DIE EHE HOCH EINSTUFEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Prüft, worauf es wirklich ankommt“ (Philipper 1:10). Ist man verheiratet, gehört die Ehe zu den wichtigsten Dingen im Leben und hat somit Vorrang.

      Jehova möchte, dass man sich auf seinen Ehepartner konzentriert und das Leben gemeinsam genießt (Prediger 9:9). Auf keinen Fall darf man seinen Partner vernachlässigen. Beide sollten nach Gelegenheiten suchen, einander eine Freude zu machen (1. Korinther 10:24). Wie schön, wenn sich jeder gebraucht und geschätzt fühlt.

      Ein Ehemann bringt seiner Frau einen heißen Tee; ein Ehemann kommt nach Hause, seine Frau kocht gerade

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Sich regelmäßig Zeit füreinander nehmen und dem Partner seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken

      • Aus dem „Ich“ ein „Wir“ machen

      Ein Ehepaar beim Picknick

      2 AUF SEIN HERZ AUFPASSEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Jeder, der eine Frau ständig ansieht, um so leidenschaftliche Gefühle für sie zu entwickeln, [hat] in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen“ (Matthäus 5:28). In gewisser Hinsicht ist jemand schon untreu, wenn er immer wieder über Unmoralisches nachdenkt.

      Jehova rät: „Beschütze dein Herz“ (Sprüche 4:23; Jeremia 17:9). Dazu muss man auf seine Augen aufpassen (Matthäus 5:29, 30). Hiob gab darin ein gutes Beispiel. Er sagte: „Ich habe mit meinen Augen einen Vertrag gemacht.“ Er wollte keine andere Frau mit Verlangen ansehen (Hiob 31:1). Auch Pornografie muss konsequent gemieden werden. Außerdem sollte man fest entschlossen sein, außerhalb der Ehe keine romantische Bindung zuzulassen.

      Ein Ehemann hat auf seinem Schreibtisch am Arbeitsplatz ein Bild von seiner Frau

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Anderen zeigen, dass man verheiratet ist und zueinander gehört

      • Auf die Gefühle des anderen Rücksicht nehmen und eine Verbindung, die dem Partner wehtun würde, sofort beenden

      SEINEN TEIL TUN

      Dazu gehört: ehrlich mit sich selbst sein und die eigenen Schwächen herausfinden (Psalm 15:2); sich trauen, um Hilfe zu bitten (Sprüche 1:5); bei unmoralischen Gedanken weiter dagegen ankämpfen und sich nicht entmutigen lassen (Sprüche 24:16). Jehova wird jeden belohnen, der sich anstrengt, seinem Ehepartner treu zu bleiben.

      ZUM NACHDENKEN:

      • Was kann ich tun, um mehr Zeit für meinen Partner zu haben?

      • Ist mein Ehepartner mein bester Freund?

  • Probleme lösen
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Ein Ehemann hört seiner Frau aufmerksam zu

      TEIL 3

      Probleme lösen

      „Habt tiefe Liebe zueinander, denn Liebe deckt eine Menge von Sünden zu“ (1. Petrus 4:8)

      Mit dem Beginn der Ehe können durch Unterschiede im Denken, Fühlen oder in der Lebenseinstellung Probleme auftreten. Sie können aber auch von außen kommen oder durch unvorhergesehene Ereignisse.

      Vielleicht würde man am liebsten die Augen vor der Realität verschließen. Die Bibel rät jedoch, sich seinen Problemen zu stellen (Matthäus 5:23, 24). Das Anwenden biblischer Grundsätze trägt dazu bei, sie bestmöglich zu lösen.

      1 DAS PROBLEM BESPRECHEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: Es gibt „eine Zeit zum Reden“ (Prediger 3:1, 7). Man sollte sich also die Zeit nehmen, das Problem zu besprechen. Es ist wichtig, seinem Partner offen und ehrlich zu sagen, wie man denkt und fühlt. Schließlich empfiehlt die Bibel, immer die Wahrheit zu sagen (Epheser 4:25). Selbst wenn die Emotionen hochkochen, ist es nötig, sich zu beherrschen. Wer ruhig bleibt, kann verhindern, dass ein normales Gespräch in einen Streit ausartet (Sprüche 15:4; 26:20).

      Ist man nicht einer Meinung, darf man nicht aufhören, freundlich zu sein und einander liebevoll und respektvoll zu behandeln (Kolosser 4:6). Statt sich anzuschweigen, ist es besser, das Problem so schnell wie möglich zu lösen (Epheser 4:26).

      Ein Ehepaar bespricht ein Problem

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Einen günstigen Zeitpunkt wählen, um das Problem anzusprechen

      • Dem anderen nicht ins Wort fallen. Jeder sollte die Gelegenheit bekommen, sich auszusprechen

      2 ZUHÖREN UND VERSTEHEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Habt innige Zuneigung zueinander. Ergreift die Initiative, wenn es darum geht, einander Ehre zu erweisen“ (Römer 12:10). Es kommt darauf an, wie man zuhört. Man sollte versuchen, den Standpunkt des anderen zu verstehen, und dabei mitfühlend und demütig sein (1. Petrus 3:8; Jakobus 1:19). Das bedeutet: wirklich zuhören und nötigenfalls das, was man gerade tut, unterbrechen und dem Partner seine volle Aufmerksamkeit schenken. Geht das nicht, könnte man ihn fragen, ob man später darüber sprechen kann. Wer seinen Ehepartner als Verbündeten und nicht als Gegner sieht, fühlt sich nicht schnell gekränkt (Prediger 7:9).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Unvoreingenommen zuhören, auch wenn einem das, was man hört, nicht gefällt

      • Die Botschaft hinter den Worten heraushören. Auf die Körpersprache und den Ton achten

      3 DRANBLEIBEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Jede harte Arbeit bringt Gewinn, aber bloßes Reden macht arm“ (Sprüche 14:23). Nur reden genügt nicht. Hat man gemeinsam eine gute Lösung gefunden, muss man sie auch umsetzen. Das kann harte Arbeit und viel Einsatz bedeuten. Aber die Mühe lohnt sich (Sprüche 10:4). Wer als Team zusammenarbeitet, wird reich belohnt werden (Prediger 4:9).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Gemeinsam festlegen, was jeder tun kann, um das Problem zu lösen

      • Von Zeit zu Zeit überprüfen, was man erreicht hat

      PROBLEME GEMEINSAM ANPACKEN

      Durch Zusammenarbeit kann man sicherstellen, dass die Ehe glücklich und stabil wird (Sprüche 24:3). Dabei hilft auch, nach vorn zu sehen und alte Probleme nicht wieder aufzuwärmen (Sprüche 17:9). Wer sich an biblische Grundsätze hält und gut zusammenarbeitet, kann mit jedem Problem fertigwerden.

      ZUM NACHDENKEN:

      • Welches ist das dringendste Problem, das ich mit meinem Partner besprechen möchte?

      • Wie kann ich herausfinden, wie mein Partner über das Problem wirklich denkt?

  • Mit Geld gut umgehen
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Ein Ehepaar stellt einen Haushaltsplan auf

      TEIL 4

      Mit Geld gut umgehen

      „Pläne gelingen, wo man sich berät“ (Sprüche 20:18)

      Jeder braucht Geld, um für die Familie sorgen zu können (Sprüche 30:8). Die Bibel sagt immerhin, dass „Geld ein Schutz ist“ (Prediger 7:12). Auch wenn es Ehepaaren schwerfallen mag, über Geld zu reden, sollten sie auf keinen Fall zulassen, dass deswegen Eheprobleme entstehen (Epheser 4:32). Es ist wichtig, einander zu vertrauen und gemeinsam festzulegen, wofür Geld ausgegeben wird.

      1 GUT PLANEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Wenn einer von euch einen Turm bauen will, wird er sich dann nicht zuerst hinsetzen und die Kosten berechnen, um zu sehen, ob er genug hat, um ihn dann auch fertig zu bauen?“ (Lukas 14:28). Es ist also notwendig, gemeinsam zu planen, wie man sein Geld verwenden möchte (Amos 3:3). Dabei gilt es, zu überlegen, was gebraucht wird und wie viel es kosten darf (Sprüche 31:16). Nur weil Geld da ist, muss es nicht unbedingt ausgegeben werden. Und wer Schulden vermeiden will, gibt nicht mehr aus, als er hat (Sprüche 21:5; 22:7).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Ist am Ende des Monats noch etwas übrig, gemeinsam entscheiden, was man damit tut

      • Reicht das Geld nicht, konkret überlegen, wo gespart werden kann. Zum Beispiel selbst kochen statt essen gehen

      Ein Ehepaar denkt über seine Hauptausgaben nach

      2 EHRLICH UND REALISTISCH SEIN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Wir sorgen dafür, dass alles ehrlich abläuft – nicht nur vor Jehova, sondern auch vor den Menschen“ (2. Korinther 8:21). Eheleute sollten offen darüber reden, wie viel sie verdienen und was sie ausgeben.

      Bei größeren Anschaffungen ist es unverzichtbar, sich vorher zu beraten (Sprüche 13:10). Wer sich in Geld­angelegenheiten abspricht, fördert den Frieden in der Ehe. Es ist nötig, sein Einkommen nicht als „mein Geld“, sondern als „unser Geld“ zu betrachten, also als das der Familie (1. Timotheus 5:8).

      Ein Ehepaar hält sich an die Einkaufsliste

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Gemeinsam einen Betrag festlegen, über den jeder frei verfügen kann

      • Nicht warten, bis Probleme entstehen, bevor man über Geld spricht

      GELD UND SEIN WERT

      Geld ist zwar wichtig, aber es darf die Ehe nicht vor eine Zerreißprobe stellen oder unnötige Sorgen verursachen (Matthäus 6:25-34). Man braucht nicht viel Geld zum Glücklichsein. Die Bibel rät: „Hütet euch vor jeder Art von Gier“ (Lukas 12:15). Die Ehe ist wertvoller als alles, was man mit Geld kaufen kann. Wer also mit dem zufrieden ist, was er hat, und Gott in seinem Leben nicht vernachlässigt, wird nicht nur eine glückliche Familie, sondern auch Jehovas Segen haben (Hebräer 13:5).

      ZUM NACHDENKEN:

      • Was können wir gemeinsam tun, um uns nicht zu verschulden?

      • Wann habe ich das letzte Mal mit meinem Ehepartner offen über unsere Finanzen gesprochen?

  • Mit Familienangehörigen gut auskommen
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Eine Schwiegermutter ist nicht damit zufrieden, wie ihre Schwiegertochter kocht

      TEIL 5

      Mit Familien­angehörigen gut auskommen

      „Kleidet euch … mit Güte, Demut, Milde und Geduld“ (Kolosser 3:12)

      Mit der Heirat entsteht eine neue Familie. Auch wenn man seine Eltern weiter liebt und respektiert, ist von da an der Ehepartner der wichtigste Mensch auf der Welt. Damit kann sich manch ein Familien­angehöriger aber vielleicht schwer abfinden. Wie kann ein Ehepaar ausgeglichen bleiben? Die Bibel enthält gute Hinweise, wie man mit seinen Verwandten in Frieden auskommt und gleichzeitig ein enges Verhältnis zu seinem Ehepartner aufbaut.

      1 EIN GUTES VERHÄLTNIS ZU DEN VERWANDTEN

      Ein Ehepaar verbringt Zeit mit den Eltern

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ (Epheser 6:2). Gott erwartet, dass man seine Eltern ehrt und sie respektvoll behandelt – egal wie alt man ist. Deshalb werden sich sowohl der Mann wie auch die Frau um die Eltern kümmern. Man braucht sich also über das gute Verhältnis des Ehepartners zu seinen Eltern nicht ärgern, denn „Liebe ist nicht eifersüchtig“ (1. Korinther 13:4; Galater 5:26).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Keine pauschalen Vorwürfe machen wie: „Deine Familie macht mich immer schlecht“ oder: „Deiner Mutter kann ich überhaupt nichts recht machen“

      • Versuchen, sich in die Lage des Partners zu versetzen

      2 WENN NÖTIG GRENZEN ZIEHEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Ein Mann [wird] seinen Vater und seine Mutter verlassen und fest zu seiner Frau halten, und sie werden eins werden“ (1. Mose 2:24). Manche Eltern fühlen sich selbst nach der Heirat ihrer Kinder noch für sie verantwortlich und möchten sich gern mehr einbringen, als sie sollten.

      Es liegt bei den Eheleuten, gemeinsam festzulegen, wo sie die Grenze ziehen, und den Eltern dann ihren Standpunkt liebevoll zu erklären. Dabei sollten sie offen und direkt, aber nicht verletzend sein (Sprüche 15:1). Mit Demut, Milde und Geduld kann man ein herzliches Verhältnis zu seinen Angehörigen aufbauen und dem Rat folgen: „Ertragt einander in Liebe“ (Epheser 4:2).

      Ein Ehepaar berät sich; ein Ehepaar überreicht den Eltern ein Geschenk

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Wer das Gefühl hat, die Verwandten mischen sich zu sehr ein, sollte in Ruhe mit seinem Ehepartner darüber reden

      • Sich dann abstimmen, wie man weiter vorgeht

      VERSTÄNDNIS HABEN

      Es ist wichtig, zu versuchen, die Gefühle und den Standpunkt der Eltern zu verstehen. Ihre Kinder liegen ihnen sehr am Herzen und sie meinen es eigentlich nur gut. Möglicherweise fällt es ihnen deshalb schwer einzusehen, dass ihr Kind mit der Heirat ein eigenständiges Familienleben begonnen hat. Vielleicht fühlen sie sich sogar verlassen. Wer jedoch biblische Grundsätze beachtet und immer offen und ehrlich ist, kann seine Eltern weiter ehren, ohne seiner Ehe zu schaden.

      ZUM NACHDENKEN:

      • Warum ist es verständlich, dass sich meine Schwiegereltern für unsere Ehe interessieren?

      • Wie kann ich meinem Partner zeigen, dass er zuerst kommt, ohne dabei meine Eltern zu vernachlässigen?

  • Wie ein Baby die Ehe verändert
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Eine Krankenschwester überreicht frischgebackenen Eltern ihr Baby

      TEIL 6

      Wie ein Baby die Ehe verändert

      „Kinder sind ein Erbe von Jehova“ (Psalm 127:3, Fußnote)

      Wird ein Baby geboren, ist das aufregend und überwältigend zugleich. Frischgebackene Eltern sind vielleicht überrascht, wie viel Zeit und Kraft sie für ihr Kleines brauchen. Chronischer Schlafmangel und emotionale Veränderungen können einer Beziehung ziemlich zusetzen. Beide müssen sich erst einmal an die neue Situation anpassen. Sie müssen lernen, für ihr Baby zu sorgen und gleichzeitig in ihre Beziehung zu investieren. Was empfiehlt da die Bibel?

      1 DIE NEUE SITUATION VERSTEHEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Die Liebe ist geduldig und gütig“, sie „hat nicht ihre eigenen Interessen im Sinn, lässt sich nicht provozieren“ (1. Korinther 13:4, 5). Nach der Geburt dreht sich für die Mutter alles um das Kind. Das ist ganz normal. Sie darf jedoch nicht vergessen, dass auch ihr Mann ihre Aufmerksamkeit braucht, weil er sich sonst vernachlässigt fühlt. Durch Liebe und Geduld wird er sich miteinbezogen und gebraucht fühlen, wenn es darum geht, sich um das Baby zu kümmern.

      Ein Vater füttert sein Baby und kümmert sich auch mal nachts darum

      Die Bibel bittet Ehemänner: „Zeigt euch im Zusammenleben mit euren Frauen verständnisvoll“ (1. Petrus 3:7, Neue Genfer Übersetzung). Dazu gehört auch, zu verstehen, dass die Frau ihre Kraft vor allem für das Baby braucht. Vielleicht ist sie durch ihre neue Aufgabe gestresst, ausgelaugt oder erlebt sogar eine depressive Phase. Eventuell reagiert sie manchmal empfindlich und regt sich schnell auf. Jetzt ist es wichtig, ruhig zu bleiben, denn „wer nicht schnell zornig wird, ist besser als ein Starker“ (Sprüche 16:32). Was sie braucht, ist Verständnis und Unterstützung (Sprüche 14:29).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Für Väter: Seiner Frau anbieten, sich mit um das Baby zu kümmern, und das auch nachts. Andere Aktivitäten einschränken, um mehr Zeit für Frau und Kind zu haben

      • Für Mütter: Sein Hilfsangebot annehmen. Ihn nicht kritisieren, wenn ihm nicht alles fehlerfrei gelingt. Ihm lieber freundlich zeigen, wie es geht

      2 DIE BINDUNG STÄRKEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Sie werden eins werden“ (1. Mose 2:24). Daran ändert sich für das Ehepaar auch dann nichts, wenn es ein Baby bekommt. Man muss sich also anstrengen, seine Bindung stark zu halten.

      Eine Frau ist sicher dankbar, wenn ihr Mann ihr hilft und sie unterstützt. Zeigt sie ihm das auch, wird es ihm guttun (Sprüche 12:18). Andererseits tut es der Frau gut, wenn ihr Mann ihr sagt, wie sehr er sie liebt und wie viel sie ihm bedeutet. Warum sie nicht für das loben, was sie für die Familie tut? (Sprüche 31:10, 28).

      „Jeder soll stets auf den Vorteil des anderen bedacht sein, nicht auf seinen eigenen“ (1. Korinther 10:24). Deshalb wird man immer versuchen, das zu tun, was für den Partner am besten ist. Ehepaare brauchen Zeit, um miteinander zu reden und einander zuzuhören. Und ein Lob tut immer gut. Geht es um Sexualität, ist es wichtig, nicht egoistisch zu sein und die Bedürfnisse des Partners zu berücksichtigen. In der Bibel heißt es: „Entzieht euch einander nicht, außer mit gegenseitiger Einwilligung“ (1. Korinther 7:3-5). Deswegen ist es nötig, offen darüber zu reden. Geduldig und einfühlsam zu sein wird die Beziehung stärken.

      Ein Ehepaar verbringt Zeit miteinander, während das Baby schläft

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Zeit reservieren, die man nur zu zweit verbringt

      • Dem Partner zeigen, dass man ihn liebt; ihm beispielsweise eine Nachricht schreiben oder ein kleines Geschenk machen

      3 DAS BABY FÖRDERN

      Eine Mutter liest ihrem Baby vor

      WAS DIE BIBEL SAGT: Der Apostel Paulus schrieb an Timotheus: „Du kennst seit frühester Kindheit die heiligen Schriften, die dir die nötige Weisheit geben können, um … gerettet zu werden“ (2. Timotheus 3:15). Kindererziehung will geplant sein. Schon vor der Geburt kann das Kind erstaunlich viel lernen. Es erkennt bereits Stimmen und reagiert auf Gefühle. Eltern können schon früh mit dem Vorlesen beginnen. Selbst wenn es noch nicht versteht, worum es geht, wird es später wahrscheinlich gern lesen.

      Ein Kind ist nie zu jung, etwas über Gott zu erfahren. Bestimmt ist es gut, wenn es seine Eltern beten hört (5. Mose 11:19). Auch beim Spielen kann man darüber reden, was Gott alles gemacht hat (Psalm 78:3, 4). Mit der Zeit wird das Kind verstehen, wie sehr seine Eltern Jehova lieben. Das wird ihm helfen, Jehova ebenfalls lieben zu lernen.

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Speziell um Weisheit für die Kindererziehung beten

      • Wichtige Wörter und Gedanken wiederholen, damit das Kind sie früh lernt

      EIN BABY KANN SICH GUT AUF DIE EHE AUSWIRKEN

      Mit der Zeit wächst man in seine Rolle als Vater oder Mutter hinein und kommt gut zurecht. Wer ein Kind großzieht, kann dadurch liebevoller, geduldiger und freundlicher werden. Arbeitet man zusammen und unterstützt sich gegenseitig, wird die Beziehung durch ein Baby enger. Es ist so, wie es in Psalm 127:3 heißt: „Kinder sind eine Belohnung“!

      ZUM NACHDENKEN:

      • Wodurch habe ich meinem Partner in der letzten Woche gezeigt, wie dankbar ich für alles bin, was er tut?

      • Wann haben wir das letzte Mal über uns gesprochen, und nicht nur über unser Baby?

  • Sein Kind erziehen
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Ein Vater repariert zusammen mit seinem Sohn ein Fahrrad

      TEIL 7

      Sein Kind erziehen

      „Die Gebote, die ich dir heute gebe, sollen in deinem Herzen sein, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen“ (5. Mose 6:6, 7)

      Jehova hat die Familie ins Leben gerufen und den Eltern die Verantwortung für ihre Kinder übertragen (Kolosser 3:20). Sie haben die Aufgabe, ihren Kindern die Liebe zu Jehova ins Herz zu pflanzen und sie zu verantwortungs­bewussten Erwachsenen zu erziehen (2. Timotheus 1:5; 3:15). Dazu müssen Eltern wissen, wie es in ihrem Kind aussieht. Und natürlich ist auch das eigene Vorbild von großer Bedeutung. Nur wenn man Jehovas Wort selbst im Herzen hat, kann man es auch seinem Kind gut vermitteln (Psalm 40:8).

      1 DEN KINDERN DAS REDEN LEICHT MACHEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Jeder soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden“ (Jakobus 1:19). Kinder brauchen jemand zum Reden. Sie sollten immer sagen können, was sie denken. Sind die Eltern bereit zuzuhören und sorgen sie für eine entspannte Atmosphäre, fällt es Kindern leichter, sich zu öffnen (Jakobus 3:18). Haben sie aber das Gefühl, ihre Eltern könnten voreingenommen oder schroff reagieren, werden sie nicht wirklich offen sein. Eltern brauchen Geduld und sollten ihren Kindern immer wieder sagen, dass sie sie lieb haben (Matthäus 3:17; 1. Korinther 8:1).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Für das Kind da sein, wenn es jemand zum Reden braucht

      • Sich regelmäßig mit den Kindern unterhalten und nicht erst, wenn es Probleme gibt

      2 HERAUSFINDEN, WAS DAS KIND WIRKLICH MEINT

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Wer in einer Sache Einsicht zeigt, wird erfolgreich sein“ (Sprüche 16:20). Wollen Eltern wissen, wie ihr Kind tief im Innern fühlt, müssen sie verstehen, was es „zwischen den Zeilen“ sagt. Jugendliche übertreiben gern einmal oder sagen schnell etwas, was sie gar nicht so meinen. Deshalb gilt besonders für Eltern: „Wenn jemand eine Antwort gibt, bevor er zugehört hat, ist das dumm und beschämend“ (Sprüche 18:13). Und es ist wichtig, sich nicht schnell aufzuregen (Sprüche 19:11).

      Eine Mutter reagiert übertrieben auf das, was ihre Tochter gesagt hat

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Sich fest vornehmen, das Kind nicht zu unterbrechen oder die Nerven zu verlieren, unabhängig davon, was es sagt

      • Sich erinnern, wie man selbst in dem Alter war und was einem damals wichtig erschien

      3 ALS ELTERN ZUSAMMENHALTEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Hör auf die Erziehung deines Vaters und lehne die Anleitung deiner Mutter nicht ab“ (Sprüche 1:8). Jehova hat beide Eltern dazu berechtigt, ihren Kindern zu sagen, wie sie sich verhalten sollen. Kinder müssen lernen, auf ihre Eltern zu hören und sie zu respektieren (Epheser 6:1-3). Sie spüren es, wenn sich ihre Eltern nicht einig sind (1. Korinther 1:10). Ist man verschiedener Meinung, sollte man das daher nicht vor seinen Kindern austragen. Sie könnten sonst den Respekt verlieren.

      Ein Vater weist seinen Sohn in einem vertraulichen Gespräch zurecht, während die Mutter und der Bruder in einem anderen Zimmer sind

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Sich absprechen und einigen, wie man seine Kinder erzieht

      • Ist man in Erziehungsfragen nicht einer Meinung, versuchen den anderen zu verstehen

      4 SICH EIN KONZEPT ÜBERLEGEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Bring einem Kind bei, welchen Weg es gehen soll“ (Sprüche 22:6). Erfolgreiche Erziehung kommt nicht von ungefähr. Man braucht ein Konzept, wie man dabei vorgehen will – wozu auch Regeln gehören (Psalm 127:4; Sprüche 29:17). Erziehen schließt ein, seinem Kind die Gründe für eine Regel zu erklären und es nicht einfach nur zu bestrafen (Sprüche 28:7). Zur Erziehung gehört auch, seinen Kindern zu helfen, Gottes Wort lieben zu lernen und die Grundsätze darin zu verstehen (Psalm 1:2). So können sie ein gut funktionierendes Gewissen ausbilden (Hebräer 5:14).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Den Kindern vermitteln, dass Jehova eine reale Person ist, der sie vertrauen können

      • Ihnen helfen, Gefahren zu erkennen und aus dem Weg zu gehen, wie zum Beispiel im Internet oder in sozialen Netzwerken. Ihnen auch erklären, wie sie sich vor sexuellem Missbrauch schützen können

      Ein Junge wird von seinen Eltern im Weg Jehovas erzogen und lässt sich dann taufen

      „Bring einem Kind bei, welchen Weg es gehen soll“

      JEHOVA WIRD DIE MÜHE BELOHNEN

      Als Eltern hat man eine besondere Aufgabe erhalten: seinen Kindern beizubringen, wie Jehova denkt (Epheser 6:4). Jehova weiß, wie viel Mühe das kostet, aber am Ende wird er durch das Ergebnis geehrt und einem selbst bringt es große Freude (Sprüche 23:24).

      ZUM NACHDENKEN:

      • Was kann ich tun, damit mein Kind sich mir anvertraut?

      • Was kann ich von anderen Eltern lernen?

  • Schwere Zeiten durchstehen
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Ein Ehepaar trauert um sein Kind

      TEIL 8

      Schwere Zeiten durchstehen

      „Ihr [freut] euch sehr, obwohl ihr für kurze Zeit, wenn es sein muss, unter verschiedenen Prüfungen zu leiden habt“ (1. Petrus 1:6)

      Auch wenn man sich sehr um eine gute Ehe und ein glückliches Familienleben bemüht, kann man nicht verhindern, dass etwas Schlimmes passiert (Prediger 9:11). In so einer Zeit sorgt Gott liebevoll für Hilfe. Die folgenden biblischen Grundsätze können einer Familie helfen, selbst mit den schwersten Situationen fertigzuwerden und die Freude nicht zu verlieren.

      1 AUF JEHOVA VERTRAUEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Werft alle eure Sorgen auf ihn, denn er kümmert sich um euch“ (1. Petrus 5:7). Zunächst muss man sich darüber klar sein: Gott trifft keinerlei Schuld an den Problemen (Jakobus 1:13). Er steht vielmehr denen bei, die seine Hilfe suchen, und gibt ihnen, was sie wirklich brauchen (Jesaja 41:10). Die Bibel fordert dazu auf: „Vor ihm schütte dein Herz aus“ (Psalm 62:8).

      Wer täglich in der Bibel liest und sich darin vertieft, findet Halt. Er wird erleben, wie Jehova ihn in seiner Not tröstet (2. Korinther 1:3, 4; Römer 15:4). Jehova verspricht einem jeden den „Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt“ (Philipper 4:6, 7, 13).

      Ein Mann liegt im Krankenhaus und betet mit seiner Familie

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Darum beten, ruhig zu bleiben und klar denken zu können

      • Alle Möglichkeiten abwägen und sich für die beste entscheiden

      2 AUF SICH UND SEINE FAMILIE ACHTEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Das Herz des Verständigen eignet sich Erkenntnis an und das Ohr der Weisen sucht nach Erkenntnis“ (Sprüche 18:15). Man muss sich also erst einen Überblick verschaffen und herausfinden, was jeder Einzelne in der Familie braucht. Das heißt: mit jedem reden und gut zuhören (Sprüche 20:5).

      Was, wenn ein geliebter Mensch stirbt? Gefühle zu zeigen ist ganz normal. Auch Jesus brach in Tränen aus (Johannes 11:35; Prediger 3:4). Genügend Ruhe und Schlaf sind ebenfalls wichtig (Prediger 4:6). Das hilft, mit der schweren Situation umzugehen.

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Auf eine gute Kommunikation in der Familie achten. Das macht es leichter, auch dann miteinander zu reden, wenn etwas Schlimmes passiert

      • Mit anderen reden, die Ähnliches durchgemacht haben

      3 UM HILFE BITTEN

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Ein echter Freund zeigt immer Liebe und ist ein Bruder, der für Zeiten der Not geboren ist“ (Sprüche 17:17). Bestimmt wollen Freunde einem helfen, wissen aber vielleicht nicht wie. Es ist deshalb wichtig, ihnen zu sagen, was man braucht (Sprüche 12:25). Man benötigt auch Beistand von jemandem, der Gottes Wort gut kennt, denn er kann einem wertvolle biblische Anleitung geben (Jakobus 5:14).

      Wer regelmäßig mit Menschen zusammenkommt, die wirklich an Gott glauben und auf seine Versprechen vertrauen, wird die Hilfe bekommen, die er benötigt. Außerdem wird es einem guttun, wenn man anderen beisteht, die ebenfalls Ermunterung brauchen, und mit ihnen über Jehova und seine Versprechen redet. Anderen zu helfen und sich nicht von denen zurückzuziehen, die einen lieben und sich um einen sorgen, ist das Beste, was man tun kann (Sprüche 18:1; 1. Korinther 15:58).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Mit einem engen Freund reden und seine Hilfe annehmen

      • Offen und konkret sagen, was man braucht

      SICH AUF GOTT KONZENTRIEREN

      Selbst wenn man völlig am Boden ist, darf man Jehova nie aus den Augen verlieren. Auch Hiob konzentrierte sich in seinem Elend auf ihn. Er sagte: „Der Name Jehovas soll weiter gepriesen sein!“ (Hiob 1:21, 22). Für Hiob waren der Name und der Wille Jehovas wichtiger als seine Sorgen. Damit gab er ein gutes Beispiel. Auf keinen Fall darf man die Hoffnung aufgeben, selbst wenn es anders kommt als erwartet. Man hat allen Grund, voll und ganz auf Jehova zu vertrauen. Denn er sagt: „‚Ich weiß ja, was ich für euch im Sinn habe‘, erklärt Jehova. ‚Frieden und nicht Unglück. Ich möchte euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben‘“ (Jeremia 29:11).

      ZUM NACHDENKEN:

      • Vertraue ich auch in kleinen Dingen völlig auf Jehova?

      • Sehe ich das Gute, das Jehova für mich tut, und bedanke ich mich täglich dafür?

  • Jehova als Familie dienen
    Glücksrezept für Ehe und Familie
    • Ein Ehepaar studiert gemeinsam die Bibel

      TEIL 9

      Jehova als Familie dienen

      „Betet … den an, der den Himmel, die Erde, das Meer und die Wasserquellen gemacht hat“ (Offenbarung 14:7)

      Wie in dieser Broschüre deutlich wird, enthält die Bibel viele Grundsätze für Ehepaare und Familien. Jehova möchte, dass alle glücklich sind. Er verspricht: Wer ihn an die erste Stelle setzt, wird „all das andere noch dazubekommen“ (Matthäus 6:33). Ihm liegt viel daran, dass man sein Freund wird. Man sollte sich also keine Gelegenheit entgehen lassen, ihm immer näher zu kommen. Eine Freundschaft mit Gott ist die höchste Ehre, die jemand haben kann (Matthäus 22:37, 38).

      1 SEIN VERHÄLTNIS ZU JEHOVA VERTIEFEN

      Ein Ehepaar geht zusammen in den Predigtdienst

      WAS DIE BIBEL SAGT: „‚Ich werde euer Vater sein und ihr werdet meine Söhne und Töchter sein‘, sagt Jehova“ (2. Korinther 6:18). Gott wünscht sich, dass man sein enger Freund wird – zum Beispiel durch das Gebet. Jehova fordert alle dazu auf: „Betet ständig“ (1. Thessalonicher 5:17). Er möchte sehr gerne, dass man ihm anvertraut, was einen bewegt und bedrückt (Philipper 4:6). Wie real Gott für einen Ehemann und Vater ist, können seine Frau und seine Kinder an seinen Gebeten erkennen.

      Nur mit Gott reden reicht nicht. Man muss ihm auch zuhören. Wie? Indem man in seinem Wort und in biblischen Publikationen liest (Psalm 1:1, 2). Es ist wichtig, über das Gelernte nachzudenken (Psalm 77:11, 12). Gott zuzuhören schließt auch ein, regelmäßig die Zusammenkünfte im Königreichssaal zu besuchen (Psalm 122:1-4).

      Das Verhältnis zu Jehova kann außerdem gestärkt werden, wenn man anderen von ihm erzählt. Je mehr man über ihn spricht, umso mehr fühlt man sich zu ihm hingezogen (Matthäus 28:19, 20).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Zeit reservieren, um jeden Tag zu beten und in der Bibel zu lesen

      • Als Familie den Dienst für Gott an die erste Stelle setzen – vor Unterhaltung und Entspannung

      2 JEHOVA ALS FAMILIE DIENEN

      Ein Vater bereitet sich auf das Familienstudium vor, an dem dann später alle Freude haben

      WAS DIE BIBEL SAGT: „Kommt Gott näher und er wird euch näherkommen“ (Jakobus 4:8). Dabei hilft ein regelmäßiges Familien­bibelstudium, was gut geplant sein will (1. Mose 18:19). Es gehört aber noch mehr dazu. Gott muss ein Teil des täglichen Lebens werden. Das Verhältnis der Familie zu Gott wird gestärkt, wenn man über ihn spricht. Wann? Die Bibel sagt: „Wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst“ (5. Mose 6:6, 7). Warum sich nicht Josua zum Vorbild nehmen, der sagte: „Ich aber und meine Familie, wir werden Jehova dienen“? (Josua 24:15).

      ZUM AUSPROBIEREN:

      • Für ein regelmäßiges, gut durchdachtes Programm sorgen, das die Bedürfnisse jedes Einzelnen in der Familie berücksichtigt

      Eine Mutter liest ihrem kleinen Kind vor; eine Familie spielt eine biblische Geschichte nach; ein Vater studiert mit seiner Tochter

      GLÜCKLICHE DIENER JEHOVAS

      Es gibt nichts Besseres, als Jehova Gott zu dienen. Er freut sich sehr darüber, wenn alle in der Familie das von Herzen tun. Sie werden so Jehova immer mehr lieben und ihm immer ähnlicher werden (Markus 12:30; Epheser 5:1). Wird Gott in die Ehe einbezogen, wird die Bindung zwischen Mann und Frau gestärkt (Prediger 4:12; Jesaja 48:17). Ja, Familien können bis in alle Ewigkeit glücklich sein – weil Jehova sie gesegnet hat und segnen wird! (5. Mose 12:7).

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