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  • Todbringende Hungersnot in einer Zeit der Fülle
    Der Wachtturm 1987 | 1. Mai
    • Eine todbringende Hungersnot

      3. Welche Hungersnot ist von größter Bedeutung, und wie wurde sie vorausgesagt?

      3 Von größter Bedeutung ist die beklagenswerte geistige Hungersnot, die heute auf der Erde herrscht. Sie steht in direkter Beziehung zu dem Unfrieden in der Welt. Die Menschheit wankt hin und her, verzweifelt auf der Suche nach einem Ausweg. Gott, der Allmächtige, ließ seinen Propheten vor Jahrhunderten folgendes über diese Situation schreiben: „‚Siehe! Es kommen Tage‘, ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova, ‚und ich will einen Hunger in das Land senden, einen Hunger, nicht nach Brot, und einen Durst, nicht nach Wasser, sondern die Worte Jehovas zu hören. Und sie werden bestimmt vom Meer bis zum Meer wanken und vom Norden sogar bis zum Sonnenaufgang. Sie werden ständig umherschweifen auf der Suche nach dem Wort Jehovas, aber sie werden es nicht finden‘“ (Amos 8:11, 12).

  • Todbringende Hungersnot in einer Zeit der Fülle
    Der Wachtturm 1987 | 1. Mai
    • 7. Welches Drama des Altertums wurde liebevollerweise zu unserer Ermunterung aufgezeichnet?

      7 Da das Überleben völlig davon abhängt, daß wir Jehovas Anforderungen kennen und glaubensvoll danach handeln, sollten wir uns freudig Gottes Wort zuwenden in dem Bestreben, seinen Willen für uns kennenzulernen und zu verstehen, wie er mit uns handelt (Johannes 17:3). Aus diesem Grunde wollen wir jetzt ein biblisches Drama betrachten, das eine Parallele zu den heutigen Geschehnissen ist. Die Hauptfigur in diesem Drama ist der Patriarch Joseph. So, wie Jehova in weiser Voraussicht durch Joseph Vorkehrungen für sein Volk traf, leitet er liebevoll auch diejenigen, die ihn heute suchen. (Vergleiche Römer 15:4; 1. Korinther 10:11, Fußnote [*], NW, Stud.; Galater 4:24.)

      Joseph — Bewahrer des Lebens

      8, 9. (a) Welche Parallelen finden wir in späteren Zeiten zu Joseph sowie zu Jakob und Pharao? (b) Inwiefern können wir selbst an der Erfüllung beteiligt sein?

      8 Joseph, der Sohn Jakobs, spielte eine hervorragende Rolle als Bewahrer des Lebens. Stellte das etwas für spätere Zeiten dar? Nun, bedenken wir, wie Joseph unter der ungerechten Behandlung von seiten seiner Brüder ausharrte, wie er Prüfungen und Bewährungsproben in einem fremden Land meisterte, wie er unerschütterlichen Glauben bekundete, seine Lauterkeit bewahrte und zu einer Stellung erhöht wurde, in der er als weiser Verwalter in einer Zeit katastrophenartiger Hungersnot amtete (1. Mose 39:1-3, 7-9; 41:38-41). Erkennen wir nicht eine Parallele zu dem Leben Jesu?

      9 Jesus mußte erst durch Widerwärtigkeiten hindurch, um das Brot des Lebens inmitten einer Welt zu werden, die danach lechzt, „die Worte Jehovas zu hören“ (Amos 8:11; Hebräer 5:8, 9; Johannes 6:35). Sowohl Jakob als auch Pharao erinnern uns, was ihr Verhältnis zu Joseph anbelangt, an Jehova und an das, was er durch seinen Sohn bewirkt (Johannes 3:17, 34; 20:17; Römer 8:15, 16; Lukas 4:18). An diesem Drama, das in der Wirklichkeit spielte, waren noch andere beteiligt, und wir werden mit Interesse ihre Rolle untersuchen. Zweifellos wird uns das an unsere eigene Abhängigkeit von dem größeren Joseph, Christus Jesus, erinnern. Wie dankbar sind wir doch dafür, daß er uns vor der todbringenden Hungersnot während der schlimmer werdenden „letzten Tage“ bewahrt! (2. Timotheus 3:1, 13).

  • Todbringende Hungersnot in einer Zeit der Fülle
    Der Wachtturm 1987 | 1. Mai
    • 17 Einige Zeit danach wurde Pharao zornig auf den Obersten der Mundschenken und auf den Obersten der Bäcker und ließ sie inhaftieren. Joseph wurde beauftragt, ihnen zu dienen. Wieder lenkte Jehova den Lauf der Ereignisse. Die beiden Hofbeamten hatten Träume, die sie beunruhigten. Nachdem Joseph betont hatte, daß ‘Deutungen Sache Gottes sind’, sagte er ihnen, was die Träume bedeuteten. Genau wie Joseph gesagt hatte, wurde der Mundschenk drei Tage später, an Pharaos Geburtstag, wieder in sein Amt eingesetzt, aber der Oberste der Bäcker wurde gehängt (1. Mose 40:1-22).

      18. (a) Wie kam es dazu, daß man sich an Joseph erinnerte? (b) Worin bestanden Pharaos Träume?

      18 Obwohl Joseph den Mundschenken gebeten hatte, sich bei Pharao für ihn zu verwenden, vergingen zwei Jahre, bis er sich an Joseph erinnerte. Und das auch nur deshalb, weil Pharao in einer Nacht zweimal beunruhigende Träume hatte. Als keiner der Magie treibenden Priester des Königs ihre Bedeutung enthüllen konnte, erzählte der Mundschenk Pharao, daß Joseph Träume deuten könne. Daher ließ Pharao Joseph holen, der in Demut auf den Urheber wahrer Deutungen hinwies und sagte: „Gott wird Pharao Wohlergehen ankündigen.“ Daraufhin schilderte der Herrscher Ägyptens die Träume wie folgt:

      „Da stand ich am Ufer des Nil. Und siehe, aus dem Nil stiegen sieben Kühe herauf, fettfleischig und schön von Gestalt, und sie begannen im Nilgras zu weiden. Und siehe, da waren sieben andere Kühe, die nach ihnen heraufstiegen, gering und sehr schlecht von Gestalt und mager an Fleisch. Etwas so Schlechtes wie sie habe ich im ganzen Land Ägypten nicht gesehen. Und die hageren und schlechten Kühe begannen die sieben ersten, fetten Kühe aufzufressen. So kamen diese in ihren Bauch, und doch konnte man nicht erkennen, daß sie in ihren Bauch gekommen waren, da ihr Aussehen ebenso schlecht war wie zu Beginn. ...

      Danach sah ich in meinem Traum, und siehe, da waren sieben Ähren, die an e i n e m Halm emporkamen, voll und gut. Und siehe, da waren sieben Ähren, verdorrt, dünn, vom Ostwind versengt, die nach ihnen emporwuchsen. Und die dünnen Ähren begannen die sieben guten Ähren zu verschlingen. So legte ich es den Magie treibenden Priestern dar, doch da war keiner, der mir Bescheid gab“ (1. Mose 40:23 bis 41:24).

      19. (a) Wie bekundete Joseph Demut? (b) Welche Botschaft wurde durch die Deutung der Träume übermittelt?

      19 Welch eigenartige Träume! Wer konnte sie wohl erklären? Joseph, aber er tat es nicht zu seiner eigenen Ehre. Er sagte: „Der Traum Pharaos ist nur e i n e r. ... Was der wahre Gott tut, hat er Pharao sehen lassen.“ Dann offenbarte Joseph die kraftvolle prophetische Botschaft jener Träume:

      „Es kommen sieben Jahre mit großem Überfluß im ganzen Land Ägypten. Doch sieben Jahre der Hungersnot werden bestimmt danach anheben, und aller Überfluß im Land Ägypten wird gewiß vergessen sein, und die Hungersnot wird das Land einfach verzehren. ... Und die Tatsache, daß sich der Traum für Pharao zweimal wiederholt hat, bedeutet, daß die Sache von seiten des wahren Gottes festgesetzt ist, und der wahre Gott eilt, sie zu tun“ (1. Mose 41:25-32).

      20, 21. (a) Wie reagierte Pharao auf die Ankündigung? (b) Wie glichen sich Joseph und Jesus in dieser Hinsicht?

      20 Was konnte Pharao gegen diese drohende Hungersnot unternehmen? Joseph empfahl, daß Pharao Vorbereitungen treffen solle, indem er einen verständigen und weisen Mann über das Land setze, der den Ernteüberschuß der guten Jahre einlagern sollte. Mittlerweile hatte Pharao die außergewöhnlichen Eigenschaften Josephs erkannt. Er nahm seinen Siegelring von seiner eigenen Hand ab und tat ihn an die Hand Josephs, wodurch er ihn über das ganze Land Ägypten setzte (1. Mose 41:33-46).

      21 Joseph war dreißig Jahre alt, als er vor Pharao stand; genauso alt war Jesus Christus, als er getauft wurde und mit seinem lebensrettenden Dienst begann. Der folgende Artikel wird zeigen, wie Joseph von Jehova gebraucht wurde, um Jehovas „Hauptvermittler und Retter“ in Zeiten geistiger Hungersnot vorzuschatten, und zwar im Hinblick auf unsere heutige Zeit (Apostelgeschichte 3:15; 5:31).

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