Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • „Meine Zeit war wohl noch nicht gekommen“
    Der Wachtturm 2009 | 1. März
    • „Meine Zeit war wohl noch nicht gekommen“

      Der Fahrer eines Müllwagens verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und geriet auf den Bürgersteig. Der schwere Lkw erfasste ein Pärchen und einen 23-jährigen Mann. Wie eine New Yorker Zeitung meldete, war das Pärchen auf der Stelle tot; der junge Mann verlor das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam und sah, was passiert war, schoss ihm als Erstes durch den Kopf: „Das kann doch nicht wahr sein! Bitte, Gott, lass mich nicht sterben!“ Später meinte er: „Meine Zeit war wohl noch nicht gekommen.“

      SOLCHE Berichte hört man immer wieder. Wenn jemand einer Katastrophe nur knapp entkommt, heißt es: „Seine Zeit war noch nicht da.“ Verliert dagegen jemand bei einem außergewöhnlich tragischen Unfall das Leben, hört man oft: „Seine Zeit war gekommen.“ Oder auch: „Gott wollte es so.“ Egal ob man ein Ereignis als Fügung, Bestimmung, Schicksal oder als von Gott kommend sieht: Es läuft im Grunde auf die gleiche Überlegung hinaus, nämlich dass alles im Leben so kommt, wie es kommen muss, und dass man daran nichts ändern kann. Dieser Gedanke drängt sich vielen nicht nur bei Todesfällen oder bei Unfällen auf, auch ist er nicht neu.

      Zum Beispiel glaubte man schon im alten Babylon, dass das Geschick des Menschen von den Gestirnen und deren Bewegungen beeinflusst würde. Daher suchte man am Himmel nach Zeichen und Omen. Die Griechen und Römer beteten Schicksalsgöttinnen an, in deren Hand es lag, einem Menschen Glück oder Unglück zu bescheren. Anscheinend konnten sich diese Göttinnen damit sogar nicht selten gegen den Willen des höchsten Gottes, Zeus beziehungsweise Jupiter, durchsetzen.

      In der östlichen Welt glauben Hindus und Buddhisten, dass alles, was jemand gegenwärtig durchlebt, eine Folge dessen ist, was er in einem vorigen Leben getan hat; und das, was er im jetzigen Leben macht, bestimmt wiederum, was ihn im nächsten Leben erwartet. Solche fatalistischen Anschauungen kommen auch in anderen Religionen — so zum Beispiel in vielen christlichen Kirchen — zum Ausdruck, und zwar durch die Lehre von der Vorherbestimmung.

      Es verwundert somit nicht, dass selbst in unserer vermeintlich aufgeklärten Zeit des rationalen Denkens viele nach wie vor glauben, ihre Lebensumstände, alltägliche Ereignisse sowie die endgültige Bestimmung eines Menschen seien vom Schicksal unabänderlich festgelegt. Sehen Sie das Leben auch so? Ist tatsächlich alles vorherbestimmt — Erfolge und Misserfolge, ja sogar Geburt und Tod? Liegt unser Leben in der Hand eines Schicksals? Ein Blick in die Bibel kann diese Fragen beantworten.

  • Alles hat seine Zeit
    Der Wachtturm 2009 | 1. März
    • Alles hat seine Zeit

      „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln.“ Das sagt der weise König Salomo in der Bibel. Im Anschluss spricht er davon, dass es eine Zeit zum Geborenwerden und eine Zeit zum Sterben gibt. Eine Zeit zum Aufbauen und eine Zeit zum Niederreißen. Eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen. Schließlich stellt er die Frage: „Welchen Vorteil gibt es für den Tätigen in dem, woran er hart arbeitet?“ (Prediger 3:1-9).

      MANCHE haben aus diesen Worten geschlossen, die Bibel lehre, dass es eine im Voraus festgelegte Zeit für alles, also ein Schicksal, gibt. Lässt sich der Schicksalsglaube wirklich biblisch belegen? Da „die ganze Schrift . . . von Gott inspiriert“ ist, darf man einen Bibelvers nicht isoliert sehen, sondern nur im Gesamtbild der Bibel. Was wird denn sonst noch in Gottes Wort zu diesem Thema gesagt? (2. Timotheus 3:16).

      Faktor Zeit und Unvorhergesehenes

      An anderer Stelle im Bibelbuch Prediger schreibt Salomo: „Ich wandte mich, um unter der Sonne zu sehen, dass nicht den Schnellen der Wettlauf gehört noch den Starken die Schlacht noch auch den Weisen die Speise noch auch den Verständigen der Reichtum noch selbst denen, die Kenntnisse haben, die Gunst.“ Er erklärt auch, weshalb: „Denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle“ (Prediger 9:11).

      Statt darauf hinzuweisen, dass alles im Leben in der Hand eines Schicksals liegt, stellt Salomo hier fest, dass Menschen nie mit Bestimmtheit vorhersehen können, wie eine Sache ausgehen wird, da „Zeit und unvorhergesehenes Geschehen“ jeden trifft. Was jemandem passiert oder nicht passiert, hängt oft nur davon ab, ob er zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist oder, andersherum, zur falschen Zeit am falschen Ort.

      Greifen wir einmal die Aussage heraus, „dass nicht den Schnellen der Wettlauf gehört“. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch daran erinnern (oder hat davon gelesen), was sich bei der Olympiade 1984 im kalifornischen Los Angeles während des legendär gewordenen 3 000-Meter-Laufs der Frauen ereignete. Zwei Läuferinnen gingen mit der Hoffnung auf die Goldmedaille an den Start, die eine für Großbritannien, die andere für die USA. Doch auf halber Strecke kollidierten die beiden miteinander. Die eine stürzte zu Boden und war damit aus dem Rennen, die andere landete entnervt auf dem siebten Platz.

      War es Schicksal, dass das Rennen so ausging? Einige sehen das vielleicht so. Dass keine der beiden als Siegerin durchs Ziel ging, lag jedoch eindeutig an ihrem Zusammenstoß, etwas, womit niemand gerechnet hatte. War dann die Kollision Schicksal? Auch das könnte mancher so sehen. Berichterstatter führten den Unfall allerdings darauf zurück, dass zwei starke, einander ebenbürtige Athletinnen auf engstem Raum verbissen miteinander konkurrierten. Es war einfach so, wie die Bibel sagt: „Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle.“ Ganz gleich, wie gründlich man sich vorbereitet hat, kann doch immer etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommen. Mit Schicksal hat das nichts zu tun.

      Was ist denn nun aber damit gemeint, wenn die Bibel sagt: „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit“? Haben wir das, was letztendlich aus uns wird — unser eigenes Geschick —, vielleicht doch selbst in der Hand?

      Alles zur genau richtigen Zeit tun

      Salomo, der unter göttlicher Leitung schrieb, ging es nicht um das Schicksal des Einzelnen, sondern vielmehr darum, was Gott vorgesehen hat und wie das uns Menschen betrifft. Darauf lässt der Kontext schließen. Nachdem Salomo vieles erwähnt hat, wofür es offensichtlich „eine bestimmte Zeit“ gibt, schreibt er nämlich weiter: „Ich habe die Beschäftigung gesehen, die Gott den Menschensöhnen gegeben hat, mit der sie beschäftigt sein sollen. Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit“ (Prediger 3:10, 11).

      Salomo listet einige der vielen Beschäftigungen oder Tätigkeiten auf, die Gott uns zu tun gegeben hat. Wir haben zudem einen freien Willen von Gott bekommen, können also entscheiden, was wir tun möchten. Doch gibt es für alle Tätigkeiten auch eine rechte Zeit, eine Zeit, in der man die besten Ergebnisse erzielt. Da ist zum Beispiel „eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit, um Gepflanztes auszureißen“, wie Salomo in Prediger 3:2 erwähnt. Landwirte wissen, dass es für jede Feldfrucht eine bestimmte Pflanzzeit gibt. Kann ein Landwirt, der sich einfach darüber hinwegsetzt und dann trotz harter Arbeit kaum etwas erntet, dafür dem Schicksal die Schuld geben? Natürlich nicht! Er hat einfach nicht zur richtigen Zeit gepflanzt. Hätte er sich an die natürlichen Vorgaben des Schöpfers gehalten, dann hätte er auch Erfolg gehabt.

      Das heißt also: Gott hat weder das Schicksal jedes Einzelnen festgelegt noch, was im Einzelnen passiert. Vielmehr hat er in Übereinstimmung mit seinem Vorhaben gewisse Grundprinzipien festgelegt, denen wir Menschen unterworfen sind. Damit unsere Anstrengungen im Leben auch Erfolg haben, müssen wir das Vorhaben Gottes sowie seine Zeitvorgaben kennen und verstehen und uns danach ausrichten. Im Gegensatz zu irgendeinem Schicksal ist das göttliche Vorhaben tatsächlich festgelegt und unabänderlich. Durch den Propheten Jesaja lässt Gott uns sagen: „Mein Wort . . ., das aus meinem Mund hervorgeht[,] . . . wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewiss das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe“ (Jesaja 55:11).

      Mit dem „Wort“, das „bestimmt Erfolg haben“ wird, ist Gottes erklärtes Vorhaben mit der Erde gemeint. Wie sieht dieses Vorhaben und damit die Zukunft der Menschheit denn aus?

      Gottes Zeitvorgaben verstehen

      Salomo hilft uns da weiter. Nachdem er davon gesprochen hat, dass Gott alles „schön gemacht [hat] zu seiner Zeit“, sagt er: „Auch die unabsehbare Zeit hat er in ihr Herz gelegt, damit der Mensch das Werk nie herausfinde, das der wahre Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende.“ In der Übersetzung von Schlachter wird der Vers so wiedergegeben: „Auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt — nur dass der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann“ (Prediger 3:11).

      Über diese Textpassage ist schon viel geschrieben worden. Auf alle Fälle kann man sagen, dass in jedem von uns früher oder später einmal die Frage auftaucht, wozu wir eigentlich leben und was am Ende aus uns wird. Wie die Geschichte zeigt, hat der Mensch es seit jeher schwer akzeptieren können, dass man sich sein Leben lang immer nur abmüht, bloß damit der Tod dann alles zunichtemacht. Was den Menschen vom Tier unterscheidet, ist, dass sich sein Denken nicht nur um das Hier und Heute dreht, sondern er denkt auch an sein Lebensende und sogar noch weiter. Er sehnt sich nach endlosem Leben, einem Leben, das nie aufhört. Und weshalb? Weil, so die Bibel, Gott dem Menschen „die Ewigkeit ins Herz gelegt“ hat.

      Die Sehnsucht nach endlosem Leben hat auch in der Vorstellung vom Leben nach dem Tod Ausdruck gefunden. Nach Ansicht mancher gibt es etwas im Menschen, das nach dem Tod weiterlebt. Andere glauben, dass man in immer neuen Leben endlos wiedergeboren wird. Und wieder andere denken eben, dass alles im Leben durch Schicksal oder göttliche Vorsehung bestimmt wird und man selbst nichts daran ändern kann. Leider ist keines dieser Gedankengebäude wirklich zufriedenstellend. Denn schließlich steht nach der Bibel fest, dass der Mensch durch eigene Anstrengungen nie „das Werk“ herausfinden wird, „das der wahre Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende“.

      Im Lauf der Geschichte hat es schon so manchen Denker und Philosophen verzweifeln lassen, dass er sehnlichst eine Antwort gesucht hat, aber keine finden konnte. Wenn Gott uns doch die Sehnsucht, ewig zu leben, ins Herz gelegt hat, wäre es da nicht logisch, ihn zu fragen? Schließlich sagt die Bibel über Jehova: „Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden“ (Psalm 145:16). Gottes Wort, die Bibel, enthält absolut zufriedenstellende Erklärungen zum Thema Leben und Tod und darüber, was Gott für die Erde und uns Menschen auf ewig vorgesehen hat (Epheser 3:11).

      [Herausgestellter Text auf Seite 5]

      Nicht den Schnellen gehört der Wettlauf — nach Prediger 9:11

      [Herausgestellter Text auf Seite 6]

      Kann ein Landwirt, der nicht zur richtigen Zeit gepflanzt hat, seine Missernte aufs Schicksal schieben?

      [Herausgestellter Text auf Seite 7]

      Weil Gott uns „die Ewigkeit . . . ins Herz gelegt“ hat, machen wir uns Gedanken über Leben und Tod

  • Eine Zeit, sich zu entscheiden
    Der Wachtturm 2009 | 1. März
    • Eine Zeit, sich zu entscheiden

      „Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie“ (1. Mose 1:27).

      ES GIBT vieles, was Gott „schön gemacht [hat] zu seiner Zeit“, aber was hier auf den ersten Seiten der Bibel beschrieben wird, gehört mit zum Allerschönsten: Gott brachte zwei vollkommene Menschen ins Dasein, Adam und Eva (Prediger 3:11). Als Schöpfer gab Jehova Gott ihnen den Auftrag: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie euch, und haltet euch die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt“ (1. Mose 1:28).

      Mit diesen Worten ließ Gott das erste Paar wissen, was er vorhatte: Sie sollten Kinder bekommen und sich um die Erde kümmern, sie für sich und ihre Nachkommen komplett in ein Paradies umwandeln. Von einer im Voraus festgelegten „Zeit zum Sterben“ war nicht die Rede. Stattdessen lag eine herrliche Zukunft vor ihnen: ein endloses Leben in Glück und Frieden — sie brauchten nur die richtigen Entscheidungen zu treffen und mit Gott in Harmonie zu leben.

      Sie trafen leider schlechte Entscheidungen, mit der Folge, dass kein Mensch von Alter und Tod verschont bleibt. Oder wie der Patriarch Hiob es ausdrückte: „Der Mensch, von einer Frau geboren, ist kurzlebig und mit Erregung gesättigt“ (Hiob 14:1). Was war schiefgegangen?

      Die Bibel erklärt, dass „durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten“ (Römer 5:12). Bei diesem „e i n e n Menschen“ handelt es sich ganz klar um Adam. Er entschied sich mit Absicht dagegen, Jehovas einfaches, aber unmissverständliches Gebot einzuhalten (1. Mose 2:17). Damit verspielte er für sich das ewige Leben im Paradies auf der Erde und gleichzeitig für seine Nachkommen ein unsagbar wertvolles Erbe. Stattdessen gab er ihnen die Verurteilung zu Sünde und Tod mit auf den Weg. Alles war verloren — oder etwa doch nicht?

      Eine Zeit der Erneuerung

      Jahrtausende später wurde ein Psalmenschreiber von Gott zu der Aussage veranlasst: „Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:29). Als Zusicherung dafür, dass alles so kommen wird, wie im Garten Eden versprochen, findet man in der Bibel sogar eine wunderschöne Beschreibung, was Gott in gar nicht mehr allzu ferner Zeit tun wird: „Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ Dann fügt Gott persönlich hinzu: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu“ (Offenbarung 21:4, 5).

      Die Frage ist natürlich: Wann ist es so weit? Schließlich gibt es ja für alles eine bestimmte Zeit. Also wann wird alles neu gemacht und Gottes wunderbare Verheißung wahr werden? Jehovas Zeugen, die Herausgeber dieser Zeitschrift, bemühen sich schon seit Langem, darüber zu informieren, dass die „letzten Tage“, von denen die Bibel spricht, jetzt da sind und dass damit die Zeit nahe ist, in der Gott „alle Dinge neu“ machen wird (2. Timotheus 3:1). Wir legen jedem dringend ans Herz, sich mit Gottes Wort auseinanderzusetzen. Lernen Sie noch mehr über die herrliche Zukunft kennen, die auch Ihre sein kann! Und folgen Sie doch bitte der Einladung: „Sucht Jehova, während er sich finden lässt. Ruft ihn an, während er sich als nahe erweist“ (Jesaja 55:6). Nicht irgendein Schicksal bestimmt über Sie, sondern Sie haben Ihr Leben und Ihre ewige Zukunft selbst in der Hand.

      [Herausgestellter Text auf Seite 8]

      „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen