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  • Beweise Eifer für die wahre Anbetung
    Der Wachtturm 2010 | 15. Dezember
    • Beweise Eifer für die wahre Anbetung

      12, 13. (a) Was haben die Geistlichen der Christenheit dem Namen Gottes angetan? (b) Wie stehen sie zu Gottes Königreich?

      12 Die religiöse Situation heute ist ähnlich, wenn nicht gar schlimmer als in Jesu Tagen. Hierzu ein Beispiel: Jesus setzte den Namen Gottes an die erste Stelle, als er seine Nachfolger beten lehrte: „Dein Name werde geheiligt“ (Mat. 6:9). Kann man sagen, dass die Geistlichen, speziell innerhalb der Christenheit, die Menschen mit dem Namen Gottes vertraut machen und sie anhalten, diesen Namen zu heiligen oder zu ehren? Im Gegenteil. Sie lehren die Dreieinigkeit, die Unsterblichkeit der Seele und das Höllenfeuer und liefern so ein völlig verzerrtes Bild von Gott. Er wird dadurch als mysteriös, unergründlich, grausam, ja sogar sadistisch hingestellt. Auch durch ihre Skandale und ihre Heuchelei bereiten sie Gott Schande. (Lies Römer 2:21-24.) Hinzu kommt noch, dass sie alles daransetzen, den Namen Gottes totzuschweigen, und ihn sogar aus ihren Bibeln streichen. Damit hindern sie die Menschen daran, Gott näherzukommen und ein persönliches Verhältnis zu ihm aufzubauen (Jak. 4:7, 8).

      13 Jesus lehrte seine Nachfolger außerdem, um Gottes Königreich zu beten: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde“ (Mat. 6:10). Geistliche wiederholen dieses Gebet zwar immer und immer wieder, fordern aber dennoch dazu auf, politische und andere menschliche Organisationen zu unterstützen. Gleichzeitig belächeln sie diejenigen, die dieses Königreich voller Engagement predigen. Mittlerweile ist das Reich Gottes kaum noch ein Gesprächsthema unter Kirchgängern, geschweige denn etwas, woran sie glauben.

      14. Wie haben die Geistlichen Gottes Wort verwässert?

      14 In einem Gebet sagte Jesus unmissverständlich: „Dein Wort ist Wahrheit“ (Joh. 17:17). Und bevor er den irdischen Schauplatz verließ, sprach er davon, einen „treuen und verständigen Sklaven“ einzusetzen, der seine Nachfolger mit geistiger Speise versorgen sollte (Mat. 24:45). Die Geistlichen beanspruchen zwar, Gottes Wort zu vertreten, haben aber als Verwalter der Habe des Herrn kläglich versagt. Sie sind schnell dabei, biblische Berichte ins Reich der Sagen zu verbannen. Statt dafür zu sorgen, dass ihre Schäfchen geistig wohlgenährt sind, ihnen also Trost und Bibelwissen zu vermitteln, kitzeln sie ihnen die Ohren mit menschlichen Philosophien. Auch verwässern sie Gottes Moralgesetze, um der sogenannten neuen Moral Vorschub zu leisten (2. Tim. 4:3, 4).

      15. Wie empfindest du das, was die Geistlichen dem Namen Gottes angetan haben?

      15 Viele aufrichtige Menschen sind ernüchtert und glauben überhaupt nicht mehr an Gott und sein Wort, wenn sie sehen, was im Namen des Gottes der Bibel alles geschehen ist. Sie sind Satan und seinem verdorbenen System aufgesessen. Wie empfindest du als Diener Jehovas, wenn du das Tag für Tag mitbekommst? Wenn du siehst, wie der Name Gottes mit Schimpf und Schande überhäuft wird? Möchtest du dann nicht alles in deiner Macht Stehende tun, um die Sache richtigzustellen? Wenn du siehst, wie grundanständige Menschen belogen und betrogen werden, drängt es dich dann nicht, ihnen Trost und Erleichterung zu bringen? Als Jesus sah, dass die Leute um ihn herum „zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“, fühlte er nicht nur Mitleid mit ihnen, sondern „fing an, sie viele Dinge zu lehren“ (Mat. 9:36; Mar. 6:34). Wir haben wirklich allen Grund, wie Jesus Eifer für die wahre Anbetung zu beweisen.

      16, 17. (a) Mit welcher Motivation sollten wir uns in unserem Dienst anstrengen? (b) Worum geht es im nächsten Artikel?

      16 Wenn wir unseren Dienst so sehen, nehmen die Worte von Paulus in 1. Timotheus 2:3, 4 für uns an Bedeutung zu. (Lies.) Wir strengen uns dann nicht nur deswegen in unserem Dienst an, weil wir in den letzten Tagen leben, sondern vor allem, weil Gott es so möchte. Sein Wille ist, dass möglichst viele Menschen die Wahrheit kennenlernen, damit auch sie ihn anbeten, ihm dienen und von ihm gesegnet werden. Dieses Bewusstsein treibt uns an. Unsere Motivation wird nicht in erster Linie von einem Zeitfaktor bestimmt, sondern von dem Wunsch, Gottes Namen zu ehren und den Menschen seinen Willen zu erklären. Die Triebfeder unseres Handelns ist Eifer für die wahre Anbetung (1. Tim. 4:16).

      17 Als Jehovas Volk sind wir in der glücklichen Lage, genau zu wissen, was Gott mit der Menschheit und der Erde vorhat. Wir haben die Mittel in der Hand, anderen zu einem glücklichen Leben und einer echten Zukunftsperspektive zu verhelfen. Wir können ihnen zeigen, wo sie Sicherheit finden, bevor Satans System vernichtet wird (2. Thes. 1:7-9). Statt also frustriert oder entmutigt zu sein, weil sich der Tag Jehovas zu verzögern scheint, können wir uns freuen, dass uns noch Zeit bleibt, Eifer für die wahre Anbetung zu beweisen (Mi. 7:7; Hab. 2:3).

  • „Jetzt ist die besonders annehmbare Zeit“
    Der Wachtturm 2010 | 15. Dezember
    • „Jetzt ist die besonders annehmbare Zeit“

      „Seht! Jetzt ist die besonders annehmbare Zeit. Seht! Jetzt ist der Tag der Rettung“ (2. KOR. 6:2).

      1. Wonach sollten sich unsere Prioritäten richten?

      „FÜR alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln“ (Pred. 3:1). Salomo betonte hier, dass es wichtig ist, für jede lohnende Tätigkeit — ob pflanzen, ernten, reisen, Geschäfte treiben oder auch nur miteinander reden — die günstigste Zeit herauszufinden. Man muss aber auch wissen, was wann Vorrang hat. Das heißt, man muss sich darüber im Klaren sein, wo gerade die Prioritäten liegen.

      2. Was war Jesus absolut klar, als er auf der Erde lebte?

      2 Jesus war sich auf der Erde absolut bewusst, in was für einer Zeit er lebte und worin seine Aufgaben bestanden. Da er seine Prioritäten klar vor Augen hatte, wusste er, dass die lang ersehnte Zeit da war, in der sich viele messianische Prophezeiungen erfüllen sollten (1. Pet. 1:11; Offb. 19:10). Seine Aufgabe bestand darin, zu beweisen, dass er der angekündigte Messias war. Er musste ein gründliches Zeugnis für das Königreich ablegen und diejenigen einsammeln, die mit ihm zusammen dieses Königreich erben sollten. Auch musste er die Grundlage für die Christenversammlung legen, die bis an die Enden der Erde predigen und Jünger machen sollte (Mar. 1:15).

      3. Wie wirkte es sich auf Jesu Handeln aus, dass ihm die Dringlichkeit der Zeit bewusst war?

      3 Dieses Bewusstsein brachte Dynamik in Jesu Leben, sodass er voller Eifer den Willen seines Vaters tat. Er sagte zu seinen Jüngern: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende“ (Luk. 10:2; Mal. 4:5, 6). Jesus wählte zunächst 12, dann 70 Jünger aus, gab ihnen konkrete Anweisungen und schickte sie mit der aufrüttelnden Botschaft auf den Weg: „Das Königreich der Himmel hat sich genaht.“ Über ihn selbst lesen wir: „Als Jesus nun mit den Anweisungen an seine zwölf Jünger zu Ende gekommen war, brach er von dort auf, um in ihren Städten zu lehren und zu predigen“ (Mat. 10:5-7; 11:1; Luk. 10:1).

      4. Wie ahmte Paulus Jesus Christus nach?

      4 Jesus gab allen seinen Nachfolgern ein perfektes Beispiel, was Eifer und Hingabe betrifft. Genau das hatte der Apostel Paulus im Sinn, als er seine Glaubensbrüder aufforderte: „Werdet meine Nachahmer, so wie ich Christi Nachahmer bin“ (1. Kor. 11:1). Wie ahmte er Jesus Christus nach? Vor allem dadurch, dass er beim Predigen der guten Botschaft keine Mühe scheute. In seinen Briefen an die Versammlungen finden wir Formulierungen wie „Seid nicht saumselig in euren Geschäften“, „Dient als Sklaven für Jehova“, „Seid allezeit reichlich beschäftigt im Werk des Herrn“ und „Was immer ihr tut, arbeitet daran mit ganzer Seele als für Jehova“ (Röm. 12:11; 1. Kor. 15:58; Kol. 3:23). Paulus vergaß nie, wie ihm der Herr Jesus Christus auf der Straße nach Damaskus begegnete und was ihm der Jünger Ananias im Namen Jesu mitgeteilt haben muss: „Dieser Mann ist mir ein auserwähltes Gefäß, um meinen Namen sowohl zu den Nationen als auch zu Königen und den Söhnen Israels zu tragen“ (Apg. 9:15; Röm. 1:1, 5; Gal. 1:16).

      „Die besonders annehmbare Zeit“

      5. Was motivierte Paulus, mit Eifer zu predigen?

      5 Beim Lesen der Apostelgeschichte fällt einem immer wieder auf, mit wie viel Mut und Eifer Paulus predigte (Apg. 13:9, 10; 17:16, 17; 18:5). Ihm war bewusst, dass er in einer bedeutsamen Zeit lebte. Er sagte: „Seht! Jetzt ist die besonders annehmbare Zeit. Seht! Jetzt ist der Tag der Rettung“ (2. Kor. 6:2). Eine „annehmbare Zeit“ gab es bereits im Jahr 537 v. u. Z., als die Juden aus dem Babylonischen Exil nach Hause zurückkehrten (Jes. 49:8, 9). Aber worauf bezog Paulus diese Worte? Das erfahren wir aus dem Kontext.

      6, 7. Welche große Ehre haben die gesalbten Christen heute, und wer arbeitet mit ihnen zusammen?

      6 Im selben Brief hatte Paulus bereits über eine große Ehre gesprochen, die ihm und allen anderen gesalbten Christen verliehen worden war. (Lies 2. Korinther 5:18-20.) Er erklärte, dass Gott ihnen eine bestimmte Aufgabe übertragen hatte, nämlich „den Dienst der Versöhnung“ durchzuführen. Sie sollten die Menschen bitten: „Werdet versöhnt mit Gott.“ Das bedeutet, die Freundschaft und den Frieden mit Gott wiederherzustellen.

      7 Seit der Rebellion im Garten Eden ist die Menschheit von Jehova entfremdet; sie ist durch eine große Kluft von ihm getrennt (Röm. 3:10, 23). Diese Entfremdung hat sie in eine geistige Finsternis stürzen lassen — mit Leid und Tod als Begleiterscheinungen. Paulus schrieb: „Wir wissen, dass die gesamte Schöpfung zusammen fortgesetzt seufzt und zusammen in Schmerzen liegt bis jetzt“ (Röm. 8:22). Doch Gott hat die Initiative ergriffen und drängt, ja „bittet“ die Menschen regelrecht, zu ihm zurückzukehren oder mit ihm versöhnt zu werden. Diese Aufgabe vertraute er Paulus und den Gesalbten seiner Tage an. Die „annehmbare Zeit“ konnte für jeden, der an Jesus glaubte, zu einem „Tag der Rettung“ werden. Alle gesalbten Christen und ihre Unterstützer, die „anderen Schafe“, ermuntern die Menschen nach wie vor, die „annehmbare Zeit“ zu nutzen (Joh. 10:16).

      8. Was macht den Aufruf zur Versöhnung so bemerkenswert?

      8 Noch bedeutsamer wird der Aufruf zur Versöhnung, wenn man bedenkt, dass der Vertrauensbruch ja einseitig war — verursacht durch die Rebellion des Menschen im Garten Eden. Dennoch ergriff Gott die Initiative, die Kluft zu schließen (1. Joh. 4:10, 19). Wie? Paulus erklärte, dass „Gott durch Christus eine Welt mit sich versöhnte, indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete, und er hat uns das Wort der Versöhnung anvertraut“ (2. Kor. 5:19; Jes. 55:6).

      9. Wie reagierte Paulus auf Gottes Barmherzigkeit?

      9 Durch das Loskaufsopfer hat Jehova allen, die daran glauben, ermöglicht, dass ihre Verfehlungen vergeben werden und sie in ein freundschaftliches, friedliches Verhältnis zu ihm zurückkehren. Außerdem hat er seine Abgesandten geschickt, damit sie die Menschen überall dazu aufrufen, Frieden mit ihm zu schließen, solange noch Zeit ist. (Lies 1. Timotheus 2:3-6.) Paulus verbrauchte sich völlig für „den Dienst der Versöhnung“, da er Gottes Willen klar erkannte und wusste, in was für einer Zeit er lebte. Gottes Wille hat sich nicht geändert. Jehova reicht den Menschen immer noch die Hand. Die Worte des Paulus „Jetzt ist die besonders annehmbare Zeit“ und „Jetzt ist der Tag der Rettung“ gelten nach wie vor. Was für ein barmherziger und mitfühlender Gott Jehova doch ist! (2. Mo. 34:6, 7).

      Nicht den „Zweck verfehlen“

      10. Was bedeutete „der Tag der Rettung“ für die Gesalbten damals wie heute?

      10 Von dieser unverdienten Güte profitierten als Erstes diejenigen, die „in Gemeinschaft mit Christus“ sind — die Gesalbten (2. Kor. 5:17, 18). Für sie begann „der Tag der Rettung“ zu Pfingsten 33 u. Z. Damals wurde ihnen die Aufgabe anvertraut, „das Wort der Versöhnung“ zu verkünden. Die Gesalbten auf der Erde sind bis heute im „Dienst der Versöhnung“ aktiv. Ihnen ist bewusst, dass die vier Engel aus der Vision des Johannes „die vier Winde der Erde festhalten, damit kein Wind über die Erde . . . wehe“. Wir leben also immer noch am „Tag der Rettung“ und in der „besonders annehmbaren Zeit“ (Offb. 7:1-3). Das ist auch der Grund, weshalb sich die Gesalbten seit Anfang des 20. Jahrhunderts mit Eifer darum bemühen, „den Dienst der Versöhnung“ bis an die Enden der Erde auszuweiten.

      11, 12. Wie bewiesen die gesalbten Christen Anfang des 20. Jahrhunderts, dass ihnen die Dringlichkeit der Zeit bewusst war? (Siehe Bild auf Seite 15.)

      11 Um die Jahrhundertwende waren C. T. Russell und seine Gefährten „fest davon überzeugt, dass sie in einer Zeit der Ernte lebten und dass die Menschen die befreiende Wahrheit hören mussten“ (Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes). Da sie diese Erntezeit oder „besonders annehmbare Zeit“ deutlich vor Augen hatten, begnügten sie sich nicht damit, die Leute einfach nur zu Gottesdiensten einzuladen, wie es die Geistlichen seit eh und je taten. Sie ließen sich etwas einfallen, um die gute Botschaft weit und breit bekanntzumachen. Unter anderem nutzten sie die modernste Technik, um das Werk voranzubringen.

      12 Diese Handvoll eifrige Prediger machten die gute Botschaft vom Königreich mit Traktaten, Broschüren, Zeitschriften und Büchern publik. Auch ließen sie in Tausenden von Zeitungen Predigten und religiöse Artikel veröffentlichen. Ihre biblischen Rundfunkprogramme wurden von nationalen und internationalen Sendern ausgestrahlt. In einer Zeit, als der Tonfilm noch in den Kinderschuhen steckte, produzierten sie bereits Filmsequenzen, die mit Tonaufnahmen synchronisiert waren. Welche Ergebnisse brachte dieser unermüdliche Eifer? Heute gibt es rund 7 Millionen, die auf diese Botschaft reagiert haben und selbst auch den Aufruf ergehen lassen: „Werdet versöhnt mit Gott.“ Die Diener Jehovas der Jahrhundertwende bewiesen trotz ihrer begrenzten Möglichkeiten beispielhaften Eifer.

      13. Welche Absicht Gottes möchten wir unterstützen?

      13 Die Aussage von Paulus „Jetzt ist die besonders annehmbare Zeit“ ist immer noch aktuell. Wir, die wir Jehovas unverdiente Güte erfahren haben, sind dankbar, dass wir diese Versöhnungsbotschaft hören und annehmen durften. Statt uns jedoch zufrieden zurückzulehnen, kommen wir der inständigen Bitte des Paulus nach, „nicht die unverdiente Güte Gottes anzunehmen und ihren Zweck zu verfehlen“ (2. Kor. 6:1). Der Zweck der unverdienten Güte Gottes ist, durch Christus eine Welt mit sich zu versöhnen (2. Kor. 5:19).

      14. Welche Entwicklung ist in vielen Ländern zu beobachten?

      14 Die meisten Menschen sind nach wie vor von Gott entfremdet und kennen den Zweck der unverdienten Güte Gottes nicht, da sie von Satan verblendet sind (2. Kor. 4:3, 4; 1. Joh. 5:19). In einer Welt, mit der es immer mehr bergab geht, horchen jedoch viele auf, wenn sie erfahren, dass die Entfremdung von Gott die Wurzel allen Übels ist. Selbst in Ländern, in denen die meisten auf unsere Tätigkeit bisher gleichgültig reagiert haben, hören inzwischen etliche auf die gute Botschaft und wollen mit Gott versöhnt werden. Sind wir uns bewusst, dass jetzt die Zeit ist, mit noch mehr Eifer die Bitte zu äußern: „Werdet versöhnt mit Gott“?

      15. Was bringen wir den Menschen statt einer reinen „Streichelbotschaft“?

      15 Unser Auftrag besteht nicht einfach darin, den Menschen zu sagen, sie sollen sich mit ihren Problemen an Gott wenden und alles wird gut. Viele gehen nur in die Kirche, weil sie genau das hören wollen, und die Kirchen kommen diesem Wunsch entgegen (2. Tim. 4:3, 4). Unser Dienst verfolgt einen anderen Zweck. Wir verkündigen die gute Botschaft, dass Jehova in seiner Liebe bereit ist, unsere Verfehlungen durch Christus zu vergeben. So kann sich für jeden, der möchte, die trennende Kluft schließen, und er kann mit Gott versöhnt werden (Röm. 5:10; 8:32). Allerdings geht „die besonders annehmbare Zeit“ bald zu Ende.

      „Seid glühend im Geist“

      16. Woher nahm Paulus seinen Mut und Eifer?

      16 Wie können wir denn Eifer für die wahre Anbetung entwickeln und in uns lebendig erhalten? Manche von uns sind eher schüchtern oder zurückhaltend und es fällt ihnen schwer, auf andere zuzugehen. Doch Eifer ist nicht einfach etwas, was sich durch übersprudelnde Gefühlsäußerungen zeigt oder was einem in die Wiege gelegt wird. Was das Geheimnis echten Eifers ist, machte Paulus deutlich, als er seine Glaubensbrüder aufforderte: „Seid glühend im Geist“ (Röm. 12:11). Paulus predigte vor allem deswegen so mutig und ausdauernd, weil Jehovas Geist in ihm wirkte. In den über 30 Jahren von seiner Berufung durch Jesus bis zur letzten Haft und dem Märtyrertod in Rom ließ sein Eifer nie nach. Er vertraute immer auf Gott, der ihm durch seinen Geist Kraft gab. „Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht“, sagte er (Phil. 4:13). Was für ein gutes Beispiel für uns!

      17. Wie können wir „glühend im Geist“ bleiben?

      17 Das Wort „glühend“ bedeutet wörtlich „kochend“ (Kingdom Interlinear). Um Wasser am Kochen zu halten, braucht man eine ständige Wärmezufuhr. Genauso ununterbrochen muss Gottes Geist fließen, damit wir „glühend im Geist“ bleiben. Nutzen wir deshalb alle Mittel, durch die Jehova unseren Glauben stärkt. Dazu gehört die gemeinsame Anbetung Jehovas als Familie und als Versammlung. Vernachlässigen wir auf keinen Fall das persönliche Bibelstudium, das Familienstudium, das Gebet oder unsere Zusammenkünfte, denn nur so haben wir genug Feuer, um glühend oder kochend im Geist zu bleiben. (Lies Apostelgeschichte 4:20; 18:25.)

      18. Auf welches Ziel sollten wir uns als Gott hingegebene Christen konzentrieren?

      18 Wer etwas mit Hingabe tut, konzentriert sich ganz auf ein bestimmtes Ziel und lässt sich nicht so leicht ablenken oder entmutigen. Als Gott hingegebene Christen besteht unser Ziel darin, wie Jesus alles zu tun, was Jehova von uns wünscht (Heb. 10:7). Jehova möchte, dass so viele wie möglich mit ihm versöhnt werden. Setzen wir uns also wie Jesus und Paulus voller Eifer in dem wichtigsten, ja dringlichsten Werk ein, das es heute zu tun gibt.

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