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Gott ist es, „der es wachsen lässt“Der Wachtturm 2008 | 15. Juli
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Gott ist es, „der es wachsen lässt“
‘Weder der Pflanzende ist etwas noch der Begießende, sondern Gott, der es wachsen lässt’ (1. KOR. 3:7).
1. Bei welcher Aufgabe sind wir „Gottes Mitarbeiter“?
JEDER von uns darf „Gottes Mitarbeiter“ sein, wie der Apostel Paulus es ausdrückte — wirklich eine große Ehre! (Lies 1. Korinther 3:5-9.) Es geht dabei um das Jüngermachen. Paulus verglich diese lebenswichtige Aufgabe mit Pflanzen und Begießen. Der Erfolg ist aber von Jehova abhängig. Wie Paulus klarmacht, ist er nämlich derjenige, „der es wachsen lässt“.
2. Wie hilft uns der Gedanke, dass Gott es wachsen lässt, unseren Dienst richtig einzuschätzen?
2 Dieser Gedanke hilft uns, bescheiden zu bleiben und unseren Dienst richtig einzuschätzen. Wir können fleißig predigen und lehren, aber alle Ehre für das, was daraus erwächst, steht letztlich Jehova zu. Warum? So sehr wir uns auch anstrengen — keiner von uns versteht genau, wie das Wachstum vor sich geht, und steuern können wir es schon gar nicht. König Salomo brachte es auf den Punkt, wenn er sagte: „Du [kennst] nicht das Werk des wahren Gottes, der alle Dinge tut“ (Pred. 11:5).
3. Warum lässt sich das Jüngermachen mit dem Aussäen von Samen vergleichen?
3 Ist es ein Grund, frustriert zu sein, dass wir nicht genau verstehen können, wie das Wachstum vor sich geht? Im Gegenteil, das macht die Aufgabe gerade so begeisternd und faszinierend! König Salomo sagte: „Am Morgen säe deinen Samen, und bis zum Abend lass deine Hand nicht ruhen; denn du weißt nicht, wo dies Erfolg haben wird, entweder hier oder dort, oder ob beides gleicherweise gut sein wird“ (Pred. 11:6). Genau so geht es uns ja, wenn wir buchstäblich Samen aussäen: Wir wissen nicht, ob er aufgehen wird und, wenn ja, wo. Auf viele der dafür entscheidenden Faktoren haben wir überhaupt keinen Einfluss. So ähnlich verhält es sich mit dem Jüngermachen.
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Gott ist es, „der es wachsen lässt“Der Wachtturm 2008 | 15. Juli
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8. (a) Wen stellt der Sämann dar? (b) Warum fallen die Ergebnisse der Predigttätigkeit oft unterschiedlich aus?
8 Wen stellt der Sämann dar? „Gottes Mitarbeiter“, die die gute Botschaft vom Königreich verkündigen. Wie Paulus und Apollos pflanzen und begießen sie, aber trotz ihrer harten Arbeit fallen die Ergebnisse oft ganz unterschiedlich aus. Woran liegt das? Es liegt am unterschiedlichen Herzenszustand derer, die die Botschaft hören. Der Sämann im Gleichnis hat keinen Einfluss auf diese Ergebnisse. Ist das nicht ein großer Trost, vor allem für unsere treuen Brüder und Schwestern, die über viele Jahre — manchmal Jahrzehnte — praktisch ohne sichtbaren Erfolg hart gearbeitet haben?a Ganz bestimmt! Warum ist das so tröstlich?
9. Welche tröstlichen Gedanken hoben sowohl der Apostel Paulus als auch Jesus Christus hervor?
9 Wie treu ein Sämann seinen Auftrag erfüllt hat, ist nicht an den Ergebnissen seiner Arbeit zu messen. Paulus deutet das mit den Worten an, dass „jeder seinen eigenen Lohn gemäß seiner eigenen mühevollen Arbeit empfangen“ wird (1. Kor. 3:8). Der Lohn entspricht also der mühevollen Arbeit, nicht den Ergebnissen dieser Arbeit. Jesus machte das ebenfalls deutlich, als die Jünger von einer Predigtreise zurückkamen, überglücklich darüber, dass ihnen die Dämonen in seinem Namen unterworfen worden waren. So begeisternd das auch gewesen sein muss, sagte Jesus aber: „Freut euch nicht darüber, dass euch die Geister unterworfen werden, sondern freut euch, weil eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind“ (Luk. 10:17-20). Ein Sämann, der als Ergebnis seiner Arbeit kein besonderes Wachstum zu sehen bekommt, war deshalb nicht unbedingt weniger fleißig oder weniger treu als andere. Wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse hat der Herzenszustand des Hörers. Und letzten Endes ist es dann Gott, der es wachsen lässt.
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Gott ist es, „der es wachsen lässt“Der Wachtturm 2008 | 15. Juli
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a Beispiele dafür sind die Tätigkeit von Bruder Georg Fjölnir Lindal in Island (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2005, Seite 210, 211) und die Erfahrungen treuer Brüder, die jahrelang unermüdlich in Irland tätig waren, ohne unmittelbare Ergebnisse zu erzielen (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988, Seite 82—99).
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