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Gefahren hielten sie nicht davon ab, Jehova zu dienenJahrbuch der Zeugen Jehovas 2017
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Der falschen Religion den Rücken gekehrt
Babilina Charatischwili war den größten Teil ihres Lebens ein überzeugtes Mitglied der georgisch-orthodoxen Kirche. Als sie in den Dreißigern war, zog sie von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und erzählte den Menschen, wie die „Heiligen“ gelebt haben.
Aber Babilina wollte mehr über Gott erfahren. Somit beschloss sie irgendwann, Vorlesungen eines Seminars der georgisch-orthodoxen Kirche zu besuchen. Dabei zeigte ein Geistlicher den Zuhörern einmal das Buch Erkenntnis, die zu ewigem Leben führt. Er empfahl ihnen, sich ein Exemplar bei Jehovas Zeugen zu besorgen, und sagte: „Dieses Buch kann Ihnen eine Menge über Gott beibringen.“
Das erschütterte Babilina. Sie war Jehovas Zeugen doch immer aus dem Weg gegangen — und jetzt empfahl sogar ein Geistlicher deren Bücher! Da dachte sie: „Wenn ich zu den Zeugen Jehovas gehen soll, um mehr über Gott zu lernen, was mache ich dann hier?“ Also nahm sie sofort Kontakt zu Brüdern in der Stadt Poti auf und begann die Bibel zu studieren.
Als sie dann die Bibel besser kennenlernte, nahm sie wichtige Veränderungen in ihrem Leben vor. Sie sagte einmal: „Ich sah mit eigenen Augen, was in der Bibel steht: Es ist falsch, Bilder zu verehren. Da wollte ich nichts mehr mit irgendwelchem Götzendienst zu tun haben. Damit aufzuhören war einfach das Richtige, da war ich mir sicher.“ Sie entschied sich, eine Zeugin Jehovas zu werden — mit fast 80 Jahren.
Babilina erzählte ihrer Enkelin Isabela von der biblischen Wahrheit
Leider wurde Babilina im Jahr 2001 krank und starb, bevor sie getauft werden konnte. Doch später ließ sich ihre Enkelin Isabela taufen und dient bis heute treu Jehova.
Sie wollte eigentlich Nonne werden
Eliso Dsidsischwili entschied sich, Nonne zu werden, als sie 28 war. Da es in der Nähe ihrer Heimatstadt Tqibuli kein Kloster gab, zog sie 2001 nach Tiflis. Während sie darauf wartete, im Kloster angenommen zu werden, fand sie eine Teilzeitstelle als Lehrerin. Es stellte sich heraus, dass die Mutter einer ihrer Schülerinnen eine Zeugin Jehovas namens Nunu war.
Eliso erzählt: „Wir sprachen oft über die Bibel. Dabei verteidigte ich die orthodoxe Religion heftig, aber Nunu zeigte mir geduldig einen Bibelvers nach dem anderen. Eines Tages schlug sie vor, mir etwas aus der Broschüre Was erwartet Gott von uns? vorzulesen. Als wir die Absätze lasen und die Bibeltexte aufschlugen, wurde mir klar, dass die Bilderanbetung ein direkter Verstoß gegen Gottes Gebot ist.“
Später ging Eliso zur Kirche, um dem Priester einige Fragen zu stellen. Aus seinen Antworten ging klar hervor, dass die Kirchenlehren sich nicht auf die Bibel stützten (Mar. 7:7, 8). Das überzeugte Eliso: Bei Jehovas Zeugen hatte sie wirklich die biblische Wahrheit gefunden. Daher begann sie sofort ein Bibelstudium und ließ sich schon bald taufen.
Eliso Dsidsischwili (links), die Nonne werden wollte, und Nunu Kopaliani (rechts)
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