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  • „Ich wollte doch nur meine Post holen“
    Erwachet! 2011 | Juni
    • Ein Beispiel: Hafeni wurde in Sambia geboren; seine Jugend verbrachte er in Flüchtlingslagern verschiedener Nachbarländer. „Ich kochte vor Wut, weil man meine Familie und andere so brutal und unfair behandelt hat“, berichtet er. Damals schloss er sich derselben militanten Organisation an, zu der schon seine Eltern gehört hatten.

      Rückblickend erzählt Hafeni weiter: „Das Schlimmste an der ganzen Situation waren die emotionalen Wunden des Lebens als Flüchtling. Viele Kinder wurden von ihren Müttern, Vätern und Geschwistern getrennt. Wer alt genug war, wurde in den Kampf geschickt. Viele von ihnen kamen nicht mehr zurück. Meinen Vater habe ich nie gesehen, noch nicht einmal auf einem Foto. Alles, was ich von ihm wusste, war, dass er bei den Kämpfen getötet wurde. Das sitzt so tief, das vergisst man nie.“

  • Warum sie zur Gewalt greifen
    Erwachet! 2011 | Juni
    • JOSEBA aus Spanien wurde gefragt, warum er sich einer militanten Gruppierung angeschlossen hatte. Seine Antwort: „Wir wurden damals massiv unterdrückt und ungerecht behandelt, irgendwann war es unerträglich. In Bilbao, wo ich lebte, drang die Polizei einfach in die Wohnungen ein, schlug die Leute zusammen und nahm sie fest.“

      Er erzählt weiter: „Eines Morgens wurde auch ich festgenommen, nur weil ich offen meine Meinung über das Vorgehen der Polizei geäußert hatte. Ich war so aufgebracht, dass ich unbedingt etwas gegen diese Zustände tun wollte — falls nötig, mit Gewalt.“

  • Warum sie zur Gewalt greifen
    Erwachet! 2011 | Juni
    • Hafeni schildert, wie er empfand: „Man hat uns unser Land einfach weggenommen. Sogar Tiere verteidigen ihr Revier, also erschien es uns ganz normal, um unser Land und für unsere Rechte zu kämpfen.“

  • Warum sie zur Gewalt greifen
    Erwachet! 2011 | Juni
    • Der Stachel sitzt tief

      Joseba wurde bei seiner Verhaftung schwer misshandelt. Er erinnert sich: „Diese Brutalität bestätigte mir, dass mein Hass gerechtfertigt war. Ich war sogar bereit, mein Leben zu opfern, damit sich endlich etwas ändert.“

  • Warum sie zur Gewalt greifen
    Erwachet! 2011 | Juni
    • Hafeni hat das selbst erlebt: „Im Flüchtlingslager wurde uns immer wieder eingehämmert, die Weißen würden sich ständig etwas Neues einfallen lassen, um die Schwarzen klein zu halten.“ Hat das gewirkt?

      „Ich merkte, wie mein Hass auf die Weißen immer größer wurde“, so Hafeni. „Ich habe ihnen allen misstraut. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und für mich stand fest: Die Zeit ist reif, etwas zu unternehmen.“

  • Eine Welt ohne Terrorismus: Nur ein Traum?
    Erwachet! 2011 | Juni
    • Ein Buch, das im Innersten berührt

      In den 90er-Jahren kam Hafeni zum Nachdenken. Was war der Auslöser? Er begann seine religiösen Überzeugungen zu hinterfragen und beschloss, sich eine Bibel zu besorgen. Er erzählt: „Angefangen habe ich mit den Evangelien Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, die über das Leben Jesu berichten. Was ich da über die Persönlichkeit Jesu las, hat mich sofort angesprochen. Wie freundlich und unvoreingenommen er mit Menschen umging, das hat mich echt berührt.“

      Beim Weiterlesen stieß Hafeni auf Apostelgeschichte 10:34, 35, wo es heißt, „dass Gott nicht parteiisch ist, sondern dass für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“. Seine Reaktion? „Da hat es bei mir klick gemacht.“

      Hafeni erklärt, warum: „Ich begriff, dass Stammesdenken, Nationalismus und Rassismus von den Menschen selbst ausgehen. Mir wurde klar, dass die Bibel uns zum Umdenken bewegen kann und dass es nichts Wichtigeres gibt, als Gott zu gefallen. Das ist so viel wichtiger, als für Stamm, Hautfarbe oder Herkunft zu kämpfen.“

      Joseba war Anführer einer kleinen militanten Gruppe, die plante, eine Polizeiwache in die Luft zu sprengen. „Bevor wir aber zuschlagen konnten“, so Joseba, „wurde ich festgenommen und landete für zwei Jahre im Gefängnis.“ Später kam seine Frau Luci mit Jehovas Zeugen in Kontakt und lernte die Bibel kennen. Nach einer Weile begann Joseba, sich an den Gesprächen zu beteiligen.

      Was brachte ihm das? „Je mehr ich über Jesus lernte, desto mehr wurde er mein Vorbild. Eine Aussage Jesu ging mir besonders nahe: Wer Gewalt anwendet, wird durch Gewalt umkommen. Ich wusste nur zu gut, wie recht er hatte“ (Matthäus 26:52). Joseba erkannte: „Jemanden umzubringen tritt eine Spirale von Hass und Rache seitens der Angehörigen los. Gewalt bringt keine bessere Welt, sondern nur Schmerz und Tränen.“ Joseba fing an umzudenken.

      Sowohl Hafeni als auch Joseba haben erlebt, wie stark die Lehren der Bibel einen Menschen verändern können.

  • Eine Welt ohne Terrorismus: Nur ein Traum?
    Erwachet! 2011 | Juni
    • Durch Liebe verbunden

      Bei den Zusammenkünften der Zeugen Jehovas erlebte Hafeni zum ersten Mal, wie unwichtig die Hautfarbe sein kann. Er erinnert sich noch gut, wie tief ihn das berührt hat: „Neben Weißen zu sitzen! Das war total verrückt! Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann einmal zu einem Weißen ‚Bruder‘ sagen würde. Für mich stand fest: Das muss die wahre Religion sein. Nirgends sonst findet man diese Einheit und Liebe, nach der ich mich so gesehnt hatte, eine Liebe, die für Hautfarben blind ist.“

  • Eine Welt ohne Terrorismus: Nur ein Traum?
    Erwachet! 2011 | Juni
    • Wie auf Seite 3 geschildert, wäre Andre beinahe von der Bombe getötet worden, die einige seiner Bekannten in den Tod riss. Hinter dem Anschlag steckte eine militante Gruppierung. Als Andre aber bewusst wurde, dass die Bibel dazu auffordert, „bereitwillig zu vergeben“, gelang es ihm, seiner Gefühle Herr zu werden (Kolosser 3:13). Auch Hafeni, der sich Jahre nach dem Anschlag genau dieser militanten Gruppe anschloss, lernte später, nach biblischen Grundsätzen zu leben und er brach mit der Gewalt (Psalm 11:5). Heute sind beide Zeugen Jehovas und arbeiten Seite an Seite in einem Übersetzungsbüro der Zeugen in Afrika.

  • Eine Welt ohne Terrorismus: Nur ein Traum?
    Erwachet! 2011 | Juni
    • [Herausgestellter Text auf Seite 7]

      Sowohl Hafeni als auch Joseba haben selbst erlebt, wie stark die Lehren der Bibel einen Menschen verändern können

  • Eine Welt ohne Terrorismus: Nur ein Traum?
    Erwachet! 2011 | Juni
    • [Bild auf Seite 8]

      Was Hafeni und Andre aus der Bibel gelernt haben, hat sie zu echten Freunden werden lassen

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