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Die Wahrheitssuche beginnt . . .Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2017
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Sehnsucht nach Gerechtigkeit
Wasso Kweniaschwili war bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs noch ein Teenager. Da Georgien zur Sowjetunion gehörte, wurde sein Vater schon bald in die Sowjetarmee eingezogen. Wassos Mutter war zu dieser Zeit schon tot, und er war das älteste Kind. In seiner Verzweiflung begann er zu stehlen, um sich und seine Geschwister zu versorgen.
Wasso schloss sich einer Verbrecherbande an und verstrickte sich schließlich immer mehr in die organisierte Kriminalität. Er berichtet: „Ich hatte den Eindruck, dass es in der Verbrecherwelt gerechter zugeht als in der Regierung oder der Gesellschaft.“ Doch schon bald wurde ihm klar, dass er nach mehr suchte, als irgendein menschliches System bieten konnte. Er erinnert sich: „Ich sehnte mich nach etwas, was wirklich gerecht ist.“
Wasso Kweniaschwili 1964, kurz nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis
Später wurde Wasso wegen seiner Verbrechen verhaftet und kam in ein Arbeitslager nach Sibirien. Dort lernte er einen Zeugen Jehovas kennen, der wegen seines Glaubens eingesperrt worden war. „Endlich fand ich, wonach ich gesucht hatte“, erzählt Wasso. „Wir hatten zwar keine Literatur, aber der Bruder erzählte mir von der Wahrheit und ich gab mir alle Mühe, von ihm zu lernen.“
Als Wasso 1964 entlassen wurde, kehrte er nach Georgien zurück und begab sich auf die Suche nach Jehovas Zeugen. Gleichzeitig blieb er mit seinem ehemaligen Mitgefangenen in Briefkontakt. Leider starb sein treuer Freund, sodass Wasso jeden Kontakt zu Gottes Volk verlor. Bis er die Zeugen wiederfand, vergingen fast 20 Jahre. Mehr zu seiner Geschichte lesen wir später.
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