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LettlandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
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Auch Māris Krūmiņš (er ist ebenfalls im Bethel) musste viel in seinem Leben ändern, um Jehova dienen zu können. „Nach meiner Militärzeit war ich ziemlich desillusioniert“, erklärt er. „Später wurde ich von der Uni verwiesen, weil ich Vorlesungen versäumt hatte. Mir fehlte ein Ziel im Leben. Ich sackte in die Kriminalität ab und wurde eines Nachts stockbetrunken nach einer Schlägerei verhaftet. In meiner Zelle dachte ich darüber nach, was für Gesetze ich gebrochen hatte, und überlegte mir, dass viele dieser Gesetze eigentlich auf Geboten von Gott beruhen. Zum ersten Mal in meinem Leben betete ich zu Gott, bat ihn um Vergebung und versprach ihm feierlich, ihn zu suchen.
Nach meiner Entlassung aus dem Gefängnis suchte ich der Reihe nach verschiedene Kirchen auf, war aber jedes Mal enttäuscht. Also fing ich an, die Bibel und sonstige religiöse Bücher zu lesen. Im Jahr 1990 traf ich im Zug einen ehemaligen Schulkameraden, der mir erzählte, dass er Zeuge Jehovas sei. Auf dieser kurzen Strecke erklärte mir mein alter Schulkollege, was Gott mit der Menschheit vorhat und warum es so viel Leid in der Welt gibt — und Jehova öffnete mir das Herz. Ich begann ein Bibelstudium und ging ab 1991 selbst predigen. 1992 kam dann die Taufe. Ein Jahr später ging ich ins lettische Bethel und 1995 heiratete ich Simona, eine Pionierin aus Finnland.“
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LettlandJahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
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[Bilder auf Seite 207]
Im Gefängnis betete Māris Krūmiņš zum ersten Mal zu Gott
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