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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
    • Kasachstan

      In Rudny traf ein Pionier Nikolai an, einen jungen Mann, der an einem Bibelstudium interessiert war. Es gab jedoch ein Problem. Nikolai und seine Familie wohnten in einem weit entfernten Dorf und er kam nur selten nach Rudny, um seine Verwandten zu besuchen. Der Bruder fragte Nikolai, ob er ihn in seinem Dorf besuchen dürfe, doch Nikolai gab ihm zu verstehen, das Dorf liege 200 Kilometer entfernt und sei außerdem sehr schwer zu erreichen.

      Trotzdem schrieb sich der Bruder die Adresse auf und versprach, dass sie sich wiedersehen würden. Er bereitete für den Besuch in dem Dorf alles vor und bat noch einen Bruder und zwei Schwestern aus seiner Versammlung, ihn zu begleiten. Zwei Wochen später stiegen sie in den Zug. Als sie die nächstgelegene Bahnstation erreichten, stellten sie fest, dass es bis zu dem Dorf, wo Nikolai wohnt, noch 18 Kilometer waren und es dorthin keine Verkehrsverbindung gab. Ihnen blieb also nichts anderes übrig, als zu laufen. Das war nicht so einfach, denn es war Winter und es pfiff ein eisiger Wind. Bald darauf fuhr ein Traktor mit einem Milchtank an ihnen vorbei. Der Fahrer hielt und bot ihnen an, sie mitzunehmen — im Tank! Die Verkündiger dachten, der Mann mache Spaß, doch der Tank war leer und trocken; also kletterten sie hinein. Im Tank war es zwar auch nicht gerade warm, aber wenigstens schützte er sie etwas vor dem bitterkalten Wind. Der Fahrer sagte ihnen, er würde sie sieben Kilometer vor dem Ort absetzen. Von da aus müssten sie zu Fuß weitergehen. Es dauerte noch zwei Stunden, bis sie das sieben Kilometer entfernt liegende Dorf erreichten, in dem Nikolai wohnt.

      Nikolai und seine Frau Walja waren erstaunt und erfreut zugleich, als sie die Brüder und Schwestern vor ihrer Haustür sahen. Sie sorgten dafür, dass sich ihre Gäste aufwärmen konnten und gaben ihnen etwas zu essen. Danach unterhielten sie sich über die Bibel. Zwei Wochen später besuchten die Brüder aus Rudny sie wieder. Der Pionier erzählt rückblickend: „Nikolai holte uns vom Bahnhof ab. Viele Leute im Dorf wollten mit denjenigen sprechen, ,die in einem Milchtank angereist waren‘. Daher stellte Nikolai einen Plan auf und vereinbarte mit den Interessierten, wann sie mit uns sprechen konnten. Alle auf der Liste erschienen zum vereinbarten Termin und wollten die Bibel studieren.“ So gut wie alle, die in diesem Dorf begonnen hatten, die Bibel zu studieren, machten mit der Zeit gute Fortschritte. Zwei Jahre danach ließen sich Nikolai und Walja taufen. Nun sind ihre beiden Söhne ungetaufte Verkündiger und in dieser abgelegenen Verkündigergruppe wurde Nikolai kürzlich zum Ältesten ernannt.

  • Weltweiter Bericht
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2007
    • [Bild auf Seite 47]

      Wir reisten in einem Milchtank an

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