Königreichsverkündiger berichten
Gute Nachrichten aus Osteuropa
IN Osteuropa gehen in theokratischer Hinsicht viele aufregende Dinge vor sich. Ein herausragendes Ereignis war der internationale Kongreß in Zagreb vom 16. bis zum 18. August 1991, wo 7 300 Zeugen ihre Brüder aus 15 Nationen herzlich willkommen hießen. Insgesamt 14 684 Personen waren anwesend. Der Kongreß erwies sich als wunderbarer Beweis der Liebe in einem von Unruhen erschütterten Land.
Die osteuropäischen Zeugen verkündigen anderen eifrig die gute Botschaft von Jehovas Königreich, das, wie sie wissen, die einzige Hoffnung auf wahren Frieden ist. In einigen Gebieten ist es für sie nicht einfach, ihre neutrale Haltung zu bewahren. Die Menschen hören den Zeugen jedoch oft zu, und sie machen viele schöne Erfahrungen.
In einer Stadt hörte ein 16jähriges Mädchen die gute Botschaft von der einzigen Zeugin Jehovas im Ort. Ein regelmäßiges Bibelstudium wurde mit ihr begonnen, wodurch sich ihre Wertschätzung für die Wahrheit vertiefte. Da sie den Drang verspürte, anderen von den wunderbaren Dingen zu erzählen, die sie kennengelernt hatte, versuchte sie, mit ihren Schulkameraden darüber zu sprechen, erntete aber nur Widerstand und Spott. Eine Mitschülerin, die besonders gegen sie aufgebracht war, zeigte sich allerdings überrascht und beeindruckt von ihrer Geduld, denn das junge Mädchen, das die Bibel studierte, wurde trotz aller Angriffe nicht wütend. Später erhielt jene Mitschülerin ein gründlicheres Zeugnis, und sie wurde sich ihrer falschen Einstellung bewußt. Auch mit ihr wurde ein Bibelstudium begonnen, woraufhin sie und das erste Mädchen sich gemeinsam bemühten, ihre Freude mit anderen zu teilen, und das trotz des Widerstands der Eltern, Lehrer und Mitschüler.
Aufgrund ihrer Zeugnistätigkeit nahm noch eine Mitschülerin die Wahrheit an. Jetzt waren sie in der Klasse schon zu dritt, und alle drei gaben ein gutes Beispiel, da sie untereinander Liebe bekundeten und bereit waren, anderen zu helfen. Dann schloß sich ihnen ein viertes Mädchen an.
Nun saßen sie zu viert auf einer Bank auf dem Schulhof und unterhielten sich über die Bibel. Und zur allgemeinen Überraschung kam noch jemand hinzu. Ein weiteres Mädchen aus der Klasse, das von ihrem vorbildlichen Verhalten begeistert war, wünschte ebenfalls, die Bibel zu studieren. Die fünf luden fortwährend andere dazu ein, sowohl Schüler als auch Lehrer. Die Mädchen wurden jedoch von ihren Eltern ständig unter Druck gesetzt. Mit allen Mitteln versuchten diese, die Mädchen zu zwingen, das Bibelstudium aufzugeben, indem sie sie beispielsweise schlecht behandelten oder ihre Publikationen vernichteten.
Was wurde letztlich durch das Zeugnis bewirkt, das eine einzige junge Interessierte gab? Eines der Mädchen ließ sich 1990 auf dem Bezirkskongreß taufen, die anderen vier auf einem Kreiskongreß im Frühjahr 1991. Welch ein Anlaß zur Freude! Und heute stehen alle fünf im allgemeinen Pionierdienst. In der Stadt, wo sich das zutrug, gibt es jetzt 11 Verkündiger, davon 8 Pioniere.
Jehova stützt und segnet seine Zeugen in Osteuropa. Unter den gerechtgesinnten Menschen in diesem Teil der Welt gibt es eindeutig ein großes Potential für weitere Mehrung.