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  • Echter Reichtum in Hongkong
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1993
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  • Gott gegenüber reich geworden
  • Vielen anderen helfen, wahren Reichtum zu finden
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1993
w93 15. 5. S. 23-26

Echter Reichtum in Hongkong

IN Hongkong kann man innerhalb kurzer Zeit das große Geld machen — sofern man auf der ganzen Linie Glück hat. Diese britische Kolonie hat sich in den letzten 40 Jahren von einer ruhigen Hafenstadt zu einem der wichtigsten Handelsplätze entwickelt, und zwar nicht nur für Südostasien, sondern für die gesamte Geschäftswelt.

Ein niedriger Steuersatz lockt ausländische Investoren an und ist ein Anreiz für die vielen Industriearbeiter unter den sechs Millionen Einwohnern Hongkongs. Günstig ist auch die Lage der Stadt an der Landenge zwischen Südchina und dem asiatischpazifischen Raum. Dank moderner Transport- und Kommunikationssysteme und eines gutentwickelten Groß- und Einzelhandels ist Hongkong in der Lage, die Nachfrage des internationalen Handels schnell zu befriedigen.

Die wirtschaftliche Blüte hat dazu beigetragen, daß der Lebensstandard in Hongkong einer der höchsten ist in der Welt. Hat aber der materielle Wohlstand den Bewohnern Hongkongs Zufriedenheit und dauerhaftes Glück gebracht? Nein. Einige jedoch haben eine weit bessere Art von Reichtum gesucht und gefunden.

Sie haben geistigen Reichtum gefunden

Einer von denen, die unschätzbaren geistigen Reichtum gefunden haben, ist der in Hongkong geborene Alfred. Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann und Direktor eines internationalen Großkonzerns mit Sitz in England. Wie viele andere in Hongkong hatte er nur ein Ziel: viel Geld zu verdienen, ein eigenes Haus zu haben, gut zu essen und sich ein schönes Leben zu machen. Durch seine Stellung und sein Einkommen hatte er das scheinbar alles erreicht. War er aber glücklich? „Die Erfahrung hat mich gelehrt, daß dem Geld Grenzen gesetzt sind“, jammerte Alfred. Er machte sich ständig Sorgen darüber, wie lange seine Ersparnisse reichen würden, falls er seinen Arbeitsplatz verlieren sollte. Als er seiner Arbeit mehr Zeit widmete, stellten sich Familienprobleme ein. Emily, seine Frau, kam über den plötzlichen Tod des Sohnes nicht hinweg. „Ich wollte wissen, wo er war, damit ich etwas für ihn tun könnte“, sagte sie. Da sie nichts tun konnte, verfiel sie in tiefe Depressionen.

Justina verlor ihren Vater, als sie noch sehr jung war. Doch mit viel Fleiß gelang es ihr, das Studium an der berühmten Universität von Hongkong erfolgreich abzuschließen. Daraufhin erhielt sie eine Stellung bei der Regierung. Im Kantonesischen nennt man das gum fan woon (eine goldene Reisschüssel), das heißt eine sichere, gutbezahlte Stellung. Doch Justina war weder glücklich noch zufrieden. Sie fragte sich oft, was wohl der Sinn des Lebens sei und was die Zukunft bringen würde. Francis, ihr Mann, sah ebenfalls keinen Sinn im Leben. Er hielt sich für ein Rädchen in einem gewaltigen Getriebe, für einen Niemand in einem endlosen Einerlei.

Oder nehmen wir Ricky, einen Geschäftsführer. Er verdiente zwar eine Menge Geld, aber schließlich lernte er eine andere Seite des Lebens kennen: den unbarmherzigen Konkurrenzkampf unter Mitarbeitern und Probleme in seiner Ehe. Das Geld konnte ihm nicht helfen, diese Probleme zu lösen. Für Wendy, seine Frau, bedeuteten eine erfolgreiche Karriere, viel Geld und das Leben in einer politisch stabilen Gesellschaft Sicherheit. Doch wie lange würde ihr scheinbar sicheres Leben dauern? Da der Tod für sie eine Realität war, beunruhigte sie diese Frage, und das Leben erschien ihr sinn- und zwecklos.

Auch David hat eine Geschichte zu erzählen. Seine Universitätsausbildung brachte ihm eine gute Stellung und wirtschaftliche Sicherheit ein, doch das befriedigte ihn nicht. Warum? Er war von evolutionistischem und philosophischem Gedankengut erfüllt und glaubte, daß mit dem jetzigen Leben alles vorbei ist. David dachte, es gebe für ihn keine Zukunft, und trotz seines materiellen Reichtums fühlte er sich hilflos.

Jede dieser Personen hat eine ganz andere Vorgeschichte, und doch haben sie etwas gemeinsam: Sie hatten alle das erreicht, was ihnen, wie sie dachten, ein glückliches Leben und Zufriedenheit bringen würde. Als sie das jedoch erreicht hatten, wovon sie dachten, es wäre die Erfüllung ihrer Träume, kam ihnen das Leben schal und leer vor.

Gott gegenüber reich geworden

Alfred, Justina und die anderen obenerwähnten Personen befanden sich in einer ähnlichen Lage wie der Reiche in Jesu Gleichnis, der ‘Schätze für sich aufhäufte, aber nicht reich war Gott gegenüber’ (Lukas 12:21). Glücklicherweise fanden sie jedoch etwas Besseres — ein Leben, erfüllt mit echtem Reichtum. Wer wahres Glück und Zufriedenheit anstrebt, sollte ‘seine Hoffnung nicht auf unsicheren Reichtum setzen, sondern auf Gott, der uns alle Dinge reichlich darbietet zum Genuß’ (1. Timotheus 6:17). Ja, als diese Personen den wahren Gott, Jehova, kennenlernten und begannen, ihr Vertrauen auf ihn zu setzen, änderte sich ihr Leben. Wir wollen sehen, wie es dazu kam.

Alfred und Emily waren niedergeschmettert, als ihr Sohn plötzlich starb und ihr ganzer materieller Besitz ihren Schmerz nicht lindern konnte. Sie gingen in die Kirche, verspürten aber weiterhin eine innere Leere und waren unbefriedigt. Dann kam eines Tages ein Zeuge Jehovas an ihre Tür und stellte ihnen die Frage: „Welche Zukunftshoffnung hat der Mensch?“ Alfred gab das zur Antwort, was er in der Kirche über Himmel und Hölle gehört hatte. Doch dann wurde ihm anhand der Bibel gezeigt, daß sich die Toten „nicht des geringsten bewußt“ sind und daß sich diejenigen, die Gott in seinem Gedächtnis bewahrt, im allgemeinen Grab der Menschheit befinden und auferstehen werden (Prediger 9:5, 10; Johannes 5:28, 29). Das erschien Alfred logisch und vernünftig. Er wußte nun, daß sein Sohn nicht irgendwo Leiden erduldete, sondern daß er im Tode schlief und für ihn die Hoffnung bestand, durch eine Auferstehung vielleicht wieder mit seinen Angehörigen vereint zu werden. Welch ein Trost! Nach einiger Zeit waren Alfred und seine Frau mit einem Heimbibelstudium einverstanden, durch das sie erfuhren, wie man sich den wahren Reichtum aneignen kann, den die Bibel uns bietet.

Justina war enttäuscht, als sie unter ihren Mitarbeiterinnen nicht die Bereitschaft fand, ihr bei der Betreuung anderer Menschen zu helfen. Als sie — eine fromme Katholikin — feststellte, daß der Priester rauchte und zum Tanz ging wie andere Menschen, war sie frustriert. Dann kam sie mit Jehovas Zeugen in Kontakt, die ihr viele Fragen anhand der Bibel befriedigend beantworteten. Der Priester hatte ihr lediglich seine persönliche Meinung gesagt, und sie selbst hatte 16 Jahre lang keine Bibel aufgeschlagen, obwohl sie regelmäßig in die Kirche gegangen war und sich 10 Jahre der Laienarbeit gewidmet hatte.

Durch das Bibelstudium, das Zeugen Jehovas mit Justina und ihrem Mann Francis durchführten, lernte dieser die weltweite Einheit im Glauben und Handeln der Zeugen kennen und war davon sehr beeindruckt. Francis gelangte zu der Überzeugung, daß Gott wirklich existiert, denn nur ein lebender, wahrer Gott konnte einen solchen Einfluß auf eine internationale Gruppe von Menschen ausüben. Dieses Ehepaar ist überglücklich, den wahren Reichtum gefunden zu haben.

Ricky und Wendy erkannten, daß sie etwas unternehmen mußten, als sie sahen, daß ihnen ihre schwerwiegenden Probleme allmählich über den Kopf wuchsen. Da sie in der Vergangenheit beide mit Jehovas Zeugen Kontakt gehabt hatten, machten sie sich getrennt auf die Suche nach ihnen. Durch ihr ernsthaftes Bemühen fanden Ricky und Wendy nicht nur praktische Lösungen für ihre Probleme, sondern auch echten Reichtum in Form eines persönlichen Verhältnisses zu dem „glücklichen Gott“ (1. Timotheus 1:11).

Auch Davids Leben änderte sich, als Zeugen Jehovas zu ihm kamen. Zunächst stimmte er einem weiteren Besuch nur in der Absicht zu, ihre Irrtümer aufzudecken. Nach einiger Zeit gingen ihm aber die Augen auf, denn er begann zu erkennen, daß die Bibel in wissenschaftlicher, historischer und anderer Hinsicht genau ist. Das half David, die Bibel als ein Buch der Wahrheit zu sehen, das seinem Leben einen Sinn gab. Welch erfreuliche und bereichernde Veränderung das für ihn mit sich brachte!

Vielen anderen helfen, wahren Reichtum zu finden

Alfred, Emily, Justina, Francis und die anderen hier erwähnten Personen sind nur einige von denen, die in Hongkong den wahren Reichtum, die biblische Wahrheit und den Glauben an Jehova Gott, gefunden haben. Im Jahr 1992 wendeten etwa 2 600 Zeugen Jehovas insgesamt fast 900 000 Stunden auf, um die Bewohner von Hongkong aufzusuchen und bei ihnen über 3 800 Heimbibelstudien durchzuführen. In Hongkong ist das Leben jedoch hektisch, und die Menschen haben viel zu tun. Deshalb gehen die Königreichsverkündiger nicht nur von Haus zu Haus, sondern haben auch viel Erfolg beim Zeugnisgeben auf den Straßen. Außerdem sprechen sie mit Menschen an deren Arbeitsplatz, mit Büroangestellten, Ladenbesitzern, Landwirten und Fischern, die vom Fischfang im Südchinesischen Meer heimkehren.

Es kann wirklich gesagt werden, daß in Hongkong ‘die Ernte groß ist, aber der Arbeiter wenige sind’ (Matthäus 9:37). Gegenwärtig kommen auf einen Zeugen Jehovas 2 300 Einwohner. Die 2 600 Königreichsverkündiger sind sich der Dringlichkeit des Erntewerks bewußt, denn nahezu 600 von ihnen sind Pioniere, das heißt Vollzeitprediger der guten Botschaft. Wie überall, so erkennen Jehovas Zeugen auch in Hongkong, daß ‘der Segen Jehovas reich macht’ (Sprüche 10:22). Sie bemühen sich daher eifrig, noch recht vielen Menschen in dieser blühenden Stadt zu helfen, den echten Reichtum zu finden.

[Karte auf Seite 23]

(Genaue Textanordnung in der gedruckten Ausgabe)

SÜDCHINESISCHES MEER

CHINA

Hongkong

Kilometer

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