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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2005
    • Bibelstudien am Telefon

      Es war schon immer schwierig, den Menschen in den abgelegenen Gebieten dieser großen Insel die gute Botschaft zu predigen. Das Telefon ist eine große Hilfe, Interessierte zu erreichen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

      Viele sind dadurch mit der guten Botschaft vertraut geworden. Vor einigen Jahren besuchte Oddný Helgadóttir ihren Sohn und ihre Schwiegertochter, die mit Zeugen Jehovas Kontakt hatten. Als sie erzählten, was sie durch ihr Bibelstudium alles lernten, wollte sie auch die Bibel kennen lernen. Doch Oddný wohnte weit weg an der Nordwestküste Islands, über 300 Kilometer von der nächsten Versammlung entfernt. Als Gudrún Ólafsdóttir ihr ein Bibelstudium per Telefon anbot, freute sie sich sehr. Nach dem Anfangsgebet äußerte sich Oddný immer freimütig zu den Studienfragen in ihrem Buch. Bei ihrer gründlichen Vorbereitung schrieb sie alle angegebenen Bibelstellen ab. Dadurch konnte sie die Texte beim Studium vorlesen, sobald sie drankamen und musste sie nicht erst suchen. Als Oddný einmal zu Besuch kam, studierten sie bei Gudrún zu Hause. Sie fühlten sich beide etwas unwohl, weil sie sich zum ersten Mal beim Studium direkt gegenübersaßen. Spaßeshalber bot Gudrún an, ins Nebenzimmer zu gehen, wo ein zusätzliches Telefon stand.

      Sobald Oddný merkte, dass sie die Wahrheit gefunden hatte, sprach sie auch mit ihrem Mann Jón darüber. Er interessierte sich dafür, doch sie war sich nicht sicher, ob es in Ordnung wäre, wenn sie das Bibelstudium leitete. Man sagte ihr, sie dürfe das Studium ruhig leiten, es sei aber angebracht, dabei eine Kopfbedeckung zu tragen. Sie brachte nicht nur ihrem Mann die Bibel näher, sondern sprach auch mit den Nachbarn über ihren Glauben. Nun wollte sie sich gern taufen lassen. Gudrún arrangierte, dass ein Ältester mit Oddný die Fragen in dem Buch Organisiert, unseren Dienst durchzuführen besprach, um zu sehen, ob sie die Voraussetzungen erfüllte. Nur eine Sache stand dem im Weg: Sie war noch nicht aus der Kirche ausgetreten.

      Ungefähr eine Woche später rief sie Gudrún an und teilte ihr mit, dass sie jetzt nicht mehr zur Kirche gehörte. Auch ihr Mann hatte seinen Austritt erklärt. Das war für ihn eine bedeutende Entscheidung, weil er Vorsitzender des Kirchenvorstands gewesen war. Auf einem Kreiskongress ließ Oddný sich dann taufen. Der Kongress war ein schönes Erlebnis für sie, denn sie war erst ein einziges Mal mit einer kleinen Gruppe Zeugen zusammengekommen. Auf dem Kongress wurde sie in einem Interview gefragt, ob es schwer sei, so abgeschieden zu leben. Sie antwortete, sie fühle sich nie allein, weil sie wisse, dass Jehova auch an der Nordwestküste Islands nicht fern ist. Dann sagte sie noch, sie sei traurig, dass ihr Mann den Kongress nicht besuchen konnte, aber er habe ihr versprochen zu kommen, wenn er so weit sei, sich taufen zu lassen. Er hielt Wort! Nach einiger Zeit zogen sie in ein dichter besiedeltes Gebiet, damit sie regelmäßig die Zusammenkünfte besuchen konnten.

  • Island
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2005
    • [Bild auf Seite 241]

      Rechts: Oddný Helgadóttir

      [Bild auf Seite 241]

      Unten: Gudrún Ólafsdóttir

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