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Was ist bloß los!Der Wachtturm 2015 | 1. Juli
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„Ich wollte was zu essen kaufen, aber es gab nur Kekse . . . 10 000 mal teurer als sonst! Am nächsten Tag gabs nicht mal mehr das“ (Paul aus Simbabwe)
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. . . wenn das Geld knapp wirdDer Wachtturm 2015 | 1. Juli
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. . . wenn das Geld knapp wird
„In unserem Land gab es eine Hyperinflation. Essen war extrem teuer, wenn es überhaupt welches gab“, erzählt Paul. „Vor den Geschäften standen wir stundenlang Schlange und oft gab es schon nichts mehr, bevor wir überhaupt dran waren. Die Leute waren schrecklich ausgezehrt, sind teils auf der Straße zusammengebrochen. Für die grundlegendsten Dinge musste man Millionen hinlegen, dann Milliarden; dann war die Landeswährung gar nichts mehr wert. Das Geld auf dem Konto, was wir an Versicherung und Rente eingezahlt hatten — alles weg.“
PAUL
Paul wusste: Wenn er seine Frau und seine beiden Kinder durchbringen wollte, musste er klug und überlegt vorgehen; die Bibel nennt das „praktische Weisheit“ (Sprüche 3:21). „Ich bin zwar zertifizierter Elektriker, aber ich hab einfach jede Arbeit gemacht — auch wenn sie noch so schlecht bezahlt war“, erzählt er. „Manche haben mich in Lebensmitteln oder Haushaltsartikeln ausbezahlt. Von vier Stück Seife haben wir zwei behalten, die anderen verkauft. Irgendwann hatten wir 40 Küken. Als die groß waren, haben wir sie verkauft und uns 300 neue zugelegt. Dann tauschte ich 50 Hühner gegen zwei 50-Kilo-Säcke Maismehl ein. Davon konnten meine Familie und noch ein paar andere Familien eine ganze Weile leben.“
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. . . wenn das Geld knapp wirdDer Wachtturm 2015 | 1. Juli
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Dazu Paul: „Manche meiner Nachbarn versuchten, ihr Glück im Ausland zu machen. Dafür haben sie Familie und Freunde verlassen, die sie hätten auffangen können. Manchen fehlten die richtigen Papiere. Sie bekamen keine Arbeit. Oft mussten sie sich vor der Polizei verstecken und auf der Straße schlafen. Sie haben Gott gar nicht die Chance gegeben, ihnen zu helfen. Wir wollten die Probleme als Familie durchstehen — und natürlich mit Gott.“
JESU LEHREN UMGESETZT
Paul erzählt weiter: „Jesus hat ja gesagt: ‚Macht euch niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.‘ Also ging mein tägliches Gebet darum, dass Gott ‚uns heute unser Brot für diesen Tag‘ geben möge.a Und Gott hat diese Bitte erhört, genauso wie Jesus es versprochen hat. Natürlich gab es nicht immer unser Lieblingsessen. Einmal hab ich mich angestellt, ohne zu wissen, was es zu kaufen gab. Es war Joghurt und Joghurt mag ich eigentlich gar nicht. Aber es war etwas zu essen. Also gab es abends Joghurt. Die ganze Zeit ist unsere Familie nicht einmal hungrig ins Bett gegangen. Dafür bin ich Gott so dankbar!
Gott hat versprochen: „Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen“ (Hebräer 13:5)
Im Moment geht es uns finanziell wieder besser. Aber aus der schweren Zeit haben wir mitgenommen: Das beste Mittel gegen Sorgen ist Gottvertrauen. Jehovab wird uns immer helfen, wir brauchen nur tun, was er uns sagt. Psalm 34:8 stimmt aufs Wort: ‚Schmeckt und seht, dass Jehova gut ist; glücklich ist der kräftige Mann, der zu ihm Zuflucht nimmt.‘ Deswegen haben wir auch keine Angst, falls wir wieder mal vor so einer Situation stehen sollten.
Wer zu Gott hält, wird mit seiner Hilfe „das tägliche Brot“ bekommen
Und uns ist klar geworden: Zum Überleben braucht man keine Arbeit, kein Geld, sondern schlichtweg etwas in den Magen. Das wird eine tolle Zeit, wenn Gott sein Versprechen wahr macht: ‚Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben‘! Bis dahin sind wir einfach damit zufrieden, etwas zum Essen und zum Anziehen zu haben. Es gibt da einen Bibeltext, der uns den Rücken stärkt: ‚Eure Lebensweise sei frei von Geldliebe, indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden seid. Denn er hat gesagt: „Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen“, sodass wir guten Mutes sein können zu sagen: „Jehova ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten.“ ‘ “c
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