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Gottes Herde mit Liebe hütenDer Wachtturm 1994 | 1. Oktober
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Das Beispiel des vortrefflichen Hirten
4. Welche Rolle spielt Jesus bei der Sorge um Gottes Herde?
4 Jesus, Gottes Sohn, wurde von seinem Vater gut belehrt, denn in der Bibel wird Jesus „der vortreffliche Hirte“ genannt (Johannes 10:11-16). In Offenbarung, Kapitel 7 ist von seinem höchst wichtigen Dienst für Gottes Herde die Rede. In Vers 9 werden Gottes heutige Diener als „eine große Volksmenge ... aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ bezeichnet. Weiter wird in Vers 17 gesagt, daß „das Lamm [Jesus] ... sie hüten und sie zu Wasserquellen des Lebens leiten wird. Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“ Jesus leitet Gottes Schafe zu den Wassern der Wahrheit, die zu ewigem Leben führt (Johannes 17:3). Beachten wir, daß Jesus als „das Lamm“ bezeichnet wird — ein Hinweis auf seine eigenen schafähnlichen Eigenschaften —, er ist das größte Vorbild für Unterwürfigkeit Gott gegenüber.
5. Was empfand Jesus für die Menschen?
5 Jesus lebte auf der Erde unter den Menschen und sah ihren bemitleidenswerten Zustand. Wie reagierte er auf ihre mißliche Lage? „Er [empfand] Mitleid mit ihnen, weil sie zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäus 9:36). Die Schafe ohne Hirten hatten schwer unter räuberischen Menschen zu leiden, genauso wie Schafe von Raubtieren angegriffen werden, wenn sich die Hirten nicht um sie kümmern. Jesus war dagegen sehr besorgt, denn er sagte: „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Matthäus 11:28-30).
6. Wie nahm sich Jesus der Unterdrückten an?
6 Aus der biblischen Prophetie ging bereits hervor, daß Jesus die Menschen liebevoll behandeln würde. „Jehova [hat] mich gesalbt ..., um die zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, ... um zu trösten alle Trauernden“ (Jesaja 61:1, 2; Lukas 4:17-21). Jesus blickte nie auf die Armen und die Benachteiligten herab. An ihm erfüllte sich vielmehr Jesaja 42:3: „Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen; und was einen glimmenden Flachsdocht betrifft, er wird ihn nicht auslöschen.“ (Vergleiche Matthäus 12:17-21.) Leidende glichen einem geknickten Rohr oder auch einem Lampendocht, der wegen Brennstoffmangels zu verlöschen droht. Jesus kannte ihren jämmerlichen Zustand, er hatte Mitleid mit ihnen, flößte ihnen Kraft und Hoffnung ein und heilte sie in geistiger und in körperlicher Hinsicht (Matthäus 4:23).
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Gottes Herde mit Liebe hütenDer Wachtturm 1994 | 1. Oktober
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[Bild auf Seite 16]
Jesus, der „vortreffliche Hirte“, zeigte Mitgefühl
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