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  • Wie man sich seine Gesundheit erhält
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Erwachet! 1999
g99 8. 7. S. 4-7

Wie man sich seine Gesundheit erhält

DIE schwierige Aufgabe heute besteht darin, abzuwägen, was für die Gesundheit am besten ist. Die Medien haben den Markt mit Informationen über Ernährungsfragen, sportliche Aktivitäten, Nahrungsergänzungsmittel und eine Vielzahl anderer Gesundheitsthemen geradezu überschwemmt. Leider ist vieles davon sehr widersprüchlich. So schreibt die Wissenschaftsjournalistin Denise Grady: „Jedesmal, wenn eine neue Studie in einer medizinischen Zeitschrift veröffentlicht wird, sieht es so aus, als müßten die bisherigen Empfehlungen für die Öffentlichkeit, was man essen, welche Medikamente man nehmen und wie man im Grunde leben soll, über den Haufen geworfen werden.“

Manche Ärzte sind der Ansicht, es sei sinnvoller, sich an grundlegende Empfehlungen zu halten, als auf jeder neuen Gesundheitswelle mitzuschwimmen. In dem American Medical Association Family Medical Guide wird beispielsweise gesagt: „Man kann ein gesünderes Leben führen, wenn man, was den Lebensstil angeht, positive Veränderungen vornimmt und sich regelmäßig ärztlich untersuchen läßt, so daß jede Krankheit im Ansatz entdeckt und früh behandelt werden kann.“ Doch was für „positive Veränderungen“ in puncto Lebensstil nützen einem am meisten? Nehmen wir einmal drei solcher Veränderungen unter die Lupe.

Sich gesund ernähren

Mediziner empfehlen eine äußerst vielseitige Ernährung, bei der die meisten Kalorien von komplexen Kohlenhydraten stammen sollten, die man insbesondere in Vollkornprodukten und Bohnen sowie in Gemüse und Obst findet.a Doch nicht nur, was man ißt, sondern auch, wieviel man ißt, beeinflußt die Gesundheit. Mäßigkeit beim Essen ist wichtig. Wer regelmäßig mehr Kalorien zu sich nimmt, als der Körper verbrennt, wird unter Umständen fettleibig. Das kann wiederum das Herz belasten, den Körper schwächen und, wie ein Gesundheitsbuch schrieb, den Betreffenden „anfälliger machen für Herzkrankheiten, Diabetes, chronische Polyarthritis und zahlreiche andere Krankheiten“.

In den vergangenen Jahren hat man sich ausgiebig mit dem „Fettanteil bei der Ernährung“ beschäftigt. Etliche Gesundheitsexperten erklären, eine an gesättigten Fettsäuren reiche Ernährung erhöhe das Risiko von Herzkrankheiten und bestimmten Krebsarten. Das bedeutet jedoch nicht, daß man Fett generell von seinem Speiseplan streichen sollte. „Eine gesunde Ernährung schließt nicht aus, praktisch jeden Tag etwas von dem zu essen, was man gern mag“, meint Mary Abbott Hess, ehemalige Präsidentin der Amerikanischen Vereinigung für Ernährung. Der Schlüssel ist, die Portionen klein zu halten und zusätzliche fetthaltige Speisen zu meiden.

Natürlich ist es nicht einfach, seine Eßgewohnheiten zu ändern. Manche denken möglicherweise sogar, das Leben sei kaum noch lebenswert, wenn man ständig auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten müsse, die man gern esse. Doch statt extrem zu werden nach dem Motto „Alles oder nichts“, sollte man sich bemühen, ausgeglichen zu sein. Es geht nicht so sehr darum, bestimmte Nahrungsmittel ganz auszuklammern, sondern vielmehr darum, deren Menge einzuschränken. In dem zuvor zitierten Family Medical Guide wurde gesagt: „Sich einen gesunden Lebensstil anzueignen bedeutet nicht, daß man das Leben nicht mehr genießen darf.“

Ernährungswissenschaftler empfehlen, den Ernährungsplan langsam umzustellen, indem man ungesunde Nahrungsmittel nach und nach absetzt. Zum Beispiel könnte man versuchen, nicht nur einen Tagesplan, sondern auch einen Wochenplan für eine ausgewogene Ernährung aufzustellen. Falls man gegenwärtig jeden Tag rotes Fleisch ißt, könnte man sich bemühen, den Verzehr von Fleisch auf dreimal in der Woche zu reduzieren. Dasselbe trifft auf Nahrungsmittel zu, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, wie Butter, Käse, Eis und fetthaltige Knabbereien. Das Ziel ist, den Fettkonsum so einzuschränken, daß er höchstens 30 Prozent der Gesamtkalorien ausmacht.

Dr. Walter Willett von der Harvarduniversität warnte davor, das, was man an fetthaltiger Nahrung weglasse, durch stärke- und zuckerhaltige Nahrungsmittel zu ersetzen. Das führe oft zu einer Gewichtszunahme. Besser sei es, sowohl Fett als auch Kohlenhydrate zu reduzieren.

Mäßige Bewegung

Zu einem gesunden Lebensstil gehört ein Programm mit regelmäßiger körperlicher Bewegung. Dr. Steven Blair, Mitherausgeber von dem Bericht des US-Gesundheitsministers über körperliche Fitneß, sagte: „Wer von einer sitzenden Lebensweise auf mäßige körperliche Aktivität umsteigt, verringert das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, um die Hälfte.“ Leider sind heute viele Leute nicht einmal mäßig körperlich aktiv. In den Vereinigten Staaten soll sich jeder vierte rein gar nicht körperlich betätigen. In Kanada stellte man gemäß dem Toronto Star in einer Studie mit dem Titel 1997 Physical Activity Benchmarks fest, daß „sich 63 Prozent der Kanadier nicht einmal eine Stunde am Tag körperlich bewegten“. Und in Großbritannien sagten Forscher über eine Gruppe Kinder, die sie untersuchten, die Kinder seien „derart inaktiv, daß sich ihre Herztätigkeit im Wachzustand kaum von der im Schlaf unterscheidet“ (The Sunday Times).

Früher dachte man, nur schweißtreibendes körperliches Training würde der Gesundheit dienen. Doch anstrengende Übungen sind zur Steigerung der Fitneß nicht nötig. Im Gegenteil, laut dem Bericht des Gesundheitsministers „kann das Risiko, Herzkrankheiten, hohen Blutdruck, Krebs oder Diabetes zu bekommen, bereits gesenkt werden, wenn man am Tag 150 Kalorien [durch mäßige Bewegung] verbrennt“.

Es ist wichtig, sich eine Form der Bewegung auszusuchen, die einem Spaß macht; sonst wird man sie nicht in sein Leben integrieren. Der Schlüssel ist hierbei nicht so sehr, wie man sich körperlich betätigt, sondern wie oft. Die Nationalen Gesundheitsinstitute der USA geben als Faustregel an, daß „sowohl Kinder als auch Erwachsene versuchen sollten, sich an den meisten, wenn nicht an allen Wochentagen insgesamt mindestens 30 Minuten lang mäßig-intensiv körperlich zu bewegen“.

Was für Aktivitäten gelten als mäßig-intensiv? Dazu gehören unter anderem schwimmen, stramm gehen, Fahrrad fahren, das Auto waschen und wachsen, Treppen steigen und den Hof kehren. Man muß nicht in einen Gymnastikkurs oder in ein Fitneßcenter gehen, um bei guter Gesundheit zu bleiben. Doch ein Wort zur Vorsicht: Männer über 40 und Frauen über 50 sowie Personen, die an Herz- und Gefäßkrankheiten leiden, sollten zuerst ihren Arzt konsultieren, bevor sie mit irgendeinem Übungsprogramm beginnen.

Wie steht es mit Rauchen, Drogen und Alkohol?

Rauchen: Zigarettenrauch enthält über 4 000 gesundheitsgefährdende Bestandteile; davon werden 200 zu den Giften gezählt. Ungeachtet dessen, wie viele Toxine es letztendlich sind, besteht jedoch wenig Zweifel, daß sich das Rauchen auf die Gesundheit verheerend auswirkt. Wenige Verbraucherprodukte verursachen auch nur annähernd so viele Todesfälle wie der Tabak. In den Vereinigten Staaten sterben zum Beispiel zehnmal mehr Menschen an tabakbedingten Krankheiten als durch Autounfälle. Global gesehen, fordert das Rauchen nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr drei Millionen Menschenleben.

Neben dem erhöhten Risiko, Krebs oder Herzkrankheiten zu bekommen, leiden Raucher auch häufiger an Erkältungen, Magengeschwüren, chronischer Bronchitis und hohem Blutdruck als Nichtraucher. Rauchen beeinträchtigt zudem jemandes Geruchs- und Geschmackssinn. Das Rauchen aufzugeben ist demnach ganz klar eine der wichtigsten gesundheitsfördernden Präventivmaßnahmen. Doch wie steht es mit Drogen und Alkohol?

Drogen: Der Drogenmißbrauch hat weltweit einen enormen Tribut an Menschenleben gefordert. Das US-Ministerium für Gesundheit und Sozialwesen erklärte: „Jedes Jahr sterben 14 000 Amerikaner auf Grund von Drogenmißbrauch.“ Doch das Drogengeschäft zieht nicht nur die Personen in Mitleidenschaft, die illegale Drogen konsumieren. Viele Süchtige werden gewalttätig und führen ein kriminelles Leben, um ihre Sucht finanzieren zu können. In The Sociology of Juvenile Delinquency heißt es: „Rivalitäten zwischen den Verteilerringen für [kokainhaltigen] Crack haben etliche ärmere Innenstadtbezirke in städtische ‚Todeszonen‘ verwandelt, wo die Mordrate so hoch ist, daß die Polizei die Gegend als anarchistische ‚Badlands‘ abgeschrieben hat.“

Der Drogenmißbrauch ist natürlich beileibe nicht nur ein Problem in den Vereinigten Staaten. Einer Schätzung zufolge sterben weltweit jedes Jahr zwischen 160 000 und 210 000 Menschen, weil sie sich Rauschgift injizieren. Weitere Millionen Menschen nehmen andere schädliche Drogen wie Kat (stimulierendes Mittel aus grünen Blättern), Betelnuß und Kokain.

Alkohol: Harte Drogen wie kokainhaltiger Crack und Heroin sorgen in der Öffentlichkeit für Aufsehen, doch noch größeren Schaden richtet der Mißbrauch von Alkohol an. Wie die Zeitung The Medical Post schrieb, betrifft Alkoholismus „jeden zehnten Kanadier und kostet das Gesundheitswesen jährlich 10 Milliarden Dollar“. In den Vereinigten Staaten spielt Alkohol bei schätzungsweise 50 Prozent der tödlichen Autounfälle und Brände eine Rolle, bei 45 Prozent der Todesfälle durch Ertrinken und bei 36 Prozent der Unfälle, in die Fußgänger verwickelt sind. Außerdem ist Alkohol bei vielen Gewaltverbrechen im Spiel. Oftmals ist er der stille Begleiter, wenn jemand einen Mord, einen Überfall oder eine Vergewaltigung begeht, Selbstmord verübt oder ein Kind mißbraucht beziehungsweise mißhandelt.

Suchen wir Hilfe, falls jemand, der uns nahesteht, von Alkohol, Tabak oder Drogen abhängig ist.b Gottes Wort, die Bibel, sagt: „Ein wahrer Gefährte liebt allezeit und ist ein Bruder, der für die Zeit der Bedrängnis geboren ist“ (Sprüche 17:17). Der liebevolle Beistand von Familienangehörigen und Freunden kann viel dazu beitragen, daß jemand eine schwierige Situation meistert.

Um sich allerdings wirklich einer guten Gesundheit zu erfreuen, ist mehr erforderlich als eine gute körperliche Verfassung. Für die Aufrechterhaltung eines gesunden Lebensstils sind auch ein gesunder Geist und religiöse Faktoren wichtig. Darauf wird der folgende Artikel eingehen.

[Fußnoten]

a Eine ausführlichere Abhandlung zur Thematik „Gesunde Ernährung“ findet man im Erwachet! vom 22. Juni 1997, Seite 7—13.

b Siehe die Artikelserie „Hilfe für Alkoholiker und ihre Familie“ im Erwachet! vom 22. Mai 1992.

[Herausgestellter Text auf Seite 5]

„Sich einen gesunden Lebensstil anzueignen bedeutet nicht, daß man das Leben nicht mehr genießen darf“

[Herausgestellter Text auf Seite 6]

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation fordert das Rauchen jedes Jahr drei Millionen Menschenleben

[Herausgestellter Text auf Seite 7]

„Eine gesunde Ernährung schließt nicht aus, praktisch jeden Tag etwas von dem zu essen, was man gern mag“

[Bild auf Seite 5]

Zu einem gesunden Lebensstil gehört regelmäßige Bewegung

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Obst und Gemüse sind gesund

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Selbst die Bewegung bei der täglichen Hausarbeit kann gesundheitsfördernd sein

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