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  • Geht alles Leben auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück?
    Der Ursprung des Lebens: Fünf Fragen kritisch beleuchtet
    • WAS SAGEN DIE FOSSILFUNDE?

      Viele Wissenschaftler wollen die Vorstellung von einem gemeinsamen Ursprung des Lebens mit den Fossilfunden belegen. Ihrer Meinung nach stützen diese Funde die Auffassung, dass sich aus Fischen Amphibien entwickelten und aus Reptilien Säugetiere. Was zeigen die Fakten?

      Der Paläontologe und Evolutionsforscher David M. Raup sagt: „Statt eine allmähliche Entstehung von Leben zu entdecken, haben die Geologen aus Darwins und auch aus unserer Zeit eine äußerst unzusammenhängende, ungereimte Dokumentation vorgefunden. Will sagen: Arten erscheinen in den verschiedenen Schichten urplötzlich, weisen kaum oder gar keine Veränderungen auf und sind mit einem Mal wieder verschwunden.“32

      In Wirklichkeit zeugt die Fossilsammlung fast durchgängig davon, dass die verschiedenen Arten über lange Zeiträume unverändert geblieben sind. Man kann nicht nachvollziehen, wie eine Art in eine andere übergegangen sein soll. Typische Körperbaupläne treten plötzlich auf, und genauso plötzlich treten neue Merkmale auf. Zum Beispiel gibt es bei der Echoorientierung von Fledermäusen keinen Hinweis auf irgendwelche primitiveren Vorläufer.

      Über die Hälfte der großen Tierstämme scheint in einer relativ kurzen Zeitspanne zum Vorschein gekommen zu sein. Da so viele neue, unterschiedliche Lebensformen so plötzlich im Fossilzeugnis sichtbar werden, sprechen Paläontologen von der „Kambrischen Explosion“. Wann war das Kambrium?

      Stellen wir uns die Geschichte der Erde einmal als Zeitleiste vor, die so lang ist wie ein Fußballfeld (1). Vorausgesetzt die Schätzungen der Forscher sind korrekt, dann müsste man bei diesem Maßstab sieben Achtel der Strecke zurücklegen, um das Kambrium zu erreichen (2). In einem kleinen Abschnitt dieses Zeitraums treten alle großen Tierstämme in den fossilführenden Schichten auf. Wie lang ist dieser Abschnitt? Nicht einmal so lang wie ein einziger Schritt!

      Eine Zeitleiste, auf der ein Fussballfeld abgebildet ist. Sie soll den Beginn der Erdgeschichte darstellen, die sogenannte kambrische Explosion

      Das verhältnismäßig spontane Auftreten der verschiedenen Lebensformen hat viele Evolutionswissenschaftler dazu veranlasst, die traditionelle Theorie Darwins anzuzweifeln. Der Evolutionsbiologe Stuart Newman erklärte 2008 in einem Interview, man brauche eine andere Evolutionstheorie, die das plötzliche Erscheinen neuer Lebensformen erkläre. Er sagt: „Darwins Denkmodell zur Erklärung der Makroevolution, also der Entwicklung größerer Veränderungen im Körperbau, hat meiner Meinung nach so gut wie ausgedient. Es wird nur noch als eines von vielen Modellen übrig bleiben, und nicht einmal als das bedeutendste.“33

      LÜCKEN IM BEWEISMATERIAL

      Fossilien, wie sie in manchen Lehrbüchern dargestellt werden im Gegensatz zum tatsächlichen Größenverhältnis

      Warum werden in manchen Lehrbüchern Fossilien, die eine Abstammungslinie darstellen sollen, im Maßstab verändert?

      Links oben: Darstellung in manchen Lehrbüchern

      Rechts oben: Tatsächliches Größenverhältnis

      Was ist nun aber mit den Fossilien, die angeblich beweisen, dass aus Fischen Amphibien und aus Reptilien Säugetiere wurden? Zeichnen sie ein glaubwürdiges Bild von der Entwicklungsgeschichte? Bei eingehender Prüfung treten mehrere Schwachstellen zutage.

      Erstens werden die Größenverhältnisse in der Abstammungsreihe vom Reptil zum Säugetier in Lehrbüchern manchmal falsch dargestellt. Die Vertreter der verschiedenen Arten sind nicht ähnlich groß, wie die Abbildungen vermuten lassen, sondern einige sind riesig, andere eher klein.

      Eine zweite noch gravierendere Schwachstelle ist, dass man keinerlei Verwandtschaftsverhältnisse nachweisen kann. Die Glieder der Abstammungsketten sind oft durch eine zeitliche Kluft, die man auf Millionen Jahre schätzt, voneinander getrennt. Der Naturwissenschaftler Henry Gee kommentiert dazu: „Die zeitlichen Intervalle zwischen den Fossilien sind so gewaltig, dass wir überhaupt nichts Definitives über eine mögliche verwandtschaftliche Beziehung sagen können.“34c

      Der Biologe Malcolm S. Gordon sagt über die vorhandenen Fossilien von Fischen und Amphibien, sie seien nur ein sehr dürftiges, „nicht besonders repräsentatives Zeugnis der Lebensvielfalt, die damals unter diesen Tierstämmen geherrscht hat“. Er kommt zu dem Schluss: „Es ist unmöglich festzustellen, ob diese speziellen Organismen für spätere Entwicklungsstadien irgendeine Rolle spielten oder wie sie miteinander verwandt gewesen sein sollen.“35d

      Eine Grafik, die angebliche Verwandtschaftsverhältnisse zwischen verschiedenen Tierarten darstellt

      EIN FILM UND SEINE GESCHICHTE

      In einem Artikel, der 2004 in der Zeitschrift National Geographic erschien, wurde über die Fossildokumentation gesagt: „Sie ist wie ein Film über die Evolution, bei dem von jeweils 1 000 Einzelbildern 999 verloren gegangen sind.“36

      Eine Filmrolle und Einzelbilder

      Wenn „95 Einzelbilder“ des Fossilzeugnisses keine Übergänge von einer Art zur anderen erkennen lassen, warum ordnen Paläontologen die restlichen „5 Einzelbilder“ dann so an, als hätte es eine solche Entwicklung doch gegeben?

      Setzen wir diesen Gedankengang einmal fort: Von einem Spielfilm mit 100 000 Einzelbildern stehen uns nur 100 zur Verfügung. Könnten wir daraus die Handlung rekonstruieren? Vielleicht schwebt uns ja eine bestimmte Geschichte vor. Was aber, wenn nur 5 dieser Einzelbilder unsere bevorzugte Version stützen und die restlichen 95 eine ganz andere Geschichte erzählen? Würden wir trotzdem steif und fest an unserer Version festhalten? Könnte es sein, dass wir die 5 Einzelbilder bewusst in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet haben, damit sich unsere Vorstellung bestätigt? Müsste man aber nicht auch die anderen 95 Einzelbilder berücksichtigen?

      Was hat dieser Vergleich damit zu tun, wie Evolutionswissenschaftler die Fossilfunde einordnen? Weitaus die meisten Fossilien – die 95 Einzelbilder – bestätigen, dass sich die Arten über lange Zeiträume nur geringfügig verändert haben. Warum haben sich Forscher über diesen bedeutsamen Tatbestand jahrelang ausgeschwiegen? Der Autor Richard Morris sagt: „Offenbar hatte die Paläontologie die traditionelle Interpretation der schrittweisen Evolution angenommen und hielt sich daran, ungeachtet dessen, dass alle Beweise das Gegenteil vermuten ließen. Man hatte versucht, die Fossilien im Rahmen anerkannter Evolutionsthesen zu interpretieren.“37

      „Eine Reihe von Fossilien zu nehmen und zu behaupten, sie repräsentiere eine Abstammungslinie, ist keine nachprüfbare wissenschaftliche Hypothese, sondern eine Behauptung mit derselben Gültigkeit wie eine Gutenachtgeschichte – amüsant, vielleicht sogar lehrreich, aber alles andere als wissenschaftlich“ (Henry Gee: In Search of Deep Time–Beyond the Fossil Record to a New History of Life, S. 116, 117)

      Wie ist es heute? Werden die Fossilien inzwischen so interpretiert, dass sie den tatsächlichen Wissensstand auf dem Gebiet der Paläontologie und der Genetik weitestgehend widerspiegeln, oder stehen bei der Interpretation immer noch anerkannte Evolutionsthesen im Vordergrund?e

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    Der Ursprung des Lebens: Fünf Fragen kritisch beleuchtet
    • WIE DAS FOSSILZEUGNIS TATSÄCHLICH AUSSIEHT

      Fakt: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten alle Fossilien, die die Verwandtschaft zwischen Mensch und Affe stützen sollten, auf einem Billardtisch Platz. Inzwischen gibt es angeblich so viele Fossilien, dass man damit einen ganzen Güterwagen füllen kann.38 Doch mit Abstand das meiste sind einzelne Knochen oder einzelne Zähne. Komplett erhaltene Schädel findet man selten, ganz zu schweigen von vollständigen Skeletten.39

      Frage: Hat die größere Zahl von Fossilien, die dem „Stammbaum“ des Menschen zugeordnet werden, den Wissenschaftsstreit um die Frage beigelegt, wann und wie sich der Mensch aus dem Affen entwickelt hat?

      Antwort: Nein. Ganz im Gegenteil. Robin Derricourt von der Universität Neusüdwales (Australien) schrieb 2009 über die Klassifizierung dieser Fossilien: „Wahrscheinlich besteht die einzige Übereinstimmung darin, dass es keine Übereinstimmung gibt.“40 Forscher, die einen weiteren vermeintlichen Ast des evolutionären Stammbaums entdeckt hatten, schrieben 2007 in der Wissenschaftszeitschrift Nature, man könne überhaupt nichts darüber sagen, wann und wie die Entwicklungslinie des Menschen von der des Affen abgezweigt sei.41 Gyula Gyenis, Forscher am Institut für biologische Anthropologie der Eötvös-Loránd-Universität (Ungarn), schrieb 2002: „Die Klassifizierung und stammesgeschichtliche Einordnung hominider Fossilien wird unaufhörlich debattiert.“g Auch bringe das momentan vorhandene Fossilzeugnis die Forschung kein Stück weiter, wenn es darum gehe, genau zu bestimmen, wann, wo und wie sich der Mensch aus affenähnlichen Lebewesen entwickelt habe.42

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