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  • Exotische Früchte vom Amazonas
    Erwachet! 2004 | 22. Juli
    • Die nahrhafte açaí

      Die açaí-Palme (Euterpe oleracea), eine schlanke tropische Palme, gedeiht auf überschwemmten Flächen und im Sumpfland, und das besonders in den Mündungsgebieten des Amazonas und des Rio Tocantins im Bundesstaat Pará. Entlang der brasilianischen Atlantikküste wachsen die Palmen von Pará bis Bahia. Wenn einem der Schweiß von der Stirn tropft und man mit den Füßen im Wasser steht — ja, dann befindet man sich wohl im „açaí-Land“. Die Palmen haben einen zwar schlanken, aber kräftigen Stamm, können über 20 Meter hoch werden und haben eine Blätterkrone.

      Von August bis Dezember ist die Palme mit Früchten beladen, und zwar hängen sechs bis acht Büschel daran, bestückt mit 700 bis 900 kirschgroßen açaí-Beeren. Aber wie kommt man denn hoch oben an die Früchte heran? Da gilt es, zu klettern, und so mancher Kletterer flicht sich dafür aus den Fasern kleinerer açaí-Palmen eine Halterung. Er befestigt sie am Stamm, steigt mit den Füßen in die Halteriemen und klammert sich damit fest. Jetzt, wo er abgesichert ist, streckt er seine Arme nach oben und zieht sich hoch. Die Füße nachsetzend erklimmt er Stück für Stück den Baum bis zur Spitze. Dort schlägt er ein Büschel ab. Wirft er es einfach hinunter? Dann wären die Früchte ja hinüber. Nein, genau wie er hochgekommen ist, muss er nun wieder hinunter, nur dass er diesmal dabei noch das Büschel zu balancieren hat.

      Wie werden die Früchte verarbeitet? Eduardo, ein junger Mann aus Pará, erzählt: „Meine Mutter hat die açaí-Frucht in einen Kochtopf mit warmem Wasser gelegt. Dann hat sie gerührt und gerührt, bis sich die Schale und die dünne Schicht Fruchtfleisch von den großen Kernen gelöst hat.“ Die Frucht ist kalorienreich und enthält viel Eisen, Kalzium, Phosphor, Kalium und die Vitamine B1 und B2. Da versteht man auch, weshalb die açaí bei Sportlern als Kraftnahrung hoch im Kurs steht und warum Mütter die nahrhafte Frucht gern ihren Kindern geben. Viele Brasilianer trinken auch sehr gern ein Getränk aus açaí, Wasser, Zucker und Maniokstärke. Und Eduardo liebt ein Gericht aus getrockneten Garnelen und Maniok, das mit açaí gewürzt ist. Ein dickflüssiges, aromatisches Getränk entsteht, wenn man açaí-Beeren in heißem Wasser zerdrückt und durch ein Sieb rührt. Aber die Beeren sind nicht alles, was man nutzen kann.

      Die açaí-Palme gibt noch mehr her. Palmito (auch Palmkohl oder Palmherzen genannt) ist eine weiche, weißliche Masse aus dem Ansatz der Palmwedel und als Salat eine Delikatesse. Aus den Wurzeln wird Medizin zum Abtöten von Parasiten gemacht. Die Fasern verarbeitet man zu Besen. Aus den Blättern wird Papier hergestellt und sie dienen auch als Viehfutter. Und die Baumstämme liefern hervorragendes Bauholz.

  • Exotische Früchte vom Amazonas
    Erwachet! 2004 | 22. Juli
    • [Bild auf Seite 15]

      „Açaí“

      [Bildnachweis]

      André Valentim/Tyba/BrazilPhotos

      [Bild auf Seite 15]

      Ein Erntearbeiter erklimmt einen „açaí“-Baum

      [Bildnachweis]

      Lena Trindade/BrazilPhotos

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