Mädchenbanden — Ein beängstigender Trend
„SKRUPELLOS, explosiv und brutal“. Mit diesen Worten beschrieb die Zeitung The Globe and Mail Mädchenbanden an kanadischen Sekundarschulen. Immer mehr Mädchen haben es satt, zu einer Bande mit Jungen zu gehören, und gründen ihre eigene Bande. Ein Torontoer Kriminalbeamter, der sich mit Jugendbanden gut auskennt, bemerkte, die Mädchen setzten sich „auf sehr gewaltsame Weise“ durch. Und Dr. Fred Mathews sagte gemäß dem Globe, die Mädchen seien schnell bereit, „von Waffen und ‚extremer‘ Gewalt Gebrauch zu machen“, und sie seien „oftmals skrupelloser und aggressiver als ihre männlichen Pendants“. Wieso? Nach Meinung eines Polizisten sind diese gesetzlosen Mädchen der Ansicht, sie würden, „wenn sie geschnappt werden, nicht so lange im Gefängnis sitzen müssen“. Ein Sprecher der Polizei sagte gegenüber dem Globe, daß „bereits 11jährige Mädchen in Bagatelldelikte und in den Drogen- und Waffenhandel an Sekundarschulen verwickelt sind“.
Dr. Mathews, Psychologe und eine Autorität auf dem Gebiet derartiger Gewalttätigkeiten, befragte über einen Zeitraum von 10 Jahren Mitglieder von Mädchenbanden und stellte fest, daß die Mädchen „von Wutgefühlen beherrscht und rebellisch“ waren, und zwar „weitestgehend deshalb, weil sie aus zerrütteten Familien kamen und mißhandelt oder mißbraucht wurden“. Warum zieht es diese Jugendlichen in solche Banden? Banden vermitteln „ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Sicherheit“, erklärte ein Mädchen, das früher selbst Bandenmitglied war. Im Lauf des Interviews mit der Zeitung gestand sie jedoch, zwei Selbstmordversuche hinter sich zu haben, weil sie aus der Bande aussteigen wollte, und sagte dann weiter: „Eine Menge sogenannter Unfälle und Selbstmorde in den Randbezirken der Städte sind nichts anderes als Mordfälle, für die eine Bande verantwortlich ist. In einer Bande schützt man einander gegen andere Banden. Das Problem ist nur, sich gegen die eigenen Bandenmitglieder zu schützen.“
Ein besorgter Sekundarlehrer meinte: „Die gewaltbereiten Mädchen, mit denen wir es hier zu tun haben, sind vollkommen unberechenbar. Wenn sie wütend sind, weiß man nicht, wo und wie sie ihre Wut auslassen werden. Für einen Lehrer ist das höchst beängstigend.“ Die Bibel sagte voraus, daß es in den „letzten Tagen“ Zeiten geben wird, mit denen „man schwer fertig“ wird, denn die Menschen, Jugendliche eingeschlossen, würden ‘ohne Selbstbeherrschung und brutal’ sein (2. Timotheus 3:1-5).