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Edelsteine, kostbare SteineEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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Schon in frühen biblischen Zeiten schmückten sich Männer und Frauen mit Edelsteinen.
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Edelsteine, kostbare SteineEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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In der Bibel werden kostbare Steine zum ersten Mal in 1. Mose 2:11, 12 erwähnt, wo von Hawila gesagt wird, es gebe dort gutes Gold, „Bdelliumharz und den Onyxstein“.
Jemandes Reichtum wurde teilweise an seinem Besitz von kostbaren Steinen gemessen. König Salomo und König Hiskia hatten anscheinend große Mengen davon (1Kö 10:11; 2Ch 9:10; 32:27). Kostbare Steine dienten als Geschenke (1Kö 10:2, 10; 2Ch 9:1, 9), konnten unter der Kriegsbeute sein (2Sa 12:29, 30; 1Ch 20:2) und waren Handelsartikel, so z. B. bei den alten Tyrern (Hes 27:16, 22). In einem von Gott inspirierten Klagelied über den „König von Tyrus“ erklärte Hesekiel: „Jeder kostbare Stein war deine Decke: Rubin, Topas und Jaspis; Chrysolith, Onyx und Jade; Saphir, Türkis und Smaragd; und aus Gold war die Arbeit deiner Fassungen und deiner Vertiefungen an dir“ (Hes 28:12, 13). Die symbolische Frau Babylon die Große wird als mit kostbaren Steinen reich geschmückt dargestellt (Off 17:3-5; 18:11-17).
In alter Zeit wurden kostbare Steine zwar rund geschliffen, aber anscheinend wurden sie nicht wie heute mit Facetten versehen. Die Hebräer und die Ägypter schliffen kostbare Steine mit Schmirgel (Korund) oder mit Schmirgelpulver. Oft wurden die Steine mit Skulpturen verziert. Die Hebräer wussten wahrscheinlich, wie man Eingravierungen in Edelsteine macht, lange bevor sie in Gefangenschaft in Ägypten waren, wo man die Kunst des Gravierens ebenfalls beherrschte. Judas Siegelring war offensichtlich mit Gravierungen versehen (1Mo 38:18). Weitere Einzelheiten über Schmuck und Zierrate der alten Zeit unter ARMSPANGE; FUSSKETTCHEN; HALSKETTE; NASENRING; OHRRING; PERLE; RING; SCHMUCK; SPANGE.
Gebrauch in Verbindung mit der Anbetung. Den Israeliten in der Wildnis wurde die Gelegenheit geboten, für die Stiftshütte sowie für das Ephod und das Brustschild des Hohen Priesters wertvolle Dinge zu spenden. Ohne Zweifel handelte es sich bei diesen Spenden um Dinge, die ihnen die Ägypter gegeben hatten, als sie sie zum Verlassen ihres Landes drängten (2Mo 12:35, 36). Dazu gehörten auch „Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das Ephod und für das Brustschild“ (2Mo 25:1-7; 35:5, 9, 27). Die Schulterstücke des hohepriesterlichen Ephods waren mit zwei Onyxsteinen besetzt, auf denen je 6 der Namen der 12 Stämme Israels eingraviert waren. Das „Brustschild der Rechtsprechung“ war mit vier Reihen kostbarer Steine verziert. Im Bibelbericht heißt es: „Eine Reihe aus Rubin, Topas und Smaragd war die erste Reihe. Und die zweite Reihe war aus Türkis, Saphir und Jaspis. Und die dritte Reihe war aus Léschem-Stein, Achat und Amethyst. Und die vierte Reihe war aus Chrysolith und Onyx und Jade. Sie wurden in Goldfassungen gefasst in ihren Füllungen.“ In jeden Stein war der Name eines der 12 Stämme Israels eingraviert (2Mo 39:6-14; 28:9-21; siehe BRUSTSCHILD).
Obwohl Jehova König David nicht gestattete, den Tempel in Jerusalem zu bauen (1Ch 22:6-10), stellte David in seinem hohen Alter freudig wertvolle Materialien für den Tempelbau bereit, z. B. „Onyxsteine und Steine, die mit Hartmörtel einzusetzen sind, und Mosaiksteine und allerlei kostbare Steine und Alabastersteine in großer Menge“. Nicht nur er selbst steuerte eine beträchtliche Menge Materialien bei, sondern auch das Volk brachte freiwillige Gaben (1Ch 29:2-9). Als Salomo den Tempel baute, „belegte er das Haus zur Verschönerung mit kostbarem Gestein“, d. h., er verzierte es mit kostbaren Steinen (2Ch 3:6).
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