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Fragen von LesernDer Wachtturm 1995 | 1. November
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Doch im griechischen Text der Worte Jesu aus Matthäus 24:34 erscheint das Wort geneá. Es wird allgemein anerkannt, daß Jesus nicht von einem „Geschlecht“ von Menschen sprach, sondern von Menschen, die zu einer bestimmten Zeit lebten.
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1995 | 1. November
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Wie auf den Seiten 10 bis 15 erwähnt, verurteilte Jesus die Generation der damaligen Juden, seine Zeitgenossen, die ihn verwarfen (Lukas 9:41; 11:32; 17:25). Oft gebrauchte er näher bestimmende Wörter, wie „böse und ehebrecherisch“, „ungläubig und verdreht“ oder „ehebrecherisch und sündig“, um jene Generation zu beschreiben (Matthäus 12:39; 17:17; Markus 8:38). Als Jesus den Ausdruck „Generation“ zum letztenmal gebrauchte, befand er sich mit vier Aposteln auf dem Ölberg (Markus 13:3). Jene Männer, die damals weder mit Geist gesalbt waren noch zur Christenversammlung gehörten, bildeten weder eine „Generation“ noch ein Geschlecht von Menschen. Sie wußten jedoch genau, was Jesus meinte, wenn er den Ausdruck „Generation“ auf seine Zeitgenossen anwandte. Sie verstanden logischerweise, was er im Sinn hatte, als er das letztemal von „dieser Generation“ sprach.a Der Apostel Petrus, der dabei war, ermahnte danach die Juden mit den Worten: „Laßt euch aus dieser verkehrten Generation retten“ (Apostelgeschichte 2:40).
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1995 | 1. November
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Ja, bei der ersten Erfüllung war mit „dieser Generation“ offensichtlich das gleiche gemeint wie in anderen Fällen — die zeitgenössische Generation der ungläubigen Juden. Diese „Generation“ sollte nicht vergehen, bis sie alles erlebt haben würde, was Jesus vorhergesagt hatte. Wie Williamson erläuterte, bewahrheitete sich dies nach dem Augenzeugenbericht des Geschichtsschreibers Josephus in den Jahrzehnten, die der Zerstörung Jerusalems vorausgingen.
In der zweiten oder größeren Erfüllung müssen mit „dieser Generation“ logischerweise ebenfalls die Zeitgenossen gemeint sein. Wie aus dem auf Seite 16 beginnenden Artikel hervorgeht, brauchen wir nicht zu folgern, daß Jesus auf eine bestimmte Anzahl von Jahren Bezug nahm, die eine „Generation“ ausmachen.
Im Gegenteil, zwei Hauptpunkte können auf die jeweilige Zeit angewandt werden, die mit dem Begriff „Generation“ zusammenhängt: 1. Eine Generation von Menschen kann nicht als eine Zeit betrachtet werden, die eine bestimmte Anzahl Jahre umfaßt, wie das beispielsweise bei bestimmten Zeiträumen (Jahrzehnt oder Jahrhundert) der Fall ist. 2. Die Menschen einer Generation leben nicht während eines sehr langen, sondern eines verhältnismäßig kurzen Zeitabschnitts.
Was dachten die Apostel wohl, als sie Jesus von „dieser Generation“ reden hörten? Während wir im nachhinein wissen, daß die Zerstörung Jerusalems in der „großen Drangsal“ 37 Jahre später kam, konnten die Apostel, die Jesus zuhörten, das nicht wissen. Seine Erwähnung einer „Generation“ vermittelte ihnen nicht den Gedanken an einen langen Zeitraum, sondern an die Menschen, die in einer verhältnismäßig kurzen Zeit lebten. Das trifft auch auf unseren Fall zu.
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