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    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Jehova, der ein Geist ist (Joh 4:24; 2Ko 3:17), existiert schon immer, nicht aber die Materie, aus der das Universum besteht. Als daher Jehova die buchstäblichen Himmel und die Erde erschuf, gebrauchte er dazu keine schon vorhandene Materie. Das wird in 1. Mose 1:1 deutlich, wo es heißt: „Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde.“ Hätte die Materie schon immer existiert, wäre der Ausdruck „Anfang“ mit Bezug auf materielle Dinge unzutreffend gewesen. Nach der Erschaffung der Erde aber bildete Gott „aus dem Erdboden jedes wild lebende Tier des Feldes und jedes fliegende Geschöpf der Himmel“ (1Mo 2:19). Auch bildete er den Menschen „aus Staub vom Erdboden“ und blies in seine Nase den Odem des Lebens, sodass der Mensch eine lebende Seele wurde (1Mo 2:7).

      Treffend heißt es in Psalm 33:6: „Durch das Wort Jehovas sind die Himmel selbst gemacht worden und durch den Geist seines Mundes all ihr Heer.“ Während sich die Erde noch als „formlos und öde“ erwies und „Finsternis ... auf der Oberfläche der Wassertiefe“ war, bewegte sich Gottes wirksame Kraft hin und her über der Oberfläche der Wasser (1Mo 1:2). So gebrauchte Gott seine wirksame Kraft, seinen „Geist“ (hebr. rúach), um sein Schöpfungsvorhaben zu verwirklichen.

  • Schöpfung
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Angesichts der engen Gemeinschaft zwischen Jehova und seinem einziggezeugten Sohn bei der Schöpfungstätigkeit und weil der Sohn „das Bild des unsichtbaren Gottes“ ist (Kol 1:15; 2Ko 4:4), war es offensichtlich Jehovas einziggezeugter Sohn und Werkmeister, zu dem er die Worte sprach: „Lasst uns Menschen machen in unserem Bilde“ (1Mo 1:26).

  • Schöpfung
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Durch die Worte: „Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde“ (1Mo 1:1) lässt die Bibel die Frage offen, wann dies geschah. Ihre Erklärung: „Im Anfang“ ist daher unanfechtbar, ganz gleich, welches Alter Wissenschaftler für den Erdball sowie für die verschiedenen Planeten und anderen Himmelskörper annehmen mögen. Die Erschaffung der materiellen Himmel und der Erde kann tatsächlich Milliarden Jahre zurückliegen.

      Weitere schöpferische Tätigkeit in Verbindung mit der Erde. In 1. Mose, Kapitel 1 bis Kapitel 2, Vers 3 wird nach dem Bericht über die Erschaffung der materiellen Himmel und der Erde (1Mo 1:1, 2) weitere schöpferische Tätigkeit in Verbindung mit der Erde beschrieben. 1. Mose, Kapitel 2 enthält, beginnend mit Vers 5, einen Parallelbericht, der am dritten Tag einsetzt, nachdem das trockene Land erschienen war, aber noch vor Erschaffung der Landpflanzen. Darin werden Einzelheiten erwähnt, die in der allgemeinen Übersicht in 1. Mose, Kapitel 1 nicht zu finden sind. Der inspirierte Bericht spricht von sechs Schöpfungsperioden, „Tage“ genannt, und einer siebten Periode, dem „siebten Tag“, währenddessen Gott von Schöpfungswerken in Verbindung mit der Erde abließ und zu ruhen begann (1Mo 2:1-3). Obwohl der Bericht in 1. Mose über die Schöpfungstätigkeit hinsichtlich der Erde keine Einzelheiten über botanische und zoologische Unterscheidungsmerkmale wie die heute üblichen enthält, schließt die darin verwendete Ausdrucksweise hinreichend die Hauptgruppen der Lebensformen ein und zeigt, dass diese so erschaffen wurden, dass sie sich nur nach ihren bestimmten „Arten“ fortpflanzen (1Mo 1:11, 12, 21, 24, 25; siehe ART).

      Aus der folgenden Tabelle ist ersichtlich, was Gott gemäß dem Bericht in 1. Mose während der sechs „Tage“ erschuf.

      SCHÖPFUNGSWERKE JEHOVAS AUF DER ERDE

      Tag

      Schöpfungswerke

      Schriftstellen

      1

      Licht; Scheidung zwischen Tag und Nacht

      1Mo 1:3-5

      2

      Ausdehnung, eine Scheidung zwischen den Wassern unterhalb der Ausdehnung und den Wassern oberhalb davon

      1Mo 1:6-8

      3

      Trockenes Land; Pflanzen

      1Mo 1:9-13

      4

      Himmlische Lichter werden von der Erde aus erkennbar

      1Mo 1:14-19

      5

      Seelen im Wasser und fliegende Geschöpfe

      1Mo 1:20-23

      6

      Landtiere; Mensch

      1Mo 1:24-31

      In 1. Mose 1:1, 2 wird auf eine Zeit vor den oben erwähnten sechs „Tagen“ Bezug genommen. Zu der Zeit, als diese „Tage“ begannen, existierten Sonne, Mond und Sterne bereits, denn ihre Erschaffung wird in 1. Mose 1:1 erwähnt. Vor Beginn der sechs „Tage“ der Schöpfungstätigkeit erwies sich die Erde jedoch „als formlos und öde, und Finsternis war auf der Oberfläche der Wassertiefe“ (1Mo 1:2). Offenbar war die Erde immer noch von einer Wolkenschicht umgeben, die verhinderte, dass das Licht die Erdoberfläche erreichte.

      Als Gott am ersten Tag sagte: „Es werde Licht“, drang offensichtlich diffuses Licht durch diese Wolkenschicht, obwohl die Lichtquellen von der Erdoberfläche aus noch nicht erkennbar waren. Anscheinend handelte es sich dabei um einen allmählichen Vorgang, wie in der Übersetzung von J. W. Watts angedeutet wird: „Und allmählich kam das Licht ins Dasein“ (1Mo 1:3; A Distinctive Translation of Genesis). Gott führte eine Scheidung zwischen dem Licht und der Finsternis herbei, und er nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Daraus geht hervor, dass sich die Erde während ihres Umlaufs um die Sonne um ihre eigene Achse drehte, sodass sich jeweils eine Hälfte der Erde im Licht und eine in der Finsternis befand (1Mo 1:3, 4).

      Am zweiten Tag machte Gott eine Ausdehnung, indem er eine Scheidung herbeiführte „zwischen den Wassern und den Wassern“. Ein Teil des Wassers verblieb auf der Erde, doch wurde eine große Menge Wasser hoch über die Erdoberfläche gehoben, und dazwischen entstand eine Ausdehnung. Gott nannte die Ausdehnung Himmel, doch diese Bezeichnung steht im Verhältnis zur Erde, denn von den oberhalb der Ausdehnung schwebenden Wassern wird nicht gesagt, darin seien Sterne oder andere Himmelskörper eingeschlossen (1Mo 1:6-8; siehe AUSDEHNUNG).

      Am dritten Tag wurden zufolge der wunderwirkenden Macht Gottes die Wasser auf der Erde gesammelt, und trockenes Land erschien, das Gott Erde nannte. Es geschah auch an diesem Tag – und zwar nicht etwa durch Zufall oder zufolge eines evolutionären Vorgangs –, dass Gott Atomen der Materie den Bauplan des Lebens übertrug, sodass Gras, Pflanzen und Fruchtbäume ins Dasein gebracht wurden. Jede dieser drei grundlegenden Arten konnte sich nach ihrer „Art“ fortpflanzen (1Mo 1:9-13).

      Der göttliche Wille hinsichtlich der Lichter wurde am vierten Tag verwirklicht, denn es heißt: „Gott machte dann die beiden großen Lichter, das größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht, und auch die Sterne. So setzte Gott sie in die Ausdehnung der Himmel, damit sie auf die Erde leuchten und bei Tag und bei Nacht herrschen und zwischen dem Licht und der Finsternis eine Scheidung herbeiführen“ (1Mo 1:16-18). Gemäß der Beschreibung dieser Lichter handelte es sich bei dem größeren Licht offensichtlich um die Sonne und bei dem kleineren Licht um den Mond, auch wenn in der Bibel Sonne und Mond erst nach dem Bericht über die Flut der Tage Noahs ausdrücklich erwähnt werden (1Mo 15:12; 37:9).

      Vorher, im Bericht über den ersten „Tag“, wurde der Ausdruck „Es werde Licht“ verwendet. Das hebräische Wort, das dort für „Licht“ gebraucht wird, ist ʼōr und bedeutet Licht im allgemeinen Sinn. Im Bericht über den vierten „Tag“ wird jedoch das hebräische Wort maʼṓr verwendet, das die Quelle des Lichts bezeichnet (1Mo 1:14). Zwar wurde also am ersten „Tag“ die Lufthülle offensichtlich von diffusem Licht durchdrungen, aber die Lichtquellen hätten von der Erde aus nicht gesehen werden können. Jetzt, am vierten „Tag“, trat offenbar ein Wechsel ein.

      Es ist auch beachtenswert, dass in 1. Mose 1:16 nicht das hebräische Verb baráʼ, „erschaffen“, „schaffen“, gebraucht wird, sondern das hebräische Verb ʽaßáh, „machen“. Da Sonne, Mond und Sterne in dem in 1. Mose 1:1 erwähnten Begriff „Himmel“ eingeschlossen sind, müssen sie lange vor dem vierten Tag erschaffen worden sein. Am vierten Tag ging Gott daran, diese Himmelskörper zu „machen“, indem er sie in ein neues Verhältnis zur Erdoberfläche und zu der darüber befindlichen Ausdehnung brachte. Wenn gesagt wird: „So setzte Gott sie in die Ausdehnung der Himmel, damit sie auf die Erde leuchten“, deutet das an, dass sie nun von der Erdoberfläche aus sichtbar wurden, so als ob sie sich in der Ausdehnung befänden. Diese Lichter sollten auch „als Zeichen und zur Bestimmung von Zeitabschnitten und Tagen und Jahren dienen“, nach denen sich später der Mensch in verschiedener Beziehung richten könnte (1Mo 1:14).

      Der fünfte Tag war von der Erschaffung der ersten nichtmenschlichen Seelen auf der Erde geprägt. Nicht lediglich ein Geschöpf, aus dem sich nach Gottes Vorsatz etwa andere Lebensformen hätten entwickeln sollen, sondern buchstäblich ein Gewimmel lebender Seelen wurde damals zufolge der göttlichen Macht hervorgebracht. Es heißt: „Gott ging daran, die großen Seeungetüme zu erschaffen und jede lebende Seele, die sich regt, die die Wasser hervorwimmelten, nach ihren Arten und jedes geflügelte fliegende Geschöpf nach seiner Art.“ Zufrieden mit dem, was er ins Dasein gebracht hatte, segnete Gott sie und befahl ihnen, ‘viele zu werden’, was möglich war, weil Gott diese Geschöpfe aus vielen verschiedenen Familienarten mit der Fähigkeit ausgestattet hatte, sich „nach ihren Arten“ fortzupflanzen (1Mo 1:20-23).

      Am sechsten Tag ging Gott daran, „die wild lebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art“, und wie alle vorhergehenden Schöpfungswerke Gottes war auch dieses Werk gut (1Mo 1:24, 25).

      Gegen Ende des sechsten Tages der schöpferischen Tätigkeit brachte Gott eine völlig neue Art Geschöpf ins Dasein, die zwar geringer als die Engel war, den Tieren aber überlegen. Es war der Mensch, geschaffen im Bilde Gottes, gemäß seinem Gleichnis. Während in 1. Mose 1:27 nur kurz erwähnt wird, dass Gott den Menschen „männlich und weiblich erschuf“, zeigt der Parallelbericht in 1. Mose 2:7-9, dass Jehova Gott den Menschen aus Staub vom Erdboden bildete, in seine Nase den Odem des Lebens blies und der Mensch so eine lebende Seele wurde, der ein paradiesisches Heim sowie Nahrung zur Verfügung gestellt wurde. In diesem Fall verwendete Jehova bei seiner schöpferischen Tätigkeit die Elemente der Erde, und nachdem er den Mann gebildet hatte, erschuf er aus einer Rippe Adams als Grundstoff den weiblichen Menschen (1Mo 2:18-25). Mit der Erschaffung der Frau war die „Art“ Mensch vollständig (1Mo 5:1, 2).

      Darauf segnete Gott die Menschheit, indem er zum ersten Menschen und seiner Frau sagte: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie euch, und haltet euch die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt“ (1Mo 1:28; vgl. Ps 8:4-8). Gott sorgte ausreichend für die Menschheit und für die anderen irdischen Geschöpfe, indem er ihnen „alle grünen Pflanzen zur Speise“ gab. Über das Ergebnis dieser schöpferischen Tätigkeit sagt der inspirierte Bericht: „Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1Mo 1:29-31). Nachdem der sechste Tag erfolgreich abgeschlossen war und Gott seine schöpferische Tätigkeit vollendet hatte, „begann [er] am siebten Tag von all seinem Werk zu ruhen, das er gemacht hatte“ (1Mo 2:1-3).

      Am Ende des Überblicks über die Ergebnisse jedes einzelnen der sechs Schöpfungstage wird gesagt: „Und es wurde Abend, und es wurde Morgen“, ein erster, zweiter, dritter Tag usw. (1Mo 1:5, 8, 13, 19, 23, 31). Da jeder Schöpfungstag länger dauerte als 24 Stunden (wie später noch gezeigt wird), bezieht sich dieser Ausdruck nicht buchstäblich auf Nacht und Tag, sondern ist bildlich zu verstehen. Zur Abendzeit waren die Dinge nicht klar erkennbar, aber am Morgen waren sie deutlich sichtbar. Am „Abend“ oder Anfang jeder Schöpfungsperiode oder jedes „Tages“ wusste Gott zwar genau, was er sich für den betreffenden Tag vorgenommen hatte, aber für die Engel, die das Ganze beobachteten, war es nicht deutlich zu erkennen. Doch wenn der „Morgen“ kam, erschien das, was sich Gott für jenen Tag vorgenommen hatte, wie in vollem Licht, da es dann vollbracht war. (Vgl. Spr 4:18.)

      Länge der Schöpfungstage. Die Bibel sagt nicht, wie lang die einzelnen Schöpfungsperioden waren. Sie endeten aber alle, denn vom sechsten Tag (wie auch von jedem der fünf vorausgehenden Tage) wird gesagt: „Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein sechster Tag“ (1Mo 1:31). Vom siebten Tag, an dem Gott zu ruhen begann, wird das jedoch nicht gesagt, was andeutet, dass er noch nicht zu Ende war (1Mo 2:1-3). Mehr als 4000 Jahre nach dem Beginn des siebten Tages oder des göttlichen Ruhetages wies Paulus darauf hin, dass er immer noch andauerte. In Hebräer 4:1-11 bezog sich Paulus auf Davids früher geäußerte Worte (Ps 95:7, 8, 11) sowie auf 1. Mose 2:2 und fügte dann noch die Aufforderung hinzu: „Lasst uns daher unser Äußerstes tun, in jene Ruhe einzugehen.“ Zur Zeit des Apostels hatte der siebte Tag bereits Tausende von Jahren gedauert und war noch nicht zu Ende. Die Tausendjahrherrschaft Jesu Christi, der in der Bibel als der „Herr des Sabbats“ bezeichnet wird (Mat 12:8), ist offensichtlich Teil des großen Sabbats, des Ruhetages Gottes (Off 20:1-6). Das würde andeuten, dass vom Beginn des Ruhetages Gottes bis zu seinem Ende Tausende von Jahren vergehen würden. Die Woche von Tagen, die in 1. Mose 1:3 bis 2:3 beschrieben wird und deren letzter Tag ein Sabbat ist, scheint mit der Woche vergleichbar zu sein, in die die Israeliten ihre Zeit aufteilten, wobei sie dem Willen Gottes entsprechend am siebten Tag den Sabbat hielten (2Mo 20:8-11). Da außerdem der siebte Tag schon Tausende von Jahren andauert, kann vernünftigerweise daraus gefolgert werden, dass jede einzelne der sechs Schöpfungsperioden, jeder Tag, mindestens einige Jahrtausende lang war.

      Dass ein Tag länger sein kann als 24 Stunden, geht aus 1. Mose 2:4 hervor, wo von der gesamten Schöpfungsperiode als von einem „Tag“ die Rede ist. Das wird auch durch die inspirierte Bemerkung des Petrus bestätigt, „dass e i n Tag bei Jehova wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie e i n Tag“ (2Pe 3:8). Der Gedanke, dass die einzelnen Schöpfungstage nicht nur 24 Stunden dauerten, sondern sich über längere Zeitabschnitte, ja über Jahrtausende erstreckten, lässt sich auch eher mit den Erkenntnissen vereinbaren, die die Erde selbst liefert.

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