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  • Opfer oder Märtyrer — Worin liegt der Unterschied?
    Erwachet! 1993 | 8. Mai
    • Während der NS-Herrschaft (1933—45) hatten Jehovas Zeugen grausame Verfolgung zu erdulden, weil sie den Mut aufbrachten, neutral zu bleiben, und Hitler nicht in seinen Kriegsbemühungen unterstützten. Tausende von ihnen schickte man in die schrecklichen Konzentrationslager, wo viele entweder hingerichtet wurden oder an den Mißhandlungen starben. Doch sie hätten den Leiden und dem Tod entgehen können. Sie konnten es sich aussuchen; man bot ihnen einen Ausweg an. Sie brauchten nur ein Schriftstück zu unterschreiben, durch das sie ihrem Glauben abgeschworen hätten, und wären dann freigelassen worden. Die allermeisten lehnten es jedoch ab zu unterschreiben und wurden so nicht nur zu Opfern des NS-Terrors, sondern auch zu Märtyrern. Daher sind zwar alle Märtyrer gleichzeitig Opfer, doch nur wenige Opfer wurden freiwillig zu Märtyrern. Sie waren siegreich angesichts des Todes.

      Unparteiisches Zeugnis etlicher Personen, die keine Zeugen Jehovas waren, beweist diese Tatsache. „Der Schweizer Pfarrer Bruppacher bemerkte 1939: ‚Während Männer, die sich Christen nennen, in den entscheidenden Prüfungen versagt haben, weigern sich diese unbekannten Zeugen von Jehova als christliche Märtyrer standhaft, ihr Gewissen zu verletzen und heidnische Götzenanbetung zu pflegen ... Sie leiden und bluten, weil sie als ‚Zeugen Jehovas‘ und Anwärter des Königreiches Christi die Hitlerverehrung ... [und] das Hakenkreuz ... ablehnen.‘“

  • Siegreich angesichts des Todes
    Erwachet! 1993 | 8. Mai
    • Siegreich angesichts des Todes

      „Die Zeugen konnten — zur Verwunderung der Nazis — nicht ausgerottet werden. Je härter sie bedrängt wurden, desto fester war ihr Zusammenhalt, der sie in ihrem Widerstand hart wie Diamant werden ließ. Hitler schleuderte sie in eine Endzeitschlacht, in der sie ihren Glauben bewahrten. ... ihre Erfahrungen sind für alle, die studieren, wie man unter extremem Druck überleben kann, wertvolles Material. Denn sie überlebten“ (Geschichtswissenschaftlerin Dr. Christine King in der Zeitschrift Together).

      JEHOVAS ZEUGEN sollten als diejenige religiöse Gemeinschaft betrachtet werden, die im 20. Jahrhundert weltweit am massivsten verleumdet und verfolgt worden ist. Die Zeugen werden nicht nur mißverstanden, sondern oft auch mißhandelt, und das nur deswegen, weil sie als Christen neutral bleiben und weder den Krieg lernen noch Krieg führen. Da sie sich auf keine Weise in die Politik verwickeln lassen, haben sie sich den Zorn der Herrscher vieler totalitärer Staaten zugezogen. Einer ihrer Beiträge zur neuzeitlichen Geschichte ist jedoch ihre strikte Neutralität und unerschütterliche Lauterkeit, wofür sie überall bekannt sind.a

      Der britische Historiker Arnold Toynbee schrieb 1966: „In unserer Zeit sind in Deutschland Christen zu Märtyrern geworden, die lieber ihr Leben gaben, als dem zügellosen Nationalismus zu huldigen, der durch den Menschengott Adolf Hitler repräsentiert wurde.“ Die Tatsachen zeigen, daß Jehovas Zeugen unter diesen Märtyrern hervorstechen. Einige Erlebnisberichte sollen deutlich machen, wie sie handelten, als sie wegen ihrer Lauterkeit verfolgt wurden und man ihnen sogar mit dem Tod drohte — und das nicht nur während des NS-Regimes. In vielen Teilen der Welt können sie auf eine beispiellose Reihe von Siegen zurückblicken, die sie selbst angesichts des Todes errungen haben.

  • Siegreich angesichts des Todes
    Erwachet! 1993 | 8. Mai
    • [Kasten/Bild auf Seite 6]

      Märtyrertum in Deutschland

      AUGUST DICKMANN war 23 Jahre alt, als der SS-Führer Heinrich Himmler anordnete, August vor den Augen aller Zeugen Jehovas im Konzentrationslager Sachsenhausen zu erschießen. Der Augenzeuge Gustav Auschner berichtete: „Dickmann wurde erschossen, und uns wurde gesagt, daß wir alle erschossen würden, wenn wir nicht unterschrieben. Wir würden zu je 30 bis 40 Mann in die Sandgrube geführt und erschossen. Am andern Morgen kam die SS und brachte für jeden einen Zettel zum Unterschreiben mit, andernfalls würden wir erschossen. Mit langen Gesichtern mußten sie wieder abziehen, da keiner unterschrieb. ... Durch die öffentliche Erschießung wollten sie uns Angst einjagen. Wir fürchteten Jehova mehr als ihre Kugeln, und so erschossen sie keinen mehr öffentlich.“

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