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Schweiz und LiechtensteinJahrbuch der Zeugen Jehovas 1987
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Dazu kam, daß eine Sondernummer der Zeitschrift Das Goldene Zeitalter gedruckt wurde, die einen eingehenden Bericht über den Kongreß enthielt.
Wie du siehst, zeigt die Titelseite dieser Ausgabe einen schwarzen Priesterhut auf einer Stange vor der Silhouette von Luzern. Die Bildunterschrift lautet: „Der neue Geßlerhut“. Wer war dieser Geßler? In Friedrich Schillers Drama Wilhelm Tell wird Geßler als grausamer Landvogt dargestellt, der im 13. Jahrhundert die freiheitsliebende Bevölkerung rund um den Vierwaldstätter See zu unterjochen suchte. Es wird gesagt, er habe seinen Hut auf eine Stange gesteckt und das Volk gezwungen, sich zum Zeichen ihrer Unterwerfung und Ergebenheit davor zu verbeugen. Somit wurde durch den Geßlerhut, der als das Symbol des Despotismus auf der Titelseite der Sonderausgabe des Goldenen Zeitalters erschien, auf die von der Geistlichkeit bei jenem Anlaß angeregte Unterdrückung der Redefreiheit angespielt.
Von dieser Ausgabe wurden 100 000 Exemplare gedruckt, von denen 20 000 kostenlos an alle Haushaltungen in Luzern und Umgebung verteilt wurden. Die nachgedruckten 18 000 Exemplare waren in wenigen Tagen ebenfalls verbreitet. Noch heute ist der Kongreß 1936 in Luzern für viele unvergeßlich!
Einer, dessen Interesse damals durch die Sondernummer der Zeitschrift Das Goldene Zeitalter geweckt wurde, war Edouard Zysset aus Bern. Er ging ins Büro der Gesellschaft, und nach einer lebhaften Diskussion mit dem verantwortlichen Redakteur, Bruder Zürcher, ging er mit einem Stoß Publikationen unter dem Arm nach Hause.
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Schweiz und LiechtensteinJahrbuch der Zeugen Jehovas 1987
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[Bild auf Seite 149]
Titelseite der Sonderausgabe der Zeitschrift „Das Goldene Zeitalter“, die den Tatsachenbericht über den denkwürdigen Kongreß in Luzern enthielt
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