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41. Bibelbuch — Markus„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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Gemäß den ältesten Überlieferungen von Papias, Origenes und Tertullian erhielt Markus seine Informationen von Petrus, mit dem er in enger Verbindung stand.a Petrus bezeichnete ihn sogar als „mein Sohn“ (1. Pet. 5:13). Von sozusagen allem, was Markus aufzeichnete, war Petrus Augenzeuge gewesen; es ist also möglich, daß Markus vieles, was er erwähnte, aber in den anderen Evangelien fehlt, von ihm erfahren hatte. Zum Beispiel spricht Markus von den „Lohnarbeitern“, die für Zebedäus arbeiteten, davon, daß ein Aussätziger Jesus inständig, „ja kniefällig“ bat, daß ein Mann, der unter der Macht eines Dämons stand, sich ‘mit Steinen zerschlug’ und daß Jesus auf dem Ölberg, „dem Tempel gegenüber“, saß, als er seine Prophezeiung über das ‘Kommen des Menschensohnes mit großer Macht und Herrlichkeit’ äußerte (Mar. 1:20, 40; 5:5; 13:3, 26).
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41. Bibelbuch — Markus„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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7. Inwiefern unterscheidet sich das Markusevangelium vom Matthäusevangelium?
7 Obwohl Markus Zugang zum Matthäusevangelium hatte und nur 7 Prozent seines Berichts in den anderen Evangelien nicht enthalten sind, wäre es ein Fehler, zu glauben, Markus hätte einfach das Matthäusevangelium zusammengefaßt und ein paar besondere Einzelheiten hinzugefügt. Während Matthäus Jesus als den verheißenen Messias und König darstellte, behandelt Markus Jesu Leben und seine Werke von einem anderen Gesichtswinkel aus. Er schildert Jesus als den wunderwirkenden Sohn Gottes, den siegenden Retter. Markus legt mehr Nachdruck auf die Taten Christi als auf seine Predigten und seine Lehren. Nur verhältnismäßig wenige Gleichnisse und nur eines der von Jesus geführten längeren Gespräche hat er niedergeschrieben, und die Bergpredigt hat er ganz ausgelassen. Aus diesem Grund ist das Markusevangelium kürzer, obwohl es genausoviel Handlung enthält wie die anderen. Markus nimmt auf mindestens 19 Wunder besonders Bezug.
8. Was zeigt, daß das Markusevangelium offensichtlich für die Römer geschrieben wurde?
8 Während Matthäus sein Evangelium für die Juden schrieb, hatte Markus offensichtlich beim Schreiben vornehmlich die Römer im Sinn. Wieso wissen wir das? Markus erwähnt das Gesetz Mose nur dann, wenn er von einem Gespräch berichtet, das sich darauf bezog; außerdem läßt er das Geschlechtsregister Jesu aus. Das Evangelium Christi stellt er als von weltumfassender Bedeutung dar. Jüdische Bräuche und Lehren, mit denen nichtjüdische Leser eventuell nicht vertraut waren, erklärt er kurz (2:18; 7:3, 4; 14:12; 15:42), und aramäische Ausdrücke übersetzt er (3:17; 5:41; 7:11, 34; 14:36; 15:22, 34). Wenn er geographische Bezeichnungen oder Pflanzen aus Palästina erwähnt, macht er dazu nähere Angaben (1:5, 13; 11:13; 13:3). Den Wert jüdischer Münzen gibt er in römischem Geld an (12:42, Fußnote). Er verwendet mehr lateinische Wörter als die anderen Evangelienschreiber, z. B. speculator (Leibwächter), praetorium (Palast des Statthalters) und centurio (Offizier) (6:27; 15:16, 39).
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