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GroßbritannienJahrbuch der Zeugen Jehovas 2000
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Hunderte von Pionieren, die zuerst in diesem Dienstzweig Erfahrung gesammelt hatten, stellten sich später zur Verfügung, um als Mitglieder der Bethelfamilie im britischen Zweigbüro zu dienen. Gegenwärtig zählt die Bethelfamilie 393 Brüder und Schwestern, von denen 38 schon 20 Jahre oder länger dort tätig sind.
Einer dieser Bethelmitarbeiter ist Christopher Hill. Warum er sich um den Betheldienst bewarb? Seine Antwort: „1989 begann ich mit dem Pionierdienst. Ich wollte jedoch Jehova und mir selbst beweisen, daß ich aus Liebe zu ihm im Vollzeitdienst bin und nicht nur, weil meine Mutter und mein Vater im Pionierdienst stehen. Ich wollte, daß die Wahrheit nicht nur einen Teil meines Lebens beeinflußt, sondern daß sie mein ganzes Leben erfüllt. Ich wußte, der Betheldienst würde mir diese Möglichkeit bieten, auch wenn er eine Herausforderung für mich wäre.“
Geraint Watkin ist auch ein Mitglied der Bethelfamilie. Zu Beginn der 80er Jahre lehnte er eine Universitätsausbildung ab, um den Pionierdienst aufzunehmen. Er bestritt seinen Unterhalt mit Teilzeitarbeit auf dem Bauernhof seines Vaters. Geraint erlebte im Pionierdienst viel Freude, und er hegte die Hoffnung, eines Tages Missionar zu werden. Warum bewarb er sich dann um den Betheldienst? Nun, ein Artikel im Wachtturm von 1989 beeindruckte ihn zutiefst. Darin las er den Lebensbericht von Max Larson, einem Glied der Bethelfamilie in den Vereinigten Staaten. Bruder Larson sagte: „Ich bin fest davon überzeugt, daß das Bethel der beste Platz der Welt ist, bis die Erde ein Paradies wird.“ Geraint war aufgefallen, daß Bruder Larson — nachdem er zuvor um ein Bethelbewerbungsformular gebeten hatte — diese Angelegenheit Jehova immer wieder im Gebet vorgetragen hatte. Prompt tat Geraint das gleiche. Ungefähr zehn Tage nachdem er sich um den Betheldienst beworben hatte, erhielt er einen Anruf und wurde eingeladen, ein Glied der Bethelfamilie in Großbritannien zu werden. Im Bethel kann er jetzt seine Erfahrung gut nutzen, die er auf dem Bauernhof seines Vaters gesammelt hat, denn er bewirtschaftet nun einen Bauernhof, der die Bethelfamilie in London mit Nahrungsmitteln versorgt. Früher diente ihm die Arbeit auf dem Bauernhof lediglich dazu, seinen Pionierdienst finanzieren zu können, aber jetzt sieht er die Arbeit auf der Farm als seine „Bethelzuteilung von Jehova“ an.
Für andere wiederum waren theokratische Bauvorhaben ein Ansporn. Während Denise (Teddy) McNeil im Pionierdienst stand, ging ihr Ehemann Gary weltlicher Arbeit nach, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Als aber dann 1987 am Bethel in London Bauarbeiten begannen, stellten sich beide zur Verfügung. Zwar erhielten sie damals noch keine Einladung zum Dienst im Bethel, doch 1989 war es dann soweit: Sie wurden eingeladen, Mitglieder der Bethelfamilie zu werden. Da sie sich noch allzugut an den Rat des Kreisaufsehers erinnern konnten, nämlich niemals eine Zuteilung von Jehova abzulehnen, nahmen sie die Einladung an. Garys Fähigkeiten auf dem Gebiet der Elektronik und Teddys Erfahrung als Zahnarzthelferin haben sich als sehr wertvoll erwiesen. Beide waren auch daran beteiligt, das Interesse an der Tätigkeit im polnisch- und bengalischsprachigen Gebiet im Raum London zu fördern.
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[Bild auf Seite 95]
Die Bethelfamilie in Großbritannien bei der morgendlichen Anbetung
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