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„Ihr seid um einen Preis erkauft worden“Der Wachtturm 1991 | 15. Februar
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Die Dinge auf der Erde einsammeln
10, 11. (a) Wieso ist das Lösegeld nicht nur für gesalbte Christen bestimmt? (b) Wer bildet die große Volksmenge, und welchen Stand nehmen sie vor Gott ein?
10 Erfahren nur gesalbte Christen eine Befreiung durch Lösegeld, d. h. die Vergebung ihrer Sünden? Nein, Gott versöhnt alle Dinge mit sich, indem er durch das am Marterpfahl vergossene Blut Frieden macht, wie aus Kolosser 1:14, 20 hervorgeht. Das betrifft sowohl die Dinge in den Himmeln (die 144 000) als auch die Dinge auf der Erde. Bei den letzteren handelt es sich um diejenigen, denen irdisches Leben in Aussicht steht, Menschen, die sich des vollkommenen Lebens im Paradies auf der Erde erfreuen werden. Besonders seit 1935 werden gezielte Anstrengungen unternommen, diese Menschen einzusammeln. In Offenbarung 7:9-17 werden sie als eine „große Volksmenge“ beschrieben, die Gott und dem Lamm Rettung verdankt. Sie müssen noch die „große Drangsal“ überleben und zu ‘Wasserquellen des Lebens geleitet’ werden, denn wie Offenbarung 20:5 zeigt, werden sie erst am Ende der Tausendjahrherrschaft Christi völlig lebendig werden oder vollkommenes menschliches Leben haben. Diejenigen, die dann als vollkommene Menschen die Schlußprüfung bestehen, werden zu ewigem Leben auf der Erde gerechtgesprochen werden (Offenbarung 20:7, 8).
11 Dennoch haben die Angehörigen der großen Volksmenge bereits jetzt „ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht“ (Offenbarung 7:14). Christus handelt ihnen gegenüber nicht als Mittler des neuen Bundes, doch ziehen sie durch das Wirken des Königreiches Gottes Nutzen aus diesem Bund. Ihnen gegenüber handelt Christus als Hoherpriester, durch den Jehova das Lösegeld insoweit anwenden kann und es auch tut, als er sie jetzt als seine Freunde gerechtspricht. (Vergleiche Jakobus 2:23.) Während des Millenniums werden sie allmählich „von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden“, bis sie schließlich „zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ gelangen (Römer 8:21).
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„Ihr seid um einen Preis erkauft worden“Der Wachtturm 1991 | 15. Februar
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13. Welchen Vorteil haben wir gegenüber vorchristlichen Dienern Gottes?
13 Anders verhält es sich mit wahren Christen heute. Ihre Anbetung erfolgt auf der Grundlage eines Lösegeldes, das bezahlt worden ist. Durch ihren Hohenpriester können sie sich ‘mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte nahen’ (Hebräer 4:14-16). Mit Gott versöhnt zu sein ist kein erhoffter Zustand, sondern bereits Wirklichkeit (2. Korinther 5:20). Wenn sie einen Fehler begehen, können sie wahre Vergebung erlangen (Epheser 1:7). Ihr Gewissen ist wirklich gereinigt worden (Hebräer 9:9; 10:22; 1. Petrus 3:21). Diese Segnungen sind ein Vorgeschmack der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes, einer Freiheit, deren sich Jehovas Diener in der Zukunft erfreuen werden.
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