-
Rettung aus einer „bösen Generation“Der Wachtturm 1995 | 1. November
-
-
Sicher wich Jesus hier nicht von seinem üblichen Gebrauch des Begriffs „diese Generation“ ab, den er ausnahmslos auf die Masse seiner Zeitgenossen mit ihren ‘blinden Leitern’ anwandte, die gemeinsam die jüdische Nation bildeten (Matthäus 15:14). „Diese Generation“ erlebte all die von Jesus vorausgesagten Bedrängnisse, und sie verging dann in einer beispiellosen „großen Drangsal“, die über Jerusalem kam (Matthäus 24:21, 34).
19. Wann und wie vergingen „Himmel und Erde“ des jüdischen Systems?
19 Jehova richtete im ersten Jahrhundert das jüdische Volk. Reumütige Personen, die Glauben an Jehovas barmherzige Vorkehrung durch Christus erlangten und ausübten, wurden aus jener „großen Drangsal“ gerettet. Alles geschah genau so, wie es von Jesus vorausgesagt worden war, und dann vergingen „Himmel und Erde“ des jüdischen Systems der Dinge — die gesamte Nation mit ihren geistlichen Führern sowie ihrer bösen menschlichen Gesellschaft. Jehova hatte sein Strafgericht vollstreckt (Matthäus 24:35; vergleiche 2. Petrus 3:7).
20. Welche zeitgemäße Ermahnung müssen alle Christen unbedingt beachten?
20 Die Juden, die den prophetischen Worten Jesu Aufmerksamkeit geschenkt hatten, erkannten, daß ihre Rettung nicht von dem Bemühen abhing, die Dauer einer „Generation“ oder irgendwelcher festgelegter „Zeiten oder Zeitabschnitte“ zu berechnen, sondern davon, daß sie sich von der bösen Generation ihrer Zeitgenossen getrennt hielten und eifrig Gottes Willen taten. Die abschließenden Worte der Prophezeiung Jesu betreffen zwar die größere Erfüllung in unseren Tagen, doch auch die Judenchristen des ersten Jahrhunderts mußten die Ermahnung beachten: „Bleibt also wach, und fleht allezeit, damit es euch gelingt, all diesen Dingen, die geschehen sollen, zu entgehen und vor dem Menschensohn zu stehen“ (Lukas 21:32-36; Apostelgeschichte 1:6-8).
-
-
Eine Zeit, in der wir wach bleiben müssenDer Wachtturm 1995 | 1. November
-
-
3, 4. (a) Welcher Vergleich kann zwischen Ereignissen im ersten Jahrhundert und Ereignissen in unserer Zeit gezogen werden? (b) Welche Fragen können in Verbindung damit entstehen?
3 Nicht nur, als die 70. Jahrwoche (29 bis 36 u. Z.) nahte, sondern auch beim Herannahen des Jahres 1914 erwarteten gottesfürchtige Menschen das Kommen des Messias. Und er kam tatsächlich! Doch in beiden Fällen entsprach die Art und Weise seines Erscheinens nicht den Erwartungen. Übereinstimmung gibt es auch darin, daß jeweils eine böse „Generation“ nach einem vergleichsweise kurzen Zeitabschnitt die Vernichtung auf Grund eines göttlichen Urteils erleiden muß (Matthäus 24:34).
4 Im vorigen Artikel wurde gezeigt, daß die böse jüdische Generation, die Jesu Tod gefordert hatte, ihr Ende fand.
-