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Jehovas furchteinflößender Tag ist naheDer Wachtturm 1995 | 15. April
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Jehovas furchteinflößender Tag ist nahe
„Ein Gedenkbuch begann vor ihm geschrieben zu werden für diejenigen, die Jehova fürchten, und für diejenigen, die an seinen Namen denken“ (MALEACHI 3:16).
1, 2. Vor welchem furchteinflößenden Tag wird in Maleachi gewarnt?
ES WAR furchteinflößend! Am frühen Morgen des 6. August 1945 wurde eine Großstadt in einem Augenblick in Schutt und Asche gelegt. Etwa 80 000 Menschen waren auf der Stelle tot. Zehntausende trugen tödliche Verletzungen davon. Eine Feuersbrunst wütete. Die Atombombe hatte ihre Aufgabe erfüllt. Wie ist es Jehovas Zeugen in dieser Katastrophe ergangen? Nur ein einziger Zeuge Jehovas befand sich in Hiroschima. Und er war wegen seiner christlichen Lauterkeit in Haft hinter schützenden Gefängnismauern. Das Gefängnis selbst wurde in Trümmer gelegt, aber unser Bruder blieb unversehrt. Er sagte, er sei durch eine Atombombe aus dem Gefängnis geholt worden — wahrscheinlich die einzige gute Auswirkung jener Bombe.
2 So furchterregend diese Bombenexplosion auch war, sie verblaßt zur Bedeutungslosigkeit im Vergleich zu dem ‘großen und furchteinflößenden Tag Jehovas’, der unmittelbar bevorsteht (Maleachi 4:5). O ja, es hat in der Vergangenheit furchteinflößende Tage gegeben, doch dieser Tag Jehovas wird sie alle übertreffen (Markus 13:19).
3. Welcher bemerkenswerte Gegensatz bestand in den Tagen vor der Sintflut zwischen ‘allem Fleisch’ und der Familie Noahs?
3 Zur Zeit Noahs ‘hatte alles Fleisch seinen Weg auf der Erde verderbt’, und Gott erklärte: „Die Erde [ist] voller Gewalttat ... durch sie; und hier verderbe ich sie samt der Erde“ (1. Mose 6:12, 13). Wie Jesus gemäß Matthäus 24:39 sagte, „nahmen [die Menschen] keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte“. Aber der gottesfürchtige Noah, ein „Prediger der Gerechtigkeit“, überlebte zusammen mit seiner gottesfürchtigen Familie jene Flut (2. Petrus 2:5).
4. Inwiefern dienen Sodom und Gomorra als ein warnendes Beispiel?
4 In Judas 7 heißt es: „Ebenso werden Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, nachdem sie ... über die Maßen Hurerei begangen hatten und dem Fleisch zu unnatürlichem Gebrauch nachgegangen waren, uns dadurch als ein warnendes Beispiel hingestellt, daß sie die richterliche Strafe ewigen Feuers erleiden.“ Diese gottlosen Menschen kamen wegen ihres abscheulich schmutzigen Lebensstils um. Der sexbesessenen Gesellschaft in unserer modernen Welt sollte dies als Warnung dienen. Beachten wir jedoch, daß der gottesfürchtige Lot und seine Töchter während jener Katastrophe bewahrt wurden. Desgleichen werden Jehovas Diener in der großen Drangsal beschützt werden, der wir mit Riesenschritten entgegengehen (2. Petrus 2:6-9).
5. Was können wir aus den Urteilsvollstreckungen an Jerusalem lernen?
5 Ziehen wir auch die warnenden Beispiele in Betracht, die uns Jehova gab, als er sich einfallender Heere bediente, um Jerusalem, die herrliche Stadt, die einst „das Frohlocken der ganzen Erde“ war, dem Erdboden gleichzumachen (Psalm 48:2). Diese Tragödie ereignete sich im Jahr 607 v. u. Z. und wiederholte sich im Jahr 70 u. Z., weil diejenigen, die vorgaben, Gottes Volk zu sein, die wahre Anbetung aufgegeben hatten. Erfreulicherweise überlebten loyale Diener Jehovas. Die Katastrophe des Jahres 70 u. Z. (unten dargestellt) wird beschrieben als ‘eine Drangsal, wie es seit Anfang der Schöpfung, die Gott schuf, bis zu dieser Zeit keine gegeben hat’. Ein für allemal wurde dadurch das abtrünnige jüdische System der Dinge beseitigt, und in diesem Sinn wird es sie ganz bestimmt „nicht wieder geben“ (Markus 13:19). Selbst jene göttliche Urteilsvollstreckung war jedoch nur ein Schatten der „großen Drangsal“, die heute dem gesamten Weltsystem der Dinge droht (Offenbarung 7:14).
6. Aus welchem Grund läßt Jehova Unheil zu?
6 Weshalb sollte Gott schreckliches Unheil zulassen, bei dem ein Großteil der Menschen ihr Leben verlieren werden? In den genannten Fällen — zur Zeit Noahs, in Sodom und Gomorra und in Jerusalem — vollstreckte Jehova sein Urteil an denen, die ihren Weg auf der Erde verderbt hatten, die diesen schönen Planeten durch buchstäbliche Verschmutzung sowie durch sittliche Entartung besudelt hatten und die von der wahren Anbetung abgefallen waren oder sie ablehnten. Heute stehen wir an der Schwelle einer allumfassenden Urteilsvollstreckung, die über die ganze Welt hereinbrechen wird (2. Thessalonicher 1:6-9).
„In den letzten Tagen“
7. (a) Worauf weisen die göttlichen Urteilsvollstreckungen in alter Zeit prophetisch hin? (b) Was für eine glorreiche Zukunft steht in Aussicht?
7 Die Vernichtungen in alter Zeit weisen prophetisch auf die furchteinflößende große Drangsal hin, die in 2. Petrus 3:3-13 beschrieben wird. Der Apostel sagt: „Dies wißt zuerst, daß in den letzten Tagen Spötter mit ihrem Spott kommen werden, die gemäß ihren eigenen Begierden vorgehen.“ Dann lenkt Petrus die Aufmerksamkeit auf die Tage Noahs, wenn er schreibt: „Die damalige Welt [wurde] vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde. Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erde, die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen.“ Unmittelbar nach dieser größten Drangsal aller Zeiten wird die lang erwartete Königreichsherrschaft des Messias neue Dimensionen annehmen — „neue Himmel und eine neue Erde, ... und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“. Welch eine freudige Aussicht!
8. Inwiefern steuern die Weltereignisse einem Höhepunkt entgegen?
8 Die Weltereignisse des 20. Jahrhunderts steuern kontinuierlich einem Höhepunkt entgegen. Die Verwüstung Hiroschimas war zwar keine Heimsuchung von Gott, doch kann sie zu den ‘furchteinflößenden Anblicken’ gerechnet werden, die Jesus für die Zeit des Endes vorhergesagt hat (Lukas 21:11). Seither schwebt die nukleare Bedrohung wie ein Damoklesschwert über der Menschheit. So lautete eine Schlagzeile in der New York Times vom 29. November 1993: „Vielleicht sind die Gewehre etwas eingerostet, aber die Atomwaffen sind immer noch blitzblank“. Gleichzeitig fordern Kriege zwischen Völkern, Rassen und Stämmen nach wie vor einen grausigen Blutzoll. In früheren Zeiten waren bei weitem die Mehrheit der Opfer Soldaten. Heutzutage sind Berichten zufolge 80 Prozent aller Kriegsopfer unter der Zivilbevölkerung zu beklagen, ganz zu schweigen von den Millionen Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten müssen.
9. Auf welche Weise haben religiöse Führer ihre Freundschaft mit der Welt unter Beweis gestellt?
9 Wie es schon in der Vergangenheit der Fall war, so stellen religiöse Führer auch heute immer wieder ihre „Freundschaft mit der Welt“ unter Beweis, indem sie sich in Kriege und blutige Revolutionen einmischen (Jakobus 4:4). Geistliche haben mit habsüchtigen Wirtschaftskapitänen zusammengearbeitet, die massenweise Kriegswaffen produzieren, sowie mit Drogenbaronen, die sich ganze Imperien aufgebaut haben. In einem Bericht der New York Times über die Erschießung eines südamerikanischen Drogenbarons wurde zum Beispiel gesagt: „Hinter einer Fassade angeblich durch legale Geschäfte erworbenen Wohlstands und hinter der Maske eines Wohltäters wickelte er seine Drogengeschäfte ab; er hatte eine eigene Radiosendung und wurde häufig von katholischen Geistlichen begleitet.“ Das Wall Street Journal berichtete, dieser Drogenbaron habe nicht nur das Leben von Millionen Drogenabhängigen ruiniert, sondern auch die Ermordung Tausender Menschen persönlich angeordnet. In der Londoner Times hieß es: „Oft lassen die Killer zum Dank eigens eine Messe lesen, ... während gleichzeitig woanders die Totenmesse für das Opfer abgehalten wird.“ Welch eine Bosheit!
10. Wie sollte uns die Verschlechterung der Weltverhältnisse berühren?
10 Niemand weiß, was Menschen unter dem Einfluß von Dämonen noch alles auf der Erde anrichten werden. Treffend wird in 1. Johannes 5:19 gesagt: „Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ — in der Macht Satans, des Teufels. Heute gilt die Warnung: „Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er nur eine kurze Frist hat“ (Offenbarung 12:12). Doch in Römer 10:13 wird uns erfreulicherweise versichert: „Jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden.“
Gott naht zum Gericht
11. Welche Verhältnisse in Israel gaben Anlaß zu der Prophezeiung Maleachis?
11 Was die unmittelbare Zukunft der Menschheit angeht, so wirft die Prophezeiung Maleachis Licht auf das, was bald geschehen wird. Maleachi wird als letzter in der langen Reihe hebräischer Propheten der alten Zeit aufgeführt. Das Volk Israel hatte die Verwüstung Jerusalems im Jahr 607 v. u. Z. erlebt. Doch 70 Jahre später hatte Jehova seine Barmherzigkeit und liebende Güte bewiesen, als er die Nation wieder in ihr Land zurückkehren ließ. Es vergingen indes keine hundert Jahre, und die Israeliten wurden wieder abtrünnig und glitten in die Bosheit ab. Das Volk entehrte den Namen Jehovas, mißachtete seine gerechten Gesetze und verunreinigte seinen Tempel, indem es blinde, lahme und kranke Tiere als Opfer brachte. Auch entließen Israeliten die Frau ihrer Jugend, damit sie fremdländische Frauen heiraten konnten (Maleachi 1:6-8; 2:13-16).
12, 13. (a) Weshalb mußte die Klasse gesalbter Priester gereinigt werden? (b) Inwiefern zieht auch die große Volksmenge aus der Reinigung Nutzen?
12 Ein Reinigungswerk war nötig. Es wird in Maleachi 3:1-4 beschrieben. Wie die Israeliten in alter Zeit mußten auch Jehovas neuzeitliche Zeugen gereinigt werden, und so läßt sich das von Maleachi beschriebene Reinigungswerk auf sie anwenden. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs versäumten es einige Bibelforscher, wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden, sich gegenüber den Angelegenheiten der Welt strikt neutral zu verhalten. Im Jahr 1918 sandte Jehova seinen ‘Boten des Bundes’, Christus Jesus, zu seinem geistigen Tempel, damit er die kleine Gruppe seiner Anbeter von den durch die Welt verursachten Makeln reinige. In der Prophezeiung hatte Jehova die Frage gestellt: „Wer wird den Tag seines Kommens [des Kommens des Boten] ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er wird wie das Feuer eines Läuterers sein und wie die Lauge von Wäschern. Und er soll als Läuterer und Reiniger von Silber sitzen und soll die Söhne Levis [die Gruppe gesalbter Priester] reinigen; und er soll sie läutern wie Gold und wie Silber, und sie werden bestimmt für Jehova solche werden, die eine Opfergabe in Gerechtigkeit darbringen.“ Genau das haben sie als ein gereinigtes Volk getan.
13 Jene Gruppe gesalbter Priester zählt nur 144 000 Glieder (Offenbarung 7:4-8; 14:1, 3). Wie steht es daher mit den anderen Gott hingegebenen Christen heute? Ihre Zahl geht mittlerweile in die Millionen; sie bilden „eine große Volksmenge“, die ebenfalls von weltlichen Verhaltensweisen gereinigt werden muß, und sie ‘waschen ihre langen Gewänder und machen sie im Blut des Lammes weiß’ (Offenbarung 7:9, 14). Weil sie Glauben ausüben an das Loskaufsopfer des Lammes, Jesus Christus, können sie vor Jehova rein dastehen. Ihnen ist verheißen worden, daß sie die gesamte große Drangsal, den furchteinflößenden Tag Jehovas, überleben werden (Zephanja 2:2, 3).
14. Welchen Worten sollten Gottes Diener heute Aufmerksamkeit schenken, während sie beständig an der neuen Persönlichkeit arbeiten?
14 Gemeinsam mit dem Überrest von Priestern muß die große Volksmenge den weiteren Worten Gottes Aufmerksamkeit schenken: „Ich will mich euch nahen zum Gericht, und ich will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen diejenigen, die mit dem Lohn eines Lohnarbeiters, mit der Witwe und mit dem vaterlosen Knaben betrügerisch handeln, und diejenigen, die den ansässigen Fremdling wegweisen, wobei sie mich nicht gefürchtet haben ... Denn ich bin Jehova; ich habe mich nicht geändert“ (Maleachi 3:5, 6). Nein, Jehovas Maßstäbe ändern sich nicht. Jehovas Diener heute müssen ihn daher fürchten, indem sie jede Art Götzendienst meiden, ehrlich und freigebig sind und beständig an der christlichen Persönlichkeit arbeiten (Kolosser 3:9-14).
15. (a) Welche barmherzige Einladung läßt Jehova ergehen? (b) Wie können wir vermeiden, Jehova zu ‘berauben’?
15 An alle, die sich von seinen gerechten Wegen abgewandt haben, läßt Jehova folgende Einladung ergehen: „Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren.“ Wenn sie fragen: „Auf welche Weise sollen wir umkehren?“, erwidert er: „Ihr ... beraubt mich.“ Als Antwort auf die Frage „Auf welche Weise haben wir dich beraubt?“ sagt Jehova, daß sie ihn beraubt haben, indem sie es versäumten, als Opfer für den Dienst in seinem Tempel ihr Bestes zu bringen (Maleachi 3:7, 8). Da wir uns dem Volk Jehovas angeschlossen haben, sollten wir wirklich den Wunsch haben, das Beste unserer Kraft, unserer Fähigkeiten und unserer materiellen Mittel dem Dienst für Jehova zu widmen. Statt also Gott zu berauben, ‘fahren wir fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen’ (Matthäus 6:33).
16. Welche Ermunterung finden wir in Maleachi 3:10-12?
16 Allen, die die eigennützigen und materialistischen Wege der Welt hinter sich lassen, steht eine großartige Belohnung in Aussicht, wie aus Maleachi 3:10-12 hervorgeht: „‚Stellt mich bitte darin auf die Probe‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, ‚ob ich euch nicht die Schleusen der Himmel öffnen und tatsächlich Segen über euch ausschütten werde, bis kein Bedarf mehr ist.‘“ Jehova verheißt all denen, die Wertschätzung haben, geistige Wohlfahrt und geistige Fruchtbarkeit. Er fügt hinzu: „Alle Nationen werden euch glücklich preisen müssen, denn ihr selbst werdet ein Land des Wohlgefallens werden.“ Hat sich das nicht an den Millionen dankbaren Dienern Gottes, die es heute auf der ganzen Erde gibt, bewahrheitet?
Bewahrer der Lauterkeit im Buch des Lebens
17—19. (a) Wie wurden unsere Brüder in Ruanda von den Unruhen dort betroffen? (b) Mit welcher Überzeugung sind all jene Treuen vorangeschritten?
17 An dieser Stelle möchten wir etwas über die Lauterkeit unserer ruandischen Brüder und Schwestern sagen. Sie haben immer die vorzüglichsten geistigen Gaben in das geistige Haus der Anbetung Jehovas gebracht. Bei dem Bezirkskongreß „Göttliche Belehrung“ im Dezember 1993 beispielsweise wurden die 2 080 Königreichsverkündiger mit einer Höchstzahl von 4 075 Anwesenden belohnt. Von den 230, die sich als Zeugen Jehovas taufen ließen, standen fast 150 im darauffolgenden Monat im Hilfspionierdienst.
18 Als sich im April 1994 der Haß zwischen den Volksgruppen entlud, wurden mindestens 180 Zeugen Jehovas umgebracht — unter ihnen der Stadtaufseher der Hauptstadt Kigali und seine ganze Familie. Die sechs Übersetzer im Büro der Watch Tower Society in Kigali, vier Hutu und zwei Tutsi, setzten ihre Tätigkeit mehrere Wochen lang trotz heftiger Drohungen fort, bis die Tutsi fliehen mußten und an einer Straßensperre umgebracht wurden. Schließlich nahmen die übrigen vier die Reste ihrer Computerausrüstung und flohen nach Goma (Zaire), wo sie treu weiter daran arbeiteten, den Wachtturm in die Sprache Kinyaruanda zu übersetzen (Jesaja 54:17).
19 Obwohl sich die geflohenen Zeugen Jehovas in einer furchtbaren Lage befanden, baten sie immer zuerst um geistige Speise statt um materielle Hilfe. Unter großen Opfern gelang es liebevollen Brüdern aus mehreren Ländern, ihnen Hilfsgüter zukommen zu lassen. Jene Flüchtlinge haben durch ihre Äußerungen und durch ihr diszipliniertes Verhalten unter großem Druck ein wunderbares Zeugnis gegeben. Sie haben wirklich nicht aufgehört, für die Anbetung Jehovas ihr Bestes zu geben. Sie stellten die gleiche Überzeugung unter Beweis, die Paulus gemäß Römer 14:8 mit den Worten zum Ausdruck bringt: „Wenn wir leben, leben wir für Jehova, und auch wenn wir sterben, sterben wir für Jehova. Darum, wenn wir leben und auch wenn wir sterben, gehören wir Jehova.“
20, 21. (a) Wessen Namen stehen nicht in Jehovas Gedenkbuch? (b) Wessen Namen sind dort festgehalten, und warum?
20 Jehova führt Aufzeichnungen über alle, die ihm in Lauterkeit dienen. In Maleachis Prophezeiung heißt es weiter: „Zu jener Zeit redeten diejenigen miteinander, die Jehova fürchten, jeder mit seinem Gefährten, und Jehova merkte unablässig auf und hörte zu. Und ein Gedenkbuch begann vor ihm geschrieben zu werden für diejenigen, die Jehova fürchten, und für diejenigen, die an seinen Namen denken“ (Maleachi 3:16).
21 Wie wichtig ist es doch heute, Gottesfurcht zu bekunden, indem wir Jehovas Namen ehren! Dann werden wir nicht verurteilt wie diejenigen, die bewundernd die Systeme der Welt unterstützen. Wie aus Offenbarung 17:8 hervorgeht, sind „ihre Namen ... nicht auf die Buchrolle des Lebens geschrieben worden“. Der hervorragendste Name, der in Jehovas Buch des Lebens steht, ist logischerweise der Name Jesu Christi, des Sohnes Gottes, des Hauptvermittlers des Lebens. In Matthäus 12:21 wird erklärt: „In der Tat, auf seinen Namen werden die Nationen hoffen.“ Jesu Loskaufsopfer garantiert allen ewiges Leben, die Glauben daran ausüben. Welch ein Vorrecht ist es für jeden einzelnen von uns, wenn unsere Namen dem Namen Jesu in dieser Buchrolle hinzugefügt werden!
22. Welcher Unterschied wird offenbar werden, wenn Jehova sein Urteil vollstreckt?
22 Wie wird es Gottes Dienern im Gericht ergehen? Jehova beantwortet diese Frage gemäß Maleachi 3:17, 18 wie folgt: „Ich will ihnen Mitleid erweisen, so wie ein Mann seinem Sohn Mitleid erweist, der ihm dient. Und ihr werdet bestimmt wieder den Unterschied zwischen einem Gerechten und einem Bösen sehen, zwischen einem, der Gott dient, und einem, der ihm nicht gedient hat.“ Die Trennung wird allen offenbar sein: auf der einen Seite die Bösen, abgesondert für die ewige Abschneidung, und auf der anderen Seite die Gerechten, anerkannt zu ewigem Leben im Bereich des Königreiches (Matthäus 25:31-46). So wird eine große Volksmenge schafähnlicher Menschen den großen und furchteinflößenden Tag Jehovas überleben.
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Der Tag, der ‘brennt wie ein Ofen’Der Wachtturm 1995 | 15. April
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Der Tag, der ‘brennt wie ein Ofen’
„Siehe, der Tag kommt, der brennend ist wie der Ofen“ (MALEACHI 4:1).
1. Welche Fragen erheben sich in Verbindung mit Maleachi 4:1?
GLÜCKLICH ist in den heutigen letzten Tagen jeder, dessen Name Jehova auswählt, um ihn in sein Gedenkbuch einzutragen. Was aber wird mit denen geschehen, die es versäumen, die Bedingungen zu erfüllen, die an dieses Vorrecht geknüpft sind? Wie wird es den Menschen — seien es Herrscher oder das einfache Volk — ergehen, die die Verkündiger des Königreiches Gottes und ihre Botschaft geringschätzig behandeln? Maleachi spricht von einem Tag der Abrechnung. In Kapitel 4, Vers 1 lesen wir: „‚Denn siehe, der Tag kommt, der brennend ist wie der Ofen, und alle Vermessenen und alle, die Böses tun, sollen wie Stoppeln werden. Und der kommende Tag wird sie gewiß verzehren‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, ‚so daß er ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen wird.‘“
2. Welche anschauliche Beschreibung des Gerichts Jehovas gibt Hesekiel?
2 Andere Propheten vergleichen Jehovas Strafgericht an den Nationen ebenfalls mit der sengenden Hitze eines Ofens. Wie gut doch Hesekiel 22:19-22 auf Gottes Strafgericht an den Sekten der abtrünnigen Christenheit zutrifft! In dieser Prophezeiung heißt es: „Dies ist daher, was der Souveräne Herr Jehova gesprochen hat: ‚Weil ihr alle wie viel Schaumschlacke geworden seid, darum, siehe, bringe ich euch ... zusammen. Wie beim Zusammenbringen von Silber und Kupfer und Eisen und Blei und Zinn mitten in einem Ofen, um mit Feuer darüber zu blasen, damit es schmilzt, so werde ich sie zusammenbringen in meinem Zorn und in meinem Grimm, und ich will blasen und euch zum Schmelzen bringen. Und ich will euch zusammenbringen und euch mit dem Feuer meines Zornausbruchs anblasen, und ihr sollt in ihrer Mitte geschmolzen werden. Wie beim Schmelzen von Silber mitten in einem Ofen, so werdet ihr mitten darin geschmolzen werden; und ihr werdet erkennen müssen, daß ich selbst, Jehova, meinen Grimm über euch ausgegossen habe.‘“
3, 4. (a) Was hat die Geistlichkeit heuchlerisch behauptet? (b) Welchen unehrenhaften Ruf haben sich die Religionen erworben?
3 Eine wirklich nachdrückliche Illustration! Die Geistlichkeit, die es vermeidet, den Namen Jehovas zu gebrauchen, ja diesen heiligen Namen sogar schmäht, muß sich jenem Tag der Abrechnung stellen. Anmaßend behaupten die Geistlichen, sie und ihre politischen Verbündeten würden das Königreich Gottes auf der Erde aufrichten oder die Erde zumindest zu einem geeigneten Ort für das kommende Königreich machen.
4 Die abtrünnige Christenheit hat sich in schrecklichen Kriegen mit politischen Herrschern verbunden. Die Geschichte weiß von den Kreuzzügen des Mittelalters zu berichten, von den Zwangsbekehrungen der spanischen Inquisition, vom Dreißigjährigen Krieg, der im 17. Jahrhundert Europa entvölkerte, und vom spanischen Bürgerkrieg der 30er Jahre, durch den Spanien dem Katholizismus erhalten bleiben sollte. Zum größten Blutvergießen kam es in den beiden Weltkriegen unseres Jahrhunderts, in denen Katholiken und Protestanten ihre Glaubensbrüder sowie Anhänger anderer Religionen unterschiedslos hinschlachteten. In jüngerer Zeit ist es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten in Irland, zwischen religiösen Splittergruppen in Indien und unter religiösen Gruppierungen im früheren Jugoslawien gekommen. Die Seiten der Religionsgeschichte sind auch mit dem Blut von Tausenden treuer Zeugen Jehovas befleckt, die den Märtyrertod starben (Offenbarung 6:9, 10).
5. Welches Gericht erwartet die falsche Religion?
5 Wir können nur allzugut verstehen, daß die bevorstehende Urteilsvollstreckung Jehovas an Babylon der Großen, dem Weltreich der falschen Religion, und ihren Unterstützern zu Recht erfolgt. Diese Urteilsvollstreckung wird in Offenbarung 18:21, 24 mit den Worten beschrieben: „Ein starker Engel hob einen Stein auf gleich einem großen Mühlstein und schleuderte ihn ins Meer, indem er sprach: ‚So wird Babylon, die große Stadt, mit Schwung hinabgeschleudert werden, und sie wird nie wieder gefunden werden. Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.‘“
6. (a) Wer soll wie Stoppeln werden, und warum? (b) Was wird denen zugesichert, die Jehova fürchten?
6 Zu gegebener Zeit sollen alle Feinde der Gerechtigkeit zusammen mit ihren Anhängern „wie Stoppeln werden“. Jehovas Tag wird unter ihnen wie ein Ofen brennen. „Er [wird] ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen.“ An jenem Tag der Abrechnung wird mit Kindern oder Zweigen gerecht verfahren werden, je nachdem, wie Jehova ihre Wurzeln, das heißt die Eltern, einschätzt, die die Aufsicht über sie haben. Böse Eltern werden keine Nachkommen haben, die ihre verderbte Handlungsweise fortsetzen könnten. Aber alle, die Glauben an Gottes Königreichsverheißungen ausüben, werden nicht erschüttert werden. In Hebräer 12:28, 29 finden wir deshalb die Ermahnung: „Mögen wir fernerhin unverdiente Güte haben, durch die wir Gott auf annehmbare Weise heiligen Dienst darbringen können, mit Gottesfurcht und Scheu. Denn unser Gott ist auch ein verzehrendes Feuer.“
Ist Jehova ein grausamer Gott?
7. Welcher Zusammenhang besteht zwischen Jehovas Gericht und seiner Liebe?
7 Bedeutet das, daß Jehova ein grausamer, rachsüchtiger Gott ist? Keineswegs! In 1. Johannes 4:8 nennt der Apostel die grundlegende Wahrheit, daß „Gott Liebe ist“. Im Vers 16 betont er dies mit den Worten: „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gemeinschaft mit Gott, und Gott bleibt in Gemeinschaft mit ihm.“ Aus Liebe zur Menschheit hat Jehova vor, die Erde von allem Bösen zu reinigen. Unser liebevoller, barmherziger Gott erklärt: „So wahr ich lebe, ... ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen, sondern daran, daß ein Böser von seinem Weg umkehrt und tatsächlich am Leben bleibt. Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen, denn warum solltet ihr sterben?“ (Hesekiel 33:11).
8. Wie hob Johannes die Liebe hervor, obwohl er sich auch als ein Donnersohn erwies?
8 Johannes spricht häufiger als die anderen drei Evangelisten zusammen von agápē, der grundsatztreuen Liebe, doch in Markus 3:17 wird Johannes als ein ‘Donnersohn’ bezeichnet. Unter der Inspiration Jehovas schrieb dieser Donnersohn die apokalyptischen Botschaften des letzten Bibelbuches, der Offenbarung, auf, wo Jehova als der Gott dargestellt wird, der Gericht übt. Dieses Buch ist voll von Ausdrücken, die auf ein Strafgericht hindeuten, wie zum Beispiel „die große Kelter des Grimmes Gottes“, „die sieben Schalen des Grimmes Gottes“ und ‘der Zorn Gottes, des Allmächtigen’ (Offenbarung 14:19; 16:1; 19:15).
9. Wie äußerte sich Jesus über Jehovas Strafgerichte, und wie erfüllten sich seine Prophezeiungen?
9 Unser Herr Jesus Christus, der „das Bild des unsichtbaren Gottes“ ist, verkündigte auf der Erde mutig Jehovas Strafgerichte (Kolosser 1:15). In Matthäus, Kapitel 23 finden wir beispielsweise die sieben Wehe, die er unverblümt über die religiösen Heuchler seiner Tage aussprach. Er beendete diese Verurteilung mit den Worten: „Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind — wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel versammelt! Ihr aber habt nicht gewollt. Seht! Euer Haus wird euch verödet überlassen.“ Siebenunddreißig Jahre danach wurde das Urteil von dem römischen Heer unter dem Feldherrn Titus vollstreckt. Es war ein furchteinflößender Tag, eine prophetische Vorschau auf den Tag, der sich als der mit Abstand furchteinflößendste Tag in der ganzen Menschheitsgeschichte erweisen wird — der Tag Jehovas, der bald anbrechen wird.
„Die Sonne“ leuchtet auf
10. Wie wird „die Sonne der Gerechtigkeit“ Gottes Dienern Freude bringen?
10 Jehova macht bekannt, daß es Überlebende dieses Tages geben wird. In Maleachi 4:2 nimmt er auf sie Bezug, indem er sagt: „Euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird bestimmt die Sonne der Gerechtigkeit aufleuchten mit Heilung in ihren Flügeln.“ Diese Sonne der Gerechtigkeit ist niemand anders als Jesus Christus. Er ist das geistige „Licht der Welt“ (Johannes 8:12). Wie leuchtet er auf? Er steigt auf mit Heilung in seinen Flügeln — zunächst eine geistige Heilung, die wir bereits heute erfahren können, und dann in der bevorstehenden neuen Welt eine physische Heilung von Menschen aus allen Nationen (Matthäus 4:23; Offenbarung 22:1, 2). Bildlich gesprochen werden die Geheilten, wie Maleachi sagt, „ausziehen und den Boden stampfen wie Mastkälber“, die man gerade aus dem Stall gelassen hat. Wie sehr werden sich auch die Auferstandenen freuen, die mit der Aussicht auferweckt worden sind, menschliche Vollkommenheit zu erlangen!
11, 12. (a) Welches Geschick erwartet die Bösen? (b) Inwiefern werden Gottes Diener „die Bösen niedertreten“?
11 Wie verhält es sich aber mit den Bösen? In Maleachi 4:3 lesen wir: „‚Gewiß werdet ihr die Bösen niedertreten, denn sie werden wie Staub unter euren Fußsohlen werden an dem Tag, an dem ich handle‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.“ All die behütend, die ihn lieben, wird unser kriegführender Gott die Erde von jenen tyrannischen Feinden gesäubert haben, indem er sie vertilgte. Satan und seine Dämonen werden handlungsunfähig gemacht worden sein (Psalm 145:20; Offenbarung 20:1-3).
12 Gottes Diener sind nicht an der Vernichtung der Bösen beteiligt. Inwiefern ‘treten sie die Bösen nieder’? Das tun sie sinnbildlich, indem sie an einer großen Siegesfeier teilnehmen. In 2. Mose 15:1-21 wird eine solche Siegesfeier beschrieben. Sie fand statt, nachdem Pharao und seine Horden im Roten Meer vernichtet worden waren. In Erfüllung von Jesaja 25:3-9 soll nach der Beseitigung der „Tyrannischen“ ein Siegesfestmahl stattfinden, das mit Gottes Verheißung verbunden ist: „Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiß die Tränen von allen Gesichtern abwischen. Und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegnehmen, denn Jehova selbst hat es geredet. Und an jenem Tag wird man bestimmt sprechen: ‚Siehe! Das ist unser Gott. ... Das ist Jehova. Wir haben auf ihn gehofft. Laßt uns frohlocken und uns freuen in der von ihm bewirkten Rettung.‘“ In dieser Freude schwingt keine Rachsucht oder Schadenfreude mit, sondern Jubel darüber, daß Jehovas Name geheiligt und die Erde gereinigt worden ist, damit die geeinte Menschheit friedlich darauf wohnen kann.
Ein großartiges Schulungsprogramm
13. Was für eine Schulung wird in Verbindung mit der ‘neuen Erde’ erfolgen?
13 Die Juden wurden gemäß Maleachi 4:4 aufgefordert: „Gedenkt des Gesetzes Mose.“ Wir müssen heute das in Galater 6:2 erwähnte „Gesetz des Christus“ befolgen. Die Überlebenden von Harmagedon werden zweifellos weitere darauf gestützte Anweisungen erhalten, und diese könnten durchaus in den in Offenbarung 20:12 erwähnten „Buchrollen“ stehen, die zur Zeit der Auferstehung geöffnet werden. Welch eine herrliche Zeit das sein wird, wenn die von den Toten Auferweckten geschult werden, den Lebensstil der „neuen Erde“ anzunehmen! (Offenbarung 21:1).
14, 15. (a) Wie wird der neuzeitliche Elia kenntlich gemacht? (b) Welcher Verantwortung kommt die Elia-Klasse nach?
14 Das wird eine Erweiterung des Schulungswerkes sein, von dem Jehova gemäß Maleachi 4:5 sprach: „Siehe! Ich sende euch Elia, den Propheten, vor dem Kommen des großen und furchteinflößenden Tages Jehovas.“ Wer ist der neuzeitliche Elia? Wie aus Matthäus 16:27, 28 hervorgeht, erklärte Jesus, er selbst werde „in seinem Königreich kommen“, und sagte: „Es ist dem Menschensohn bestimmt, in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln zu kommen, und dann wird er jedem gemäß seiner Handlungsweise vergelten.“ Als Jesus sechs Tage danach mit Petrus, Jakobus und Johannes auf einem Berg war, wurde er „vor ihnen umgestaltet, und sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine äußeren Kleider wurden glänzend wie das Licht“. War er in dieser Vision allein? Nein, denn „siehe, es erschienen ihnen Moses und Elia, die sich mit ihm unterhielten“ (Matthäus 17:2, 3).
15 Was konnte diese Vision bedeuten? Sie wies auf die Zeit hin, da Jesus als der vorhergesagte größere Moses zum Gericht kommt (5. Mose 18:18, 19; Apostelgeschichte 3:19-23). Er sollte dann mit einem neuzeitlichen Elia verbunden sein, um ein wichtiges Werk zu vollenden — das Werk des Predigens der guten Botschaft vom Königreich auf der ganzen Erde, bevor der große und furchteinflößende Tag Jehovas anbricht. In Maleachi, Kapitel 4, Vers 6 wird das Werk dieses „Elia“ mit den Worten beschrieben: „Er soll das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne wieder den Vätern, damit ich nicht komme und die Erde tatsächlich mit dem Vernichtungsbann schlage.“ Jener „Elia“ ist somit die aus gesalbten Christen auf der Erde bestehende Klasse des treuen und verständigen Sklaven, dem der Herr, Jesus, seine ganze Habe anvertraut hat. Dazu zählt auch, den Haushalt des Glaubens mit der nötigen „Speise zur rechten Zeit“ zu versorgen (Matthäus 24:45, 46).
16. Zu welchen erfreulichen Ergebnissen hat das Werk der Elia-Klasse geführt?
16 Heute sind die erfreulichen Ergebnisse dieses Ernährungsprogramms weltweit zu sehen. Durch die Zeitschrift Der Wachtturm mit einer Auflage von 16 100 000 Exemplaren pro Ausgabe in 120 Sprachen — in 97 Sprachen zeitgleich — wird die „gute Botschaft vom Königreich“ auf der ganzen Erde verbreitet (Matthäus 24:14). Weitere Veröffentlichungen in vielen Sprachen werden in den verschiedenen Zweigen des Predigt- und Lehrwerkes der Zeugen Jehovas verwendet. Die Elia-Klasse, der treue und verständige Sklave, ist darauf bedacht, alle, „die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind“, reichlich zu versorgen (Matthäus 5:3). Außerdem sind diejenigen, die die Königreichshoffnung annehmen und entsprechend handeln, auf wunderbare Weise weltweit verbunden. Das schließt die große Volksmenge „aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen“ ein (Offenbarung 7:9). Wenn jenes Werk in dem Ausmaß durchgeführt worden ist, wie es Jehova wünscht, dann wird an seinem großen und furchteinflößenden Tag das Ende kommen.
17. Wann wird der furchteinflößende Tag Jehovas anbrechen?
17 Aber wann wird dieser furchteinflößende Tag anbrechen? Der Apostel Paulus antwortet, daß „Jehovas Tag genauso kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wann immer sie sagen [vielleicht in einzigartiger Weise]: ‚Frieden und Sicherheit!‘, dann wird plötzliche Vernichtung sie überfallen wie die Geburtswehe eine Schwangere; und sie werden keinesfalls entrinnen“ (1. Thessalonicher 5:2, 3).
18, 19. (a) Wie wird „Frieden und Sicherheit“ ausgerufen? (b) Wann wird Jehovas Dienern Erleichterung zuteil?
18 Wer ist in dieser Prophezeiung mit „sie“ gemeint? Es sind politische Führer, die behaupten, sie könnten aus den Trümmern der gegenwärtigen von Gewalt beherrschten Welt eine geeinte neue Ordnung errichten. Ihre großspurig gefeierten Produkte, der Völkerbund und die Vereinten Nationen, haben darin versagt. Wie Jehovas Prophet vorhersagte, sprechen sie schon jetzt: „‚Da ist Frieden! Da ist Frieden!‘, wenn kein Frieden da ist“ (Jeremia 6:14; 8:11; 14:13-16).
19 Unterdessen ertragen Jehovas Diener den Druck und die Verfolgungen der gottlosen Welt. Aber bald wird ihnen, wie es in 2. Thessalonicher 1:7, 8 heißt, Erleichterung zuteil „bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln in flammendem Feuer, wenn er an denen Rache übt, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen“.
20. (a) Was sagen Zephanja und Habakuk über den Tag vorher, ‘der brennend ist wie ein Ofen’? (b) Welcher Rat und welche Ermunterung ist in diesen Prophezeiungen zu finden?
20 Wie lange wird es noch dauern? Viele von uns haben schon eine lange Zeit gewartet. Inzwischen befolgt eine große Zahl Sanftmütige, die überleben werden, den Aufruf aus Zephanja 2:2, 3: „Sucht Jehova ... Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.“ Zephanja 3:8 enthält dann die Ermahnung: „‚Darum harrt auf mich‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚auf den Tag, an dem ich aufstehe zur Beute, denn meine richterliche Entscheidung ist, Nationen zu sammeln, daß ich Königreiche zusammenbringe, um meine Strafankündigung über sie auszugießen, die ganze Glut meines Zorns; denn durch das Feuer meines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden.‘“ Das Ende ist nahe! Jehova kennt den Tag und die Stunde, und er wird seinen Zeitplan nicht ändern. Harren wir geduldig aus. „Denn die Vision ist noch für die bestimmte Zeit, und sie geht keuchend dem Ende zu, und sie wird keine Lüge mitteilen. Selbst wenn sie säumen sollte, so harre ihrer; denn sie wird sich ganz bestimmt bewahrheiten. Sie wird sich nicht verspäten“ (Habakuk 2:3). Der große und furchteinflößende Tag Jehovas rückt mit Riesenschritten näher. Vergessen wir nicht: Dieser Tag wird sich nicht verspäten!
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