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Griechen, GriechenlandEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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Die Herkunft der griechischen Stämme. Historiker von heute sind über die Herkunft der griechischen Stämme und ihre Einwanderung in Griechenland verschiedener Meinung. Die populäre Ansicht von der „Invasion“ n. Stämme stützt sich hauptsächlich auf die griechische Mythologie und auf archäologische Mutmaßungen. Die geschichtliche Vergangenheit Griechenlands geht in Wirklichkeit nicht weiter als bis ins 8. Jahrhundert v. u. Z. zurück (die erste Olympiade fand im Jahr 776 v. u. Z. statt), und ein ununterbrochener Geschichtsbericht reicht nur bis ins 5. Jahrhundert v. u. Z. hinein. Das war viele Jahrhunderte nach der Sintflut und somit lange nach der Zerstreuung der Menschheit als Folge der Sprachverwirrung in Babel (1Mo 11:1-9). Während dieser vielen Jahrhunderte vermischten sich vielleicht andere Gruppen mit der ursprünglichen Familie Jawans und seinen Söhnen, aber über die Zeit vor dem 1. Jahrtausend v. u. Z. gibt es nur Theorien von zweifelhaftem Wert.
Griechische Hauptstämme. Zu den Hauptstämmen Griechenlands zählten die Achäer, die in Thessalien, im mittleren Teil des Peloponnes und in Böotien wohnten; die Äolier, die im O Mittelgriechenlands und an der Nordwestküste von Kleinasien, Äolien genannt, und auf den nahe gelegenen Inseln zu finden waren; die Dorier, die sich im O des Peloponnes, auf den s. Inseln der Ägäis und im SW Kleinasiens niedergelassen hatten; die Ionier, die Attika, die Insel Euböa, die Inseln des mittleren Teils der Ägäis und die W-Küste Kleinasiens bewohnten. Es ist aber nicht sicher, ob diese Stämme irgendwelche Beziehungen zu den Mazedoniern der früheren Zeitperioden hatten.
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Griechen, GriechenlandEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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GRIECHEN, GRIECHENLAND
Diese Namen sind von Graikói abgeleitet, dem Namen eines Stammes in NW-Griechenland. Die Italer wandten die Bezeichnung (lat. Graeci) auf die Einwohner ganz Griechenlands an. Schließlich gebrauchte sogar Aristoteles in seinen Schriften den Begriff auf ähnliche Weise.
„Ionier“ ist ein weiterer früherer Name. Er erscheint vom 8. Jahrhundert v. u. Z. an in assyrischen Keilschriftdokumenten sowie in persischen und ägyptischen Aufzeichnungen. Dieser Name ist von Jawan (hebr. Jawán) abgeleitet, dem Sohn Japhets und Enkel Noahs. Jawan war der japhetitische Vorfahr der alten Völker Griechenlands und der vorgelagerten Inseln sowie offensichtlich auch der alten Bewohner von Zypern, von Teilen S-Italiens, von Sizilien und von Spanien (1Mo 10:1, 2, 4, 5; 1Ch 1:4, 5, 7; siehe ELISCHA; JAWAN; KITTIM).
Heute bezieht sich die Bezeichnung „ionisch“ geografisch gesehen zwar auf das Meer zwischen S-Italien und S-Griechenland, einschließlich der Inselkette entlang der W-Küste des Letzteren, doch einst wurde diese Bezeichnung in einem umfassenderen Sinn angewandt, der dem Gebrauch des Wortes „Jawan“ in den Hebräischen Schriften näherkommt. Im 8. Jahrhundert v. u. Z. sprach der Prophet Jesaja von der Zeit, in der die aus der Verbannung Zurückgekehrten von Juda zu fernen Nationen gesandt würden, unter anderem nach „Tubal und Jawan, den weit entfernten Inseln“ (Jes 66:19).
In den Christlichen Griechischen Schriften wird das Land Hellás („Griechenland“, Apg 20:2) und das Volk Héllēnes genannt. Die Griechen selbst gebrauchten diese Namen schon mehrere Jahrhunderte vor der Zeitenwende und tun es noch heute. „Hellas“ mag mit „Elischa“, einem der Söhne Jawans, in Verbindung stehen (1Mo 10:4).
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