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GriechenlandJahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
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Sie wurden dann gedruckt und an Buchhandlungen in Athen und in der Hafenstadt Piräus verteilt — in der berühmten Buchhandlung Hestia in der Stadionstraße von Athen stellte man sie sogar im Schaufenster aus. Bruder Kossyfas machte auch „Straßendienst“, indem er die Bände auf der niedrigen Mauer um das griechische Parlamentsgebäude ausstellte und die Fragen der Vorübergehenden beantwortete.
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GriechenlandJahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
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Zu den ersten, die in Athen Interesse zeigten, gehörte ein gelähmter Mann namens Ekonomou, der im Stadtteil Exarhia wohnte. Auch er nahm 1910 bereitwillig die Wahrheit an und gab eifrig anderen Zeugnis. Allerdings war er ans Bett gefesselt. Deshalb schrieb er Bibeltexte auf kleine Zettel und warf diese aus dem Fenster in der Hoffnung, jemand würde sie finden. Außerdem sandte er interessierten Personen Traktate und schrieb Briefe. Michael Triantafilopoulos, ein junger Mann, der gerade die Wahrheit kennengelernt hatte, bereiste daraufhin die Städte und Ortschaften, verteilte weitere Traktate und half Interessierten, miteinander bekannt zu werden.
Die ersten Zusammenkünfte wurden in der Wohnung von Bruder Ekonomou abgehalten. Bald darauf wurde in Piräus eine Gruppe gebildet, die sich im Haus von Bruder Kossyfas versammelte. Bei ihren Zusammenkünften verwendeten die Brüder die Schriftstudien und andere Veröffentlichungen des treuen und verständigen Sklaven (Mat. 24:45-47). Zweifellos waren sie begeistert, als sie erfuhren, daß Bruder Charles Taze Russell plante, Griechenland zu besuchen.
Bruder Russell besucht Griechenland
Bruder Russell besuchte anläßlich seiner Weltreise 1912 auch Athen und Korinth. Damals gab es in Griechenland nicht mehr als 12 Verkündiger. Er hielt einen Vortrag im Klubsaal der Geschäftsleutevereinigung von Athen, derselben Stadt, in der sich Paulus neunzehnhundert Jahre zuvor sehr erregt hatte, weil es dort von Götzen nur so wimmelte (Apg. 17:16). So viele wollten Bruder Russells Vortrag hören, daß er ihn ein zweites Mal halten mußte. Diesmal waren aber etliche griechisch-orthodoxe Priester anwesend, die den Vortrag unterbrachen und einen Tumult verursachten. Später beantwortete Bruder Russell, am Bett von Bruder Ekonomou sitzend, viele biblische Fragen.
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Bruder Russell besuchte anläßlich seiner Weltreise 1912 auch Athen und Korinth. Damals gab es in Griechenland nicht mehr als 12 Verkündiger. Er hielt einen Vortrag im Klubsaal der Geschäftsleutevereinigung von Athen, derselben Stadt, in der sich Paulus neunzehnhundert Jahre zuvor sehr erregt hatte, weil es dort von Götzen nur so wimmelte (Apg. 17:16). So viele wollten Bruder Russells Vortrag hören, daß er ihn ein zweites Mal halten mußte. Diesmal waren aber etliche griechisch-orthodoxe Priester anwesend, die den Vortrag unterbrachen und einen Tumult verursachten. Später beantwortete Bruder Russell, am Bett von Bruder Ekonomou sitzend, viele biblische Fragen.
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Am 28. September 1920 kam J. F. Rutherford, der zweite Präsident der Watch Tower Society, mit dem Simplon-Orient-Expreß nach Athen. Die Zeitung Athina kündigte seinen Vortrag „Millionen jetzt Lebender werden nie sterben“ an. Bruder Rutherford sprach auch auf dem Areopag, dem Marshügel, wo Paulus um das Jahr 50 u. Z. ein so wirkungsvolles Zeugnis gegeben hatte (Apg. 17:22-34). Später schrieb Bruder Rutherford treffend: „Griechenland ist ein von Priestern geplagtes Land, doch denken wir, daß den Menschen langsam aufgeht, wie sehr sie von ihren blinden Leitern übertölpelt und irregeführt worden sind. Für das Zeugnis der Wahrheit besteht unserer Meinung nach ein großes Feld.“
Bruder Rutherford erkannte auch, daß das Werk in Griechenland besser organisiert werden mußte. Vor 1922 gab es keine offizielle Organisation. 1922 wurde in der Lombardoustraße in Athen ein Zweigbüro der Watch Tower Bible and Tract Society eröffnet mit Athanassios Karanassios als Verantwortlichem. Das Werk wurde immer besser organisiert; man sandte reisende Redner in die größeren Städte und andere in kleinere Städte und Ortschaften. Insgesamt gab es damals etwa 20 unermüdliche Arbeiter im Gebiet.
Die gute Botschaft durch öffentliche Vorträge bekanntgemacht
Eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung der guten Botschaft in jenen Jahren kam öffentlichen Vorträgen zu. Als der Vortrag „Alle Nationen im Aufmarsch zum großen Krieg von Harmagedon, aber Millionen jetzt Lebender werden nie sterben“ gehalten werden sollte, machte sich die kleine Athener Versammlung an die Arbeit. Der Stadtrat genehmigte, daß sie das Städtische Theater von Athen kostenlos benutzen durften. Die Zeitung Athina kündigte den Vortrag mit großen Schlagzeilen an. Als Bruder Karanassios den Vortrag hielt, war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein zweites Mal wurde der Vortrag im Odeonsaal in der Phidioustraße gehalten. Viele nahmen die Broschüre Millionen jetzt Lebender werden nie sterben entgegen.
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