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  • Angriff auf die Glaubensfreiheit in Griechenland
    Der Wachtturm 1986 | 1. Dezember
    • Anfang dieses Jahres führte der Widerstand der Geistlichkeit beispielsweise dazu, daß ein Gericht auf Kreta den Zeugen die gesetzliche Anerkennung entzog.

      Im Verhandlungsschriftsatz behauptete die orthodoxe Kirche, Jehovas Zeugen seien keine „bekannte und anerkannte Religion“ und man könne sie „eigentlich gar nicht als Christen ... bezeichnen“. Die Kirche verlangt daher, daß den Zeugen das Recht auf eigene Gebäude für die Anbetung verwehrt wird und ihnen verboten wird, mit anderen über Religion zu sprechen. Eine solche Einstellung mutet jedoch geradezu mittelalterlich an. Sie spiegelt den Geist der Inquisition wider, nicht den der „Wiege der Demokratie“.

      Jehovas Zeugen sprechen der orthodoxen Kirche nicht das Recht ab, Kirchen zu haben und zu predigen, was sie will. Sollte die orthodoxe Kirche jedoch in unserer aufgeklärten Zeit jedem ihre Glaubensansichten aufzwingen dürfen, und das in einer demokratischen Gesellschaft, in der eine große Meinungsvielfalt herrscht? In keiner anderen westlichen Demokratie gibt es so etwas.

      Weltweit sind Jehovas Zeugen als christliche Glaubensgemeinschaft gesetzlich anerkannt. Regierungen unterschiedlichster politischer Richtungen gewähren ihnen das gesetzliche Recht, Anbetungsstätten zu bauen und ihren Glauben zu praktizieren. Daß sie eine wohlbekannte christliche Glaubensgemeinschaft sind, kann man aus der Tatsache ersehen, daß zu ihnen über drei Millionen aktive Verkündiger gehören und weitere fünf Millionen Menschen ihre Zusammenkünfte besuchen. Und sie sind in über 200 Ländern und Inselgebieten in rund 50 000 Versammlungen organisiert.

      Die Behauptung der Geistlichkeit, Jehovas Zeugen seien keine bekannte christliche Religion, ist daher absurd. Die Einstellung der Geistlichkeit schadet dem guten Ruf der demokratischen Regierung Griechenlands. Sie ist auch eine Beleidigung der Millionen Zeugen Jehovas in der ganzen Welt — Gott hingegebener Christen, die wissen, daß viele ihrer Glaubensbrüder für ihren Glauben gestorben sind.

      Eine „Geheimorganisation“?

      Genauso absurd ist die Behauptung der Kirche vor dem Gericht auf Kreta, Jehovas Zeugen seien eine „Geheimorganisation“. Die Kirche sagte: „Die wahren Glaubensansichten der Zeugen Jehovas sind weder völlig bekannt, noch werden sie öffentlich dargelegt ... Sie haben weder Gebetshäuser noch andere öffentliche Anbetungsstätten, zu denen jedermann freien Zutritt hätte. Ihr Anbetungsritus ist ebenfalls niemals richtig offengelegt worden.“

      Wer Jehovas Zeugen auch nur ein wenig kennt, weiß, daß solche Anschuldigungen jeder Grundlage entbehren. Ihre Lehren sind in gedruckter Form erhältlich, so daß sich jedermann damit auseinandersetzen kann, und ihre Zusammenkünfte, in denen keine Kollekten durchgeführt werden, stehen jedem ordnungsliebenden Menschen offen. Tatsächlich unterweisen die Zeugen auf der ganzen Erde Millionen von Menschen in deren Wohnung in der Bibel, um sie mit ihren Glaubensansichten vertraut zu machen. Und in den Zweigbüros der Watch Tower Society werden jede Woche Tausende von Besuchern willkommen geheißen.

      Hier tritt ein offenkundiger Widersinn zutage. Warum können sich Jehovas Zeugen in Griechenland nicht in „Gebetshäusern“ versammeln? Weil ihnen das Recht versagt wird, sie zu bauen! Da man ihnen solche Stätten verweigert, müssen sie in Privatwohnungen zusammenkommen. Und dann behauptet die Kirche, sie würden geheime Zusammenkünfte abhalten! Doch Jehovas Zeugen haben auf der ganzen Erde Tausende von größeren Gebäuden errichtet, die der Anbetung dienen. In Griechenland wird ihnen das jedoch nicht gestattet.

      Diese Ausführungen machen deutlich, daß die Behauptungen der Kirche „weder der Absicht der [griechisch-orthodoxen] Kirche noch der Einsicht ihrer Herde schmeicheln“, wie sich John Manoledakis, Professor für Strafrecht an der Universität Saloniki, ausdrückte.

  • Angriff auf die Glaubensfreiheit in Griechenland
    Der Wachtturm 1986 | 1. Dezember
    • Sind sie „Antichristen“?

      Die griechisch-orthodoxe Kirche behauptet auch, daß man „Jehovas Zeugen eigentlich gar nicht als Christen, d. h. Jünger Christi, bezeichnen kann; im Gegenteil, sie sind ... die Antichristen“.

      Was sagt die Bibel über „Antichristen“? In 1. Johannes 2:22 heißt es: „Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, derjenige, der den Vater und den Sohn leugnet.“

      Aus Gottes Wort geht somit eindeutig hervor, daß ein Antichrist Jesus nicht anerkennt. Doch Jehovas Zeugen tun das! Von ganzem Herzen glauben sie an Jesus und treten sie für seine Lehren ein. Tatsächlich kann niemand ein Zeuge Jehovas werden, der Jesus nicht als den göttlichen Sohn Gottes anerkennt, der vom Himmel kam, hingerichtet und auferweckt wurde und in den Himmel zurückkehrte.

      Daher ist jeder, der Jehovas Zeugen als „Antichristen“ bezeichnet, entweder völlig falsch informiert, von Vorurteilen geblendet, oder er hat unlautere Beweggründe.

      Fördern sie die jüdische Herrschaft über die Erde?

      Die orthodoxe Kirche behauptet des weiteren, Jehovas Zeugen würden die jüdische Herrschaft über die Erde fördern. Die Kirche erklärt: „Ihre tatsächliche, aber getarnte Absicht, die vor der großen Mehrheit ihrer Anhänger völlig geheimgehalten wird, ist die Aufrichtung eines ‚weltweiten theokratischen jüdischen Königreiches‘ mit Zentrum in Jerusalem.“

      Frage die Millionen von Zeugen Jehovas, ob sie das glauben! Keiner von ihnen wird es bestätigen. Zwar waren einige früher der Meinung, in unserem Jahrhundert würden bestimmte Prophezeiungen auf das buchstäbliche Palästina Anwendung finden, doch diese Ansicht wurde bereits vor über 50 Jahren fallengelassen.

      In Sprüche 4:18 wird gesagt, daß ‘der Pfad der Gerechten wie das glänzende Licht ist, das heller und heller wird’. Aufgrund der fortschreitenden Erkenntnis, die durch die Erfüllung biblischer Prophezeiungen gestützt wird, wissen wir heute, daß die Republik Israel Jesus Christus niemals als Messias anerkennen wird. Die Behauptung, die christlichen Zeugen Jehovas würden ein irdisches, jüdisches Königreich mit Zentrum in Jerusalem fördern, ist barer Unsinn. Sie fördern statt dessen die himmlische Herrschaft des Königreiches Gottes, wie Jesus es lehrte (Matthäus 4:17; 6:10).

      Unbiblische Lehren

      Die Kirche nutzt auch die Tatsache aus, daß Jehovas Zeugen bestimmte kirchliche Lehren nicht akzeptieren, um Stimmung gegen sie zu machen. Im Vordergrund steht dabei die Dreieinigkeit. Doch warum sollte das irgendeinen Einfluß auf die Ausübung der Demokratie in Griechenland haben? Warum muß dort jeder an die Dreieinigkeit glauben, um die bürgerlichen Freiheiten zu genießen?

      Jehovas Zeugen leugnen keineswegs die Göttlichkeit Jesu. Sie erkennen an, was in Johannes 1:1 über ihn gesagt wird, nämlich daß er „ein Gott“ ist. Die Kirche sagt jedoch, Jesus sei nicht nur „ein Gott“, sondern der allmächtige Gott selbst, der aus drei Personen, die gleich an Macht und Ewigkeit seien, bestehe.

      Die Bibel, Gottes inspiriertes Wort, lehrt das nicht. Statt dessen erklärt sie ganz deutlich: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab“ (Johannes 3:16). Jesus behauptete niemals, der allmächtige Gott zu sein. Er bezeichnete sich als ‘einziggezeugter Sohn Gottes’. Wer die Bibel unvoreingenommen liest, wird das bestätigt finden (Johannes 3:18; 10:34-36).

      Jesus betonte immer wieder: „Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht.“ „Ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“ „Was ich lehre, ist nicht mein, sondern gehört dem, der mich gesandt hat.“ „Der Vater ist größer als ich.“ Und in Gottes Wort heißt es außerdem: ‘Auch der Sohn selbst wird sich Gott unterwerfen’ (Johannes 5:19; 6:38; 7:16; 14:28; 1. Korinther 15:28).

      Die Lehre von der Dreieinigkeit ist somit unbiblisch. Woher stammt sie? Im Jahre 325 u. Z. wurde sie auf dem Konzil von Nizäa angenommen. Abtrünnige Christen traten für eine heidnische Vorstellung ein, die ihren Ursprung im alten Ägypten und in Babylon hatte. Der Historiker Will Durant sagt in seinem Buch Weltreiche des Glaubens: „Das Christentum zerstörte das Heidentum nicht: Es nahm das Heidentum in sich auf. ... Von Ägypten stammten die Vorstellungen von einer göttlichen Dreieinigkeit.“ Und in der New Encyclopædia Britannica heißt es: „Weder das Wort Trinität noch die Lehre als solche erscheint im Neuen Testament ... Die Lehre entwickelte sich allmählich während mehrerer Jahrhunderte und löste viele Kontroversen aus.“

      Wenn die orthodoxe Kirche an die Dreieinigkeit glauben will, so ist das ihre Sache. In einem demokratischen Land hat sie jedoch kein Recht, Verfolgung, Pöbelaktionen und Einkerkerungen zu veranlassen und Jehovas Zeugen ihre Freiheiten abzusprechen, weil sie nicht an eine Dreieinigkeit glauben.

      Die Demokratie in Griechenland hochhalten

      In der griechischen Verfassung heißt es eindeutig: „Die Freiheit des religiösen Gewissens ist unverletzlich ... Jede bekannte Religion ist frei, und ihr Kult wird unter dem Schutz der Gesetze ungehindert vollzogen.“

      Jehovas Zeugen, die gut bekannt sind und denen weltweit die gesetzliche Anerkennung gewährt wird, unterstützen diese demokratischen Grundsätze. Sie wünschen jedoch, daß auch der griechische Staat sie hochhält und keiner Kirche erlaubt, anderen ihre inquisitorische Einstellung aufzuzwingen und diejenigen zu verfolgen, die mit ihren Ansichten nicht einiggehen.

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