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Fragen von LesernDer Wachtturm 1995 | 1. November
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An der vorhergehenden Stelle gebrauchte Petrus das griechische Wort génos, während in der Wiedergabe der Worte Jesu geneá steht. Diese beiden griechischen Wörter scheinen ähnlich zu sein, und sie gehen auch auf eine gemeinsame Wurzel zurück, dennoch handelt es sich um verschiedene Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung. In der Neuen-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen heißt es in einer Fußnote zu 1. Petrus 2:9: „‚Ein ... Geschlecht‘. Gr.: génos; verschieden von geneá, ‚Generation‘, wie in Mat 24:34.“ Eine entsprechende Fußnote findet man zu Matthäus 24:34.
Wie diesen Fußnoten zu entnehmen ist, wird das Wort génos passenderweise mit dem Wort „Geschlecht“ wiedergegeben. In 1. Petrus 2:9 wandte Petrus die Prophezeiung aus Jesaja 61:6 auf gesalbte Christen an, die die Hoffnung haben, in den Himmel zu kommen. Sie stammen aus vielen Nationen und Stämmen, aber ihre natürliche Herkunft tritt in den Hintergrund, da sie Angehörige der Nation des geistigen Israel werden (Römer 10:12; Galater 3:28, 29; 6:16; Offenbarung 5:9, 10). Petrus bezeichnet sie in übertragenem Sinn als eine besondere Gruppe — „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz“.
Doch im griechischen Text der Worte Jesu aus Matthäus 24:34 erscheint das Wort geneá. Es wird allgemein anerkannt, daß Jesus nicht von einem „Geschlecht“ von Menschen sprach, sondern von Menschen, die zu einer bestimmten Zeit lebten.
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1995 | 1. November
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Ja, bei der ersten Erfüllung war mit „dieser Generation“ offensichtlich das gleiche gemeint wie in anderen Fällen — die zeitgenössische Generation der ungläubigen Juden. Diese „Generation“ sollte nicht vergehen, bis sie alles erlebt haben würde, was Jesus vorhergesagt hatte. Wie Williamson erläuterte, bewahrheitete sich dies nach dem Augenzeugenbericht des Geschichtsschreibers Josephus in den Jahrzehnten, die der Zerstörung Jerusalems vorausgingen.
In der zweiten oder größeren Erfüllung müssen mit „dieser Generation“ logischerweise ebenfalls die Zeitgenossen gemeint sein. Wie aus dem auf Seite 16 beginnenden Artikel hervorgeht, brauchen wir nicht zu folgern, daß Jesus auf eine bestimmte Anzahl von Jahren Bezug nahm, die eine „Generation“ ausmachen.
Im Gegenteil, zwei Hauptpunkte können auf die jeweilige Zeit angewandt werden, die mit dem Begriff „Generation“ zusammenhängt: 1. Eine Generation von Menschen kann nicht als eine Zeit betrachtet werden, die eine bestimmte Anzahl Jahre umfaßt, wie das beispielsweise bei bestimmten Zeiträumen (Jahrzehnt oder Jahrhundert) der Fall ist. 2. Die Menschen einer Generation leben nicht während eines sehr langen, sondern eines verhältnismäßig kurzen Zeitabschnitts.
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