-
Opfer, die Gott gefielenDer Wachtturm 2000 | 15. August
-
-
16. (a) Worin bestand der Zweck des Sündopfers und des Schuldopfers? (b) Worin unterschieden sich diese von dem Brandopfer?
16 Die Schlachtopfer, die dargebracht wurden, um Vergebung von Sünden zu erlangen oder Übertretungen des mosaischen Gesetzes zu sühnen, schlossen Sündopfer und Schuldopfer ein. Diese Schlachtopfer wurden zwar auch zum Teil auf dem Altar verbrannt, doch sie unterschieden sich von den Brandopfern dadurch, daß nicht das ganze Tier Gott dargebracht wurde, sondern nur das Fett und ganz bestimmte Teile des Opfertieres. Der Rest wurde außerhalb des Lagers beseitigt, und in einigen Fällen erhielten die Priester einen Anteil. Diese Besonderheit ist von Bedeutung. Das Brandopfer wurde Gott als eine Gabe dargeboten, damit man sich ihm nahen durfte; deshalb wurde es in seiner Gesamtheit ausschließlich Gott dargebracht. Interessanterweise ging einem Brandopfer gewöhnlich ein Sündopfer oder ein Schuldopfer voraus, wodurch angedeutet wurde, daß ein Sünder Vergebung benötigte, damit seine Gabe für Gott annehmbar war (3. Mose 8:14, 18; 9:2, 3; 16:3, 5).
-
-
Opfer, die Gott gefielenDer Wachtturm 2000 | 15. August
-
-
18 Bedeutung und Zweck des Schuldopfers werden in 3. Mose, Kapitel 5 und 6 erläutert. Angenommen, jemand beging unabsichtlich eine Sünde. Trotzdem hatte er entweder gegen die Rechte seines Nächsten verstoßen, oder er war Jehova Gott gegenüber schuldig geworden, und dieses Unrecht erforderte Genugtuung oder Berichtigung. Es werden verschiedene Kategorien von Sünden erwähnt. Einige waren rein persönliche Sünden (5:2-6), andere waren Sünden gegen „die heiligen Dinge Jehovas“ (5:14-16), und bei wieder anderen, die zwar nicht völlig unabsichtlich erfolgten, handelte es sich um die Folgen verkehrter Wünsche oder fleischlicher Schwächen (6:1-3). Solche Sünden mußte der Betreffende nicht nur bekennen, sondern sie möglichst auch wiedergutmachen und dann Jehova ein Schuldopfer darbringen (3. Mose 6:4-7).
-