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  • Guyana
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2005
    • 1944 dehnte man das Verbot auf alle Veröffentlichungen der Zeugen Jehovas aus. „Selbst Bibeln, die keine Wachtturm-Kommentare enthielten, sondern von anderen Bibelgesellschaften herausgegebene Lesarten darstellen, waren für die Zeugen Jehovas verboten“, hieß es im Wachtturm vom 15. November 1946.

      Im April 1946 kam Nathan Knorr aus der Weltzentrale nach Guyana. Begleitet wurde er von William Tracy, der gerade die Gileadschule absolviert hatte. Sie wollten die Brüder ermuntern und die Regierung dazu bewegen, das Verbot aufzuheben. In einer Zusammenkunft in Georgetown erklärte Bruder Knorr den 180 versammelten Brüdern und Interessierten, dass die ersten Jünger Jesu auch keine Bibeln und Bücher für den Predigtdienst hatten. Trotzdem segnete sie Jehova mit erstaunlicher Mehrung. Warum? Weil sie beharrlich predigten. Würde Gott denn für seine heutigen Diener nicht dasselbe tun, wenn sie eifrig weiterpredigten? Natürlich würde er das!

      Derweil unternahmen die Brüder weitere rechtliche Schritte, eine Aufhebung des Verbots zu erreichen. Zum Beispiel sammelten sie in weniger als einem Jahr nach Kriegsende 31 370 Unterschriften für eine Protestpetition gegen das Verbot, die sie dann der Regierung übergaben. Um die Bevölkerung Guyanas umfassend zu informieren, veröffentlichte Jehovas Organisation außerdem ein Flugblatt mit den Fakten. Die Schlagzeile lautete: „DIE HEILIGE SCHRIFT IN BRITISCH-GUAYANA VERBOTEN — 31 000 MENSCHEN UNTERZEICHNEN PETITION AN DEN GOUVERNEUR, die Religionsfreiheit für alle Einwohner der Kolonie, ungeachtet ihres Glaubens, wiederherzustellen.“

      Bruder Knorr wurde auch beim Kolonialminister W. L. Heape vorstellig, um eine Aufhebung des Verbots zu erreichen. Am Ende der halbstündigen Unterredung gab Bruder Knorr dem Minister das Buch „Die Wahrheit wird euch frei machen“ und bat ihn, es aufmerksam zu lesen. Heape versprach es und informierte Bruder Knorr außerdem, dass der neunköpfige Ministerrat gerade dabei sei, das Verbot unserer Literatur zu überprüfen. Das war auch so, denn im Juni 1946 verkündete der Gouverneur, das Verbot sei aufgehoben.

      Kurz darauf wurden den Brüdern 130 staubige Kartons mit 11 798 Büchern und Broschüren zurückgegeben. Die mittlerweile 70 Königreichsverkündiger waren so begeistert, endlich wieder Literatur anbieten zu können, dass sie den ganzen Vorrat in nur zehn Wochen verbreiteten. Im August fingen die Brüder auch mit dem Straßendienst an und hatten dabei großen Erfolg. Das Zweigbüro berichtete: „Die Zeitschriften gingen fast genauso schnell weg wie die lokalen Zeitungen.“

      Selbst unter dem Verbot hatten die Brüder weiter die wichtige geistige Speise erhalten, unter anderem dank eines Bruders, der im Hauptpostamt von Georgetown arbeitete. Er berichtet: „Ich hielt es für meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass das Zweigbüro Exemplare des Wachtturms erhielt. Schwestern halfen mit, die Studienartikel entweder mit der Schreibmaschine oder mit einem Mimeographen zu vervielfältigen und unter den Familien in Umlauf zu bringen, damit sie sich auf die Zusammenkünfte vorbereiten konnten.“

  • Guyana
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2005
    • 1944: Alle Veröffentlichungen von Jehovas Zeugen werden verboten.

      1946: Im Juni wird das Verbot aufgehoben. Die ersten Missionare treffen von der Gileadschule ein.

  • Guyana
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2005
    • [Bild auf Seite 147]

      Im Juni 1946 wurde mit diesem Erlass das Verbot unserer Literatur in Guyana aufgehoben

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