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Auch wenn Gott Rache übt, ist Rettung möglichDer Wachtturm 1989 | 15. Mai
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Was uns die Bibel lehrt: Habakuk 1:1 bis 3:19
HABAKUK erfuhr, daß Jehova zu seiner eigenen bestimmten Zeit gegen grausame Unterdrücker vorgehen wird. Doch ‘der Gerechte wird durch seinen treuen Glauben am Leben bleiben’ (2:4). Welche weiteren Lehren können wir aus dieser Prophezeiung ziehen?
Rettung für diejenigen, die Glauben haben
Jehova hört die Bitten seiner Diener. Habakuk fragt: „Wie lange, o Jehova, soll ich um Hilfe schreien, und du hörst nicht?“ Ja, es gibt keine Gerechtigkeit, und der Böse umgibt den Gerechten. Aber Gott hört, und ‘er erweckt die Chaldäer’ als seine Strafwerkzeuge. Doch wie kann er sich einer Kriegsmacht bedienen? Der Prophet wartet auf Gottes Antwort und auf eine Zurechtweisung (1:1 bis 2:1).
Nur die Gerechten und Treuen werden am Leben bleiben. Jehova gibt Habakuk diese Zusicherung. Obwohl es eine Verzögerung zu geben scheint, wird sich die prophetische Vision zu der von Gott festgelegten Zeit „bestimmt bewahrheiten“. Der anmaßende Feind, der Nationen ausplündert, wird sein Ziel nicht erreichen. Auch die Chaldäer werden nicht ungestraft davonkommen (2:2-5).
Wehe den Bösen!
Hüte dich vor ungerechtem Gewinn, vor Gewalttat und Götzendienst. Warum? Weil demjenigen ein Wehe sicher ist, der das mehrt, was nicht sein eigen ist, der üblen Gewinn macht, der eine Stadt durch Blutvergießen baut, der andere zwingt, den Becher der schmachvollen Niederlage zu trinken, und der auf leblose Götzen vertraut. Gott wird das Werk eines solchen zunichte machen. Die ganze Erde wird die Herrlichkeit Jehovas erkennen müssen, vor dem sich alle in ehrfurchtsvollem Schweigen erheben sollen (2:6-20).
Warte geduldig auf die Rettung von Jehova. Im Gebet erinnert Habakuk an frühere Kundgebungen der Macht Gottes. Unter anderem durchschritt Jehova die Erde und drosch die Nationen im Zorn. Er zog auch aus zur Rettung seines Volkes. Habakuk ist überwältigt und entschlossen, ‘ruhig zu warten auf den Tag der Bedrängnis’. Ungeachtet der schlimmen Zeiten, die vor ihm liegen, wird er in Jehova frohlocken und jubeln in dem Gott seiner Rettung (3:1-19).
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Auch wenn Gott Rache übt, ist Rettung möglichDer Wachtturm 1989 | 15. Mai
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BIBELTEXTE NÄHER BELEUCHTET
○ 1:2-4 — Habakuk glaubte an Jehova, den Gott, der nichts Böses duldet, und fragte ihn, warum die Bosheit überhandnahm. Er war bereit, in seinem Denken Änderungen vorzunehmen (2:1). Wenn wir uns fragen, warum bestimmte Dinge geduldet werden, sollten wir aufgrund unseres Vertrauens in die Gerechtigkeit Jehovas ebenso ausgeglichen bleiben und auf ihn warten (Psalm 42:5, 11).
○ 2:5 — Die Babylonier waren eine Kollektivperson, sozusagen ein Mann, der mit Hilfe seiner Kriegsmaschinerie Nationen besiegte. Gleich dem Tod und dem Scheol, die unablässig auf weitere Opfer warten, verlangte er nach weiteren militärischen Siegen. (Vergleiche Sprüche 30:15, 16.) Er befand sich in einem Siegesrausch, als stünde er unter starkem Alkoholeinfluß. Seine Eroberungskriege endeten jedoch, als Babylon 539 v. u. Z. fiel.
○ 3:13 — Gottes auserwähltes und gesalbtes Volk, die Nation Israel, verspürte oft seine Macht zu retten (Psalm 28:8, 9). Zur bestimmten Zeit brachte es den Messias, den „Samen“ der himmlischen „Frau“ Gottes, hervor (1. Mose 3:15). Jehova wird auch die übriggebliebenen Glieder jenes „Samens“, den Überrest der geistgesalbten Jünger Jesu, vor dem Angriff Satans und der Nationen retten (Offenbarung 12:17).
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