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3 Schritte zu guten GewohnheitenErwachet! 2016 | Nr. 4
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TITELTHEMA
3 Schritte zu guten Gewohnheiten
DER Wecker klingelt. Patrick ist noch ziemlich verschlafen. Trotzdem steht er sofort auf, zieht die Sportsachen an, die er am Abend zuvor aus dem Schrank geholt hat, und geht eine Runde joggen — so wie schon das ganze letzte Jahr dreimal die Woche.
Laura hat sich gerade mit ihrem Mann gestritten. Wütend und frustriert stürmt sie in die Küche. Sie isst eine ganze Tafel Schokolade auf einmal — so wie jedes Mal, wenn sie sich aufregt.
Was haben Patrick und Laura gemeinsam? Vielleicht merken sie es nicht einmal, aber beide werden von einer starken Macht gesteuert — der Macht der Gewohnheit.
Wie steht es um einen selbst? Gibt es Gewohnheiten, die man schon lange entwickeln will? Vielleicht hat man sich ja vorgenommen, regelmäßig Sport zu treiben, mehr Schlaf zu bekommen oder mit Freunden und Verwandten besser in Kontakt zu bleiben.
Oder man hat schlechte Gewohnheiten, mit denen man am liebsten brechen würde, wie das Rauchen, eine ungesunde Ernährung oder zu lange im Internet zu surfen.
Zugegeben, es kann ganz schön schwer sein, eine schlechte Angewohnheit aufzugeben. Sie ist wie ein warmes Bett an einem kalten Tag — man kommt leicht rein, aber nur schwer wieder raus.
Die Frage ist also: Wie kann ich die Macht der Gewohnheit nutzen, damit sie für mich arbeitet, statt gegen mich? Dazu drei Tipps, die sich auf Grundsätze aus der Bibel stützen.
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1. Realistisch seinErwachet! 2016 | Nr. 4
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TITELTHEMA | 3 SCHRITTE ZU GUTEN GEWOHNHEITEN
1 Realistisch sein
Manchmal ist man versucht, alles auf einmal zu ändern. Vielleicht sagt man sich: „Ab dieser Woche rauche und fluche ich nicht mehr, gehe früher ins Bett, mache regelmäßig Sport, ernähre mich gesünder und rufe öfter bei den Großeltern an.“ Aber wer alle Ziele auf einmal erreichen will, erreicht mit Sicherheit keins!
GRUNDSATZ DER BIBEL: „Weisheit ist bei den Bescheidenen“ (Sprüche 11:2)
Wer bescheiden ist, kennt seine Grenzen und schätzt seine Zeit, seine Kraft und seine Mittel realistisch ein. Deswegen versucht er nicht, alles auf einmal zu ändern, sondern Schritt für Schritt.
Wer alle Ziele auf einmal erreichen will, erreicht mit Sicherheit keins!
WAS MAN TUN KANN
Realistische Zwischenziele setzen.
Zwei Listen erstellen: eine mit allen guten Gewohnheiten, die man gern hätte, und eine mit allen schlechten Gewohnheiten, die man gern loswerden möchte.
Die Punkte auf den Listen nach Wichtigkeit sortieren.
Einige wenige Gewohnheiten von jeder Liste auswählen, vielleicht nur ein oder zwei, und zuerst auf diese konzentrieren. Danach mit den nächsten ein oder zwei Gewohnheiten auf jeder Liste weitermachen.
Das Ganze beschleunigen, indem man eine schlechte Gewohnheit durch eine gute ersetzt. Beispiel: Auf der Liste mit den schlechten Gewohnheiten steht: „Zu viel vor dem Fernseher“, auf der mit den guten: „Öfter Freunde und Familie anrufen“. Man könnte sich vornehmen: „Statt nach der Arbeit sofort den Fernseher einzuschalten, rufe ich zuerst einen Freund oder jemanden aus der Familie an.“
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2. Das richtige Umfeld schaffenErwachet! 2016 | Nr. 4
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TITELTHEMA | 3 SCHRITTE ZU GUTEN GEWOHNHEITEN
2 Das richtige Umfeld schaffen
Man will sich gesünder ernähren, aber auf der Tafel Schokolade steht mit riesigen Buchstaben: „ISS MICH!“
Man will mit dem Rauchen aufhören, aber ein Freund, der das weiß, bietet einem schon wieder eine Zigarette an.
Man wollte heute Sport machen, aber allein den Schrank nach den Laufschuhen zu durchwühlen, fühlt sich nach zu viel Arbeit an.
Was haben alle drei Szenarien gemeinsam? Die Erfahrung zeigt: Will man gute Gewohnheiten entwickeln und schlechte loswerden, sind oft äußere Einflüsse ausschlaggebend.
GRUNDSATZ DER BIBEL: „Der Kluge sieht das Unglück voraus und bringt sich in Sicherheit; ein Unerfahrener läuft hinein und muss die Folgen tragen“ (Sprüche 22:3, Hoffnung für alle)
Die Bibel fordert dazu auf, vorauszuplanen. Man sollte Situationen meiden, die einen am Erreichen seiner Ziele hindern, und stattdessen bewusst gute Voraussetzungen schaffen (2. Timotheus 2:22). Kurzum: Das richtige Umfeld ist entscheidend.
Es sollte schwer sein, das Falsche zu tun, und leicht, das Richtige zu tun
WAS MAN TUN KANN
Es sich schwer machen, das Falsche zu tun. Beispiel: Wenn man sich gesünder ernähren will, wäre es gut, kein Junkfood im Haus zu haben. Bekommt man dann mal Heißhunger darauf, kann man der Versuchung nicht so leicht erliegen.
Es sich leicht machen, das Richtige zu tun. Beispiel: Wenn man direkt nach dem Aufstehen Sport treiben möchte, könnte man die Sportsachen schon am Abend zuvor neben das Bett legen. Je einfacher man es sich macht, desto eher bleibt man dran.
Freunde sorgfältig aussuchen. Ein Sprichwort sagt: Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir, wer du bist (1. Korinther 15:33). Deswegen ist es gut, den Kontakt mit Menschen einzuschränken, die schlechte Gewohnheiten fördern, und sich stattdessen Freunde zu suchen, die einen in guten Gewohnheiten bestärken.
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3. Nicht aufgeben!Erwachet! 2016 | Nr. 4
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TITELTHEMA | 3 SCHRITTE ZU GUTEN GEWOHNHEITEN
3 Nicht aufgeben!
Man sagt, dass es 21 Tage dauert, bis eine Verhaltensweise zur Gewohnheit wird. Doch die Realität zeigt: Bei manchen geht es schneller, bei anderen dauert es länger. Was, wenn man sein Ziel nach wenigen Wochen immer noch nicht erreicht hat?
Ein Beispiel: Angenommen, man hat das Ziel, dreimal die Woche Sport zu machen.
1. Woche: Alles läuft nach Plan.
2. Woche: Man lässt einen Tag aus.
3. Woche: Alles wieder nach Plan.
4. Woche: Man schafft es gerade so ein Mal.
5. Woche: Man erreicht sein Ziel wieder und von da an klappt es jede Woche.
Es hat fünf Wochen gedauert, bis sich die neue Gewohnheit verfestigt hat. Das wirkt vielleicht wie eine lange Zeit, aber am Ende freut man sich, weil man es geschafft hat.
GRUNDSATZ DER BIBEL: „Der Gerechte mag sogar siebenmal fallen, und er wird bestimmt aufstehen“ (Sprüche 24:16)
Die Bibel rät, nie aufzugeben. Am Ende zählt nicht, wie oft man einen Rückschlag erlebt, sondern wie oft man es schafft, weiterzumachen.
Am Ende zählt nicht, wie oft man einen Rückschlag erlebt, sondern wie oft man es schafft, weiterzumachen
WAS MAN TUN KANN
Nicht schlussfolgern, ein Rückschlag bedeute ein totales Scheitern. Man sollte Rückschläge von vornherein einkalkulieren.
Sich auf die Fortschritte konzentrieren. Beispiel: Vielleicht hat man das Ziel, liebevoller mit seinen Kindern umzugehen. Man könnte sich fragen: „Wann bin ich das letzte Mal ruhig geblieben, obwohl ich meine Kinder am liebsten angeschrien hätte? Wie habe ich konkret reagiert? Wie schaffe ich das wieder?“ So konzentriert man sich nicht auf die Rückschläge, sondern auf das, was man schon erreicht hat, und man ist motiviert weiterzumachen.
Die Bibel hat viele gute Tipps fürs Leben. Sie hilft, mit Sorgen fertigzuwerden, als Familie besser zusammenzuleben und ein wirklich glückliches Leben zu führen. Wenn Sie mehr wissen möchten, sprechen Sie einfach einen Zeugen Jehovas an oder besuchen Sie unsere Website jw.org.
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