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  • Haiti
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • Etwa 25 Jahre nachdem Stanley Boggus Haiti verlassen hatte, ergänzte er diese Erfahrung noch mit folgender Anmerkung: „1987 wurde ich gebeten, als Unterweiser der Pionierdienstschule im französischen Kreis in New York zu dienen. Beim Durchsehen der Klassenliste stieß ich auf den Namen Edèle Antoine. Ja, sie war genau die Edèle, der ich vor 27 Jahren geholfen hatte, in die Wahrheit zu kommen. Es war eine Freude, sie unter den Pionieren zu sehen.“

      Nicht mit der falschen Religion „draußen“ sein

      Im Mai 1960 zog Sénèque Raphaël nach Mont-Organisé, um dort beim Gesundheitsamt zu arbeiten; kurz nach seiner Ankunft wurde er von François Codio zu den Zusammenkünften in dessen Haus eingeladen. Sénèque — ein lebhafter junger Mann im Alter von 24 Jahren — äußerte den Wunsch, mehr über die Bibel zu lernen. François lieh ihm daher das Buch „Gott bleibt wahrhaftig“, das Sénèque von vorn bis hinten durchstudierte. Bevor Sénèque im August nach Ouanaminthe fuhr, um seine Eltern zu besuchen und sich von den Baptisten taufen zu lassen, ermunterte François ihn, dort in den Königreichssaal zu gehen und sich mit einem Pionier namens Mercius Vincent in Verbindung zu setzen.

      Mercius fragte Sénèque nach seinen Glaubensansichten; wie er sehen konnte, war sich Sénèque darüber im klaren, daß sich die Kirchenlehren von dem, was die Bibel sagt, deutlich unterscheiden. Mercius schaute diesen kräftigen, dunkelhäutigen jungen Mann eindringlich an und sagte: „Also Monsieur, in der Bibel heißt es in Offenbarung 22:15, daß jeder, der eine Lüge liebt und sie verübt, ‚draußen‘ ist. Dazu gehören auch diejenigen, die Unwahrheiten lehren. Wenn Sie zu einer solchen Religion gehören, werden Sie ebenfalls ‚draußen‘ sein.“

      Nach einer Pause fragte Sénèque: „Was soll ich tun?“ Mercius gab ihm die Broschüre „Diese gute Botschaft vom Königreich“ und versprach ihm, sie am nächsten Vormittag mit ihm zu studieren. Sénèque las die Broschüre durch und lernte einen Großteil davon auswendig. Nach seinem ersten Studium ging er noch am selben Abend in die Zusammenkunft; am nächsten Morgen schloß er sich den Brüdern im Predigtdienst an. Im Januar 1961 ließ er sich taufen. François Codio, der ihn mit der Wahrheit bekannt gemacht hatte, wurde nie ein Zeuge, aber seine Frau.

  • Haiti
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
    • Der Bezirkskongreß im Januar 1962 bereitete die einheimischen Brüder auch darauf vor, ihren Predigtdienst auszudehnen. Der Zweigaufseher spornte in seinen Ansprachen über den Pionierdienst alle Brüder, die die Voraussetzungen erfüllten und keine familiären Verpflichtungen hatten, dazu an, sich um den Sonderpionierdienst zu bewerben. Sénèque Raphaël, der sich damals ebenfalls bewarb, bemerkte dazu:

      „Ich diente zusammen mit Emile Cinéus in Artibonite als allgemeiner Pionier und wollte unbedingt Sonderpionier werden. Daher gab ich meine Stellung beim Gesundheitsamt auf. Ich besaß 40 Dollar, eine Friseurschere und eine normale Schere und hoffte, damit für meinen Lebensunterhalt sorgen zu können, was mit Jehovas Hilfe auch immer möglich war.“ Sénèque hatte keine Ahnung, daß die Regierung, schon ein paar Tage nachdem er seine Bewerbung abgegeben hatte, gegen Jehovas Zeugen vorgehen würde.

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