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  • Erdbeben in Haiti
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2015
    • Ein verheerendes Erdbeben trifft Haiti

      Ein Tag, der den Dominikanern und Haitianern noch lang in Erinnerung bleiben wird, ist der 12. Januar 2010. An diesem Dienstag wurde Haiti von einem schrecklichen Erdbeben heimgesucht. Die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas genehmigte sofort finanzielle Mittel für Hilfsgüter, die der dominikanische Zweig an die haitianischen Brüder schicken sollte.

      Da es sich um eine hohe Geldsumme handelte, stellte sich die Frage, wer sich als Kurier eignen würde. Man entschied sich für den 1,90 Meter großen und 127 Kilo schweren Bethelarzt Evan Batista.

      Diese Entscheidung erwies sich als Geschenk des Himmels, denn an der Grenze erfuhr Bruder Batista, dass man dringend qualifizierte medizinische Hilfe benötigte. Viele schwerverletzte Erdbebenopfer wurden zur medizinischen Behandlung zum Kongresssaal gebracht, direkt neben dem haitianischen Bethel. Als die Brüder merkten, dass der Kurier der Bethelarzt war, riefen sie im dominikanischen Zweig an und fragten, ob Bruder Batista bleiben könnte. Natürlich war das möglich. Nur wenige Stunden nach dem Erdbeben kam eine große Hilfsaktion für unsere Glaubensbrüder in Haiti ins Rollen.

      Bilder auf Seite 155

      Nach dem Erdbeben in Haiti leisten die Brüder wertvolle Hilfe

      Die Abteilung Einkauf im dominikanischen Bethel nahm sofort Verbindung mit ihren Lebensmittellieferanten auf und kaufte etwa 7 Tonnen Reis, Bohnen und andere Grundnahrungsmittel. Diese wurden am Donnerstag, den 14. Januar frühmorgens um 2.30 Uhr nach Haiti geschickt — offensichtlich war das die erste Hilfslieferung, die die Grenze erreichte. Noch am gleichen Tag fuhren drei Ärzte aus der Dominikanischen Republik zum haitianischen Bethel. Die Fahrt dauerte 7 Stunden. Es war schon spät am Abend, als sie eintrafen, aber anstatt ihre Unterkünfte aufzusuchen, gingen sie direkt zu den Verletzten und arbeiteten angestrengt bis in die Nacht hinein. Am nächsten Tag kamen vier weitere Ärzte und vier Krankenschwestern aus der Dominikanischen Republik. Chirurgische Eingriffe wurden unter sehr schwierigen Bedingungen durchgeführt. Dafür nutzte man einen provisorischen OP, der im Kongresssaal eingerichtet worden war. In der folgenden Woche behandelten die 12 Helfer über 300 verletzte Personen.

      Jeden Tag brachte man die Schwerstverletzten in verschiedene Krankenhäuser der Dominikanischen Republik. Zum schnellen Transport nutzte man manchmal die Fahrzeuge, die die Hilfsgüter nach Haiti transportiert hatten. Das Zweigbüro organisierte Krankenbesuchsgruppen, die den Verletzten Mut zusprechen und sich vergewissern sollten, ob sie Medikamente und alles Lebensnotwendige hatten. Umliegende Versammlungen stellten Essen und Unterkünfte für Familienmitglieder bereit, die ihre verletzten Angehörigen begleiteten.

      Jehovas Zeugen verteilten mehr als 450 Tonnen gespendete Hilfsgüter, einschließlich 400 000 Mahlzeiten

      Der unermüdliche und selbstlose Einsatz von Jehovas Dienern nach dieser Katastrophe wird treffend in Sprüche 17:17 beschrieben: „Ein wahrer Gefährte liebt allezeit und ist ein Bruder, der für die Zeit der Bedrängnis geboren ist.“ Jede Erfahrung für sich zeigt, wie Jehova durch seinen Geist und die Bruderschaft seinen treuen Dienern beigestanden hat, selbst angesichts des Todes. Über Monate hinweg wurden intensive Hilfsmaßnahmen geleistet. Jehovas Zeugen verteilten mehr als 450 Tonnen gespendete Hilfsgüter, einschließlich 400 000 Mahlzeiten. 78 Brüder und Schwestern mit medizinischen Fachkenntnissen kamen aus verschiedenen Teilen der Erde und setzten zusammen mit zahllosen anderen Freiwilligen großzügig ihre Zeit und Fähigkeiten ein.a

      a Ein ausführlicher Bericht ist im Erwachet! vom Dezember 2010, Seite 14 bis 19 zu finden.

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