-
HaitiJahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
-
-
Als Bruder Knorr feststellte, daß nach fünf Jahren Missionartätigkeit lediglich 86 Verkündiger einen Bericht abgaben, empfahl er, den Dienst dadurch produktiver zu gestalten, daß man die Zusammenkünfte und den Dienst statt in Französisch in Kreol durchführte. Diese Änderung brachte schnell gute Ergebnisse.
Wie Bruder Knorr außerdem ankündigte, würde die Broschüre Kannst du ewig in Glück auf Erden leben? in Kreol übersetzt. Allerdings verwandte der Übersetzer dabei ein phonetisches System, das von einem Deutschen namens Laubach entwickelt worden war. Durch dieses System konnten zwar englischsprachige Personen ohne Mühe Kreol lesen, aber es war nicht das, was die katholische Bevölkerung gewohnt war, daher fand die Broschüre nur geringe Verbreitung.
-
-
HaitiJahrbuch der Zeugen Jehovas 1994
-
-
Verbreitung der guten Botschaft in Kreol
Heimbibelstudien stellten für die Missionare eine ungeahnte Herausforderung dar. Die Bücher waren in Französisch geschrieben, aber die Erklärungen mußten zumeist in Kreol gegeben werden. In manchen Gegenden stammte das einzige verfügbare Licht von einer kleinen, zur Öllampe umfunktionierten Milchdose. „Wir hatten nur gedämpftes Licht“, erinnert sich Alex Brodie, „aber die Lernbegierde des Studierenden machte alles wieder wett.“
Öffentliche Vorträge in Kreol, die in einem Park am Stadtrand von Port-au-Prince oder manchmal am Strand gehalten wurden, waren immer gut besucht. Die Missionare transportierten ihre tragbare Lautsprecheranlage auf dem Fahrrad dorthin und befestigten die Lautsprecher in den Palmen. Die Leute brachten ihren eigenen Stuhl mit oder setzten sich ins Gras.
-