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Ist ein Leben voller Glück je möglich?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 1
Ist ein Leben voller Glück je möglich?
„Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (PSALM 37:11)
JEDER möchte glücklich sein. Doch viele Probleme, darunter auch bewaffnete Konflikte, machen das für uns und unsere Familie fast unmöglich. Ein Mann im Nahen Osten formuliert es so: „Wir befinden uns immer im Krieg — davor, danach oder gerade mittendrin.“
Ist das Leben heute denn normal?
Wir wünschen uns Frieden, Sicherheit und ein glückliches Leben. Das aktuelle Bild der Gesellschaft zeigt jedoch meistens genau das Gegenteil.
Muss man sich mit so einem Leben abfinden?
Die Schriften enthalten das Rezept für ein glücklicheres Leben heute und in der Zukunft.
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Was braucht man zum Glück?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 2
Was braucht man zum Glück?
„Sie werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der sie aufschreckt“ (MICHA 4:4)
IM Prinzip braucht man nicht viel:
Frieden und Sicherheit
Familie und Freunde
Gesundheit
Nahrung, Kleidung, Obdach
Sinn im Leben
Perspektiven
Für viele sind die meisten oder gar all diese Erfordernisse nur schwer erfüllbar. Wie kann man da das Beste aus seiner Situation machen? Gott weist uns durch die Schriften den Weg. Sie enthalten Rat, der praktisch und umsetzbar ist. Wichtiger noch: Sie liefern Beweise für eine Zukunft, in der die Lebensbedingungen auf der Erde bald viel besser sein werden — eine Zukunft, wie Gott sie sich vorgestellt hat.
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Wer kann uns den Weg zum Glück zeigen?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 3
Wer kann uns den Weg zum Glück zeigen?
„Sende dein Licht und deine Wahrheit aus. Mögen diese selbst mich leiten“ (PSALM 43:3)
UM EIN Gerät richtig zu bedienen, verlassen wir uns auf die kompetente Bedienungsanleitung des Herstellers. Wäre nicht unser Schöpfer der kompetenteste Ratgeber für unser Glück?
Gibt es überhaupt Beweise für einen Schöpfer?
Professor George Zinsmeister (ehemals an der Universität von Massachusetts) glaubt an Gott und beantwortet diese Frage mit einem einzigen Wort: Entropie. Unter Wissenschaftlern auch als „der zweite Hauptsatz der Thermodynamik“ bekannt. Wie sich dieses Gesetz auswirkt, können wir alle beobachten. Ein geordnetes System wie ein Haus kann nicht von selbst entstehen. Doch in unserem Universum befindet sich Zahlloses, das physikalisch und biologisch hochkompliziert geordnet und aufgebaut ist. Das sind eindeutige Beweise für einen unvorstellbar intelligenten und mächtigen Schöpfer.
„Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes“
Vor Jahrtausenden kam König David zu der Schlussfolgerung: „Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes; und die Ausdehnung tut das Werk seiner Hände kund“ (Psalm 19:1 [19:2, Zunz]). In einem weiteren Psalm sagte er voller Bewunderung: „Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht. Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse“ (Psalm 104:24).a
Ein geordnetes System wie ein Haus kann nicht von selbst entstehen
Warum hat Gott uns erschaffen?
An allem, was Gott gemacht hat, sieht man seine Liebe. Er ist ein lieber Vater und möchte, dass wir glücklich sind und alles genießen, was er erschaffen hat (Psalm 92:4 [92:5, Zunz]).
Gott erschuf den Menschen „in seinem Bilde“ (1. Mose 1:26, 27). Was bedeutet das?
Gott hat uns so erschaffen, dass wir ihm ähnlich sind, das heißt Eigenschaften haben wie Liebe, Intelligenz, Gerechtigkeitssinn und Kreativität. Auch dürfen wir frei entscheiden. Möchten wir seine Eigenschaften noch besser widerspiegeln, macht ihn das glücklich (Sprüche 23:15). Eltern wünschen sich intelligente, logisch denkende Kinder, mit denen sie kommunizieren und eine schöne Beziehung aufbauen können. Genau das wünscht sich Gott auch.
Was wünscht sich Gott für die Menschen?
Gott möchte, dass jeder seine Fähigkeiten für das Gemeinwohl der Menschheit einsetzt und wir alle so zusammenhalten wie eine Familie (Micha 4:3).
Was können wir von unserem Schöpfer erwarten?
Ein guter Vater rüstet seine Kinder mit allem aus, was sie auf ihrem Lebensweg brauchen. Dasselbe können wir logischerweise auch von unserem Schöpfer erwarten. Wie hat er das getan?
a Mehr zu diesem Thema in dem Buch Gibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist? (hrsg. von Jehovas Zeugen).
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Welchen Wegweiser haben wir von Gott?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 4
Welchen Wegweiser haben wir von Gott?
„Ich, Jehova, bin dein Gott, der dir zum Nutzen dich lehrt“ (JESAJA 48:17)
DIE Schriften sind ein Geschenk von Gott. Er wies treue Männer aus Israel an, seine Gedanken aufzuschreiben. So sagte König David ganz offen über seine Psalmen: „Der Geist Jehovas war es, der durch mich redete, und sein Wort war auf meiner Zunge“ (2. Samuel 23:2).
Warum gab Gott uns die Schriften?
Die Schriften erklären nicht nur unsere Geschichte und beschreiben unsere Zukunft, sondern beantworten auch die wichtigsten Lebensfragen wie: Warum gibt es uns Menschen überhaupt? Wie wird man wirklich glücklich? Weil wir unserem Schöpfer wichtig sind, ließ er die Antworten in den Schriften festhalten, die über Gott und sein Gesetz sagen:
„Jehova selbst gibt Weisheit; . . . du [wirst] Gerechtigkeit und Recht und Geradheit verstehen, die ganze Bahn des Guten“ (Sprüche 2:6, 9).
„Das Gesetz Jehovas ist vollkommen, bringt die Seele zurück. Die Mahnung Jehovas ist zuverlässig, macht den Unerfahrenen weise. Die Befehle Jehovas sind recht, erfreuen das Herz; das Gebot Jehovas ist rein, erleuchtet die Augen“ (Psalm 19:7, 8 [19:8, 9, Zunz]).
Das heißt: Gott gab uns die Schriften und damit auch das Rezept zum Glücklichsein.
Warum kann man sagen, die Abschriften sind originalgetreu?
Die Abschreiber arbeiteten akribisch genau
Von alters her haben treue Männer wie Esra, „ein geschickter Abschreiber im Gesetz Mose“, mit größter Sorgfalt gearbeitet, damit der Text der Schriften bewahrt blieb (Esra 7:6). Die Mühe hatte sich gelohnt, wie der bemerkenswerte Fund der Schriftrollen vom Toten Meer beweist. 1947 wurden erstmals Schriftrollen in Höhlen unweit von Qumran entdeckt. Darunter befanden sich Fragmente von fast allen Büchern des Tanach. Obwohl die Schriftrollen schon vor mehr als 2 000 Jahren abgeschrieben wurden, gibt es kaum Abweichungen — weder in den Abschriften untereinander noch von dem überlieferten hebräischen Text, den wir heute gebrauchen. „Keine dieser Abweichungen wirkt sich auf die Botschaft der Schriften aus“, bemerkt Geza Vermes, Experte für die Schriftrollen vom Toten Meer. Solche genauen Überlieferungen beweisen, dass die Schriften, die wir heute in den Händen halten, mit den Originalen übereinstimmen.
Qumran Höhle 4: Die meisten der Schriftrollen vom Toten Meer wurden hier gefunden
Treffen Voraussagen wirklich ein?
Nachdem das Volk Israel in das Land kam, das Gott ihnen versprochen hatte, erinnerte Josua sie: „Kein einziges Wort von allen guten Worten, die Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, [ist] dahingefallen“ (Josua 23:14). Diese Aussage hat sich immer bewahrheitet, denn Gott kann alles lenken und leiten, damit sein Wille geschieht. Deshalb erfüllen sich seine Voraussagen bis ins Kleinste.
Babylon heute
Ein Beispiel: Gott sagte nicht nur die Befreiung Israels aus der Gefangenschaft in Babylon voraus, sondern auch die endgültige Verwüstung dieser Stadt. Jesaja schrieb: Babylon „soll werden wie Sodom und Gomorra, als Gott sie umkehrte. Sie wird niemals bewohnt werden“ (Jesaja 13:19, 20). Bis in die Zeit des zweiten Tempels war Babylon noch bewohnt. Doch dann, innerhalb von einigen wenigen Jahrhunderten und lange nachdem die Jesajarolle verfasst worden war, ist Babylon zu dem geworden, was es bis heute ist — eine verödete Stadt! (Jesaja 13:21).a
a Mehr dazu im Buch Gibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist?, Seite 106, 107 (hrsg. von Jehovas Zeugen).
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Wie führt uns Gott schon heute zu einem glücklichen Leben?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 5
Wie führt uns Gott schon heute zu einem glücklichen Leben?
„O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen“ (JESAJA 48:18)
KAUM etwas liegt uns mehr am Herzen als unsere Familie. Und doch wird das Familienglück oft von Konflikten und Spannungen überschattet.
Welche heiligen Grundsätze sind in der Familie wichtig?
Die Maßstäbe und Grundsätze in den Schriften zu zwischenmenschlichen Beziehungen sind praktisch, zeitlos und allgemeingültig. Lebt jeder in der Familie danach, wird das Miteinander immer angenehmer. Denken wir nur einmal daran, wie wichtig Liebe, Respekt und Kommunikation sind. Wären Familien nicht wesentlich glücklicher, wenn sich jeder an den Grundsatz „Du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst“ halten würde? (3. Mose 19:18). Sicherlich fühlen sich die meisten in ihrer Ehe wohler, wenn sie offen und rücksichtsvoll miteinander reden und einander respektvoll behandeln — so wie Elkana und Hanna (1. Samuel 1:8).
Mit heiligen Grundsätzen wird das Eheleben noch schöner
Wie erzieht man Kinder am besten?
Kindern Gott näherzubringen lohnt sich
Eltern haben die Ehre und die Verantwortung, ihre Kinder mit Gottes Grundsätzen vertraut zu machen. „Es soll sich erweisen, dass diese Worte . . . auf deinem Herzen sind; und du sollst sie deinem Sohn einschärfen“ (5. Mose 6:6, 7). Dazu müssen Eltern die Heiligen Schriften kennen. Verinnerlichen sie „diese Worte“ und bringen sie dann ihren Kindern bei, wird es sich gut auswirken. „Erzieh einen Knaben gemäß dem Weg für ihn; auch wenn er alt wird, wird er nicht davon abweichen“ (Sprüche 22:6).
Funktionieren heilige Grundsätze wirklich?
Jehoschua und Malka: „Wir hatten fünf Kinder großzuziehen. Finanziell ging es uns nicht besonders gut. Doch für uns kam nicht finanzielle Absicherung, sondern immer Gott an erster Stelle. Das half uns, Geld nicht überzubewerten. Wir können wirklich bestätigen, was David einmal sagte: ,[Ich] habe . . . keinen Gerechten gänzlich verlassen gesehen noch seine Nachkommen nach Brot suchen‘ (Psalm 37:25). Wir versuchten unnötige Ausgaben zu vermeiden, wollten aber auch nicht reich werden, denn über Reichtum heißt es ja: ,Ganz bestimmt macht er sich Flügel gleich denen eines Adlers und entfliegt den Himmeln zu‘ (Sprüche 23:4, 5). So hatten wir mehr Zeit für unseren Glauben und unsere Familie, wie zum Beispiel gemeinsam die Natur zu genießen und zu picknicken.
Malka und mir war es immer wichtig, uns nicht auf unseren Verstand, sondern auf Jehova Gott zu verlassen. Unseren Kindern legten wir nahe, bei ihren Freundschaften wählerisch zu sein, denn: ,Wer mit Weisen wandelt, wird weise werden, wer sich aber mit den Unvernünftigen einlässt, dem wird es schlecht ergehen‘ (Sprüche 13:20). Heute sind sie glückliche Erwachsene mit einem Sinn im Leben. Wenn wir zurückblicken, sind wir uns ganz sicher, dass Gott uns geholfen hat, die Kinder nach seinen Maßstäben zu erziehen. Wir können von ganzem Herzen sagen: ,Der Segen Jehovas — er macht reich, und keinen Schmerz fügt er ihm hinzu‘ (Sprüche 10:22).“
Mordechai und Keren: „Als unser ältester Sohn noch klein war, mussten wir oft bei Bombenalarm in den Luftschutzbunker rennen, wo wir vor Gasangriffen sicher waren. Wie immer beteten wir auch im Bunker als Familie zum ,Hörer des Gebets‘, dass er uns Mut gibt und uns hilft, von unserer Angst nicht überwältigt zu werden (Psalm 65:2 [65:3, Zunz]). Wir sprachen oft über eine friedliche Zukunft, wie Gott sie verspricht. Über die Schriften nachzudenken und zu beten, gab uns innere Ruhe und half uns, nicht zu sehr traumatisiert zu sein. Später, als unsere Jungs etwas älter waren, brachten wir ihnen Schrifttexte bei, die betonen, wie gut sich Gott um die kümmert, die ihn lieben (5. Mose 7:9).
Natürlich gibt es unter Geschwistern auch mal Streit. War das der Fall, erinnerten wir sie daran, dass es Gott überhaupt nicht gefällt, wenn man zurückschlägt. Besser ist es, lieb zu sein und Gutes zu tun. In Sprüche steht: ,Hass ist das, was Streitigkeiten erregt, aber Liebe deckt sogar alle Übertretungen zu‘ (Sprüche 10:12). Sie lernten so, den Kreislauf der Rache zu durchbrechen. Wir legten ihnen nahe, respektvoll mit älteren Menschen umzugehen und einfühlsam zu sein, wie 3. Mose 19:32 es sagt: ,Vor grauem Haar solltest du aufstehen, und du sollst Rücksicht nehmen auf die Person eines alten Mannes, und du sollst Furcht haben vor deinem Gott‘. Wir danken Gott sehr, dass unsere Jungs selbstbewusste und herzensgute junge Männer geworden sind.“
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Wie wird Gott noch wichtiger in unserem Leben?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 6
Wie wird Gott noch wichtiger in unserem Leben?
„Der Mensch [lebt] nicht von Brot allein . . . , sondern von jeder Äußerung des Mundes Jehovas“ (5. MOSE 8:3)
IN DEN Schriften erfahren wir viel über Gott. Doch das allein reicht nicht aus, um ihn kennenzulernen. Soll Gott in unserem Leben eine größere Rolle spielen, ist es wichtig, eine Beziehung zu ihm aufzubauen.
Kann man eine Beziehung zu Gott aufbauen?
„Vor ihm schüttet euer Herz aus“ — wie David es tat
Ja, Gott macht es möglich! König David sagte seinem Sohn Salomo: „Erkenne den Gott deines Vaters . . . Wenn du ihn suchst, wird er sich von dir finden lassen“ (1. Chronika 28:9). Viele Schriftstellen zeigen, dass ein enges Verhältnis zu Gott nicht nur möglich ist, sondern auch sehr wertvoll. Gott wünscht sich solch eine Freundschaft mit uns. Er bezeichnete ja auch Abraham wegen seines Glaubens als „Freund“ (Jesaja 41:8). Vertrauen wir Gott und lassen uns von ihm den Weg zum Glück zeigen, dann wird er uns segnen, schützen und für uns da sein.
Warum sollten wir ihm unser Herz ausschütten?
Gott hört zu, wenn wir beten. „Das Begehren der Sanftmütigen wirst du bestimmt hören, o Jehova. . . . Du wirst mit deinem Ohr aufmerken“ (Psalm 10:17). Anstatt einfach nur ein geschriebenes oder auswendig gelerntes Gebet aufzusagen, sollten wir das tun, was in den Schriften steht: „Vor ihm schüttet euer Herz aus“ (Psalm 62:8 [62:9, Zunz]). Gott ist uns ein liebevoller Vater und wir möchten ihm nahe sein. Wir brauchen daher keine Hemmungen haben, ihm offen und ehrlich einfach alles zu sagen, was uns beschäftigt. „Das Gebet der Rechtschaffenen ist ihm wohlgefällig“ (Psalm 73:28; Sprüche 15:8; Jesaja 64:8 [64:7, Zunz]).
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Können wir auf eine glückliche Zukunft hoffen?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 7
Können wir auf eine glückliche Zukunft hoffen?
„Glücklich ist der Mann, der nicht im Rat der Bösen gewandelt [ist] . . . sondern seine Lust hat an dem Gesetz Jehovas . . . Und alles, was er tut, wird gelingen“ (PSALM 1:1-3)
„WIE sieht die Zukunft aus?“ Das hat Menschen, die sich Gedanken machen, schon immer beschäftigt.
Was hat die Antwort mit Gott zu tun?
Nur Gott kann uns sagen, was die Zukunft bringt. Und genau das hat er auch getan. Auf sein Wort können wir uns völlig verlassen, denn Gott selbst sagt: „Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren“ (Jesaja 55:11).
Lässt Gott uns mit unseren Problemen allein?
Die Geschichte zeigt, dass ein glückliches Leben ohne Gottes Anleitung nicht möglich ist. Warum nicht? Ein kleines Kind ist auf die Hilfe seiner Eltern angewiesen. Und der Mensch ist auf Gott angewiesen, um sein Leben zu meistern. So wurden wir nun einmal geschaffen. Der Prophet Jeremia erkannte an: „Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten“ (Jeremia 10:23).
Natürlich sollten wir uns den Herausforderungen des Lebens stellen — das erwartet Gott sogar. Doch vieles ist einfach nicht von Menschenhand zu lösen. Deshalb möchte Gott, dass wir uns auf ihn verlassen und nicht auf uns selbst. Sind wir dazu bereit, dann wird am Ende alles gut: „Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerade machen“ (Sprüche 3:6).
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Was hatte Gott ursprünglich mit den Menschen vor?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 8
Was hatte Gott ursprünglich mit den Menschen vor?
„Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde“ (1. MOSE 1:28)
GOTT wollte, dass Adam und Eva glücklich sind und ihre wunderschöne Heimat hegen und pflegen (1. Mose 2:15). Er stattete sie bis zu einem gewissen Grad mit seinen eigenen Eigenschaften aus. Die beiden ersten Menschen konnten den ganzen Planeten erkunden und sich an der Natur erfreuen. Und ihre Kinder hätten in einer perfekten Umgebung das Licht der Welt erblickt.
Welche Chance bekam das erste Menschenpaar?
Unsere Ureltern erhielten von Gott die Gelegenheit, für immer in einem Paradies zu leben. Sie hatten ewig Zeit, um Gott und seine Schöpfung immer besser kennenzulernen (Psalm 115:16; Prediger 3:10, 11). Diese Chance hätten sie an ihre Kinder weitergeben können.
Welche Richtlinien gab Gott Adam und Eva?
Adam und Eva durften ihr perfektes Leben als Teil der großen Familie Gottes genießen. Allerdings mussten sie dabei den göttlichen Maßstab für Gut und Böse anerkennen. Er lehrte sie, mit ihrer Freiheit richtig umzugehen, warnte sie aber auch vor den Folgen des Ungehorsams. Hielten sie sich an göttliche Richtlinien, könnten sie weiter ewig auf der Erde leben; entschieden sie sich aber, ihre eigenen Wege zu gehen, hätte das Kummer und Tod zur Folge. Das heißt: Der Mensch darf zwar frei entscheiden, muss aber für die Folgen auch selbst geradestehen (1. Mose 2:16, 17).
Was ging schief?
Satan war der Erste, der rebellierte. Adam und Eva folgten ihm. Das Ergebnis? Sie sündigten und verloren damit ihre Vollkommenheit. Der Alterungsprozess setzte ein und schließlich starben sie (1. Mose 5:5).
Was hat das Verhalten von Adam und Eva mit uns zu tun?
Weil sie gesündigt hatten, konnten sie nicht mehr Vollkommenheit und ewiges Leben an ihre Nachkommen vererben. Wegen ihnen kam Sünde und Tod in die Welt. Und deshalb, ganz im Gegensatz zu Gottes ursprünglichem Vorhaben, sündigt der Mensch und muss sterben. Doch, was ist Sünde eigentlich?
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Was ist Sünde?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 9
Was ist Sünde?
„Da ist kein Mensch gerecht auf der Erde, der ständig Gutes tut und nicht sündigt“ (PREDIGER 7:20)
WER möchte nicht immer alles richtig machen, sich korrekt verhalten und seine Gedanken und Gefühle im Griff haben? Dieses Ziel nicht zu erreichen, quasi nicht ins Schwarze zu treffen, nennt man Sünde.
Sind nur schwere Verbrechen Sünde?
Schon einmal die Beherrschung verloren?
Alle schlechten Taten, Gefühle und Gedanken sind Sünde. Das schließt ein, die Beherrschung zu verlieren, den Ehepartner oder die Kinder zu beschimpfen, etwas haben zu wollen, was einem nicht zusteht oder etwas zu tun, ohne dabei an andere zu denken.
Kann man auch ohne Sünde sein?
Wer von uns hat nicht schon einmal gegen das zehnte Gebot verstoßen: Du sollst nicht „begehren . . . was deinem Mitmenschen gehört“? (2. Mose 20:17 [20:14, Zunz]). Fakt ist doch: „Da ist kein Mensch, der nicht sündigt“ (1. Könige 8:46). Nicht zu sündigen, nicht einmal einen Tag, ist unmöglich.
Schon einmal unanständige Gedanken gehabt?
Was beinhaltet Sünde alles?
Fehler sind unvermeidbar. Doch Sünde hat nicht nur etwas mit Fehlverhalten zu tun. Das Problem ist größer: Wir haben die Sünde geerbt. Wir alle erkranken, werden alt und sterben. Und das nicht, weil wir absichtlich Fehler machen, sondern in erster Linie, weil wir als Sünder geboren werden, also mit dem Hang, das Verkehrte zu tun. Von diesem Erbgut können wir uns nicht selbst befreien: „Wer kann einen Reinen aus einem Unreinen hervorbringen? Da ist nicht einer“ (Hiob 14:4).
Adam und Eva allerdings wurden vollkommen erschaffen, ohne die Neigung, etwas Falsches zu tun. Weil sie sich für die Sünde entschieden, hatten sie einen Defekt, wie eine Backform, die eine Delle hat. Jeder darin gebackene Kuchen hat dann auch eine Delle. Wir haben einen Defekt von Adam und Eva geerbt, nämlich Unvollkommenheit und die Neigung zum Schlechten, kurz gesagt: die Sünde. Wir sind der Sünde also ausgeliefert. Nur, was ist so schlimm daran?
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Wie wirkt sich die Sünde auf unser Verhältnis zu Gott aus?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 10
Wie wirkt sich die Sünde auf unser Verhältnis zu Gott aus?
„Du bist nicht ein Gott, der an Bosheit Gefallen hat; kein Schlechter darf zu irgendeiner Zeit bei dir weilen“ (PSALM 5:4 [5:5, Zunz])
DIE Sünde von Adam und Eva zerstörte ihr Verhältnis zu Gott. Auch unsere Sünde trennt uns von Gott. „Gerade eure Vergehungen sind das geworden, was zwischen euch und eurem Gott eine Scheidung verursacht, und eure eigenen Sünden haben verursacht, dass sich sein Angesicht vor euch verbirgt, um nicht zu hören“ (Jesaja 59:2).
Sünde trennte Adam und Eva von Gott
Gab Gott sein Vorhaben wegen einer Rebellion auf?
Nein. Nach wie vor hält Gott an seinem Vorhaben fest: Eine paradiesische Erde, auf der glückliche Menschen leben. Nichts und niemand kann den Allmächtigen davon abbringen. „Gott ist nicht ein Mensch, dass er lügen würde, noch ein Menschensohn, dass er Bedauern empfände. Hat er es selbst gesagt und wird es nicht tun, und hat er geredet und wird es nicht ausführen?“ (4. Mose 23:19).
Wie berührt Gott unsere Notlage?
Wie fühlt sich ein besorgter Vater, wenn er sein Kind leiden sieht, auch wenn es selbst schuld ist? Genauso sehr schmerzt es Gott, wenn wir leiden (Jesaja 63:9). Er fühlt mit, wenn wir sozusagen im Schlamassel stecken. Und er verspricht, schließlich alles Böse zu beseitigen. Wann wird er das tun? Und wie?
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Was hat Gott für uns unternommen?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 11
Was hat Gott für uns unternommen?
„Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen“ (1. MOSE 3:15)
GOTT hat Schritte unternommen, damit es nie wieder zu einer Rebellion kommt.
Wann unternahm Gott den ersten Schritt?
Unmittelbar nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, verurteilte Gott die schuldigen Parteien. Außerdem teilte er mit, dass er vorhat, allen Schaden wiedergutzumachen.
Um welchen Streitpunkt ging es?
Wie bereits erwähnt, stellte Satan nicht Gottes Macht infrage, sondern sein Recht zu regieren. Davon sind alle Geschöpfe betroffen. Satan will nämlich selbst über die Kinder Gottes herrschen.
Warum ist der Vergleich mit einem Gerichtsfall passend?
Angenommen, Ihr Verwandter hat keine Kinder und er beantragt das Sorgerecht für Ihre Kinder. Er verklagt Sie vor Gericht und behauptet, Sie würden Ihre Kinder vernachlässigen und nicht richtig erziehen. Um diesen Vorwurf zu entkräften und Ihren guten Ruf wiederherzustellen, müssen Sie das Gegenteil beweisen. Ihre Kinder müssen ebenfalls aussagen. In gleicher Weise wird Gott angeklagt. Satan behauptet, Gott sei ein Lügner und Menschen würden Gott aus reinem Eigennutz dienen (1. Mose 3:4, 5; Hiob 1:9-11; 2:4, 5).
Um einen wichtigen Rechtsfall zu klären, ist Zeit nötig
Warum dauert der Rechtsstreit so lange?
Um einen wichtigen Rechtsfall zu klären, ist Zeit nötig. Spricht Gott aber zum Schluss das Urteil, wird er damit einen Präzedenzfall geschaffen haben. Dann ist Gottes Name endlich geheiligt, sein Ruf wiederhergestellt und es ist erwiesen, dass seine Herrschaftsweise die Richtige ist. Außerdem wird Gott, wie damals bei Hiob, alles wiedergutmachen, was Satan angerichtet hat (Hiob 42:10).
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Warum sorgte Gott für die Thora?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 12
Warum sorgte Gott für die Thora?
„Ein Gesetz setzte er in Israel . . . damit sie auf Gott selbst ihre Zuversicht setzten“ (PSALM 78:5, 7)
IM Garten Eden fasste Jehova den Beschluss, die Menschheit zu segnen und das Paradies wiederherzustellen. Bei diesem Langzeitziel sollte die Thora eine wichtige Rolle spielen.
Welche Gebote gab Gott vor dem Gesetz Mose?
Unter anderem verbot Gott, zu morden und Blut zu sich zu nehmen (1. Mose 9:3-5). Diese Vorschriften unterstreichen die Heiligkeit des Lebens und gelten für alle Nachkommen Noahs, also für die ganze Menschheit.
Welche Rolle spielt Abraham in Gottes Vorhaben?
Gott sagte dem treuen Abraham: „Durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde . . . segnen“ (1. Mose 22:18). Durch einen Nachkommen (Samen) Abrahams würde Gott sein Vorhaben wahr machen.
Welche Rolle spielt das Gesetz in Gottes Vorhaben?
Das Gesetz Mose war für Gottes Vorhaben wichtig
Im Zusammenhang mit dem Gesetz Mose schloss Gott einen Bund mit dem Volk Israel. Hielt es sich an diesen Bund, würde Israel „ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation“ werden (2. Mose 19:5, 6).
Wie kam das Gesetz der ganzen Menschheit zugute?
Das Volk Israel sollte als Beispiel dienen: Unterstellt man sich der Herrschaft Gottes, dann geht es einem gut. Gottes Gesetz sollte sie anleiten und schützen, damit sie zu „einem Licht der Nationen“ werden (Jesaja 42:6). Dazu mussten sie jedoch dem geschriebenen Gesetz Gottes gehorchen (5. Mose 11:26, 27).
Konnten sich fehlerhafte Menschen hundertprozentig an das Gesetz Gottes halten?
Auch wenn man sich noch so bemüht, als unvollkommener Mensch macht man Fehler. Sogar Moses machte Fehler (4. Mose 12:3; 20:10-12). Trotzdem bewahrte Gott das Volk Israel damals, um sein Vorhaben zu verwirklichen.
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Warum verlangte das Gesetz Tieropfer?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 13
Warum verlangte das Gesetz Tieropfer?
„Die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen“ (3. MOSE 17:11)
GOTT sorgte dafür, dass sowohl Einzelpersonen als auch die ganze Nation ihre Sünden durch verschiedene Opfer sühnen konnten. Das Gesetz verlangte von dem Sünder, das Unrecht wiedergutzumachen. Dann musste er, je nach Art der Sünde, Jehova ein entsprechendes Opfer darbringen, das ihn bis zu einem gewissen Grad von seiner Schuld befreite (3. Mose 5:5-7).
Opfer befreiten von Schuld
Einmal im Jahr, am Jom Kippur, nahm der Hohe Priester das Opferblut für seine eigenen Sünden und die des Volkes und ging damit in das Allerheiligste im Tempel (3. Mose 16:11, 14, 15). Diese und die anderen Zeremonien am Sühnetag gaben jedem das Gefühl, von der Last all seiner Sünden des vergangenen Jahres befreit worden zu sein. Vergebung war nur möglich, wenn das Blut des Tieropfers ausgegossen wurde, „denn das Blut ist es, das Sühne leistet“ (3. Mose 16:30; 17:11).
Warum vergibt Gott uns nicht einfach ohne Opfergaben?
Jehova vergibt gern „in großem Maße“ (Jesaja 55:7). Da er sich jedoch auch selbst an seine vollkommenen Moralgesetze und Maßstäbe hält, kann er unsere Unvollkommenheiten und Sünden nicht einfach übergehen. „Der Fels, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er“ (5. Mose 32:4).
Angenommen, allen Verbrechern wird einfach so die Schuld erlassen und sie kommen aus der Haft frei. Welche Folgen hätte das für die Gesellschaft? Oder angenommen Gott hebt plötzlich alle Naturgesetze wie die Schwerkraft auf. Welche Folgen hätte das? Genauso folgenschwer wäre es, würden seine Moralgesetze außer Kraft gesetzt werden.
Ein fehlerhafter Mensch kann sich also nicht hundertprozentig an das Gesetz halten. Was für ein Opfer ist nötig, um unsere Sünden vollständig zu sühnen?
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Warum ist ein wertvolleres Opfer nötig?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 14
Warum ist ein wertvolleres Opfer nötig?
„Nicht einer von ihnen kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen . . . , dass er immerdar weiterleben [sollte]“ (PSALM 49:7, 9 [49:8, 10, Zunz])
Ist es heute noch möglich, die im Gesetz vorgeschriebenen Opfer darzubringen?
Nein, diese Opfer zur Sündensühnung sind heute nicht mehr möglich, weil es den Tempel und die Priesterschaft nicht mehr gibt. Es besteht trotzdem Hoffnung, denn Gott wies in den Schriften auf „einen neuen Bund“ hin, durch den Jehova eine wirkliche Erlösung garantiert: „Ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken“. Durch diesen „neuen Bund“ kann Gott unsere Sünden für immer vergeben (Jeremia 31:31-34).
Wie wirkt sich Adams Sünde auf uns aus?
Mit seiner Auflehnung gegen Gott verlor Adam das ewige Leben (1. Mose 3:17-19). Adam, unser Stammvater, konnte also nur Unvollkommenheit und Tod an uns weitergeben. Im Grunde ist er dafür verantwortlich, dass alle seine Nachkommen sterben müssen.
Ein geliebter Mensch wird mit Absicht getötet. Könnte diese Tat wiedergutgemacht werden, indem der Mörder einen Stier opfert?
Das Gesetz erlaubte nicht, einen vorsätzlichen Mord durch ein Tieropfer zu sühnen (4. Mose 35:31). Kein Tier konnte den Wert eines Menschenlebens aufwiegen. Der Mörder musste mit seinem eigenen Leben bezahlen.
Was für ein Opfer könnte denn die Sünde Adams wieder ausgleichen, damit Jehova vergeben kann und unserer Sünden nicht mehr gedenkt?
Das Opfer muss den gleichen Wert haben: „Seele wird für Seele sein“, das heißt, Leben für Leben (5. Mose 19:21). Bevor Adam sündigte, war er vollkommen, deshalb könnte auch nur ein vollkommenes Menschenleben einen gerechten Ausgleich bewirken. Nur jemand, der sozusagen nicht durch die Sünde verschmutzt ist, könnte ein sündensühnendes Opfer darbringen (Psalm 49:7-9 [49:8-10, Zunz]). Gott allein ist in der Lage, wie im Fall Adams einen vollkommenen Menschen ohne einen irdischen Vater hervorzubringen (1. Mose 2:7).
Nur wer käme als Sühnopfer infrage?
Nur der Messias könnte ein solches Opfer darbringen. Er kommt ja als ein Retter (1. Mose 3:15; Psalm 2:2, 8). Doch vorher muss er ein vollkommenes „Schuldopfer“ darbringen, eins, das alle unsere Sünden völlig ausgleicht — unsere Erbsünde und unsere eigenen Fehler (3. Mose 7:1; Jesaja 53:6, 10).
Was verraten die Schriften noch über den Messias und seine Rolle?
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Was sagen die Schriften über den Messias?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 15
Was sagen die Schriften über den Messias?
„Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken“ (5. MOSE 18:18)
NACH und nach enthüllte Gott Einzelheiten über die Herkunft des Messias und seine Rolle. Hier nur einige Beispiele:
Was versprach Gott Abraham in Bezug auf den Messias?
Gott sagte dem treuen Abraham, der Messias — der verheißene „Same“ — wäre einer seiner Nachkommen. „Durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde zufolge der Tatsache segnen, dass du auf meine Stimme gehört hast“ (1. Mose 22:18).
Was versicherte Gott Isaak?
Gott wiederholte das Versprechen an Abraham auch gegenüber Isaak: „Ich will den Schwur ausführen, den ich Abraham, deinem Vater, geschworen habe: . . . ‚durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde segnen‘ “ (1. Mose 26:3, 4).
Was sagte Moses über den Messias?
Kurz bevor das Volk Israel das Land der Verheißung betrat, sagte Moses: „Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören“ (5. Mose 18:15).
Was versprach Gott David den Messias betreffend?
„Dann werde ich bestimmt deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Innern kommen wird; und ich werde zweifellos sein Königtum festigen . . . ja dein Thron wird bis auf unabsehbare Zeit gefestigt werden“ (2. Samuel 7:12, 16).
„Auch werde ich selbst ihn als Erstgeborenen setzen, als den höchsten der Könige der Erde. Auf unabsehbare Zeit werde ich ihm gegenüber meine liebende Güte bewahren, und mein Bund wird sich ihm gegenüber als zuverlässig erweisen. Und ich werde seinen Samen gewiss für immer einsetzen und seinen Thron gleich den Tagen des Himmels“ (Psalm 89:27-29 [89:28-30, Zunz]).
Wie bestätigte der Prophet Jeremia diese Zusagen?
„ ,Zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross sprossen lassen‘ . . . Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Es wird im Fall Davids kein Mann davon abgeschnitten werden, auf dem Thron des Hauses Israel zu sitzen‘ “ (Jeremia 33:15, 17).
Wie würde der Messias sein?
„Auf ihm soll sich der Geist Jehovas niederlassen, der Geist der Weisheit und des Verständnisses, der Geist des Rates und der Macht, der Geist der Erkenntnis und der Furcht Jehovas . . . Und mit Gerechtigkeit wird er die Geringen richten, und mit Geradheit wird er Zurechtweisung erteilen müssen zugunsten der Sanftmütigen der Erde. . . . An ihn werden sich auch die Nationen fragend wenden“ (Jesaja 11:1, 2, 4, 10).
Wo sollte der Messias geboren werden?
„Du, o Bethlehem-Ephratha, das zu klein ist, um schließlich unter den Tausenden Judas zu sein, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher in Israel werden soll, dessen Ursprung aus frühen Zeiten ist, aus den Tagen unabsehbarer Zeit“ (Micha 5:2 [5:1, Zunz]).
Wann würde der Messias kommen?
„Siebzig Wochen sind es . . . vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis zu dem Messias, dem Führer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen . . . nach den zweiundsechzig Wochen wird der Messias abgeschnitten werden mit nichts für sich selbst. Und die Stadt und die heilige Stätte, das Volk eines Führers, der kommt, wird sie ins Verderben bringen. . . . Und bis zum Ende wird es Krieg geben“ (Daniel 9:24-26). Demnach hätte der Messias noch vor der Zerstörung des zweiten Tempels erscheinen müssen.
Die „siebzig Wochen“, also 490 Jahre, begannen 455 vor unserer Zeitrechnung. In jenem Jahr erhielt Nehemia von König Artaxerxes den Auftrag, Jerusalem wieder aufzubauen. Die 69 Wochen „bis zu dem Messias, dem Führer“ endeten somit im Jahr 29 unserer Zeitrechnung.a
Warum muss der Messias sterben?
Jesaja sagte voraus, man würde den Messias ablehnen, er würde „abgetrennt [werden] vom Land der Lebenden“ und sein Leben sollte „als ein Schuldopfer“ dienen. Er würde „viele in einen gerechten Stand bringen, und [er würde] ihre Vergehungen . . . selbst tragen“ (Jesaja 52:13 bis 53:12; 3. Mose 7:1). Er würde sich opfern, um „der Sünde ein Ende zu bereiten und für Vergehung Sühne zu leisten“ (Daniel 9:24).
Was ist damit gemeint, der Messias würde „Schlachtopfer und Opfergabe aufhören lassen“ (Daniel 9:27)?
Hat der Messias sein vollkommenes Leben einmal geopfert, wären danach jegliche Opfer weder nötig noch von Gott angeordnet. Deshalb konnte Gott ja auch zulassen, dass der Tempel zerstört wurde und Opfergaben aufhörten.
a Siehe Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 197—199 und Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 919—925 (hrsg. von Jehovas Zeugen).
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Wann wird Gott seine Zusagen erfüllen?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 16
Wann wird Gott seine Zusagen erfüllen?
„Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege“ (PSALM 110:1)
SCHON Tausende von Jahren warten die Menschen auf den Messias. Wann kommt er? Die Voraussagen in den Schriften grenzen den Zeitpunkt seines Kommens ein, indem sie beschreiben, wie es dann auf der Welt aussehen wird.
Erfüllen sich alle Voraussagen sofort, wenn der Messias kommt?
Um alle Voraussagen zu erfüllen, muss der Messias zwei Mal kommen: Zuerst zur Sündensühnung und dann, um seine Feinde zu besiegen. David sagte: „Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn [den Messias] ist: ,Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege‘ “ (Psalm 110:1).
Was geschieht beim zweiten Kommen des Messias?
Anstatt die Gegenwart des Messias zu begrüßen, gehen die Nationen im Allgemeinen gegen sein Königreich vor. „Warum sind die Nationen in Tumult gewesen und murmelten die Völkerschaften ständig Leeres? Die Könige der Erde stellen sich auf, und hohe Amtspersonen ihrerseits haben sich zusammengerottet wie ein Mann gegen Jehova und gegen seinen Gesalbten“ (Psalm 2:1, 2).
„Es wird gewiss eine Zeit der Bedrängnis eintreten, wie eine solche nicht herbeigeführt worden ist, seitdem eine Nation entstanden ist, bis zu jener Zeit. Und während jener Zeit wird dein Volk entrinnen, jeder, der im Buch aufgeschrieben gefunden wird“ (Daniel 12:1).
„Wenn die Bösen sprossen wie die Pflanzenwelt und alle, die Schädliches treiben, blühen, ist es, dass sie für immer vertilgt werden“ (Psalm 92:7 [92:8, Zunz]).
Das heißt, kurz bevor der Messias uneingeschränkt über die ganze Erde herrscht, wird es schwere Zeiten geben. Interessant ist hierbei, wie das von Juden geschriebene sogenannte Neue Testament diese Zeit beschreibt:
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Wird der Messias wirklich alles Schlimme beseitigen?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 17
Wird der Messias wirklich alles Schlechte beseitigen?
„Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hasst Bosheit. Darum hat dich Gott, dein Gott, mit dem Öl des Frohlockens gesalbt, mehr als deine Mitgenossen“ (PSALM 45:7 [45:8, Zunz])
EINE Regierung hat die Verantwortung, für Recht und Ordnung zu sorgen. Nichts anderes wird auch der Messias, der von Gott eingesetzte König, tun. Denn es heißt: „Nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht da sein. Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Psalm 37:10, 11).
Wie drastisch werden die Veränderungen sein?
Gott wird alle seine Zusagen einlösen: Er wird „neue Himmel“ schaffen, eine gerechte Regierung, die über „eine neue Erde“ herrschen wird (Jesaja 65:17). All das Gute, das die Herrschaft des Messias mit sich bringt, wird somit die ganze Erde betreffen, nicht nur das Land Israel. „Alle Nationen“ werden davon profitieren, genau wie Jehova es Abraham versprach (Jesaja 2:2, 3; 1. Mose 22:18). Gottes Königreich mit dem Messias als König wird im Himmel und auf der Erde jegliche Vorwürfe gegen Gottes Namen und sein Vorhaben ein für alle Mal widerlegen.
Wie wird das Leben dann sein?
Es wird so sein, wie Gott es durch Jesaja versprach und wie es sich die Menschen schon immer gewünscht haben: „Er wird gewiss Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation das Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.“ Weiter heißt es: „Sie werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg; denn die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken“ (Jesaja 2:4; 11:9).
Warum können wir uns darauf verlassen?
Was auch immer sich Jehova, der allmächtige Gott, vornimmt, bringt er auch zu Ende, denn er „ist Gott droben in den Himmeln und unten auf der Erde“ (Josua 2:11). Jehova sichert uns zu: „Gedenkt der ersten Dinge von langer Zeit her, dass ich der Göttliche bin, und da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich; der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind; der spricht: ‚Mein eigener Beschluss wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich tun‘ “ (Jesaja 46:9, 10). Wenn Jehova also ankündigt, dass er sein Vorhaben durch den Messias verwirklichen wird, wer kann ihn dann davon abhalten?
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Was erwartet uns unter der Herrschaft des Messias?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 18
Was erwartet uns unter der Herrschaft des Messias?
„Sein Name wird genannt werden: . . . Fürst des Friedens“ (JESAJA 9:6 [9:5, Zunz])
UNSER Herz ist beladen mit Sünde und Schuld. Durch sein sündensühnendes Opfer wird uns der Messias völlig davon befreien. Doch sein Königreich wird noch viel mehr bewirken.
Was wird Gott durch das Königreich alles bewirken?
„In seinen Tagen wird der Gerechte sprossen und Fülle von Frieden, bis der Mond nicht mehr ist. Und er wird Untertanen haben von Meer zu Meer und von dem Strom bis zu den Enden der Erde“ (Psalm 72:7, 8).
Ein weiterer Segen: Wenn der Messias herrscht, schenkt er nie endendes Leben auf der Erde. „Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:29). „Dass dort der Segen sei, hat Jehova geboten, ja Leben bis auf unabsehbare Zeit“ (Psalm 133:3). „Gleich den Tagen eines Baumes werden die Tage meines Volkes sein; und das Werk ihrer eigenen Hände werden meine Auserwählten verbrauchen“ (Jesaja 65:20-25).
Jehova versprach David „Länge der Tage auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (Psalm 21:4 [21:5, Zunz]). Um dieses Versprechen einzulösen, müssen die Toten auferweckt werden. Das sagen auch die Schriften voraus. Hier nur einige Auszüge: „Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben? . . . Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten. Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen“ (Hiob 14:13-15). „Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiss die Tränen von allen Gesichtern abwischen“ (Jesaja 25:8). „Du wirst ruhen, aber du wirst aufstehen zu deinem Los am Ende der Tage“ (Daniel 12:2, 13).
Für Jehova ist das nichts Neues. Er hat bereits bewiesen, dass er sowohl den Wunsch als auch die Fähigkeit hat, Menschen wieder zum Leben zu erwecken (1. Könige 17:17-24; 2. Könige 4:32-37; 13:20, 21).
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Was umfasst die Herrschaft des Messias alles?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 19
Was umfasst die Herrschaft des Messias alles?
„Alle Nationen ihrerseits werden ihm dienen“ (PSALM 72:11)
WENN der Messias herrscht, wird das für Menschen auf der ganzen Welt in jeder Hinsicht ein Segen sein. „Alle Nationen ihrerseits werden ihm dienen. Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten“ (Psalm 72:11-13).
„Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, um es fest aufzurichten und es zu stützen durch Recht und durch Gerechtigkeit von nun an und bis auf unabsehbare Zeit“ (Jesaja 9:7 [9:6, Zunz]).
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Wie ist ein Leben voller Glück möglich?Ein Leben voller Glück — wie ist das möglich?
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THEMA 20
Wie ist ein Leben voller Glück möglich?
„Lasst uns zum Berg Jehovas hinaufziehen und zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln“ (MICHA 4:2)
BESTIMMT möchte jeder das Leben so genießen, wie Gott es vorhatte. Kann man denn schon heute ein sinnvolles und glückliches Leben führen? Ja, dazu ist es allerdings wichtig, mehr über Gott und sein Vorhaben zu erfahren. Das bedeutet natürlich etwas Arbeit.
Wie erfahren wir mehr über Gott und sein Vorhaben?
Salomo schrieb: „Wenn du meine Reden annehmen und meine eigenen Gebote bei dir verwahren wirst, indem du der Weisheit dein Ohr leihst, so dass du dein Herz dem Unterscheidungsvermögen zuneigst, wenn du überdies nach Verständnis selbst rufst und zum Unterscheidungsvermögen deine Stimme erhebst, wenn du danach fortwährend wie nach Silber suchst und du wie nach verborgenen Schätzen ständig danach forschst, dann wirst du die Furcht Jehovas verstehen, und du wirst die wahre Erkenntnis Gottes finden“ (Sprüche 2:1-5).
Gottes Willen kennenzulernen kostet zwar Zeit und Mühe, aber das ist es wert
Interessanterweise kommt in dem Text drei Mal das Wort „wenn“ vor. Das heißt: Um „die wahre Erkenntnis Gottes“ zu finden, muss man entschlossen sein, den Willen Gottes kennenzulernen und danach zu leben. Es kostet zwar etwas Zeit und Mühe, aber das ist es wert (Sprüche 23:23). Adam und Eva hatten sich ihre Zukunft verbaut. Damit ist aber für uns nicht alles verloren. Jehovas Zeugen zeigen Ihnen gern, wie Sie all das Schöne, was Gott vorhat, erleben können: Ein Leben, das Gott ehrt, ja ein Leben voller Glück!
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