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Die Suche nach dem WegErwachet! 2018 | Nr. 1
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DER WEG DES GLÜCKS
Die Suche nach dem Weg
„BIST DU GLÜCKLICH?“ Diese Frage ist oft gar nicht leicht zu beantworten. Doch was macht wirklich glücklich? Die Familie? Die Arbeit? Der Glaube? Oder liegt das Glück noch in der Zukunft — und kommt mit dem Schulabschluss, einem guten Job oder einem neuen Auto?
Viele verspüren ein Glücksgefühl, wenn sie ein bestimmtes Ziel erreichen oder etwas bekommen, das sie sich schon lange gewünscht haben. Aber wie lange hält dieses Glück an? Oft ist es nur vorübergehend, was ziemlich ernüchternd sein kann.
Glück wurde einmal definiert als Zustand des Wohlbefindens, der sich durch folgende Faktoren auszeichnet: eine verhältnismäßig lange Dauer, Gefühle von Zufriedenheit bis hin zu tief empfundener Lebensfreude und den natürlichen Wunsch, dass dieses Gefühl weiter anhält.
In einem anderen Zusammenhang hieß es auch: Glück ist kein Ziel, sondern ein Weg. Wer sagt „Ich bin erst glücklich, wenn . . .“, zögert sein Glück in Wirklichkeit hinaus.
Vergleichen lässt sich das Glück mit der Gesundheit. Was trägt zu einer guten Gesundheit bei? Entscheidend ist die grundsätzliche Ausrichtung im Leben: gute Ernährung, genügend Bewegung und ein ausgewogener Lebensstil. Ähnlich ist es auch mit dem Glück: Es stellt sich ein, wenn man sein Leben nach bewährten Prinzipien ausrichtet.
Was genau macht den Weg des Glücks aus? Folgende Faktoren spielen eine entscheidende Rolle:
ZUFRIEDENHEIT UND GROSSZÜGIGKEIT
GESUNDHEIT UND INNERE STÄRKE
LIEBE
VERGEBUNG
EIN SINN IM LEBEN
HOFFNUNG
Die folgenden Artikel gehen näher auf diese sechs Faktoren ein.
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Zufriedenheit und GroßzügigkeitErwachet! 2018 | Nr. 1
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DER WEG DES GLÜCKS
Zufriedenheit und Großzügigkeit
WIE WICHTIG SIND GELD UND BESITZ ZUM GLÜCKLICHSEIN? Oft wird Glück an materiellen Werten gemessen. Deshalb setzen viele ihre ganze Zeit und Kraft dafür ein, mehr Geld zu verdienen. Aber machen Geld und Besitz dauerhaft glücklich?
Wie es in einem Artikel der Zeit Online heißt, trägt mehr Geld — wenn unsere grundlegenden Bedürfnisse einmal gedeckt sind — kaum dazu bei, dass wir glücklicher sind. Dabei ist nicht Geld an sich das Problem, sondern das Streben danach. Es heißt: „Studien legen . . . nahe, dass sich das Streben nach Reichtum negativ auf unsere Lebenszufriedenheit auswirkt.“ Das stimmt mit den fast 2 000 Jahre alten Worten der Bibel überein: „Die Geldliebe ist eine Wurzel von schädlichen Dingen aller Arten, und indem einige dieser Liebe nachstrebten, . . . haben [sie] sich selbst mit vielen Schmerzen überall durchbohrt“ (1. Timotheus 6:9, 10). Welche Schmerzen sind das?
ANGST VOR MATERIELLEM VERLUST. „Süß ist der Schlaf des Dienenden, ungeachtet, ob es wenig oder viel sei, was er isst; aber der Überfluss, der dem Reichen gehört, lässt ihn nicht schlafen“ (Prediger 5:12).
ENTTÄUSCHUNG, WENN DAS ERHOFFTE GLÜCK AUSBLEIBT. Das liegt zum Teil daran, dass das Streben nach Geld kein Ende hat. „Wer nur Silber liebt, wird mit Silber nicht gesättigt werden noch jemand, der Reichtum liebt, mit Einkünften“ (Prediger 5:10). Wer auf Wohlstand aus ist, opfert dafür oft Dinge, die zum Glück beitragen — wie Zeit für Familie und Freunde oder den Glauben.
ÄRGER UND FRUSTRATION, WENN GELD AN WERT VERLIERT ODER INVESTITIONEN SCHEITERN. „Mühe dich nicht, Reichtum zu gewinnen. . . . Denn ganz bestimmt macht er sich Flügel gleich denen eines Adlers und entfliegt“ (Sprüche 23:4, 5).
WAS WIRKLICH GLÜCKLICH MACHT
ZUFRIEDEN SEIN. „Wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und wir können auch nichts mit hinaustragen. Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein“ (1. Timotheus 6:7, 8). Wer zufrieden ist, beklagt sich seltener und ist weniger anfällig für Neid. Und weil man nicht über seine Verhältnisse lebt, erspart man sich unnötige Sorgen und Stress.
GROSSZÜGIG SEIN. „Beglückender ist Geben als Empfangen“ (Apostelgeschichte 20:35). Großzügige Menschen sind glücklicher, weil sie gern andere glücklich machen — selbst wenn sie nur ein wenig ihrer Zeit und Kraft einsetzen können. Und oft bekommen sie im Überfluss das zurück, was man mit Geld nicht kaufen kann: Liebe, Respekt und echte Freunde, die ebenfalls gern geben (Lukas 6:38).
SICH AUF DAS ZWISCHENMENSCHLICHE KONZENTRIEREN. „Besser ist ein Gericht Gemüse, wo Liebe ist, als ein . . . gemästeter Stier und Hass dabei“ (Sprüche 15:17). Ja, gute Beziehungen zu anderen sind mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen. Denn Liebe ist, wie später noch gezeigt wird, grundlegend für das Glück.
Sabina aus Südamerika hat festgestellt, wie gut sich die Grundsätze der Bibel auswirken. Nachdem ihr Mann sie verlassen hatte, konnte sie sich und ihre beiden Töchter nur schwer über Wasser halten. Sie hatte zwei Jobs und musste jeden Tag um vier aufstehen. Trotzdem beschloss sie, sich mit der Bibel zu beschäftigen. Das Ergebnis?
An ihrer finanziellen Situation änderte sich kaum etwas — an ihrer Sicht aufs Leben dafür umso mehr! Sie hat erlebt, wie glücklich es macht, Gott besser kennenzulernen (Matthäus 5:3). Unter ihren Mitgläubigen hat sie echte Freunde gefunden. Und sie stellte fest, wie glücklich Geben macht, als sie an andere das weitergab, was sie gelernt hatte.
Die Bibel sagt, dass sich wahre Weisheit an ihren Ergebnissen zeigt (Matthäus 11:19). Wer sich also bemüht, zufrieden und großzügig zu sein, und sich auf seine Mitmenschen konzentriert, wird feststellen: So zu leben macht wirklich glücklich!
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Gesundheit und innere StärkeErwachet! 2018 | Nr. 1
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DER WEG DES GLÜCKS
Gesundheit und innere Stärke
EINE CHRONISCHE KRANKHEIT ODER EINE BEHINDERUNG KANN DAS LEBEN STARK EINSCHRÄNKEN. So war es auch bei Ulf. Der einst gesunde und aktive Mann war nach einer Operation plötzlich gelähmt. Er sagt: „Ich war sehr deprimiert. Meine Kraft und mein Lebensmut schwanden von Tag zu Tag. . . . Ich war am Boden zerstört.“
Dieses Beispiel macht einem bewusst, dass niemand die völlige Kontrolle über seine Gesundheit hat. Kann man in so einem Fall überhaupt noch glücklich sein? Absolut! Doch dazu später mehr. Zuerst geht es darum, was man grundsätzlich für seine Gesundheit tun kann.
SICH BEHERRSCHEN. (1. Timotheus 3:2, 11) Wer regelmäßig zu viel isst oder trinkt, schadet seiner Gesundheit — und auch seinem Geldbeutel. „Begib dich nicht unter starke Weintrinker, unter die, die schlemmerisch Fleisch essen. Denn ein Trunkenbold und ein Schlemmer werden verarmen“ (Sprüche 23:20, 21).
DEN KÖRPER NICHT VERUNREINIGEN. „Lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und Geistes“ (2. Korinther 7:1). Tabakkonsum sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch verunreinigen den Körper. Das Deutsche Krebsforschungszentrum schrieb dazu: „Rauchen ist . . . einer der wichtigsten Risikofaktoren für chronische, nicht übertragbare Krankheiten“ und „schädigt nahezu jedes Organ im Körper“.
DEN KÖRPER UND DAS LEBEN ALS GESCHENK SEHEN. Die Bibel sagt: „Durch ihn [Gott] haben wir Leben und bewegen uns und existieren“ (Apostelgeschichte 17:28). Wer sich das bewusst macht, geht kein unnötiges Risiko ein, ob bei der Arbeit, im Verkehr oder in der Freizeit. Ein Augenblick des Nervenkitzels ist es nicht wert, womöglich den Rest des Lebens im Rollstuhl zu sitzen!
NEGATIVE GEFÜHLE KONTROLLIEREN. Körper und Geist sind eng miteinander verbunden. Starke Ängste, unkontrollierte Wut, Neid und andere negative Gefühle können dem Körper schaden. Deswegen fordert Psalm 37:8 dazu auf, Zorn und Wut zu meiden. Und in Matthäus 6:34 steht: „Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben.“
POSITIV DENKEN. „Wer gelassen und ausgeglichen ist, lebt gesund“ (Sprüche 14:30, Hoffnung für alle). In Sprüche 17:22 heißt es: „Ein Herz, das freudig ist, tut Gutes als Heiler.“ Die Wissenschaft bestätigt das. Dr. Derek Cox aus Schottland sagte: „Wer glücklich ist, hat später mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger gesundheitliche Probleme.“
INNERE STÄRKE ENTWICKELN. Wie Ulf bleibt einem manchmal nichts anderes übrig, als eine schwierige Situation hinzunehmen. Aber man hat es selbst in der Hand, welche innere Haltung man hat. Manche lassen sich von der Situation überwältigen und fallen in ein tiefes Loch. Sprüche 24:10 sagt: „Hast du dich entmutigt gezeigt am Tag der Bedrängnis? Deine Kraft wird karg sein.“
Anderen gelingt es, aus dem Loch, in das sie erst mal fallen, wieder herauszukommen. Sie passen sich an. Sie lernen zurechtzukommen — so wie Ulf. Er betete viel und dachte über die positive Botschaft der Bibel nach. Dann begann er, wie er sagt, „Möglichkeiten wahrzunehmen, statt Hindernisse zu sehen“. Und wie viele, die Schweres durchstehen mussten, wurde er einfühlsamer. Das veranlasste ihn, den Trost der Bibel auch an andere weiterzugeben.
Auch Steve musste viel durchmachen. Mit 15 verunglückte er schwer und war vom Hals abwärts gelähmt. Als er 18 war, konnte er seine Arme wieder gebrauchen. Steve begann ein Universitätsstudium, geriet aber in einen Sog aus Drogen, Sex und Alkohol. Er hatte keine Perspektive mehr — bis er sich mit der Bibel beschäftigte. Das half ihm, das Leben mit anderen Augen zu sehen und seine schlechten Gewohnheiten zu bezwingen. „Die Leere, die ich so lange in mir hatte, war verschwunden“, sagt er. „Mein Leben ist jetzt voller Frieden, Glück und Zufriedenheit.“
Die Aussagen von Steve und Ulf erinnern an Psalm 19:7, 8: „Die Befehle Jehovas sind recht, erfreuen das Herz; das Gebot Jehovas ist rein, erleuchtet die Augen.“
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LiebeErwachet! 2018 | Nr. 1
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DER WEG DES GLÜCKS
Liebe
JEDER MENSCH BRAUCHT LIEBE. Liebe ist die Basis für gute Ehen, Familien und Freundschaften. Somit ist sie auch grundlegend für eine gesunde Psyche und für das Glück. Um welche Art von Liebe geht es hier?
Nicht um die Liebe im romantischen Sinne, die natürlich ihren Platz hat. Es geht um eine überlegene Form der Liebe, die auf biblischen Prinzipien beruht. Das schließt Wärme und Gefühl keineswegs aus. Sie bringt einen dazu, sich um das Wohl anderer zu sorgen und sogar eigene Bedürfnisse zurückzustellen.
Eine schöne Beschreibung der Liebe lautet: „Die Liebe ist langmütig [oder geduldig] und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, lässt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. Sie erträgt alles, . . . hofft alles, erduldet alles. Die Liebe versagt nie“ (1. Korinther 13:4-8).
Ja, eine solche Liebe endet niemals. Mit der Zeit kann sie sogar immer stärker werden. Und da sie geduldig, gütig und nachsichtig ist, wurde sie einmal als „vollkommenes Band der Einheit“ bezeichnet (Kolosser 3:14). Daher fühlen sich Menschen, die durch solch eine Liebe verbunden sind, geborgen und glücklich — trotz der Schwächen, die jeder hat. Ein Beispiel dafür ist die Ehe.
„EIN VOLLKOMMENES BAND DER EINHEIT“
In seinen Lehren vermittelte Jesus Christus wichtige Prinzipien für die Ehe. Zum Beispiel sagte er: „ ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘ . . . Was also Gott zusammengejocht [oder verbunden] hat, bringe kein Mensch auseinander“ (Matthäus 19:5, 6). Zwei Prinzipien stechen besonders heraus.
„DIE ZWEI WERDEN E I N FLEISCH SEIN.“ Die Ehe ist die engste Verbindung, die zwischen Menschen möglich ist. Und Liebe ist das, was sie vor Untreue schützt — also davor, dass einer der Partner fremdgeht und so mit jemand anders „ein Fleisch“ wird (1. Korinther 6:16; Hebräer 13:4). Untreue erschüttert das Vertrauen und kann eine Ehe zerstören. Bricht die Familie auseinander, kann das für die Kinder sehr traumatisch sein und sie fühlen sich nicht geliebt, unsicher oder werden sogar verbittert oder aggressiv.
„WAS GOTT ZUSAMMENGEJOCHT HAT.“ Die Ehe ist außerdem ein heiliger Bund vor Gott. Paare, die das anerkennen, tun alles, um ihre Ehe zu stärken. Wenn Probleme auftreten, versuchen sie nicht, ihrer Ehe zu entkommen. Ihre Liebe ist stark und hält Belastungen stand. Sie „erträgt alles“, denn beide Partner bemühen sich, Probleme zu bewältigen, um den Frieden und die Harmonie zu bewahren.
Für Kinder ist es unbezahlbar, wenn ihre Eltern selbstlos und liebevoll miteinander umgehen. Die 20-jährige Jessica sagt: „Meine Eltern lieben und respektieren sich wirklich. Wenn ich sehe, wie sehr meine Mutter meinen Vater respektiert, besonders wenn es um uns Kinder geht, möchte ich gern so sein wie sie.“
Die Liebe ist Gottes herausragendste Eigenschaft. Die Bibel sagt sogar, dass „Gott Liebe ist“ (1. Johannes 4:8). Da überrascht es nicht, dass Jehova auch als der „glückliche Gott“ bezeichnet wird (1. Timotheus 1:11). Auch wir sind glücklich, wenn wir die Eigenschaften unseres Schöpfers nachahmen, besonders seine Liebe. Nicht umsonst fordert uns Epheser 5:1, 2 auf, Gott nachzuahmen und den Weg der Liebe zu gehen.
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VergebungErwachet! 2018 | Nr. 1
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DER WEG DES GLÜCKS
Vergebung
„IN MEINER KINDHEIT WAREN GESCHREI UND BELEIDIGUNGEN AN DER TAGESORDNUNG“, sagt Patricia. „Ich habe damals nicht gelernt, wie man vergibt. Auch als Erwachsene hat es mir oft Tag und Nacht keine Ruhe gelassen, wenn mich jemand verletzt hatte.“ Ein Leben voller Groll und Verbitterung ist weder glücklich noch gesund. Laut Studien sind unversöhnliche Menschen stärker gefährdet, . . .
durch Wut und Verbitterung Freundschaften zu zerstören, was zu Einsamkeit führt
verletzlicher, ängstlicher oder sogar depressiv zu werden
sich so sehr auf das erlittene Unrecht zu fokussieren, dass sie ihr Leben nicht mehr genießen können
sich mit Schuldgefühlen zu quälen, weil sie dem anderen eigentlich verzeihen sollten
gestresster zu sein und krank zu werden, was Bluthochdruck, Herzkrankheiten sowie Arthritis, Kopfschmerzen und andere chronische Schmerzstörungen einschließen kanna
WAS IST VERGEBUNG? Vergeben bedeutet, jemandem, der einen verletzt hat, zu verzeihen und Gefühle wie Wut, Verbitterung und Rache loszulassen. Es bedeutet jedoch nicht, das Unrecht gutzuheißen, herunterzuspielen oder so zu tun, als wäre nichts geschehen. Vergebung ist vielmehr eine bewusste Entscheidung. Sie beruht darauf, dass man den Frieden an die erste Stelle setzt und außerdem ein gutes Verhältnis zu dem anderen aufbauen oder beibehalten möchte.
Wer vergibt, zeigt auch, dass er verständnisvoll ist. Er sieht ein, dass jeder mal etwas Falsches sagt oder tut (Römer 3:23). „Fahrt fort, einander zu ertragen und einander bereitwillig zu vergeben, wenn jemand Ursache zu einer Klage gegen einen anderen hat“, heißt es in Kolosser 3:13.
Es steht außer Frage, dass Vergebung ein bedeutender Aspekt der Liebe ist. Und die Liebe wiederum ist „ein vollkommenes Band der Einheit“ (Kolosser 3:14). Wie es auf der Website der Mayo Clinic heißt, führt Vergebung zu . . .
besseren Beziehungen, was Mitgefühl und Verständnis für denjenigen einschließt, der einen verletzt hat
einer gesünderen Psyche und Frieden mit Gott
weniger Stress, Ängsten und Groll
abnehmenden Symptomen einer Depression
SICH SELBST VERGEBEN. „Sich selbst zu vergeben ist für die Gesundheit offensichtlich das Wichtigste, aber auch das Schwierigste“, heißt es in der Zeitschrift Disability & Rehabilitation. Doch wie kann man es schaffen, sich selbst zu vergeben?
Keine Perfektion von sich erwarten und akzeptieren, dass jeder Fehler macht (Prediger 7:20)
Aus Fehlern lernen
Geduldig mit sich sein. Viele Schwächen und Gewohnheiten verschwinden nicht von heute auf morgen (Epheser 4:23, 24)
Den Kontakt zu Menschen suchen, die positiv sind und einem guttun, aber auch ehrlich zu einem sind (Sprüche 13:20)
Dafür geradestehen, wenn man jemanden verletzt hat, und sich möglichst schnell entschuldigen. Wer Frieden schließt, hat Frieden mit sich selbst (Matthäus 5:23, 24)
DIE PRINZIPIEN DER BIBEL FUNKTIONIEREN WIRKLICH!
Mithilfe der Bibel lernte Patricia zu vergeben: „Endlich bin ich frei von all der Wut, die mein Leben vergiftet hat. Ich leide nicht mehr, und andere leiden nicht mehr wegen mir. Die Prinzipien der Bibel zeigen, dass Gott uns liebt und das Beste für uns will.“
Und Ron sagt: „Ich konnte nicht beeinflussen, was andere denken und tun. Aber was ich selbst dachte und tat, konnte ich sehr wohl beeinflussen. Wenn ich also Frieden haben wollte, musste ich die Verbitterung loslassen. Mir wurde bewusst: Verbitterung und Frieden sind wie Nord- und Südpol. Man kann nicht an beiden Orten gleichzeitig sein. Endlich habe ich ein gutes Gewissen.“
a Quellen: Mayo Clinic, Johns Hopkins Medicine sowie das Journal Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology.
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Ein Sinn im LebenErwachet! 2018 | Nr. 1
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DER WEG DES GLÜCKS
Ein Sinn im Leben
WIR MENSCHEN SIND EINZIGARTIG — WIR SCHREIBEN, ZEICHNEN, SIND KREATIV UND DENKEN ÜBER DIE GROSSEN FRAGEN DES LEBENS NACH: Warum gibt es das Universum? Wie sind wir entstanden? Was ist der Sinn des Lebens? Was bringt die Zukunft?
Manche schrecken vor solchen Fragen zurück, weil sie denken, dass die Antworten jedes Verständnis übersteigen. Andere halten solche Fragen für sinnlos, da das Leben das Produkt einer ungesteuerten Evolution sei. „Es gibt keinen Gott, keinen Sinn“, erklärte William Provine, Professor für Geschichte und Biologie. „Es gibt kein letztgültiges Fundament für Moral, keinen letztgültigen Sinn des Lebens.“
Einige lehnen diese fatalistische Sichtweise ab. Sie sehen ein Universum, das perfekt aufeinander abgestimmten mathematischen Gesetzen unterliegt. Sie bewundern die beeindruckenden Formen und Strukturen in der Natur, die Forscher sogar bei ihren Entwicklungen zu kopieren versuchen. Und ihre Erfahrung sagt ihnen: Hochkomplexe Strukturen sind nicht auf ziellos gerichtete Kräfte zurückzuführen, sondern auf Intelligenz.
Solche Überlegungen haben manche Evolutionisten dazu veranlasst, ihren Standpunkt noch einmal zu überdenken. Hierzu zwei Beispiele:
DR. ALEXEJ MARNOW, NEUROCHIRURG. „An den Schulen, die ich besuchte, wurden Atheismus und Evolution gelehrt“, erklärt er. „Wer an Gott glaubte, galt als rückständig.“ Doch 1990 begann er umzudenken.
„Ich habe immer versucht, für alles eine logische Erklärung zu finden“, sagt er, „zum Beispiel für das menschliche Gehirn. Dieses erstaunliche Organ wurde zu Recht als die komplexeste Struktur im bekannten Universum beschrieben. Aber ist der ganze Zweck des Gehirns, sich Wissen und Fähigkeiten anzueignen, nur um dann zu sterben? Das kam mir völlig unsinnig vor und ich fragte mich: Warum sind wir hier? Was ist der Sinn des Lebens? Nachdem ich viel darüber nachgedacht hatte, kam ich zu dem Schluss, dass es einen Schöpfer geben muss.“
Die Suche nach einem Sinn brachte ihn dazu, sich mit der Bibel zu beschäftigen. Später begann auch seine Frau, eine Ärztin und ebenfalls atheistisch, die Bibel zu prüfen — anfangs mit dem Ziel, ihren Mann zu widerlegen. Doch mittlerweile sind beide fest davon überzeugt, dass es einen Gott gibt. Und durch ihr Studium der Bibel haben sie herausgefunden, was sein Vorhaben für die Menschheit ist.
DR. HUABI YIN, PLASMAFORSCHERIN. Sie studierte Physik und war jahrelang in der Plasmaforschung tätig. Plasma (wie in der Sonne) gilt als vierter Aggregatzustand und besteht größtenteils aus Elektronen und positiv geladenen Ionen.
„Immer wenn wir Naturphänomene erforschen“, sagt Huabi, „stoßen wir auf einen hohen Grad an Ordnung, der auf präzisen Gesetzen beruht. Doch woher kommen sie? Wir müssen ja schon ein einfaches Feuer gut überwachen. Aber wer steht hinter den Gesetzen, die die Sonne kontrollieren? Mit der Zeit schlussfolgerte ich, dass der erste Satz der Bibel die einzig plausible Erklärung ist: ‚Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde‘ “ (1. Mose 1:1).
Die Wissenschaft hat zweifellos viele Fragen nach dem Wie beantwortet, zum Beispiel: Wie funktionieren Gehirnzellen? Und wie erzeugt die Sonne Wärme und Licht? Doch wie Alexej und Huabi festgestellt haben, beantwortet die Bibel die noch wichtigeren Fragen nach dem Warum: Warum existiert das Universum? Warum ist es Gesetzmäßigkeiten unterworfen? Und warum gibt es Menschen?
Die Bibel sagt über die Erde, dass Gott „sie nicht einfach umsonst erschuf“, sondern „damit sie auch bewohnt werde“ (Jesaja 45:18). Ja, Gott verfolgt ein Ziel mit der Erde. Und wie der nächste Artikel zeigt, ist dieses Ziel eng mit Hoffnung verbunden.
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HoffnungErwachet! 2018 | Nr. 1
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DER WEG DES GLÜCKS
Hoffnung
Ich habe Gedanken des Friedens und nicht des Unglücks, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben (Jeremia 29:11)
„HOFFNUNG IST EIN WESENTLICHER ASPEKT UNSERER SPIRITUELLEN LEBENSKRAFT“, heißt es in dem Buch Hope in the Age of Anxiety. „Und sie ist das beste Mittel, um Gefühle der Hilflosigkeit, der Entfremdung und der Angst zu überwinden.“
Aus der Bibel geht deutlich hervor, dass Menschen Hoffnung brauchen. Sie warnt aber auch: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt“ (Psalm 146:3). Statt also darauf zu vertrauen, dass Menschen alle Probleme in den Griff bekommen, sollte man sein Vertrauen auf Gott setzen. Er hat wirklich die Macht, alle seine Versprechen wahr zu machen. Was genau hat er denn versprochen?
DAS BÖSE WIRD BESEITIGT; DAUERHAFTER FRIEDEN FÜR GERECHTE. „Nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein . . . Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“, heißt es in Psalm 37:10, 11. Und Vers 29 verspricht, dass die Gerechten für immer auf der Erde leben werden.
KEINE KRIEGE MEHR. „Kriege lässt er [Gott] aufhören bis an das äußerste Ende der Erde. Den Bogen zerbricht er, und den Speer zersplittert er; die Wagen verbrennt er im Feuer“ (Psalm 46:8, 9).
KEIN LEID, KEINE KRANKHEITEN UND KEIN TOD MEHR. „[Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:3, 4).
GENUG NAHRUNG FÜR ALLE. „Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben; auf dem Gipfel der Berge wird Überfluss sein“ (Psalm 72:16).
EINE GERECHTE WELTREGIERUNG: CHRISTI KÖNIGREICH. „[Jesus Christus] wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ist eine auf unabsehbare Zeit dauernde Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königreich eines, das nicht zugrunde gerichtet werden wird“ (Daniel 7:14).
Warum kann man sicher sein, dass sich diese Versprechen erfüllen werden? Als Jesus auf der Erde war, zeigte er deutlich, was für ein überragender König er sein würde. Er heilte Kranke, gab Armen zu essen und brachte Tote wieder zum Leben. Doch noch bedeutender waren seine Lehren. Sie enthalten Prinzipien, die den Menschen helfen werden, für immer in Frieden und Einheit zu leben. Außerdem sagte Jesus zukünftige Entwicklungen voraus. Unter anderem erklärte er, woran man erkennen würde, dass die letzten Tage des heutigen Weltsystems angebrochen sind.
DER STURM VOR DER RUHE
Wie Jesus sagte, wären diese letzten Tage nicht von Frieden und Sicherheit geprägt, sondern von Kriegen, Hungersnöten, Seuchen und schweren Erdbeben (Matthäus 24:3, 7; Lukas 21:10, 11; Offenbarung 6:3-8). Jesus sagte außerdem: „Wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten“ (Matthäus 24:12).
Diese Kälte hat viele Gesichter. In 2. Timotheus 3:1-5 wurde das im Detail vorausgesagt. Die Menschen würden sich selbst, das Geld und das Vergnügen lieben. Sie wären arrogant und brutal. In den Familien gäbe es kein liebevolles Miteinander und keinen Respekt vor den Eltern. Religiöse Heuchelei wäre an der Tagesordnung.
Diese „stürmischen“ Zustände bestätigen: Für diese Welt sind die letzten Tage angebrochen. Danach wird unter Gottes Königreich Ruhe einkehren. In seiner Prophezeiung über die letzten Tage sicherte Jesus zu: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14).
Diese Botschaft ist eine Warnung für alle, die sich nicht nach Gottes Prinzipien ausrichten wollen. Doch allen Gerechten schenkt sie Hoffnung, denn sie garantiert ihnen, dass Gottes Versprechen bald wahr werden. Auf der Rückseite finden Sie mehr dazu.
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