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Erfolg — Woran messen wir ihn?Der Wachtturm 2007 | 1. Januar
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Erfolg — Woran messen wir ihn?
MANCHE halten Jesse Livermore für einen der erfolgreichsten amerikanischen Börsenspekulanten aller Zeiten. Er war bekannt für seine klugen Geschäftsentscheidungen, denen er sein Vermögen verdankte. Er trug die edelsten Maßanzüge, lebte in einer Villa mit 29 Zimmern und ließ sich in seinem schwarzen Rolls-Royce chauffieren.
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Erfolg — Woran messen wir ihn?Der Wachtturm 2007 | 1. Januar
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Für viele ist Erfolg gleichbedeutend damit, zu Reichtum, Anerkennung oder Ansehen zu kommen. Doch selbst die reichsten Menschen können eine innere Leere und fehlenden Lebenssinn verspüren. In dieser Situation befand sich offensichtlich Jesse Livermore. Trotz all seines Geldes war sein Leben voller Leid, Tragödien und Kummer. Er hatte Depressionen und litt sehr darunter, dass seine Ehen scheiterten und zwischen ihm und seinen Söhnen ein distanziertes Verhältnis bestand. Nachdem Jesse Livermore auch noch einen Großteil seines Vermögens verloren hatte, saß er eines Tages in der Bar eines Luxushotels und beklagte seine Verluste. Er bestellte sich einen Drink, zog sein in Leder gebundenes Notizbuch heraus und schrieb einige Abschiedsworte an seine Frau. Dann leerte er sein Glas, ging in einen düsteren Garderobenraum und nahm sich das Leben.
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