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Freudig in der Ernte arbeitenDer Wachtturm 2001 | 15. Juli
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Als Erntearbeiter ausgesandt
3. Worüber konnten sich die frühen Nachfolger Jesu freuen?
3 Wie sehr sich doch das Leben der frühen Erntearbeiter — insbesondere das der 11 treuen Apostel Jesu — an dem Tag des Jahres 33 u. Z. veränderte, an dem sie sich auf einen Berg in Galiläa begaben, um dort mit dem auferweckten Christus zusammenzutreffen! (Matthäus 28:16). Bei diesem Anlaß waren möglicherweise ‘mehr als fünfhundert Brüder’ anwesend (1. Korinther 15:6). Den Auftrag, den ihnen Jesus erteilte, konnten sie nicht vergessen. Er wies sie an: „Geht ... hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe“ (Matthäus 28:19, 20). Trotz heftiger Verfolgung hatten sie im Erntewerk viel Freude, denn sie erlebten, wie an einem Ort nach dem anderen Versammlungen von Nachfolgern Christi gegründet wurden. Im Laufe der Zeit wurde ‘die gute Botschaft der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt’ (Kolosser 1:23; Apostelgeschichte 1:8; 16:5).
4. Unter welchen Umständen wurden Christi Jünger ausgesandt?
4 Zu einem früheren Zeitpunkt seines Dienstes in Galiläa hatte Jesus die 12 Apostel zusammengerufen und sie ausdrücklich dazu ausgesandt zu verkündigen: „Das Königreich der Himmel hat sich genaht“ (Matthäus 10:1-7). Er selbst „begab sich auf eine Reise durch alle [galiläischen] Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und predigte die gute Botschaft vom Königreich und heilte jede Art Krankheit und jede Art Gebrechen“. Jesus empfand Mitleid mit den Volksmengen, „weil sie zerschunden waren und umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäus 9:35, 36). Tief bewegt, erklärte er daraufhin seinen Jüngern: „Ja, die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte [Jehova Gott], daß er Arbeiter in seine Ernte aussende“ (Matthäus 9:37, 38). Als nur noch sechs Monate seines irdischen Dienstes verblieben, schätzte Jesus den Bedarf an Erntearbeitern in Judäa ebenso ein (Lukas 10:2). Bei beiden Gelegenheiten sandte er seine Nachfolger als Erntearbeiter aus (Matthäus 10:5; Lukas 10:3).
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6. Womit waren die Apostel im 1. Jahrhundert beschäftigt?
6 Mitte des 1. Jahrhunderts war der Apostel Paulus emsig dabei, die gute Botschaft zu predigen. Und seine Erntearbeit war bestimmt erfolgreich, denn er konnte um das Jahr 55 u. Z. an die Christen in Korinth schreiben: „Ich [mache] euch, Brüder, die gute Botschaft bekannt, die ich euch verkündigt habe, die ihr auch empfangen habt, in der ihr auch steht“ (1. Korinther 15:1). Die Apostel und andere frühe Christen waren fleißige Erntearbeiter. Die Bibel berichtet uns zwar nicht, wie viele Apostel nach den bedeutsamen Ereignissen, die in der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 u. Z. gipfelten, noch am Leben waren, doch wie wir wissen, predigte der Apostel Johannes etwa 25 Jahre danach immer noch (Offenbarung 1:9).
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