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LösegeldEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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In seiner Rolle als Goʼél rächte Jehova das Unrecht, das seinen Dienern angetan worden war, und dadurch rechtfertigte und heiligte er seinen Namen vor all denen, die das Unglück Israels als Anlass nahmen, ihn zu schmähen (Ps 78:35; Jes 59:15-20; 63:3-6, 9). Als der große Erlöser und nahe Verwandte der gesamten Nation und ihrer einzelnen Mitglieder führte er um der Gerechtigkeit willen ihren „Rechtsfall“ (Ps 119:153, 154; Jer 50:33, 34; Klg 3:58-60; vgl. Spr 23:10, 11).
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LösegeldEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Ein naher Verwandter, ein goʼél, war demnach ein „Rückkäufer“ (Ru 2:20; 3:9, 13) oder, wenn es um einen Mord ging, ein „Bluträcher“ (4Mo 35:12).
Unter dem Gesetz war für arme Israeliten, die durch gewisse Umstände gezwungen waren, ihr geerbtes Land, ihr Haus in der Stadt oder sogar sich selbst zu verkaufen, eine besondere Regelung getroffen worden. Wenn sich jemand in einer solchen Situation befand, hatte „ein ihm nahe verwandter Rückkäufer“ oder goʼél das Recht, ‘zurückzukaufen [gaʼál], was sein Bruder verkauft hatte’, oder der Verkäufer konnte dies selbst tun, wenn er die nötigen Mittel dazu erhielt (3Mo 25:23-27, 29-34, 47-49; vgl. Ru 4:1-15).
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LösegeldEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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War ein Mord begangen worden, so durfte dem Mörder kein Asyl in den Zufluchtsstädten gewährt werden, sondern die Richter mussten ihn nach einem Verhör dem „Bluträcher [goʼél haddám]“ – einem nahen Verwandten des Opfers – ausliefern, der den Mörder dann tötete.
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