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    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Die Hebräischen Schriften, die zwar einen ausgedehnten Themenbereich behandeln und einen großen Wortschatz aufweisen, enthalten aber bei Weitem nicht alle Wörter oder Ausdrücke, die es im Althebräischen gab. Die Siloam-Inschrift und die Ostraka von Lachisch zum Beispiel enthalten gewisse Wörter und grammatische Konstruktionen, die in den Hebräischen Schriften nicht vorkommen, die jedoch eindeutig hebräischen Ursprungs sind. Zweifellos enthielt der ehemalige Wortschatz Hebräisch sprechender Menschen weit mehr Wurzelwörter sowie Tausende davon abgeleiteter Wörter, als heute bekannt sind.

      Abgesehen von den Bibelteilen, die bekanntlich in Aramäisch geschrieben wurden, gibt es eine ganze Reihe von Wörtern und Ausdrücken in den Hebräischen Schriften, deren ursprüngliche „Wurzel“ unbekannt ist. Lexikografen klassifizieren viele dieser Wörter als „Lehnwörter“ mit der Behauptung, das Hebräische habe sie aus anderen semitischen Sprachen entlehnt, z. B. aus dem Aramäischen, dem Akkadischen oder dem Arabischen. Das ist jedoch nur eine Vermutung. Edward Horowitz erklärt: „Manchmal geht aber die Entlehnung so weit zurück, dass die Gelehrten nicht wissen, aus welcher Sprache die Entlehnung stammt und wer der ursprüngliche Eigentümer war“ (How the Hebrew Language Grew, S. 3, 5; siehe auch L. Koehler, W. Baumgartner, Hebräisches und aramäisches Lexikon zum Alten Testament, 3. Auflage, Leiden 1967, Einleitung, S. XVI, XVII). Wahrscheinlich ist eher anzunehmen, dass solche fraglichen Ausdrücke reines Hebräisch sind, und das beweist wiederum, wie lückenhaft die heutigen Kenntnisse des Wortschatzes dieser alten Sprache sind.

      Beweise für den umfangreichen Wortschatz des Althebräischen sind Schriften aus den Anfangsjahren unserer Zeitrechnung, unter anderem außerbiblische religiöse Schriften, die zu den Schriftrollen vom Toten Meer gehören, sowie die Mischna, eine Sammlung rabbinischer Schriften in Hebräisch, die mit der jüdischen Tradition zusammenhängen. In einem Beitrag von Professor Meyer Waxman heißt es in der Encyclopedia Americana (1956, Bd. 14, S. 57a): „Das biblische Hebräisch ... erschöpft nicht den ganzen Wortschatz; das beweist die Mischna, die Hunderte von hebräischen Wörtern gebraucht, die in der Bibel nicht zu finden sind.“ Natürlich könnte es sich bei einigen um spätere Hinzufügungen oder neue Wortprägungen handeln, doch unzweifelhaft gehörten viele schon zum hebräischen Wortschatz, als die Hebräischen Schriften geschrieben wurden.

  • Hebräisch
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Ein wichtiger Grund für die Annahme, dass das Hebräisch der Bibel der „e i n e n Sprache“ vor der Sprachverwirrung genau entsprach, ist die bemerkenswerte Stabilität, die die hebräische Sprache in den 1000 Jahren bewahrte, in denen die Hebräischen Schriften geschrieben wurden. In der International Standard Bible Encyclopedia heißt es: „Eine der bemerkenswertesten Tatsachen in Verbindung mit dem Hebräisch des A[lten] T[estaments] ist, dass trotz eines Zeitraumes von über 1000 Jahren, in denen seine Bücher geschrieben wurden, fast überhaupt keine Unterschiede zwischen der Sprache (Grammatik und Wortschatz) der ältesten Teile und der Sprache der jüngsten Teile festzustellen sind“ (herausgegeben von G. W. Bromiley, 1982, Bd. 2, S. 659).

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