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  • Abraham — Prophet und Freund Gottes
    Der Wachtturm 1989 | 1. Juli
    • DIE vereinten Heere der vier Könige aus dem Osten überqueren den Euphrat. Ihre Marschroute führt entlang der Königsstraße, östlich des Jordantals. Im Verlauf ihres Feldzugs besiegen sie zunächst die Rephaim, die Susim, die Emim und die Horiter. Dann wenden sich die Eindringlinge gegen den südlichen Negeb und besiegen die Bewohner dieses Landstrichs.

      Welchem Zweck dient der Kriegszug? Zwischen den unterworfenen Gebieten des Transjordanlandes und des Negeb liegt ihr eigentliches Ziel: ein begehrtes Tal, das „Bezirk des Jordan“ genannt wird (1. Mose 13:10). Dort führen die Einwohner von fünf Stadtstaaten — Sodom, Gomorra, Adma, Zebojim und Bela — ein sorgloses Leben in materiellem Wohlstand (Hesekiel 16:49, 50). Sie waren früher Untertanen Kedorlaomers, des Königs von Elam, der die vereinten Heere offensichtlich anführt, hatten sich dann jedoch gegen ihn aufgelehnt. Ohne die Hilfe der Nachbarvölker müssen sie sich jetzt allerdings auf das Schlimmste gefaßt machen. Kedorlaomer und seine Verbündeten gewinnen auch die Schlacht, und sie treten den langen Rückmarsch mit großer Beute an.

      Unter den Gefangenen befindet sich Lot, ein gerechter Mann. Er ist der Neffe Abrahams, der in den nahen Bergen von Hebron seine Zelte aufgeschlagen hat. Als Abraham die schlechte Nachricht erhält, ruft er sofort 318 seiner Männer zusammen. Mutig jagen sie, unterstützt von einigen Nachbarn, hinter den vier Königen her und überraschen sie und ihre Heere bei Nacht. Die Invasoren fliehen. Lot und seine Hausgenossen sowie die anderen Gefangenen und die Beutestücke können den Feinden wieder entrissen werden.

      Welchen Grund haben wir, diesem Bericht aus 1. Mose, Kapitel 14 Glauben zu schenken? Wurde die Geschichte erfunden, um den Vorvater mehrerer Nationen (unter anderem der Juden) zu einem Nationalhelden hochzustilisieren? Und wie verhält es sich mit den anderen Ereignissen im Leben Abrahams?

  • Abraham — Prophet und Freund Gottes
    Der Wachtturm 1989 | 1. Juli
    • Betrachten wir einmal, welches Licht die Archäologie auf den Bericht über Abraham geworfen hat.

      Ur der Chaldäer

      Gemäß der Bibel ist Abraham im „Ur der Chaldäer“ aufgewachsen (1. Mose 11:27-31; 15:7). Jahrhundertelang war die Lage der Stadt Ur unbekannt. Kritiker vertraten die Ansicht, Ur sei — sofern es überhaupt existiert habe — ein unbedeutender, abgelegener Ort gewesen. Sie gerieten in große Verlegenheit, als Ruinen zwischen Babylon und dem Persischen Golf eindeutig als die von Ur identifiziert wurden. Tausende von Tontafeln, die man an dieser Stätte ausgegraben hat, belegen, daß Ur ein Zentrum des Welthandels mit einer großen kosmopolitischen Bevölkerung war. Zur Zeit Abrahams gab es in der Stadt sogar Schulen, in denen Jungen das Schreiben und das Rechnen beigebracht wurde.

      Die Ausgrabungen in Ur offenbarten außerdem, daß die Architekten seinerzeit schon Säulen, Bogen, Gewölbe und Kuppeln bauten. Die Handwerker von Ur stellten die erlesensten Schmuckstücke her, aufwendig gestaltete Harfen und Dolche mit Klingen aus purem Gold. In vielen Häusern legten Archäologen Abwasserkanäle aus gebranntem Ton frei, die in bis 12 m tiefe Sickergruben mündeten.

      Durch diese Entdeckungen bekamen viele Gelehrte ein ganz anderes Bild von Abraham. So schrieb Sir Leonard Woolley beispielsweise in dem Buch Mit Hacke und Spaten, daß „wir gewohnt sind, uns Abraham immer nur als einfachen Zeltbewohner vorzustellen, und nun vor der Möglichkeit stehen, ihn als Bewohner eines komplizierten Ziegelhauses in einer Stadt denken zu müssen“. Der Archäologe Alan Millard erklärt in seinem Buch Schätze aus biblischer Zeit: „Abraham [verließ] die weltoffene Stadt mit all ihrer Sicherheit und ihrem Komfort, um einer dieser verachteten Nomaden zu werden!“

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